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Robotrontechnik-Forum » Technische Diskussionen » P8000 FATAL ERROR » Themenansicht

Autor Thread - Seiten: -1-
000
24.09.2017, 17:52 Uhr
kaiOr

Avatar von kaiOr

Hallo,

ich habe hier eine alte P8000 zur Reparatur die "neulich noch lief", bestückt mit 4x 256kByte RAM. WDC macht auch keinen Mucks mehr.

ERSTE RAM-KARTE:
*** ERROR 72 <00> 0003 0F 00
*** ERROR 72 <00> 0006 0E 01
*** ERROR 73 <00> 8000 0100 0000
74 <- hängt

Tausch von 10D14 (U2164D):
*** ERROR 75 <03> 0402 F986
*** ERROR 74 <02> 9E00 AAAA AAAE
*** ERROR 75 <02> 1704 2107
*** ERROR 75 <01> 0004 8000
*** ERROR 79
*** FATAL ERROR

Tausch von 21D14 (U2164D):
*** ERROR 75 <03> 0402 F986
*** ERROR 75 <02> 1704 2107
*** ERROR 75 <01> 0004 8000
*** ERROR 79
*** FATAL ERROR

und sporadisch kurz nach Kaltstart (der Sommer ist wohl vorbei) einen der Folgenden:
*** ERROR 74 <01> 2600 AAAA AA2A
*** ERROR 74 <01> 2800 AAAA AA2A
*** ERROR 74 <01> 3000 AAAA AA2A
*** ERROR 74 <01> 2C00 AAAA AA2A
*** ERROR 74 <01> 3400 AAAA AA2A
*** ERROR 74 <01> 3C00 5555 55D5

Tausch von 8D14 (U2164D):
*** ERROR 75 <03> 0402 F986
*** ERROR 75 <02> 1704 2107
*** ERROR 79
*** FATAL ERROR

Parity-Check (ERROR 75) erstmal nur ausgeknipst (rückgelesene Daten stimmen ... also vermutlich "nur noch" Parity-RAM futsch):
MAXSEG=<03>



ZWEITE RAM-KARTE:
MAXSEG=<07>


DRITTE RAM-KARTE:
*** ERROR 72 <0B> 0003 0F 8F
*** ERROR 73 <0B> 8000 0001 0081
*** ERROR 73 <0B> 8000 0002 0082
*** ERROR 74 <0B> 0000 5555 55D5
*** ERROR 75 <0B> 0002 C080
*** ERROR 72 <0A> 0002 0F 8F
*** ERROR 73 <0A> 8000 0001 0081
*** ERROR 73 <0A> 8000 0002 0082
*** ERROR 74 <0A> 0000 5555 55D5
*** ERROR 75 <0A> 0002 C080
*** FATAL ERROR

Tausch von 26D14 (U2164D):
MAXSEG=<0B>


VIERTE RAM-KARTE:
*** ERROR 74 <0F> 2A00 AAAA ABAA
*** ERROR 75 <0F> 2A04 D139
*** ERROR 74 <0D> 4AF2 5555 5551
*** ERROR 75 <0D> 0004 8000
*** ERROR 74 <0C> 2AE4 AAAA AAAE
*** ERROR 74 <0C> 5A34 5555 5551
*** ERROR 75 <0C> 0004 8000
*** FATAL ERROR

Tausch von 3D14 + 28D14 (U2164D):
*** ERROR 75 <0D> 0004 8000
*** ERROR 75 <0C> 0004 8000
*** FATAL ERROR

auch hier Parity-Meldung (ERROR 75) erstmal nur ausgeknipst:
MAXSEG=<0F>


Zwischenbilanz:
Kein Russe tot, aber genug U2164D die eben noch liefen. Systemspannung der P8000 scheint stabil.

Habt ihr Ideen wie man solches Massensterben eindämmen kann?
Gibt es ein P8000-Programm das den RAM intensiver prüft (Bitfehler)? Ich traue dem Frieden ganz und gar nicht.

MfG
Kai

Dieser Beitrag wurde am 24.09.2017 um 18:10 Uhr von kaiOr editiert.
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001
25.09.2017, 18:24 Uhr
Olli

Avatar von Olli

Ein anderes Prüfprogramm gibt es leider nicht. Du kannst maximal das Eigentestprogram in ner Endlosschleife ramtest machen lassen. Ist aber das gleiche wie beim Kaltstart

Ansonsten liegen ja auch die Quellen vom Eigentest vor...

Grüße, Olli
--
P8000 adventures: http://pofo.de/blog/?/categories/1-P8000
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002
26.09.2017, 12:22 Uhr
kaiOr

Avatar von kaiOr

Der EIGENTEST auf der UDOS-Diskette prüft leider nur die 8Bit-Karte und SA.DIAGS fand einige 75er Fehler nicht gegenüber dem Selbsttest im Monitorprogramm.

Bevor ich den Parity-RAM tausche, wollte ich nur sicher sein, dass nix mehr am Haupt-RAM defekt ist und da Parity nur Wort-weise geprüft wird, das Parity-Bit aber Byte-weise hinterlegt ist und ich auch im Monitorprogramm nur Befehle hab um Wort-weise Daten zu holen....kommen pro Fehler gleich 2-3 defekte ICs in Betracht. *würg*

Dieser Beitrag wurde am 26.09.2017 um 14:10 Uhr von kaiOr editiert.
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003
26.09.2017, 15:09 Uhr
kaiOr

Avatar von kaiOr

So, hat sich erledigt.
1 von 9 "U2164D 20/1" umsonst getauscht. Um den darf jetzt getrauert werden.
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004
26.09.2017, 15:36 Uhr
PIC18F2550

Avatar von PIC18F2550

Hoffentlich keiner mit Keramikgehäuse und Goldfüßchen.
--
42 ist die Antwort auf die "Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest"
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005
27.09.2017, 17:51 Uhr
Olli

Avatar von Olli

Ok, ich meinte sa.diags. Das ist aus älteren Firmwareversionen zusammengeklöppelt wenn man den Quellen trauen darf. Kann also sein, das es in Details etwas anders arbeitet. Das könnte man aber im Bedarfsfall einfach anpassen und benutzen ohne neue eproms zu brennen. Hat sich nun ja aber eh erledigt
--
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006
07.10.2017, 19:28 Uhr
kaiOr

Avatar von kaiOr

@PIC18F2550: Nö, feinstes Duroplast.
@Olli: Danke, schon mal gut zu wissen. Sowas macht man dann aber lieber in Ruhe, wenn eine Baustelle gesucht wird und noch keine auf dem Tisch steht. Die P8000 hier hat übrigens eine 16Bit-Platine mit Index 4 (aber Firmware 3.0) und WDC mit Index 1 (Firmware 4.2, wirkt nicht original).
SA.DIAGS von der 3.0er und 3.1er WEGA-Startdiskette bleibt mit MMU-Fehler 97 stehen, dagegen läuft das neuste SA.DIAGS (Ver. 3.1 mit WDOS-TEST) wo die Quellen vorliegen fehlerfrei durch. o_O
http://robotrontechnik.de/html/forum/thwb/showtopic.php?threadid=12402
Das könnte bedeuten, dass die Sache in Bezug auf Fehler 95 eher mit der Firmware zusammenhängt und Fehler 97 doch hoffentlich auch. *blauäugigguck*


Zum WDC:

So fing es an (Firmware 4.2):
*** ERROR 52 C1 AAAA
*** ERROR 53 C1 AAAA 0000
*** ERROR 52 C1 5555
*** ERROR 53 C1 5555 0000
*** ERROR 54 C1
-keine sinnvolle Statusmeldung vom WDC

Konkreter wurde es mit Firmware 3.3 (die hier denke ich original reingehört):
*** ERROR 52 20 AAAA
*** ERROR 53 20 AAAA 0000
*** ERROR 52 20 5555
*** ERROR 53 20 5555 0000
*** ERROR 54 C1

SA.FORMAT & SA.VERIFY stoppten auch mit ERROR 20 (Prüfsummen-Fehler der Firmware) und die Statusmeldung an 1d22 (DS8212) vom WDC war identisch. Den EPROMS und deren Ansteuerung ging es aber blendent und irgendwann wurde offensichtlich das die CRC-Berechnung mit PUSH und POP arbeitet, also auf den Stack bzw. funktionstüchtigen SRAM im WDC angewiesen ist. *grrr* Mit Holm's WDC-TEST aber leider ohne Logikanalysator) konnte ich den RAM dann debuggen. Vielen Dank an der Stelle!

Nach Tausch von 3d21 (DS8205) & 7d33 (U214D20) war der WDC endlich wieder bereit für Kommandos, doch leider kommt noch:
*** ERROR 53 00 AAAA BBA4

viel seltener:
*** ERROR 53 00 AAAA BBA0

wiederholt man den Test ohne den WDC aus- und wieder einzuschalten (auch Reset ändert nichts) kommt immer:
*** ERROR 53 00 AAAA 5555

Ganz eklig. Hand zu Fuß getestet reichen die Treiber und Latches die Daten fehlerfrei durch und auch der Hostadresszähler zählt soweit ich das beurteilen kann normal hoch. In SA.FORMAT wird immer sauber die WDC-Firmware-Version ausgelesen.
Und wo die "5555" herkommen könnten ist mir völlig schleierhaft, der Test dazu folgt eigentlich erst später.
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007
08.10.2017, 12:17 Uhr
kaiOr

Avatar von kaiOr

Teste ich nach dem Eigentest (der mir die PIO zum WDC vorinitialisiert) händisch im Monitor weiter, läuft alles wie am Schnürchen. o_o

Quellcode:

PW FFA3 00 -> Treiber auf Ausgabe
PW FFA5 0F -> PIO Kanal A auf Ausgabe
PW FFA1 18 -> WDC-Befehl, RAM schreiben
PW FFA1 00 -> Zieladresse Low-Teil
PW FFA1 2E -> Zieladresse High-Teil
PW FFA1 00 -> Füllbyte 1
PW FFA1 00 -> Füllbyte 2
PW FFA1 00 -> Füllbyte 3
PW FFA1 02 -> Anzahl zu schreibender Bytes Low-Teil
PW FFA1 00 -> Anzahl zu schreibender Bytes High-Teil
PW FFA1 00 -> Prüfsumme, wird nicht geprüft

*** Pause ***

PW FFA1 12 -> mein erstes Byte
PW FFA1 34 -> mein zweites Byte

----------

PW FFA3 00 -> Treiber auf Ausgabe
PW FFA5 0F -> PIO Kanal A auf Ausgabe
PW FFA1 08 -> WDC-Befehl, RAM lesen
PW FFA1 00 -> Quelladresse Low-Teil
PW FFA1 2E -> Quelladresse High-Teil
PW FFA1 00 -> Füllbyte 1
PW FFA1 00 -> Füllbyte 2
PW FFA1 00 -> Füllbyte 3
PW FFA1 02 -> Anzahl zu lesender Bytes Low-Teil
PW FFA1 00 -> Anzahl zu lesender Bytes High-Teil
PW FFA1 00 -> Prüfsumme, wird nicht geprüft
PW FFA5 4F -> PIO Kanal A auf Eingabe
PW FFA3 40 -> Treiber auf Eingabe

*** Pause ***

PR FFA1 -> Scheineingabe
PR FFA1 -> mein erstes Byte "12"
PR FFA1 -> mein zweites Byte "34"


Es ist als würde jeweils der erste Befehl im Eigentest verschluckt werden und dadurch dann Quark zurückgelesen. Muss mir die Statusleitungen nochmal genauer anschauen...

Dieser Beitrag wurde am 08.10.2017 um 19:22 Uhr von kaiOr editiert.
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008
15.10.2017, 11:42 Uhr
kaiOr

Avatar von kaiOr

Das wird wohl eine Langzeitstudie.

Habe noch einen defekten DL000 (2D1) gefunden, jetzt läuft die Kommunikation mit dem WDC gefühlt dreimal so schnell, aber der eigentliche Fehler bleibt bestehen. Die Lötbarkeit der alten Platinen ist übrigens phänomenal. Am Besten man harkt im Hochofen alle Chips von der Platine und bestückt einfach mal alles neu.

Übergehe ich den Selbsttest und initialisiere die PIO zum WDC selber:
*********
PW FFA7 18
PW FFA7 07
PW FFA3 00
PW FFA7 CF
PW FFA7 87
*********
verlässt der WDC den RESET und wechselt auf Status 1 (Bereit für Kommandos, KEINE FEHLER!). Soweit so schön.

Ich versuche wie der Selbsttest in den WDC-RAM zu schreiben:
*********
PW FFA3 00
PW FFA5 0F
PW FFA1 18
PW FFA1 00
PW FFA1 2E
PW FFA1 00
PW FFA1 00
PW FFA1 00
PW FFA1 02
PW FFA1 00
PW FFA1 00
*********
Der WDC wechselt auf Status 7 (Fehler) anstelle Status 2 (Bereit für Daten Host -> WDC). *grübel*

Ich lese den Fehlercode aus:
*********
PW FFA5 4F
PW FFA3 40
PR FFA1
PR FFA1
*********
Zurück kommt Fehlercode "05" oder "06" (Leseprobleme mit Defektspurtabelle). o_O Sowas sollte doch eigentlich im Selbsttest als *** ERROR 52 05 AAAA *** zurückkommen, tut es aber nicht.

Danach wechselt der WDC wieder auf Status 1 und ich kann ab sofort fehlerfrei in den RAM schreiben bis zum nächsten RESET. Mein erstes Befehlsbyte landet immer fehlerfrei im Latch des WDC, doch landet es auch fehlerfrei im SRAM? Ich vermute jetzt mit der Grundstellung des Hostadresszählers ist was faul.

Will garnicht wissen, was im MFM-Teil der Platine noch alles schief läuft. Seltsam schonmal, dass die 40Mhz direkt per 15cm-Wurfdraht vom Quarz der Zusatzplatine abgegriffen werden, statt vom Ausgang des AMZ8127DC bzw. am vorgesehenen Lötpunkt.

MfG

Dieser Beitrag wurde am 15.10.2017 um 11:46 Uhr von kaiOr editiert.
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