(sprich: ES1040, weil russische Buchstaben)
Dieser Großrechner (Robotron-Bezeichnung: R40) wurde 1973 entwickelt,
die Zentraleinheit EC2640 dazu stammte von Robotron.
Andere Komponenten wurden, wie bei allen ESER-Rechnern, in anderen Ostblockländern gefertigt
Auf der ESER-Messe in Moskau wurde er erstmalig 1973 der Öffentlichkeit vorgestellt.
Im selben Jahr begann auch die Serienproduktion.
Vom EC1040 wurden 380 Exemplare hergestellt und in 18 Ländern auf 4 Kontinenten eingesetzt.
Einige Einsatzbeispiele für den EC1040:
2 Exemplare im Flugbegleitzentrum von INTERKOSMOS, der Weltraumbehörde der Ostblockländer
in der russischen Erdölindustrie am Fluss Kama
in den Rechenzentren der See- und Hafenwirtschaft von Leningrad und Odessa
der Akademie der Wissenschaften in der Sowjetunion
3 Exemplare im russischen Kernforschungszentrum in Dubna
zur Planung und Abrechnung der außenwirtschaftlichen Aufgaben in Kuba
im geodätischen Institut in Skopje (Jugoslawien)
für meteorologische Berechnungen in Indien
Weitere EC1040 waren in China, CSSR (jetzt Tschechien / Slowakische Republik), Polen, Ungarn und im Irak im Einsatz.
An den aufgeführten Beispielen merkt man deutlich, dass ein großer Teil der Rechner für den Export bestimmt war.
Großrechner EC1040
Konsole des EC1040
Prozessoreinheit und Bedieneinheit des EC1040
Bandlaufwerke und Wechselplattengeräte
Zentraleinheit EC2640
Die Geschwindigkeit des Rechners wurde mit 380.000 Operationen/s angegeben, die Datenbreite betrug 32 Bit.
Die Dauer einer Operation lag also durchschnittlich bei 1,7µs.
Der EC1040 wurde damit zu seiner Zeit als ein "Gerät der oberen Leistungsstufe" bezeichnet.
Der Speicher war als Kernspeicher ausgeführt
und hatte je nach Ausrüstung 256 KByte, 512 KByte oder 1 MByte (andere Quellen sprechen von max. 2 MByte).
Die Zugriffszeit betrug 450 ns (64-Bit-Zugriff).
Zur Kommunikation mit den peripheren Einheiten dienten
1 Multiplexkanal (20-25 KByte/s im Multiplexbetrieb, 180-720 KByte/s im Stossbetrieb)
128 oder 256 Subkanäle (=anschließbare Geräte)
6 Selektorkanäle (550-1300 KByte/s).
Der Stromverbrauch des Rechners lag bei ca. 15 kW.
Zubehör
Die Bedienung des Rechners erfolgte in der Regel über eine Abfrageeinheit EC7073.
Sie bestand im wesentlichen aus einem Schreibwerk Soemtron 529-221, das als Dateneingabegerät
(10 Ziffern, 26 Kleinbuchstaben, 27 Sonderzeichen + Leertaste)
sowie als Drucker (10 Zeichen/s, 117 Zeichen pro Zeile) benutzt wurde.