085
14.01.2026, 10:04 Uhr
P.S.
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So, gestern war ich also in Teltow. Nachdem, was der Referent da vorgetragen hat, ist die Lage noch viel dramatischer, als angenommen. Er stützte sich dabei auf Infos (Zahlenmaterial) aus dem Bundesrechnungshof, die man als realistisch einschätzen kann - oder auch nicht, je nach Sichtweise. Der Ausbau der sog. "Erneuerbaren Energien" (EE - schon der Ausdruck ist irreführend, weil man Energie nicht erneuern kann, sondern nur umwandeln. "Alternative Energiegewinnung" wäre m.E. korrekter) ist mit weit über 50% am gesamten Energieaufkommen zwar schon recht hoch, aber eben nur theoretisch, weil es in der praktischen Umsetzung noch an wichtigen Vorraussetzungen fehlt: die Erweiterung/Erneuerung der Übertragungs-/Verteilernetze, d.h. die gesamte Stromleitungsinfrastruktur ist dem rasanten EE-Ausbau nicht gewachsen. Man hat schlicht vergessen, daß auch dafür horrende Summen gebraucht werden. Das hat nun zur Folge, daß einige der großen Windparks gar nicht ans Netz gehen können, aber dennoch die geplante Einspeisevergütung bezahlt werden muß. Dann kommt noch ein weiterer Fakt hinzu. Aus dem pronostizierten Anstieg des Strombedarfs infolge der Ächtung von fossielen Primärenergieträgern ist nichts geworden - trotz Wärmepumpen und E-Autos. Warum? - Weil das zwar vielleicht für Privathaushalte zutrifft, aber nicht für die industriellen Großverbraucher. Wenn zwischenzeitlich mehrere 10.000 Unternehmen aufgegeben haben, oder sogar in die Insolvenz getrieben wurden (durch die im Weltmaßstab exorbitanten Strompreise in Deutschland), hilft dann auch kein "Grüner H2" mehr. Auch zu H2 wurden Aussagen gemacht. Diese Technologie - obwohl nachweislich völlig unwirtschaftlich (siehe auch <033> ), soll weiter ausgebaut werden. SIEMENS soll in Berlin mit der Serienfertigung von Elektrolysatoren begonnen haben und man (bestimmte Politiker) denkt ersthaft an die Errichtung eines H2-Verbundnetzes, was dann mit vielen 100 Mrd-Euro zu Buche schlagen würde. Zum Schluß wurde auch die Diskrepanz zwischen temporärem Aufkommen und Verbrauch beleuchtet. Da die EE nicht kontinuierlich zur Verfügung stehen, ist je nach Tageszeit, Wetterlage und anderen "Unbilden" der Zukauf, oder auch Verkauf von Strom notwendig - oft aus Frankreich aus deren KKW! Der Verkauf ist auch kein lukratives Geschäft, oft muß noch Geld "draufgelegt" werden, um den überschüssigen Strom überhaupt loszuwerden. Das Argument der Zwischenspeicherung ist mit den derzeitigen Speichertechnologien allenfalls für kurzzeitige Überbrückungen (< 1h) geeignet. Die Abkehr Deutschlands von der grundlastfähigen Kernkraft sei ein großer Fehler gewesen - so der Referent. Darüber kann man aber m.E. geteilter Meinung sein, wenn es um die derzeitige KK-Technologie geht. Anders bei der in Entwicklung befindlichen Fusionstechnologie. Doch bis zu deren Wirksamkeit bedarf es einer sog. "Brückentechnologie" und dazu könnte die Tiefengeothermie - wie in <006> beschrieben - sicherlich hilfreich sein. So jedenfalls hatte ich das gestern auch argumentiert ... Ob's was gebracht hat ...???
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