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Robotrontechnik-Forum » Sonstiges » Ein trauriger Tag im KW Jänschwalde » Themenansicht

Autor Thread - Seiten: -1-
000
Heute, 00:43 Uhr
Egon



Pünklich zum Jahreswechsel ging der älteste Block A mit 500MW vom Netz, viele eingeladene ehemalige Krfatwerker der ersten Stunde waren dabei. Fast alle konnten die seltsame und beklemmende Situation nicht verbergen und waren sichtlich ergriffen. Viele der Anwesenden waren 1981 bei der Netzschaltung von Block A dabei. Die gasamte Anlage läuft nun mit nur noch 1500 MW. Das gesamte Werk war soweit ertüchtigt innerhalb von wenigen Stunden auf jede Anforderung im Leistungsbereich zu reagieren, von der Regierung aber nicht gewollt. Die Kohle im Revier würde noch gut 200 Jahre reichen, das Kraftwerk war von Anfang an dafür ausgelegt. Nun ist Block A in Reserve für ein Jahr, das ist wesentlich teurer als ihn weiter zu betreiben aber so gewollt und wird mit Geld von der Regierung bezahlt. 2028 ziehen wir dann den ganz große Stecker und auch die restlichen 1500MW gehen vom Netz. Kraftwerk ade.
Grüße Egon

Dieser Beitrag wurde am 09.01.2026 um 00:43 Uhr von Egon editiert.
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001
Heute, 03:23 Uhr
Hobi



Ganz so schwarz würde ich das nicht sehen. Wenn irgendwo 1500MW abgeschaltet werden, sollte ja hoffentlich auch die gleiche Menge dazugebaut werden. Daran hapert es ja noch.
Sollte das nicht eintreten, wäre die Abschaltung unvernüftig.
--
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Corontäne
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002
Heute, 04:48 Uhr
ralle



Die Sache ist allerdings etwas komplizierter als man denkt. Es gibt so etwas wie den Stromhandel und auch das Problem der Stromnetze in Deutschland. Dazu gibt's einen richtigen Wikipedia Eintrag. Es wird immer da eingekauft, wo es am billigsten ist. Da kann ein Kraftwerk, egal wie modern, im Betrieb schon zu teuer sein. Und ein EV möchte nun mal Gewinn machen.
--
Gruß Ralle

Wenn Sie dazu neigen, Bedienungsanleitungen zusammen mit dem Verpackungsmaterial wegzuwerfen, sehen Sie bitte von einem derart drastischen Schritt ab!...
... Nachdem Sie das Gerät eine Weile ausprobiert haben, machen Sie es sich am besten mit dieser Anleitung und ihrem Lieblingsgetränk ein oder zwei Stunden lang in Ihrem Sessel bequem. Dieser Zeitaufwand wird Sie dann später belohnen...

aus KENWOOD-Bedienungsanleitung TM-D700
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003
Heute, 06:22 Uhr
KK

Avatar von KK

In den späten 80ern arbeitete ich beim Fahrleitungsbau in der Region. Damals wollte man dort wegen des Drecks nicht tot übern Gartenzaun hängen. Heuer bin ich wieder jedes Jahr beruflich in Brandenburg unterwegs und komme auch am Kraftwerk Jänschwalde vorbei. Das erste Mal war ich baff, wie sehr sich die Zustände geändert haben. Kein Dreck, keine dunklen Wolken, kein Gestank in der Luft. Nicht mal mehr Schornsteine, nur noch Wasserdampf steigt aus den Kühltürmen. Dazu eine gespenstige Ruhe. Nichts ist mehr übrig vom Nimbus des schwarzen Monsters, der einst die Kohlekraft begleitete. Nun ja, dafür wird Brandenburg mit klimafreundlicher Energieerzeugung zugepflastert. Nur braucht dort niemand solche Mengen an Wind- und Sonnenstrom und die Übertragungskapazitäten sind begrenzt. Da muß halt der Kohlestrom weg, der die Leitungen verstopft. Braunkohle muß dann auch nicht mehr gefördert werden und die Tagebaue werden zu Badeseen umfunktioniert. Die frei werdenden Mitarbeiter der LEAG dürfen sich auf zahlreiche lukrative Jobs in der Tourismusbranche freuen.[/sarkusmus]
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004
Heute, 07:46 Uhr
Bert



Jede Technologie hat ihre Zeit.

Wahrscheinlich rückt Boxberg jetzt auf Platz 2, bezogen auf CO2/MW:

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Kraftwerken_in_der_Europ%C3%A4ischen_Union_mit_der_h%C3%B6chsten_Kohlenstoffdioxidemission

Schade, das man den CO2-Ausstoß nicht sehen kann...
--
Viele Grüße,
Bert
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005
Heute, 10:42 Uhr
MarioG

Avatar von MarioG


Zitat:
KK schrieb
Braunkohle muß dann auch nicht mehr gefördert werden und die Tagebaue werden zu Badeseen umfunktioniert.



Man kann es auch positiv sehen: Dann bleiben die Rohstoffe eben für ein besseres Deutschland in der Erde. Besser so, als es für Blödsinn verbrennen.
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006
Heute, 11:00 Uhr
P.S.




Zitat:
KK schrieb
Nun ja, dafür wird Brandenburg mit klimafreundlicher Energieerzeugung zugepflastert. Nur braucht dort niemand solche Mengen an Wind- und Sonnenstrom und die Übertragungskapazitäten sind begrenzt. Da muß halt der Kohlestrom weg, der die Leitungen verstopft.


Als ich noch in der PV-Branche tätig war, ging es u.a. auch um den Anschluß großer Freifächenanlagen (MW-Bereich). Der Netzbetreiber: "Nein, nicht schon wieder! - Wir haben hier keine Abnehmer für solche Leistungen". Meinen Einwand: "Dann verkauft doch die überschüssige Leistung an der Leipziger Strombörse" wurde mit dem Argument abgetan: "Da muß man noch Geld mitbringen ..."
Wenn Kohlekraftwerke (oder auch Kernkraftwerke) stillgelegt werden, ist das noch nicht so tragisch, als wenn gleich der Abriss erfolgt. So besteht wenigstens die Hoffnung, daß bei Vorhandensein eines alternativen Primärenergieträgers - z.B. aus Tiefengeothermie, diese jederzeit wieder an's Netz bringen zu können und somit zur Grundlastversorgung zur Verfügung zu stehen.
Für jedes ehemaliges Kohlekraftwerk besteht die Möglichkeit mit Primärenergie aus der Tiefengeothermie weiter arbeiten zu können - mit dem Vorteil, daß da niemand eine Rechnung für den Primärnergieträger schickt und dieser tagein-tagaus ohne Importabhängigkeiten zur Verfügung steht.
Auch für das CO2-Problem gibt's schon lange eine Lösung: die CO2-Kreislaufwirtschaft - nachzulesen in http://www.ps-blnkd.de/Regenerative_Energiegewinnung.pdf.

Das Wissen der Menschheit gehört allen Menschen! -
Wissen ist Macht, wer nur glaubt, der weiß nichts! -
Aber - Unwissenheit schützt vor Strafe nicht! -
Gegen KI und die Ausgrenzung von Unwissenden und
für den Erhalt eigener Intelligenz, sowie ein liberalisiertes
Urheber-, Marken- und Persönlichkeitsrecht!
PS
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007
Heute, 11:35 Uhr
ralle



Die Kohlendioxid Geschichte ist da die, das dieses Gas freigesetzt wird, was vor Milliarden Jahren eingelagert wurde. Kohlendioxid ist je nichts anderes als Pflanzenreste. In Zeitz gibt es ein Kohle Museum, wo anschaulich erklärt wird, wie Kohle entsteht. Braunkohle ist im Grunde ein Zwischenschritt zur Steinkohle.

Das bei Windkraft und PV gejammert wird, liegt auch an fehlenden Speicher. Wobei dieser auch noch überreguliert wird.
--
Gruß Ralle

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008
Heute, 13:06 Uhr
Guido
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Avatar von Guido

Naja,
das Kohleverbrennung nicht der Weisheit letzter Schluss ist, wussten schon unsere Urgroßväter. Dreck und verpestete Luft überall, doch man hatte kaum was anderes.
Heute dann doch und das ist gut so!
Die Leute, die wegen den Tagebauen ihre Heimat verloren haben (sehr viele Dörfer) oder denen die Abbaggerung drohte, sehen das sicher auch mit anderen Augens.

Ich mag irgenwelche Windräder oder endlose PV-Felder wo früher Rüben wuchsen auch nicht besonders, doch Strom aus Steckdose ist schon was Feines!
Wer den nicht haben will, kann ja in die Mondlandschaften der Tagebaurestlöcher ziehen.

Guido
--
Der Mensch hat drei Wege, klug zu handeln.
Erstens durch Nachdenken: Das ist der edelste.
Zweitens durch Nachahmen: Das ist der leichteste.
Drittens durch Erfahrung: Das ist der bitterste.
Konfuzius

Wer immun gegen ein Minimum an Aluminium ist, der hat eine Aluminiumminimumimmunitität.
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009
Heute, 13:45 Uhr
KK

Avatar von KK


Zitat:
Guido schrieb
Ich mag irgenwelche Windräder oder endlose PV-Felder wo früher Rüben wuchsen auch nicht besonders, doch Strom aus Steckdose ist schon was Feines!



Bist du auch bereit, deine Steckdosen nur dann in Anspruch zu nehmen, wenn die sogenannten Erneuerbaren, also Wasser, Wind und Sonne, die Energie tatsächlich liefern? Plus ein paar kWh Anteil aus den Pumpspeicherreserven? Und auf Strom, der von fossilen (einschließlich Gas-) und Kernkraftwerken erzeugt wird, gänzlich zu verzichten? Was nach gleichen Regeln auch für importierten Strom gilt?
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010
Heute, 13:51 Uhr
Guido
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Avatar von Guido


Zitat:
KK schrieb

Bist du auch bereit, deine Steckdosen nur dann in Anspruch zu nehmen, wenn die sogenannten Erneuerbaren, also Wasser, Wind und Sonne, die Energie tatsächlich liefern? Plus ein paar kWh Anteil aus den Pumpspeicherreserven? Und auf Strom, der von fossilen (einschließlich Gas-) und Kernkraftwerken erzeugt wird, gänzlich zu verzichten? Was nach gleichen Regeln auch für importierten Strom gilt?


Natürlich nicht, ich bin auch nicht gegen thermische Kraftwerke, aber doch gegen Atomkraft wegen der noch immer völlig ungelösten Entsorgungsfrage.
Und Ja, wenn mein Haus wegen Kohle weggesprengt oder wegen Talsperre absaufen würde, würde ich zur Mistgabel greifen und es verteidigen, Du sicher auch! Dann doch lieber Windräder und PV.

Guido
--
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011
Heute, 14:51 Uhr
constanze czech

Avatar von constanze czech

Also unser liebes Braunkohlekraftwerk in Schkopau fährt seit Tagen Vollast auf beiden Töpfen. Wenn es hier gerade einen Überschuß an regenerativen Ernergien geben sollte, zeigen sie es nicht. Und die Menschen brauchen bei -5° irgendwie Strom und Wärme.
--
biete 3-Raum-Computer 96m², Dusche, WC, Zentralheizung, Ferritkerngrill...(nicht ganz) ruhige Wohnlage....zum Zeitwert...
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012
Heute, 15:06 Uhr
Bert



Wie oft (und wie lange) habt ihr seit der Einführung von erneuerbaren Energien und der Abschaltung von Atomkraftwerken bzw. Kohlekraftwerken in Deutschland im Dunkeln gestanden, weil der Strom weg war?

Keiner hat gesagt, das man für die Energiewende nix zu tun braucht. Und niemand fordert: wir müssen sofort alle Importe stoppen und die restlichen fossilen Kraftwerke in Deutschland stilllegen.

Das Argument mit dem Standort von Wind und PV ist auch ziemlich albern, wenn man sich anschaut wo Jänschwalde und Boxberg stehen. Wieviele Großstädte im näheren Umkreis gibt es dort?
--
Viele Grüße,
Bert
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013
Heute, 17:20 Uhr
RP



Es war schon immer so das alte Technologie von neueren ersetzt wurde, die Weber an ihren alten Webstuhl haben die neuen Maschinen verflucht.
Die neue Maschine hatte eine höhere Produktivität und in der Menge gesehen konnte mehr Stoff und billiger produziert werden.
Wenn die sogenannten erneuerbaren Energien den Strom verbilligt und das Angebot verbessert hätten gäbe es keinen Aufschrei.
Die Menschen die in der Schule ein klein wenig aufgepasst haben stellen auch berechtigte Fragen zu unsere Energie Politik.
Ich persönlich habe das Gefühl das es nicht um die Rettung des Weltklimas sondern um die Rettung des spät imperialistischen Systems geht.
Mit den erneuerbaren Energien wird mächtig Profit erwirtschaftet und so Klima neutral wie behauptet sind sie auch nicht, sie gehen in das Treibhaus "Erde" eben so ein wie die Fossilien Energieträger.
Die in den Solarzellen umgewandelte Sonnenenergie wird eben in der Nacht nicht an das Weltall abgegeben sondern erwärmt über kurz oder lang die unteren Schichten der Atmosphäre.

Rolf
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014
Heute, 17:23 Uhr
KK

Avatar von KK


Zitat:
Bert schrieb
Wie oft (und wie lange) habt ihr seit der Einführung von erneuerbaren Energien und der Abschaltung von Atomkraftwerken bzw. Kohlekraftwerken in Deutschland im Dunkeln gestanden, weil der Strom weg war?



Bisher gar nicht. Liegt das daran, daß PV und Windkraft so zuverlässig und reichhaltig Energie liefern, daß sie die entfallenen Kohle- und Kenrkraftwerke mühelos ersetzen? Oder helfen evtl. Importe und Gaskraftwerke aus?


Zitat:
Keiner hat gesagt, das man für die Energiewende nix zu tun braucht.



Es hat auch keiner gesagt, daß das jemand gesagt hat.


Zitat:
Und niemand fordert: wir müssen sofort alle Importe stoppen und die restlichen fossilen Kraftwerke in Deutschland stilllegen.



Natürlich nicht sofort. Das Ende der Kohleverstromung bis 2038 ist allerdings beschlossen. Das Verbot fossiler Heizungen bis 2045 ebenfalls, deren Neubau wird schon ab diesem Jahr massiv eingeschränkt. Das Aus für Verbrennerautos wurde "abgemildert", die CO² Emissionen neuer PKWs müssen bis 2035 jetzt nur noch um 90% sinken, nicht um 100%. Ersetzt werden soll die fossilen Energieträger durch Erneuerbare, also Strom. Stand 2025 lieferten die Erneuerbaren ca. ein Fünftel der Primärenergie.

https://www.bdew.de/service/daten-und-grafiken/primaerenergieverbrauch/

Du kannst bestimmt konkret benennen, wie bis dahin der Ausgleich vollzogen wird.


Zitat:
Das Argument mit dem Standort von Wind und PV ist auch ziemlich albern, wenn man sich anschaut wo Jänschwalde und Boxberg stehen. Wieviele Großstädte im näheren Umkreis gibt es dort?



Entscheidend isr nicht, wieviele Städte es in der Gegend gibt, sondern wie das Verhältnis von erzeugtem zu verbrauchtem Strom beschaffen ist. Hauptabnehmer sind nicht Städte, sondern Industrieanlagen. Und die gibt es in Brandenburg eben nicht in dem Maße, wie dort benötigt würde, um den Strom abzunehmen. Deswegen müssen regelmäßig Windkraftanlagen still stehen, was man bspw. entlang der Autobahn auch gut beobachten kann. Die Betreiber bekommen trotzdem Geld, das soll sich aber ändern.

https://www.maz-online.de/brandenburg/brandenburg-windrad-kosten-fuer-stromkunden-wegen-netzengpaessen-sollen-gesenkt-werden-ESMFL6QUU5E3DGS5VXIJT7ZRDM.html

Mal schauen, ob dann immer noch mit dem Tempo neue gebaut werden.
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015
Heute, 18:50 Uhr
Enrico
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Zitat:
RP schrieb

Wenn die sogenannten erneuerbaren Energien den Strom verbilligt und das Angebot verbessert hätten gäbe es keinen Aufschrei.

Rolf


Das ist so nicht richtig.
Der Strompreis richtet sich nach dem teuersten Erzeuger.

Reicht der erzeugte Strom nicht aus, und wird deswegen das teurere Gaskraft dazu geschaltet,
ist das der Preis vom Strom.
--
MFG
Enrico
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016
Heute, 18:51 Uhr
Guido
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Avatar von Guido


Zitat:
Enrico schrieb
Das ist so nicht richtig.
Der Strompreis richtet sich nach dem teuersten Erzeuger.

Reicht der erzeugte Strom nicht aus, und wird deswegen das teurere Gaskraft dazu geschaltet,
ist das der Preis vom Strom.


Genau das ist das Problem und gehört abgeschafft!

Guido
--
Der Mensch hat drei Wege, klug zu handeln.
Erstens durch Nachdenken: Das ist der edelste.
Zweitens durch Nachahmen: Das ist der leichteste.
Drittens durch Erfahrung: Das ist der bitterste.
Konfuzius

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017
Heute, 18:53 Uhr
Enrico
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Sehe ich auch so.

Aber auf die Art wollte man wohl die ern. Energien fördern.

Was fehlt sind Leitungen und Großspeicher, aber da ist man ja dabei.

Mit E-Autos hätte man ja auch schon längst viel weiter sein können,
ist bei vielem so.
--
MFG
Enrico

Dieser Beitrag wurde am 09.01.2026 um 18:56 Uhr von Enrico editiert.
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018
Heute, 19:49 Uhr
RP



Der Strompreis für privat Kunden hat sich in Deutschland seit 1995 bis 2024 verdreifacht, die Investitionen in die Infrastruktur sind fast konstant geblieben, auch Gewinne der Energie Unternehmen wurden mehr an die Aktionäre ausgezahlt als in den Ausbau der Netze zu fließen.
Den Netzausbau soll jetzt der Steuerzahler und der Stromkunde bezahlen.
Der hohe Strompreis führt zu enormen Steuereinnahmen z.B bei der Mehrwertsteuer, dazu kommt noch die Stromsteuer.
Wenn nur ein Bruchteil der enormen Preissteigerung in den Netzausbau geflossen währen hätten wir keine Diskussion über fehlende Leitungen.
Über die Entschädigungen der Energie Konzerne für längst abgeschriebene Anlagen ( Kraftwerke, Tagebau usw.) möchte ich gar nicht reden.

Rolf
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019
Heute, 19:59 Uhr
Guido
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Avatar von Guido


Zitat:
RP schrieb
Der Strompreis für privat Kunden hat sich in Deutschland seit 1995 bis 2024 verdreifacht, die Investitionen in die Infrastruktur sind fast konstant geblieben, auch Gewinne der Energie Unternehmen wurden mehr an die Aktionäre ausgezahlt als in den Ausbau der Netze zu fließen.


Das ist halt Kapitalismus. Im Übrigen sind die Löhne in der Zeit auch gestiegen. Ob ausreichend, darüber wird man immer streiten.


Zitat:
RP schrieb
Den Netzausbau soll jetzt der Steuerzahler und der Stromkunde bezahlen.
Der hohe Strompreis führt zu enormen Steuereinnahmen z.B bei der Mehrwertsteuer, dazu kommt noch die Stromsteuer.


Alles was damit zu tun hat zahlt IMMER der Endkunde. Das war noch nie anders. Die Stromsteuer gehört ersatzlos gestrichen!


Zitat:
RP schrieb
Wenn nur ein Bruchteil der enormen Preissteigerung in den Netzausbau geflossen währen hätten wir keine Diskussion über fehlende Leitungen.


Da sind schon viele Milliarden geflossen, aber eben auch in Löhne/Gehälter der Mitarbeiter usw.


Zitat:
RP schrieb
Über die Entschädigungen der Energie Konzerne für längst abgeschriebene Anlagen ( Kraftwerke, Tagebau usw.) möchte ich gar nicht reden.
Rolf


Tja, die hatten zugesicherte Verträge, wenn man diese früher kündigen will, muss man entschädigen. Das ist ja nun auch nichts Neues.
Nochmal: Ich bin auch kein Freund der übereilten Abschaltungen, doch ich kann auch die Menschen verstehen, die ihr ganzes Leben lang Angst um ihre Dörfer hatten.

Guido
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020
Heute, 20:08 Uhr
Enrico
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Gerade aufgetaucht:
https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/jahresbilanz-erneuerbare-energien-solar-windkraft-diese-ziele-wurden-erreicht-100.html
--
MFG
Enrico
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021
Heute, 20:09 Uhr
RP



Guido

das ist das Problem wenn der Staat in die Gesetze der Marktwirtschaft eingreift, unwirtschaftliche Anlagen, hätten die Energie Konzerne von selbst ohne Entschädigung stillgelegt.

Rolf

Dieser Beitrag wurde am 09.01.2026 um 20:09 Uhr von RP editiert.
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022
Heute, 20:49 Uhr
MarioG

Avatar von MarioG

Wenn man sich das Jahresprofil anschaut, dann bräuchte es Speicher, die Wochen oder besser Monate(!) speichern können. Und die Speicherung kostet (wenn es sie denn irgendwann überhaupt mal technisch geben sollte) Geld. Viel Geld.
Je länger zwischengespeichert werden muss, desto teurer der Anteil an Speicherkosten.
Ein Speicher, der nur 30 Zyklen im Jahr fährt, erzeugt enorme Speicherkosten. (Nebenbei: Auch ein Gaskraftwerk, welches nur sporadisch läuft, erzeugt sinnfrei hohe Kosten)

Nunja. Aber so sind sie halt die Deutschen. In so einer Art Selbstüberzeugungswahn fein Sonderweg fahren, bis zur totalen Niederlage. Und dann wird wieder fleißig aufgebaut und der nächste Wahnsinn gestartet.

Apropos Kapitalismus: Man schaue mal auf die Jahresgehälter in den USA und die Energiekosten dort.

Dieser Beitrag wurde am 09.01.2026 um 20:52 Uhr von MarioG editiert.
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023
Heute, 22:01 Uhr
Enrico
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Die Speicher gibts doch.
--
MFG
Enrico
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024
Heute, 22:13 Uhr
Guido
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Avatar von Guido


Zitat:
RP schrieb
Guido

das ist das Problem wenn der Staat in die Gesetze der Marktwirtschaft eingreift, unwirtschaftliche Anlagen, hätten die Energie Konzerne von selbst ohne Entschädigung stillgelegt.

Rolf


Die Energiekonzerne haben viele Jahrzehnte immer wieder Subventionen erhalten. Einmal direkt in Geld aber auch in konzernfreundlichen Gesetzen. Sonst hätte man die Lausitz und andere Braunkohlegebiete nicht umgraben und das halbe Ruhrgebiet nicht irreversibel aushöhlen können (z.B. Bergbaugesetze). Für die Folgen kommt auch zum großen Teil wieder der Staat (also wir alle) auf, genauso wie für die Folgen der Kernenergie.

Guido
--
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Konfuzius

Wer immun gegen ein Minimum an Aluminium ist, der hat eine Aluminiumminimumimmunitität.

Dieser Beitrag wurde am 09.01.2026 um 22:15 Uhr von Guido editiert.
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025
Heute, 22:36 Uhr
karsten33



....
Nunja. Aber so sind sie halt die Deutschen. In so einer Art Selbstüberzeugungswahn fein Sonderweg fahren, bis zur totalen Niederlage. Und dann wird wieder fleißig aufgebaut und der nächste Wahnsinn gestartet.
...

Das hat man von uns schon mal gesagt (die Engländer) als wir die erste Autobahn gebaut haben.

O-Ton englsiche Wochenschau:

...Die Deutschen sind verrückt, Die bauen die Autobahn aus 30cm Beton. Das ist viel zu teuer und unwirtschaftlich...

Jetzt hat es die ganze Welt
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