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Robotrontechnik-Forum » Technische Diskussionen » Timer am UB8820/UB8830/UB8840 » Themenansicht

Autor Thread - Seiten: -1-
000
24.04.2022, 17:41 Uhr
Bert



Hallo Forum,

ich ärgere mich gerade mit dem Timer T1 am DDR-Clone UB8830 rum (dürfte am 8820 und 8840) ähnlich sein.

Die Idee war für eine programmatische Wartezeit den Timer T1 zu nutzen:

Quellcode:

    // Initialisierung

    // single-run, interne Quelle, Vorteiler
    PRE1 = ( 1 << 1) + (T1_PRESCALER << 2);
    // T1 einladen
    set_bit( TMR, 2);
    // vorher TMR.2 setzen    
    T1 = T1_TIME;




Quellcode:

    // Nutzung
    // T1 starten
    set_bit( TMR, 3);
    // warten
    while( T1 > 0) {};      



Prinzipiell funktioniert das, aber so richtig nur jedes zweite Mal. Ich bin dann drauf gekommen, das es mit dem Pipelining zusammenhängt. Die Warteschleife (letzte Zeile) greift noch auf den alten Wert von T1 zu, wenn da nicht genügend Instruktionen dazwischen sind.

So funktioniert die Wartezeit dann erwartungsgemäß:

Quellcode:

    // T1 starten
    set_bit( TMR, 3);
    asm( "nop");
    asm( "nop");
    asm( "nop");
    asm( "nop");
    asm( "nop");
    asm( "nop");
    // ab jetzt hat T1 einen 'gültigen' Wert
    // warten
    while( T1 > 0) {};      



Weiß jemand, wo dieses Verhalten dokumentiert ist?
Prinzipiell ist Pipelining ja eine feine Sache, aber wenn ich jetzt bei jeder Instruktion zusätzlich da dran denken muß, ist das Programmieren nur noch halb so lustig...

Viele Grüße,
Bert

P.S.: Die Zahl der nötigen NOPs hängt auch vom Wert des Prescalers ab. Da werde ich wohl doch den Interrupt bemühen müssen, damit das sicher funktioniert...

Dieser Beitrag wurde am 24.04.2022 um 18:08 Uhr von Bert editiert.
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001
24.04.2022, 18:31 Uhr
P.S.



@Bert
Das Standard-Werk ist Kieser/Bankel: Einchipmikrorechner, oder die verkürzte Form
Bormann/Rentzsch: Einchip-Mikrorechner.
Eine Ergänzung könnte auch das hier sein:
http://www.ps-blnkd.de/EMR_Inh.pdf

Du programmierst nicht in Assembler? - Meine Erfahrungen von damaligen Programmier-Werkzeugen sind, daß man immer mit fehlerhafter Übersetzung rechnen muß und leider auch ein - wie beim AVR-Studio vorhandener - Debugger z.B. für den Einzelschrittbetrieb fehlt -> http://www.ps-blnkd.de/Z8-EKR.htm.

Das Wissen der Menschheit gehört allen Menschen! -
Wissen ist Macht, wer nur glaubt, der weiß nichts! -
Aber - Unwissenheit schützt vor Strafe nicht! -
Gegen die Ausgrenzung von Unwissenden und für ein liberalisiertes Urheberrecht!
PS
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002
24.04.2022, 18:59 Uhr
PC-Opa




Zitat:
P.S. schrieb
@Bert
Das Standard-Werk ist Kieser/Bankel: Einchipmikrorechner, oder die verkürzte Form
Bormann/Rentzsch: Einchip-Mikrorechner.
Eine Ergänzung könnte auch das hier sein:
http://www.ps-blnkd.de/EMR_Inh.pdf



Hallo Peter,
wo gibt es denn den Rest?
Das gesamte PDF würde mich sehr interessieren.
--
Gruß Wolfgang
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003
24.04.2022, 20:15 Uhr
volkerp
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Avatar von volkerp

Ein Nop reicht, die Pipeline hat nur einen Befehl im Prefetch. Das ist original Z8 und in den Datenbüchern auch beschrieben.
--
VolkerP

http://hc-ddr.hucki.net
(Z9001, Z1013, LC-80, ...)
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004
24.04.2022, 21:38 Uhr
Bert




Zitat:
P.S. schrieb
Das Standard-Werk ist Kieser/Bankel: Einchipmikrorechner,


Ja, aber so richtig schön ist Kieser/Bankel nicht.
Die Kollegen haben für meinen Geschmack zu viele Begriffe ins Deutsche übersetzt, was das Verständnis eher erschwert.

Ich habe auch das UM001604-0108 von Zilog.
Das ist o.k. enthält aber auch neuere Features, die die alten Chips noch nicht haben.


Zitat:

Bormann/Rentzsch: Einchip-Mikrorechner.


Das kannte ich noch nicht, werde ich mir bei Gelegenheit anschauen (Danke Holger!).


Zitat:

Eine Ergänzung könnte auch das hier sein:
http://www.ps-blnkd.de/EMR_Inh.pdf


Das ist so in der Form nicht hilfreich.


Zitat:

Du programmierst nicht in Assembler?


Nein. Ich nehme den C-Compiler von Zilog (z8cc.exe). KEEPASM und KEEPLST funktionieren zwar nicht, aber mit dem Debugger vom JTCEMU kann man sich prima durchsteppen (Danke Jens!).




Zitat:
volkerp schrieb
Ein Nop reicht, die Pipeline hat nur einen Befehl im Prefetch.


Ja, hier leider nicht. Der Zählerstand von T1 wird erst aktualisiert, nachdem der Vorteiler weitergezählt hat.


Aber: Ich habe im obigen Code noch einige Fehler gefunden.

1. Bevor man das Bit TMR.2 setzt, müssen PRE1 und T1 befüllt werden:

Quellcode:

    // Initialisierung

    // single-run, interne Quelle, Vorteiler
    PRE1 = ( 1 << 1) + (T1_PRESCALER << 2);
    T1 = T1_TIME;
    // jetzt PRE1 und T1 einladen    
    set_bit( TMR, 2);



2. Das Polling macht man am Besten nicht auf den Zählerstand, sondern auf das Bit IRQ.5:

Quellcode:

    // geht, nennt sich 'polled processing'
    while( bit_is_clear( IRQ, 5)) {};
    clear_bit( IRQ, 5);


Ein IRQ-Routine geht natürlich auch. Aber wenn die auch nur ein Flag setzt, wäre das hier overkill.

3. Im single-pass-Modus, muss der Timer nicht nur neu gestartet werden, sondern auch vor jeder Nutzung ein 'reload' erhalten. Dafür werden die Bit 2 und 3 im TMR-Register gleichzeitig gesetzt:

Quellcode:

    // T1, laden + starten
    TMR |= 0x0C;


Wenn man nur T1 startet (Bit 3), läuft der Timer bei 256 los. Und ich habe mich die ganze Zeit gewundert, warum meine Zeiten nicht stimmen...

Grüße,
Bert
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005
25.04.2022, 09:07 Uhr
P.S.



@PC-Opa <002>
@Bert <004>
"wo gibt es denn den Rest?" ->
http://www.ps-blnkd.de/Seite3.htm#EMR

Was ist an dem Kieser/Bankel-Werk nicht "schön"?
Nach meinem Verständnis war ich sehr froh eine leicht lesbare Lektüre zu haben, als mich mühsam durch englische-sprachliche Erklärungen quälen zu müssen.
In die Original-Doku von ZILOG hatte ich vor vielen Jahren auch schon mal reingeschaut -> englisch ist für mich zu aufwändig und deshalb nervig ...

Den C-Compiler von ZILOG hatte ich damals natürlich nicht und den JTCEMU gab's natürlich auch noch nicht. Und wenn dann der auf den KC85/3 angepasste Assembler von der Uni Ilmenau dann auch noch fehlerhaft ist, kommt richtig Freude auf!

Das Wissen der Menschheit gehört allen Menschen! -
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006
25.04.2022, 10:45 Uhr
PC-Opa




Zitat:
P.S. schrieb
@PC-Opa <002>
@Bert <004>
"wo gibt es denn den Rest?" ->
http://www.ps-blnkd.de/Seite3.htm#EMR
Das Wissen der Menschheit gehört allen Menschen! -
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PS



Hallo Peter, warum so ein Formular. Kannst du das PDF nicht einfach an meine E-Mail Adresse senden?
Ich würde mich freuen, wenn mir die Informationen helfen könnten, meine MP-Basic Kenntnisse weiter zu vertiefen. Das käme ja dann auch den anderen JU+TE Tiny-Freunden zu gute. Die meisten Basic-Programme für den Tiny 6k kommen ja aus meiner Feder und jeder kann sie kostenlos nutzen.
--
Gruß Wolfgang

Dieser Beitrag wurde am 25.04.2022 um 10:51 Uhr von PC-Opa editiert.
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007
25.04.2022, 10:51 Uhr
wpwsaw



...es existieren mehrere Versionen de Z8 Assembler für den KC85/3-5 inclusive eines Koppel-RAMs als EPROM-Emulator.

der eine basiert auf dem Z8-Assembler aus dem MC80 und wurde im MAW für ein dort entwickeltes KC85-Modul genutzt.

siehe hier

https://www.robotrontechnik.de/html/forum/thwb/showtopic.php?threadid=8831&s=7820df5ce0d9cece9d76738d6cd756f3

ich kenne noch einen 2. Epromemulator mit einem Z8 EDAS für den KC. Alles Entwicklungen von Einzelpersonen bzw. Betriebskollektiven.

bei meinen kleinen Tests konnte ich keine Probleme beim Assemblieren feststellen
--
RECORD, CRN1; CRN2; PicoDat; LC80; Poly880; KC85/2,3,4,5 ; KC87; Z1013; BIC; PC1715; K8915; K8924; A7100; A7150; EC1834; und P8000 ab jetzt ohne Tatra813-8x8 aber mit W50LA/Z/A; P3; ES175/2 und Multicar M25 3SK; Barkas B1000 HP
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008
26.04.2022, 13:25 Uhr
Bert




Zitat:
P.S. schrieb
englisch ist für mich zu aufwändig und deshalb nervig ...


Die englische Primärdokumentation ist oft wesentlich präziser, als übersetzte Texte, die nicht von den Entwicklern stammen und/oder von denen geprüft werden können.
Ich wüßte nicht, wie ich (heutzutage) ohne englisch sinnvoll Elektronik entwickeln könnte. Defakto ist jedes Datenblatt in englisch und ohne Datenblattstudium geht eigentlich gar nix.

Ich bin immerhin froh, das ich noch ohne chinesisch auskomme...


Noch ein kurzer Nachtrag zum Timer:
Sinnvoll nutzbare Zeiten liegen (bei 8 MHz externem Takt) zwischen ca. 100 µs und 16 ms.
Bei anderen Architekturen ist der Vorteiler als 2^n-Teiler ausgeführt und erlaubt größere Zeitbereiche. Hier bei der Z8-Architektur hat man effektiv einen 14-Bit-Zähler (8 Bit Timer + 6 Bit Prescaler). Damit kann man bis reichlich 16000 zählen.
Unterhalb von 100 µs wird das Handling mit den Timerregistern aufwändiger, als das gezielte Einfügen von NOPs.

Um ein Rechtecksignal zu erzeugen, kann man Tout nutzen und im Frequenzbereich zwischen 30,5 Hz (1000000 / (2* 16384)) und 500 kHz ( 1000000 / (2* 1)) wählen.

Grüße,
Bert
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009
26.04.2022, 19:08 Uhr
Klaus (FTL)




Zitat:
wpwsaw schrieb
...es existieren mehrere Versionen de Z8 Assembler für den KC85/3-5 inclusive eines Koppel-RAMs als EPROM-Emulator.

der eine basiert auf dem Z8-Assembler aus dem MC80 und wurde im MAW für ein dort entwickeltes KC85-Modul genutzt.

siehe hier

https://www.robotrontechnik.de/html/forum/thwb/showtopic.php?threadid=8831&s=7820df5ce0d9cece9d76738d6cd756f3

ich kenne noch einen 2. Epromemulator mit einem Z8 EDAS für den KC. Alles Entwicklungen von Einzelpersonen bzw. Betriebskollektiven.

bei meinen kleinen Tests konnte ich keine Probleme beim Assemblieren feststellen



Hallo,
den Z8 Assembler für MC80 suche ich noch. hat den jemand ? Wenn ja, war das als Kassette ?
Danke schon mal
Klaus
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010
26.04.2022, 21:56 Uhr
wpwsaw



ich habe ihn nur die MC80-Version für den KC85...

wpw
--
RECORD, CRN1; CRN2; PicoDat; LC80; Poly880; KC85/2,3,4,5 ; KC87; Z1013; BIC; PC1715; K8915; K8924; A7100; A7150; EC1834; und P8000 ab jetzt ohne Tatra813-8x8 aber mit W50LA/Z/A; P3; ES175/2 und Multicar M25 3SK; Barkas B1000 HP

Dieser Beitrag wurde am 26.04.2022 um 22:08 Uhr von wpwsaw editiert.
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011
27.04.2022, 22:53 Uhr
PC-Opa




Zitat:
PC-Opa schrieb

Zitat:
P.S. schrieb
@PC-Opa <002>
@Bert <004>
"wo gibt es denn den Rest?" ->
http://www.ps-blnkd.de/Seite3.htm#EMR
Das Wissen der Menschheit gehört allen Menschen! -
Wissen ist Macht, wer nur glaubt, der weiß nichts! -
Aber - Unwissenheit schützt vor Strafe nicht! -
Gegen die Ausgrenzung von Unwissenden und für ein liberalisiertes Urheberrecht!
PS



Hallo Peter, warum so ein Formular. Kannst du das PDF nicht einfach an meine E-Mail Adresse senden?
Ich würde mich freuen, wenn mir die Informationen helfen könnten, meine MP-Basic Kenntnisse weiter zu vertiefen. Das käme ja dann auch den anderen JU+TE Tiny-Freunden zu gute. Die meisten Basic-Programme für den Tiny 6k kommen ja aus meiner Feder und jeder kann sie kostenlos nutzen.



.... keine Antwort ist auch eine Antwort. Schade
--
Gruß Wolfgang
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012
28.04.2022, 20:25 Uhr
ambrosius



Tja ...

"Das Wissen der Menschheit gehört allen Menschen! -
Wissen ist Macht, wer nur glaubt, der weiß nichts! -
Aber - Unwissenheit schützt vor Strafe nicht! -
Gegen die Ausgrenzung von Unwissenden und für ein liberalisiertes Urheberrecht!
PS" ...
--
Viele Grüße
Holger
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013
28.04.2022, 20:52 Uhr
Rolly2



Mich interessiert ebenfalls, warum man da ein Formular ausfüllen muss.
Wenn das Wissen der Welt allen hehören soll, ist so etwas doch eher hinderlich?
Peter, nimm doch mal Stellung zum Thema!

VG, Andreas
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014
30.04.2022, 11:37 Uhr
P.S.



@PC-OPA, Rolly2 <011>, <013>
Das Feature stammt noch aus der Anfangszeit meiner HP - so um 2004. Um nicht die mit viel Aufwand erstellten Dokus frei downloadbar zu machen, damit sie Leuten kostenlos zur Verfügung stehen, die dann ggf. ein Geschäft damit machen, hatte ich eine Art "Schutzgebühr" eingeführt. Das war übrigens nicht meine Idee, sondern war z.B. bei den Applikationsberichten westlicher Herkunft (VALVO, SIEMENS, Intermetall uvam.) in den 1980er Jahren Gang und Gäbe.
Das werde ich mit dem nächsten Update ändern - betrifft z.B. auch http://www.ps-blnkd.de/K1510-20/Inh_Lehrgang7150.pdf.

Damit es keine Mißverständnisse gibt - der Spruch am Ende jedes meiner Beiträge postuliert ja nicht, daß man sein Wissen in jedem Fall auch kostenlos bekommen kann - sondern daraufhin, dass Wissen in einer für jedermann erreichbaren Form verbreitet werden soll. Gute Ansätze sind jetzt im Internet zu finden, wie z.B. hier:
http://www.ps-blnkd.de/EXPR/Expr.htm.
Der Vergleich hinkt zwar ein wenig, aber das ganze Gegenteil ist eben eine Zumutung, wenn man z.B. eine DIN-Norm im Wortlaut braucht, diese für viel (!) Geld nur vom Beuth-Verlag bekommen kann - und dann immer noch nicht weiß, ob das drin steht, was man eigentlich braucht. Der Beuth-Verlag als Gewinn-orientiertes Unternehmen hat hier in Europa (!) dafür eine Monopol-Stellung!
Ganz anders im Vergleich zur TGL in der DDR - die war bis auf die minimalen Papierkosten (soweit ich mich erinnere) im Prinzip kostenlos.

Das Urheberrecht wurde im Rahmen der EU-Egalisierung nochmals verschärft - ich berichtete schon mal darüber -> https://www.robotrontechnik.de/html/forum/thwb/showtopic.php?threadid=2540 <002> und
https://www.robotrontechnik.de/html/forum/thwb/showtopic.php?threadid=4096 <003>

Ein ganz anderes Problem ist die unzureichende oder gar ganz fehlende technische Doku zu neuzeitlichen elektronischen Geräten, wenn man daran mal was reparieren soll ... - ach so, nein! - Man soll ja Elektronikschrott erzeugen und neu kaufen. Wo käme denn die Wirtschaft hin, wenn alles noch reparabel wäre ...
Wie einfach waren doch die Zeiten, wo es ausführliche Beschreibungen incl. Service-Schaltpläne in der rfe gab!

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PS

Dieser Beitrag wurde am 30.04.2022 um 11:43 Uhr von P.S. editiert.
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015
30.04.2022, 14:07 Uhr
PC-Opa



@P.S.
Vielen Dank für deine Informationen.
Ich habe Hochachtung vor all denen, die hier im Forum ihre mit viel Fleiß, Zeit und geistiger Energie geschaffenen Projekte mit anderen Usern teilen. Sei es neue Hardwareentwicklungen für unsere alten 8 Bit Rechner oder auch neue Software für diese alten Systeme. Ganz zu schweigen von den vielen guten Reparaturtipps. Beispiele sind hier auf dieser HP zur Genüge zu finden.

Ich bin gegen eine kommerzielle Vermarktung fremden geistigen Eigentums durch User aus diesem Forum ohne Genehmigung des Entwicklers. Es gibt aber doch einige schwarze Schafe, die nur an ihre Kohle denken. Das ist leider nicht zu verhindern.

Seit 2014 stecke sehr viel Freizeit in die Entwicklung von Software für den JU+TE Computer 6k (Tiny 6k). Als Autodidakt ohne Programmierkenntnisse bin ich auf jede nur erdenkliche Hilfe angewiesen. Rolf Weidlich, Volker Pohlers und viele andere haben mir da schon sehr geholfen. Besonders wichtig sind mir Informationen zum UB883x, (Tiny) MP-Basic, Programmieren usw.
Darum interessiert mich der Inhalt deiner gesamten PDF-Datei.
--
Gruß Wolfgang
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016
30.04.2022, 14:54 Uhr
Rolly2



Danke Peter, ich schließe mich meinem Vorredner an.

VG, Andreas
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017
08.05.2022, 21:20 Uhr
karsten33



Hallo Allerseits,

verschiede hatten mir geraten die Frage auch mal im Forum zu stellen.


Ich habe vor 35 Jahren (glaube 1987) einmal ein E-Prom Programmierer mit UB8840 gebaut. Der arbeitet seriell mit einem PC1715 zusammen und nannte sich KPG-2 (Kleinprogrammiergerät). Die Schaltung war von irgend einem Ratiomittelbau.

Ich habe keine Unterlagen mehr und suche diese nun wieder.

Villeicht hat schon mal jemand davon gehört.
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018
09.05.2022, 18:03 Uhr
Bert



Hallo Karsten,

ich zumindest kenne das KPG-2 nicht, aber zwischen 1985 und 1990 gab es ja 'gefühlt' für jedes Computersystem eine Lösung um EPROMs zu programmieren.
Wobei die meisten Lösung im der DDR eine PIO am Z80-System bevorzugt haben.

Bist Du noch im Besitz von so einem KPG-System oder hast Du evtl. Fotos davon?
Mit einem gewissen Aufwand läßt sich das ggf. Nachkonstruieren (Reverse Engineering).

Viele Grüße,
Bert
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019
11.05.2022, 00:02 Uhr
karsten33



Hallo Bert,

ich würde es mal fotografieren.
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020
11.05.2022, 08:59 Uhr
P.S.



@karsten33 <017>
Nein, noch nie davon gehört - aber vielleicht ist es ja auch eine Nachnutzung eines der vielen Angebote in unseren Fachzeitschriften (rfe, MP, funkamateur).

EPROMMER für PC1715 (u.a. K1520-Systeme)
-> http://www.robotron-net.de/pc_s.html#1715 (ganz unten)

In westlichen EPROMMERn wurden oft I8255 angewendet, was den Vorteil hatte mit 3 Ports im IC mehr Steuerfunktionen realisieren zu können.
Der (I)8255 wurde zwar von der UdSSR nachgebaut, war aber nicht Bestandteil der Typenlisten. Man verwies auf den Einsatz des U855D.

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Dieser Beitrag wurde am 11.05.2022 um 09:06 Uhr von P.S. editiert.
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021
11.05.2022, 09:59 Uhr
Rüdiger
Administrator



Zitat:
P.S. schrieb
EPROMMER für PC1715 (u.a. K1520-Systeme)
-> http://www.robotron-net.de/pc_s.html#1715 (ganz unten)



Du hast die Karte EPROM1 abgebildet. Die hat weder einen UB8840 drauf, noch kommuniziert die seriell mit dem PC1715. Karsten33 sucht was anderes.
--
Kernel panic: Out of swap space.
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022
11.05.2022, 10:22 Uhr
P.S.



@Rüdiger <021>
Richtig. Es sollte nur ein Hinweis sein zu den EPROMMERn für PC1715, die mir bekannt geworden sind.
Da war die "Adressierung" falsch - sollte eher zu <018> sein.

Das Suchen in den einschlägigen DDR-Fachzeitschriften wäre einfacher, wenn es außer meiner rfe-Datenbank auch sowas für die MP und den "Funk-Bummi" geben würde.
Zur rfe-Datenbank ist hier was zu finden:
-> http://www.ps-blnkd.de/rfeDatenbank.htm, bzw.
https://www.robotrontechnik.de/html/forum/thwb/showtopic.php?threadid=11011.
Die rfe-Datenbank hat jetzt über 4000 Datensätze - die 1980er Jahrgänge fehlen noch, da ich leider immer noch Einzelkämpfer bin!

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Dieser Beitrag wurde am 11.05.2022 um 10:22 Uhr von P.S. editiert.
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023
11.05.2022, 22:20 Uhr
karsten33



Hallo in die Runde,

ich habe mal zwei Bilder gemacht vom KPG2.
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024
11.05.2022, 22:25 Uhr
karsten33



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025
11.05.2022, 22:26 Uhr
karsten33



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026
12.05.2022, 08:43 Uhr
PC-Opa



So einen Eprom-Brenner habe ich noch nie gesehen. Könnte man fast für einen Eigenbau halten.....
--
Gruß Wolfgang
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027
12.05.2022, 08:48 Uhr
wpwsaw



moin,

der Eprominhalt wäre interessant, da steht 9600 drauf, könnte die Baudrate für einen V24 Anschluss sein....


wpw
--
RECORD, CRN1; CRN2; PicoDat; LC80; Poly880; KC85/2,3,4,5 ; KC87; Z1013; BIC; PC1715; K8915; K8924; A7100; A7150; EC1834; und P8000 ab jetzt ohne Tatra813-8x8 aber mit W50LA/Z/A; P3; ES175/2 und Multicar M25 3SK; Barkas B1000 HP
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028
12.05.2022, 09:27 Uhr
P.S.



@karsten33 <023>
Das sieht wirklich nach einer "Nachnutzung" aus - professionelle durchkontaktierte 2-Lagen-Lp, nur das Gehäuse und Beiwerk scheint Eigenbau zu sein ... Quellen: -> <020> erster Satz.
Steht vielleicht auf der Lp-Rückseite was vom Lp-Hersteller? Auf der Vorderseite unter den liegenden Elkos?

Bert <020> hat recht - "zwischen 1985 und 1990 gab es ja 'gefühlt' für jedes Computersystem eine Lösung um EPROMs zu programmieren" und das nicht nur einmal! In der DDR - auch im Westen gab's unzählige Lösungen: MC, Elektor, Elektronik uvam.

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Dieser Beitrag wurde am 12.05.2022 um 09:36 Uhr von P.S. editiert.
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029
12.05.2022, 19:10 Uhr
karsten33



@ wpw:
Stimmt, ich habe den E-Prom 1987 ja selbst programmiert. 9600 ist die Geschwindigkeit. Und es handelt sich um einen V24. Schnittstelle.

@P.S.:

Stimmt auch alles. Das Gehäuse habe ich sellbst aus Basismaterial zusammen gelötet. Die LP ist professiunell gefertigt. Es fehlt nur die Lötstoppmaske.
Wurde in der DDR von irgend einem Ratiomittelbetrieb hergestellt und verbreitet.

Leider habe ich die Bedienunsganleitung und den Schaltplan nicht mehr. ich kann also kein Programm schreiben, da ich die Befehle nicht mehr kenne.

ich hoffe eben, dass irgend jemand die Plattine erkennt und noch etwas davon weim.#
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030
13.05.2022, 10:56 Uhr
P.S.



@karsten33 <029>
In <028> hatte ich gefragt, ob ggf. auf der Lp-Rückseite was steht, bzw. was steht unter den liegenden Elkos? Man sieht da was "durchlugen" ... Könnte Rückschlüsse auf den Hersteller geben.

Lötstoppmasken gab's nach meiner Kenntnis in der DDR auch in den späten 1980er Jahren noch nicht.

Nach "Ratiomittelbau" sieht das aber auch nicht aus, denn die Technologie zum Durchkontaktieren hatte mWn. nur das ZWG der AdW und Gornsdorf - letztere konnten dann sogar noch Mehrlagen-Leiterplatten.
Wir beim AEB hatten auch eine Leiterplatten-Strecke, aber eben nur für 1- oder 2-lagig ohne Durchkontaktierung. Diese wurde bei 2-lagigen Lp idR mit den Anschlüssen der zu verlötenden BE gemacht, bzw. wo nur eine Durchkontaktierung ohne BE unbedingt notwendig wurde, eben mit einem Drahtstück. Bei händischer Bestückung für Einzelstücke, oder Prototypen ohne Serien-Hintergrund war das durchaus machbar.

Das Wissen der Menschheit gehört allen Menschen! -
Wissen ist Macht, wer nur glaubt, der weiß nichts! -
Aber - Unwissenheit schützt vor Strafe nicht! -
Gegen die Ausgrenzung von Unwissenden und für ein liberalisiertes Urheberrecht!
PS
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031
13.05.2022, 11:14 Uhr
Enrico
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Zitat:
P.S. schrieb
....
Lötstoppmasken gab's nach meiner Kenntnis in der DDR auch in den späten 1980er Jahren noch nicht.
....


Gab es aber auf vielen Platinen.
Z.B. A7150, EC1834.
--
MFG
Enrico
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032
13.05.2022, 11:22 Uhr
Rüdiger
Administrator



Zitat:
P.S. schrieb
denn die Technologie zum Durchkontaktieren hatte mWn. nur das ZWG der AdW und Gornsdorf - letztere konnten dann sogar noch Mehrlagen-Leiterplatten.



Neuruppin, Dresden und Zeiss hatten auch mehrlagige Leiterplatten mit Durchkontaktierungen hergestellt.
Vermutlich besaßen Numerik, Textima und Erfurt Electronic auch derartige Fertigungen.

Das Zeiss U880-2-System war Mitte der 1980erJahre bereits mit Lötstopmasken gefertigt.
Kannst Dir solche Karten bei mir anschauen.

Die Leiterplatten für K1520, EC1834, PC1715 und (zumindest teilweise) Numerik sind in Gornsdorf gefertigt worden.
NANOS und Mansfeld in Neuruppin.
K1600, K1840 und A71xx in Dresden.

Wo wurden eigentlich die Karten des EC1040 bzw R4000 gefertigt? Die waren in den 1970ern schon vierlagig...
Und wo hatte das ZFK seine zweilagigen Leiterplatten fertigen lassen? Vermutlich nicht in Gornsdorf...
Bei den Leiterplatten von K1510, ZE1, EAW und EAB ist mir der Herstellungsort auch unbekannt.
--
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Dieser Beitrag wurde am 13.05.2022 um 16:06 Uhr von Rüdiger editiert.
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033
13.05.2022, 16:10 Uhr
paulotto



BWS Sömmerda hatte auch eine LP-Produktion. Ich habe da meine LP für die Bestückungsautomaten und Sequenzer 1979/1980 machen lassen.

Gruß,

Klaus
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034
13.05.2022, 21:52 Uhr
karsten33




Zitat:
P.S. schrieb
@karsten33 <029>
In <028> hatte ich gefragt, ob ggf. auf der Lp-Rückseite was steht, bzw. was steht unter den liegenden Elkos? Man sieht da was "durchlugen" ... Könnte Rückschlüsse auf den Hersteller geben.

Lötstoppmasken gab's nach meiner Kenntnis in der DDR auch in den späten 1980er Jahren noch nicht.

Nach "Ratiomittelbau" sieht das aber auch nicht aus, denn die Technologie zum Durchkontaktieren hatte mWn. nur das ZWG der AdW und Gornsdorf - letztere konnten dann sogar noch Mehrlagen-Leiterplatten.
Wir beim AEB hatten auch eine Leiterplatten-Strecke, aber eben nur für 1- oder 2-lagig ohne Durchkontaktierung. Diese wurde bei 2-lagigen Lp idR mit den Anschlüssen der zu verlötenden BE gemacht, bzw. wo nur eine Durchkontaktierung ohne BE unbedingt notwendig wurde, eben mit einem Drahtstück. Bei händischer Bestückung für Einzelstücke, oder Prototypen ohne Serien-Hintergrund war das durchaus machbar.

Das Wissen der Menschheit gehört allen Menschen! -
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Die Ratiomittel Leute haben doch dann die Plattinen ein Erfurt oder Sömmerda oder Mühlhausen professionell machen lassen mit DKL Technologie.

Eprom auslesen ist das Eine. Läst sich machen. Schaltung ist trotzdem wichtig, da man ja wissen muß wie was angesteuert wird.
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035
14.05.2022, 10:36 Uhr
Rüdiger
Administrator



Zitat:
karsten33 schrieb
Eprom auslesen ist das Eine. Läst sich machen. Schaltung ist trotzdem wichtig, da man ja wissen muß wie was angesteuert wird.



EPROM lesen ist westlich wichtiger, denn der löscht sich irgendwann von selbst, falls er das nicht bereits getan hat.
--
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036
14.05.2022, 10:46 Uhr
karsten33



Das stimmt Rüdiger!

Womit auslesen?:-)
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037
14.05.2022, 10:55 Uhr
Rüdiger
Administrator



Zitat:
karsten33 schrieb
Womit auslesen?:-)



Mit einem EPROM-Brenner. Wenn Du keinen hast, finden sich hier sicher hilfreiche Hobbykollegen...
--
Kernel panic: Out of swap space.
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038
14.05.2022, 10:57 Uhr
karsten33



@P.S.

Habe mal die Rückseite fotografiert.

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039
14.05.2022, 11:10 Uhr
karsten33



Villeicht kann jemand was damit anfangen.
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040
14.05.2022, 11:16 Uhr
P.S.



@Rüdiger <032>
Also Neuruppin konnte mWn nur 1-seitig auf Hartpapier. Die haben hauptsächlich für RuF produziert. Vor vielen Jahren war ich dort mal zu einer "Abräumaktion". Dort hatte sich ein Elektronikschrott-Verwerter "eingenistet" und wir hofften für den ISS vielleicht noch was an TSA zu bekommen. Cevausit - Vorrausetzung für 2-lagig-durchkontaktiert habe ich in den riesigen Abfallbergen keine gesehen ...
Wie mir erst später bekannt geworden ist, hatte RobD und KAAB (Rhinstr.) noch kurz vor "Toresschluss" ein hochmodernes Lp-Werk aus dem NSW bekommen. In Dresden soll's wohl mächtig Widerstand dagegen gegeben haben, von wegen Umweltverschmutzung und so ...
Bekannt ist aber auch, daß man in sog. "Übergangszeiten" auch Lp in geheimer NSW-Kooperation hat herstellen lassen, wobei das bei Geräte-Nachbauten dann sehr problematisch gewesen wäre ...
Daß bei Zeiss ebenfalls hochmoderne Lp-Technologie vorhanden war, kann ich mir allerdings schon vorstellen - vielleicht hatte FWE (und das IfAM Erfurt) dort auch seine Lp für das Meßgeräteprogramm fertigen lassen -> Stephan fragen.

@karsten33 <034>
... deshalb solltest Du doch mal auf die Lp-Rückseite schauen, oder unter die liegenden Elkos. Dort sieht es so aus, als ob da ein Schriftzug zu sehen ist.
Wie gesagt - könnte Rückschlüsse auf den Lp-Hersteller geben und somit vielleicht dann noch weitere Hinweise.
Ansonsten bleibt Dir nichts weiter übrig -> Re-engineering! Die Technologie zum Umgang mit EPROMs ist ja bekannt - Lesen, Schreiben bei verschiedenen Randbedingungen der verschiedenen EPROMs - es kommt dann fast einer Neuentwicklung gleich ...

Edit - gerade gesehen, Rückseite mit Lp-Nr. Damit können die Experten sicherlich was anfangen. Und vielleicht kommt ja auch noch ein Bild von "unter den liegenden Elkos" ...

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PS

Dieser Beitrag wurde am 14.05.2022 um 11:20 Uhr von P.S. editiert.
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041
14.05.2022, 11:22 Uhr
Rüdiger
Administrator



Zitat:
karsten33 schrieb
Habe mal die Rückseite fotografiert.



Die Karte ist im BWS gebaut worden. @Rolli: fällt Dir was zu der ein?
--
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042
14.05.2022, 11:30 Uhr
wpwsaw



...ich stelle gerade fest, dass mein Beitrag von gestern fehlt, also ganz kurz noch einmal

wenn eine V24 vorhanden ist, dann arbeitet der EMR vielleicht völlig selbständig, denn der Eprom ist ja ein 2732 und könnte ein umfangreiches Programm enthalten, welches z.B. mit einem Terminal kommunizieren kann.

schließe doch mal ein PC mit Terminalprogramm an die V24, vielleicht meldet sich ja der EMR und kann mit Befehlen beschossen werden....

wpw
--
RECORD, CRN1; CRN2; PicoDat; LC80; Poly880; KC85/2,3,4,5 ; KC87; Z1013; BIC; PC1715; K8915; K8924; A7100; A7150; EC1834; und P8000 ab jetzt ohne Tatra813-8x8 aber mit W50LA/Z/A; P3; ES175/2 und Multicar M25 3SK; Barkas B1000 HP
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043
14.05.2022, 11:30 Uhr
karsten33




Zitat:
Rüdiger schrieb

Zitat:
karsten33 schrieb
Habe mal die Rückseite fotografiert.



Die Karte ist im BWS gebaut worden. @Rolli: fällt Dir was zu der ein?



Was bedeutet BWS? Die karte habe ich selbst bestückt. Die LP kam von einem Freund. damals mit Bedienungsanleitung. Die ist leider weg.
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044
14.05.2022, 11:34 Uhr
ggrohmann




Zitat:
karsten33 schrieb

Zitat:
Rüdiger schrieb

Die Karte ist im BWS gebaut worden.



Was bedeutet BWS?



Büromaschinenwerk Sömmerda?

https://www.robotrontechnik.de/index.htm?/html/standorte/bws.htm

Guido

Dieser Beitrag wurde am 14.05.2022 um 11:35 Uhr von ggrohmann editiert.
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045
14.05.2022, 11:34 Uhr
Rüdiger
Administrator



Zitat:
P.S. schrieb
@Rüdiger <032>
Also Neuruppin konnte mWn nur 1-seitig auf Hartpapier.



Bitte erst informieren, dann schreiben!





--
Kernel panic: Out of swap space.

Dieser Beitrag wurde am 14.05.2022 um 11:42 Uhr von Rüdiger editiert.
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046
14.05.2022, 11:36 Uhr
karsten33




Zitat:
wpwsaw schrieb
...ich stelle gerade fest, dass mein Beitrag von gestern fehlt, also ganz kurz noch einmal

wenn eine V24 vorhanden ist, dann arbeitet der EMR vielleicht völlig selbständig, denn der Eprom ist ja ein 2732 und könnte ein umfangreiches Programm enthalten, welches z.B. mit einem Terminal kommunizieren kann.

schließe doch mal ein PC mit Terminalprogramm an die V24, vielleicht meldet sich ja der EMR und kann mit Befehlen beschossen werden....

wpw



Ja der Prommer arbeitet autonom.
Er arbeitet mit der V24 Schnittstelle einens PC1715 unter cpm zusammen. Dafür gab es auch ein Bedienprogramm. Terminal reicht nicht!

Wenn ich micht recht erinnere ging das in etwa so auf der V24.:
8H XX CR (xx Betriebsart)
6B xxxx (adresse beginn daten) yyyy (adresse Ende daten)
45 a4 (jetzt werden die Daten im Stream übertragen)
23 CRC Summme
55 programmieren Start
Warten...
Geräet meldet sich mit erfolg oder eben nicht.
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047
14.05.2022, 11:37 Uhr
karsten33



Ja irgendwo wurde auch noch der Eprom Typ übertragen.
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048
14.05.2022, 11:54 Uhr
Rüdiger
Administrator



Zitat:
karsten33 schrieb
Was bedeutet BWS?



Für solche Fragen gibts die Suchfunktion links im Menü.
--
Kernel panic: Out of swap space.
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049
14.05.2022, 12:12 Uhr
ggrohmann




Zitat:
Rüdiger schrieb

Zitat:
karsten33 schrieb
Was bedeutet BWS?



Für solche Fragen gibts die Suchfunktion links im Menü.



Ja - im Menü auf der Haupseite https://www.robotrontechnik.de, nicht hier oben auf der Forenseite. Die im Forum spuckt beim Suchbegriff BWS hauptsächlich Infos zur (Grafik-)Karte BWS aus. Bin da vorhin auch drüber gestolpert.

Guido
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050
14.05.2022, 12:14 Uhr
karsten33



@ Rüdiger:
Wenn ich micht recht entsinne an den kollegen, der mir das vor 35 Jahren gegeben hatte kann das sein, dass das Teil aus Sömmerda ist.

Danke für den Hinweis.

Hab auch in der Suchfunktion noch was gefunden.

Die Bezeichnung auf der Leiterplatte:

05-B30

05 - steht für Einzelteil (auch unbestückte Leiterplatte)
B30 - steht für Z8 Emulator

Kennt jemand einen aus Sömmerda der damit mehr anfangen kann?
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051
14.05.2022, 12:41 Uhr
Bert



Mit den Fotos sollte sich der Schaltplan rekonstruieren lassen.
Um das Protokoll zu entschlüsseln, muß man den EPROM-Inhalt durch den Disassambler schicken und danach viel nachdenken.
Das Nachdenken wird etwas einfacher, wenn man den Schaltplan hat :-)

Viele Grüße,
Bert
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052
14.05.2022, 15:46 Uhr
karsten33



Ja geht bestimmt, aber viel Arbeit.
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053
16.05.2022, 12:50 Uhr
Rolli



Ich muss der Aussage von P.S. in <040> deutlich widersprechen.
EPN konnte sehr wohl DKL herstellen. Fast alle Leiterplatten, die im BWS verarbeitet wurden, kamen aus Neuruppin und wurde im BT Worbis bestückt. Auch flexible Leiterplatten auf Basis Polyesterfolie für die Schleppkabel der Nadeldruck- und Thermodruckköpfe sowie für die Typenraddrucker kamen von EPN. Unklar, woher P.S. sein Infos hat.

Die im Beitrag <038> gezeigte Platine mit der Teilenummer 05-B30-6032 wurde im Y-Bereich des BWS (Entwicklungen für MfS, NVA, LVO) entwickelt. Für wen oder wofür ist unbekannt (wahrscheinlich für Eigenbedarf im Zusammenhang mit Entwicklungen auf Basis Z8). Die dort mal Beschäftigten halten sich nach wie vor bedeckt.
--
Wer Phantasie hat, ist noch lange kein Phantast

Dieser Beitrag wurde am 16.05.2022 um 14:11 Uhr von Rolli editiert.
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054
16.05.2022, 21:09 Uhr
P.S.



@Rolli <053>
Nun bin ich eines Besseren belehrt worden - das ist schon ok. Man muß natürlich den Zeitraum meiner Aussage beachten - Industriezweigbearbeiter für RuF war ich nur bis Ende der 1970er Jahre, deshalb "mWn" = meines Wissens nach. Danach hatte sich offensichtlich sehr viel getan in der Leiterplatten-Technologie - auch schon wegen der beginnenden SMD-Technik.
Wenn die EPROMMER-Platine aus dem LVO-Umfeld stammt, wird es sehr schwer sein irgendwelche Infos in Fachzeitschriften zu finden. Die dort Beschäftigten mußten sich mit allem "bedeckt" halten und Veröffentlichungen in Fachzeitschriften o.ä. waren schon gar nicht drin ...

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055
19.05.2022, 20:52 Uhr
P.S.



Ergänzung zu <040>
Stephan sagt, daß die 2-lagig durchkontaktierten Leiterplatten der serienmäßigen Meßgeräteproduktion des FWE alle aus Gornsdorf kamen, d.h. eine Kooperation mit Zeiss hat es demnach nicht gegeben.
Nur für Einzelstücke mit dem Status "Laborproduktion" kam es auch vor, daß mit den eigenen Ressourcen Leiterplatten - auch 2-seitige, selbst gefertigt wurden, dann aber auch nicht durchkontaktiert. Diese Spezialtechnologie war offensichtlich nicht im FWE vorhanden ...

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056
03.08.2022, 14:18 Uhr
Rolli



@karsten33
Wurde denn der 4k-Eprom aus dem KPG2 inzwischen mal ausgelesen?
Meist verewigt sich der Programmierer am Ende vom File.
Würde mich mal interessieren, ob die Person noch auffindbar ist.
Im Schaudepot Sömmerda können 2732 gelesen werden.

Rolf
--
Wer Phantasie hat, ist noch lange kein Phantast
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057
10.08.2022, 22:50 Uhr
karsten33



Hallo Rolf,

ich habe in der Zwischenzeit einen PC1715 ohne tatatur und ohne Monitor erhalten und ihn wieder zum Laufen bekommen.

Bildschirmadaper und Tastaturadapter.

Damit konnte ich meine alten floppys lesen und siehe da programme und Eprominhalte sind drauf. Ich bekomme sie nur nicht runter.

Das wird der nächste Akt. Dann könnte sich jemand an die Leiperplatte wagen.

Es gibt programme für PC1715, BC Bürocomputer und EC1834.
Cool nicht?
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058
11.08.2022, 08:23 Uhr
ralle




Zitat:
karsten33 schrieb
Hallo Rolf,

ich habe in der Zwischenzeit einen PC1715 ohne tatatur und ohne Monitor erhalten und ihn wieder zum Laufen bekommen.

Bildschirmadaper und Tastaturadapter.

Damit konnte ich meine alten floppys lesen und siehe da programme und Eprominhalte sind drauf. Ich bekomme sie nur nicht runter.

Das wird der nächste Akt. Dann könnte sich jemand an die Leiperplatte wagen.

Es gibt programme für PC1715, BC Bürocomputer und EC1834.
Cool nicht?


In welchen Format, bei dem üblichen 780K-Format, was der Bic und der KC kann, könnte ich dir helfen...
--
Gruß Ralle

Wenn Sie dazu neigen, Bedienungsanleitungen zusammen mit dem Verpackungsmaterial wegzuwerfen, sehen Sie bitte von einem derart drastischen Schritt ab!...
... Nachdem Sie das Gerät eine Weile ausprobiert haben, machen Sie es sich am besten mit dieser Anleitung und ihrem Lieblingsgetränk ein oder zwei Stunden lang in Ihrem Sessel bequem. Dieser Zeitaufwand wird Sie dann später belohnen...

aus KENWOOD-Bedienungsanleitung TM-D700
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