Robotrontechnik-Forum

Registrieren || Einloggen || Hilfe/FAQ || Suche || Mitglieder || Home || Statistik || Kalender || Admins Willkommen Gast! RSS

Robotrontechnik-Forum » Technische Diskussionen » K7222.13 Leuchtpunkt » Themenansicht

Autor Thread - Seiten: -1-
000
18.03.2020, 21:07 Uhr
ambrosius



Seit Wechsel des Zeilentrafos eines K7222.13 erscheint ca. 10 Sekunden nach dem Ausschalten ein Leuchtpunkt für ca. 10-15 Sekunden in der Bildmitte. Soetwas habe ich bisher noch nie beobachtet. Ob das vor der Reparatur auch schon so war, kann ich nicht sagen, da ich den Bildschirm vorher noch nie in Funktion gesehen habe. Die Spannungen an den verschiedenen Gittern habe ich gemessen und sie brechen innterhalb der ersten ca. 10 Sekunden zusammen. Der Leuchtpunkt ist nur am Anfang gut fokussiert, nach ein paar Sekunden bildet er eine Ellipse. Ich habe mich schon in verschiedenen Foren belesen, aber da geht es immer nur um Fernsehgeräte und Baugruppen bzw. Bauteile, die im K7222 nicht enthalten sind. Hat jemand von Euch noch eine Idee? Danke schon einmal.
--
Viele Grüße und bleibt gesund
Holger
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
001
18.03.2020, 22:49 Uhr
mark1111



Welcher Hochspannungsgleichrichter war original am Zeilentrafo? Ein TV13 oder KYX30 ? Wenn es derselbe Zeilentrafo wie im "Combi-Vision 310" ist, also ÜHA75, haben wir früher den Siliziumstab KYX30 durch den TV13 ersetzt um den Nachleuchtpunkt zu verhindern. (Wegen dem geringerem Sperrwiderstand von Selen)

https://www.robotrontechnik.de/html/forum/thwb/showtopic.php?threadid=6972

Dort ist der Selenstab TV13 im Post 013 zu erkennen.

mark1111
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
002
18.03.2020, 23:24 Uhr
Besserwisser

Avatar von Besserwisser

Gab es da nicht noch einen Elko,
der einen Anschluss der Bildröhre noch eine gewisse Zeit
mit Spannung versorgt hat,
um den Elektronenstrahl nach dem Abschalten zu unterdrücken?
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
003
19.03.2020, 09:33 Uhr
RP



versuche im Ausschaltmoment G2 an der BR auf Masse zu legen, und beobachte den Leuchtpunkt. Ist R2 auf der BR Leiterplatte zu hochohmig kann das zu einem Leuchtpunkt führen, da auch die BR wie ein Kondensator wirkt. Messen kannst du das mit einen Multimeter nicht. Ein Widerstand von G2 zur Katode von > 1MOhm könnte abhelfen, aber danach muss der Sperrpunkt der BR UG2 neu eingestellt werden.

Rolf
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
004
19.03.2020, 19:05 Uhr
ambrosius



@mark1111

Original war da ein TV13-03 verbaut. Ob es den Leuchtpunkt vorher schon gab, kann ich nicht sagen, da der Zeilentrafo defekt war (Essiggeruch).

@RP

Danke Rolf, das werde ich mal probieren. Hoffentlich geht dann die Helligkeit der Röhre nicht noch weiter in die Knie. Ich muß schon alle Regler für Helligkeiten auf Max. drehen, um eine annehmbare Helligkeite der Darstellung zu erreichen.
--
Viele Grüße und bleibt gesund
Holger
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
005
19.03.2020, 19:14 Uhr
RP



"Ich muß schon alle Regler für Helligkeiten auf Max. drehen, um eine annehmbare Helligkeite der Darstellung zu erreichen."

da stimmt eine der Spannungen an der BR nicht, entweder Katode zu Positiv, G1 zu Negativ oder Die Spannung am G2 zu niedrig, könnte R2 auf der BR Leiterplatte sein.
Bei schwacher Immission der BR Katode kannst du keinen Sperrpunkt einstellen und die schrift wird unscharf plastisch.

Rolf
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
006
19.03.2020, 20:25 Uhr
ambrosius



Danke, das könnte natürlich die Ursache sein. Die Zeichen sind aber eigentlich sehr scharf, ich vermute eher, das die Kathode schwach wird. Mal sehen, einen Vergleichsmonitor zum messen habe ich ja.
--
Viele Grüße und bleibt gesund
Holger
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
007
20.03.2020, 23:03 Uhr
Pollyplay



Hy,

Den Nachleuchtepunkt, der evtl. auch immer mehr verschwimmt, kenne ich von altersschwachen BR bei frühen TV-Geräten.
In TV-Gräten war später an sich eine Automatik eingebaut, die beim Ausschalten dann die Spannung zwischen Kathode und Gitter so geregelt hat, dass das Nachleuchten unterdrückt wurde.

Dieser Beitrag wurde am 20.03.2020 um 23:16 Uhr von Pollyplay editiert.
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
008
20.03.2020, 23:05 Uhr
RP



die Ursache für "Holgers" Leuchtpunkt ist eine müde Bildröhre, durch vergrößern von C18 10µ/100V auf 33µ 160V verschwand der störende Leuchtpunkt, die negative Gitter Spannung am G1 bleibt bis zur ausreichenden Abkühlung der Kathode so groß das sie dunkel getastet bleibt.

Rolf

Dieser Beitrag wurde am 20.03.2020 um 23:06 Uhr von RP editiert.
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
009
21.03.2020, 00:00 Uhr
Besserwisser

Avatar von Besserwisser

Sag ich doch.
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
010
21.03.2020, 09:57 Uhr
ggrohmann




Zitat:
Pollyplay schrieb
Hy,

Den Nachleuchtepunkt, der evtl. auch immer mehr verschwimmt, kenne ich von altersschwachen BR bei frühen TV-Geräten.
In TV-Gräten war später an sich eine Automatik eingebaut, die beim Ausschalten dann die Spannung zwischen Kathode und Gitter so geregelt hat, dass das Nachleuchten unterdrückt wurde.



Selten gibt es auch Bildröhren, bei denen Kaltemission auftritt. Hab ich etwa 3, 4 mal bisher gesehen, keine der betreffenden Röhren war verschlissen. Ansonsten sorgte bei den 4000er TVs (Polyplay) eine Unterbrechung im Fokuspoti oder ein defekter Widerstand im Schirmgitterzweig gerne für solche Effekte.

Guido
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
011
21.03.2020, 12:10 Uhr
RP



Guido, der Monitor steht noch bei mir auf der Werkbank, ich stand gestern vor einem Rätsel, aus Verzweiflung andere BR eingebaut, der Punkt kam nicht. Alte BR eingebaut G2 und G3 der BR auf Masse gelegt, Röhre dunkel, Monitor ausgeschaltet nach 3 Sekunden heller Punkt in der Mitte, G2 und G3 waren noch auf Masse, Kathoden Spannung 0V
G1 Spannung -37V mit zusammenbrechen der G1 Spannung wurde der Punkt immer heller, nach 4 Sekunden verschwand der Leuchtpunkt.
Nach austausch von C18, MKT 10µ/100V durch MKT 33µ/250V blieb die G1 Spannung ca 10 Sekunden nach ausschalten bei -44V und die Röhre dunkel.
Ich habe mir die Mühe gemacht, da es nun die dritte BR im K7222 mit diesem Fehler ist.
Das Bild ist nach ca 2 Minuten Aufwärmzeit gut, also lohnt der Wechsel des Kondensator, für C18 geht sicher auch ein Elko, auf Polarität achten! + Pol an Masse.

Rolf
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
012
21.03.2020, 12:31 Uhr
ggrohmann



Hallo Rolf,

Ich wollte nur die Aussage etwas abschwächen, daß eine Röhre, die einen Leuchtpunkt oder Leuchtfleck produziert, immer verbraucht sein soll. Mancher ist dadurch schnell geneigt, eine solche Röhre voreilig abzuschreiben.

Wenn ich mich wichtig erinnere, empfiehlt K.H. Finke in seinem Fernsehreparaturbuch eine ähnliche Maßnahme zur Verbesserung der Leuchtpunktunterdrückung.

Guido

Dieser Beitrag wurde am 21.03.2020 um 12:31 Uhr von ggrohmann editiert.
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
013
21.03.2020, 13:59 Uhr
ambrosius



Vielen Dank für die Hilfe!!
--
Viele Grüße und bleibt gesund
Holger
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
Seiten: -1-     [ Technische Diskussionen ]  



Robotrontechnik-Forum

powered by ThWboard 3 Beta 2.84-php5
© by Paul Baecher & Felix Gonschorek