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Autor Thread - Seiten: -1-
000
10.03.2012, 19:21 Uhr
Rüdiger
Administrator


Ich verarbeite immer mal ältere Netzkabel, die eine weiße Ader, eine schwarze Ader und eine rote Ader enthalten. Gibt's eine Regel, welche Ader da als Schuko zu verwenden ist?
--
Kernel panic: Out of swap space.
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001
10.03.2012, 19:30 Uhr
thommy_berlin



ja,

mir erinnerlich, daß mein Lehrmeister (1971-1974) uns bei der Verarbeitung der Restbestände immer ermahnte, den roten Draht auch wie in der alten Norm festgelegt, als Schutzleiter zu klemmen.

Freundlichst

thommy_berlin
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002
10.03.2012, 19:50 Uhr
Buebchen



@Rüdiger
Hallo!
Heute ist nur noch grün-gelb zulässig!
Seid Jahren muss! der Schutzleiter bei flexiblen Anschluss grün-gelb sein. Wenn ich Kabel die keinen normgerchten Schutzleiter haben bei meinen Überprüfungen finde werden rigoros die Stecker abgeschnitten und das Kabel verschrottet.
Die alten kabel sind auch meist wegen Weichmacherverlust versprödet und die Isolierung kann bei Beanspruchung schneller verschleissen.
Man weiss nie wer später mit dem Kabel hantiert.
Wenn ein Laie an das Kabel kommt und wegen der Farben falsch am Verbraucher anschliesst kann das tödliche Folgen haben!
Die Kabel sind so billig das einem sein Leben und das Leben anderer doch wert sein sollte. Hole Dir lieber im Baumarkt einige Meter Kabel.
Bei uns fallen bei der Überprüfung Ortsveränderlicher Geräte Im Jahr 200-300 Stück ungefähr 2 m lange Kabel an deren Angegossener Stecker inzwischen keinen ausreichenden Kontakt zum Schutzleiter hat. Der kann damit seine Aufgabe nicht mehr erfüllen. Das Kabel mit grün-gelb ist allerdings noch in Ordnung, wird aber in den Schrott geworfen.
Alles Gute!
Buebchen
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003
10.03.2012, 20:15 Uhr
Rüdiger
Administrator



Zitat:
Buebchen schrieb
Hole Dir lieber im Baumarkt einige Meter Kabel.

Am besten noch welche mit Werbung drauf?
Die sehen völlig besch... an historischen Geräten aus.
Da bewerte ich lieber den Zustand eines Kabels individuell. Und wenn's OK ist, bau ich's ran.
Für mich als Röhrenfan zählt 230V sowieso noch als Schutzkleinspannung.
--
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004
10.03.2012, 20:47 Uhr
ALF2000



Benutze ja selbst haufenweise Leitungen aus DDR Zeiten...habe auch gute Lagerware noch rangeschafft. weil mich das genauso nervt mit diesen Bedruckungen der heutigen art..wenn eingewalzt kabelwerk drauf steht isses mir egal das passt^^
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005
10.03.2012, 20:55 Uhr
Buebchen



Hallo!
Dann seht euch mal die neue Farbeinteilung an!
http://download.hager.com/hager-tehalit.ch/files_download/DocHager/Aderfarben-D.pdf
Danach ist Rot eine Spannungsführende Ader!
Wenn also jemand der diese Neue Zuordnung kennt die Leitung anschliesst kann es sehr warscheinlich zu einem Unfall kommen!
Ich denke persönliche Sicherheit geht vor Schönheit!
Wenn mann etwas schönes haben will findet mann das auch in sicherer Ausführung!
Buebchen

Dieser Beitrag wurde am 10.03.2012 um 20:57 Uhr von Buebchen editiert.
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006
10.03.2012, 22:12 Uhr
ALF2000



Das vorteilhafte ist das meine DDR Leitung auch die "aktuellen" Normen hat... Sw Bl GnGe .. Rot war damals Schutzleiter..aber auch Spannungsfuehrender Leiter (geschaltet) ..das ist das Gefaehrliche daran... -> messen!...

Bei Litze ist das immer der Schutzleiter..schon immer gewesen.

Außer ein Hobbyspezialist hat rumgewurschtelt...weswegen ich ALLE geschraubten Verlaengerugnen immer ueberpruefe und bisher fast immer neu Absetzen und mit Aderendhuelsen bzw zinn versehen musste...
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007
10.03.2012, 22:55 Uhr
Micha

Avatar von Micha

ich teile Buebchens Auffassung. Wenn es um Sicherheit geht, hört der Spass auf. Und wenn man ein Gerät beschaltet weiss man nie welcher Schmalspur-Elektriker da später mal (vielleicht 1 Jahr, vielleicht 5 Jahre... vielleicht 20 Jahre später) dran rumwerkelt.
Daher würde ich auch immer nur Kabel mit den aktuellen Kennzeichnungen verwenden.
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008
10.03.2012, 23:32 Uhr
robbi
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Avatar von robbi

Ein Glück, daß ich nicht in meine Geräte von vor 1970 reingucken muß.
Da waren alle Schutzleiter ROT!
Schon damals blieb den Farbenblinden nur der Meßweg, um den richtigen Leiter zu ermitteln.

Rüdiger, wenn Du nicht reingesehen hättest, wären die Leiter immer noch rot und keiner hätte was gemerkt. Ich würde sie so lassen.
--
Schreib wie du quatschst, dann schreibst du schlecht.
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009
11.03.2012, 00:00 Uhr
Enrico
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Was mache ich da nur mit meine Allstrom Radios?
--
MFG
Enrico
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010
11.03.2012, 01:28 Uhr
ALF2000



auch wenn ich ein wenig Material habe in den Altfarben ...die gehen als 12V DC Versorgugn raus ..weil gibt im objekt ja auch Notbeleuchtung und mobile Handlampen...
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011
11.03.2012, 12:56 Uhr
Rüdiger
Administrator



Zitat:
Micha schrieb
Wenn es um Sicherheit geht, hört der Spass auf. Und wenn man ein Gerät beschaltet weiss man nie welcher Schmalspur-Elektriker da später mal (vielleicht 1 Jahr, vielleicht 5 Jahre... vielleicht 20 Jahre später) dran rumwerkelt.

Wenn ich historische Geräte repariere, finde ich z.T. Sachen, dagegen ist eine ungenormte Kabelbelegung geradezu vernachlässigbar.
Irgendwie hat sich seit der Verbreitung des Computers ein regelrechter Horror vor Strom gebildet. :-\

In den 20er Jahren wurden in Wohnungen z.T. unisolierte 220V-Stromkabel an Isolatoren an der Zimmerdecke entlanggeführt, habe ich selber noch in Aktion gesehen. Und die Leute sind nicht dran gestorben. Kabel in Geräten waren z.T. papierisoliert, externe Kabel anfangs ausschließlich stoffisoliert. Da hat's gereicht, mit dem Fingernagel kräftig ins Kabel zu kneifen, um ein Kribbeln in den Fingern zu kriegen. Radio/Fernsehchassis hatten z.T. direkte Verbindung zum Stromnetz (kein Trafo!), lediglich eine Papprückwand am Gerät, trotzdem haben sich die Leute damals nicht ausgerottet.

Übrigens: nimm mal einen Robotron-K7225-Bildschirm und hauche hinten auf's Chassis. Da siehst Du die Drähte im verdunktem Raum blau auflechten (Korona).

Klar habe ich auch ab und zu einen "geschossen" bekommen, aber umgehauen hat es mich nicht.

Kurz um: man sollte Respekt vor Strom haben, aber keine Angst.
--
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012
11.03.2012, 12:58 Uhr
Rüdiger
Administrator



Zitat:
Buebchen schrieb
Wenn also jemand der diese Neue Zuordnung kennt die Leitung anschliesst kann es sehr warscheinlich zu einem Unfall kommen!

Da macht der FI-Schalter "Klick". Weiter nichts.
--
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013
11.03.2012, 13:27 Uhr
Buebchen



@Rüdiger
Hallo!
Du kommst Dir nicht selber etwas naiv und technikgläubig vor?
Wir haben im Betrieb schon einige FI-Schutzschalter gehabt die 1. Nicht ausgelöst haben
2. Ihre Ansprechzeit verlängert war
3. Deren Auslösestrom vergrössert war
Ausserdem passiert erstmal garnichts wenn bei einem Gerät Phase mit Schutzleiter verwechselt wird ausser das die Spannung am Gehäuse anliegt!
Erst beim berühren kommt es zum Stromfluss über den Körper!
Wie lange der dauert und wie gross der ist und ob er tödlich ist das kannst Du niemals vorhersehen.
Früher hatten wir ein 110 V 3 Phasen Netz oder wie in Berlin Pankow auch 110 V Gleichspannung.
Ich habe schon Kollegen vom Netz abgepfückt die sich verkrampft hatten und die ohne Hilfe nicht überlebt hätten.
Bei mir auf Arbeit wurde von einem Elektriker erzählt der immer durch anfassen probiert hat ob Spannung anliegt.
Der letze Versuch war tödlich!
Buebchen

Dieser Beitrag wurde am 11.03.2012 um 13:39 Uhr von Buebchen editiert.
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014
11.03.2012, 13:35 Uhr
kaiOr

Avatar von kaiOr

Die verpressten Kaltgerätekabel heutzutage sind auch nicht besser, weil man nicht weiß, wie weit es die Litze beim Verpressen wegdrückt. Im RZ war mir so'n Stecker mit "Massagefunktion" mal begegnet.
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015
11.03.2012, 13:44 Uhr
Buebchen



@kaiOr
Hallo!
Deshalb sollte man ab und zu mal seine Kabel von einem Fachmann überprüfen lassen.
Ich komme nicht ohne Grund auf 200- 300 Schrottkabel wie in 002 angegeben im Betrieb im Jahr.
Sobald der Schutzleiterwiderstand nach BGVA4, 300mOhm überschreitet werden sie in den meisten Fällen entsorgt. Die Verpressung wird durch Sulfidierung des Kupfers allmählich hochohmig und die Schutzwirkung ist nicht mehr voll gegeben oder entfällt.
Aber auch die Stromführenden Leiter werden an der übergangsstelle hochohmig. Daurch fällt an der Stelle Leistung ab die die Verbindungsstelle erwärmt und zum Brand führen kann!
Buebchen

Dieser Beitrag wurde am 11.03.2012 um 13:48 Uhr von Buebchen editiert.
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016
11.03.2012, 13:49 Uhr
Enrico
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Zitat:
Rüdiger schrieb
...Kabel in Geräten waren z.T. papierisoliert, ...

Das ist auch heute noch so, wenn auch nicht in Geräten.


Zitat:
Radio/Fernsehchassis hatten z.T. direkte Verbindung zum Stromnetz (kein Trafo!), lediglich eine Papprückwand am Gerät, trotzdem haben sich die Leute damals nicht ausgerottet.

Sag ich ja.
--
MFG
Enrico
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017
11.03.2012, 13:52 Uhr
ALF2000



zitat: Wenn ich historische Geräte repariere, finde ich z.T. Sachen, dagegen ist eine ungenormte Kabelbelegung geradezu vernachlässigbar.
Irgendwie hat sich seit der Verbreitung des Computers ein regelrechter Horror vor Strom gebildet. :-\

In den 20er Jahren wurden in Wohnungen z.T. unisolierte 220V-Stromkabel an Isolatoren an der Zimmerdecke entlanggeführt, habe ich selber noch in Aktion gesehen. Und die Leute sind nicht dran gestorben. Kabel in Geräten waren z.T. papierisoliert, externe Kabel anfangs ausschließlich stoffisoliert. Da hat's gereicht, mit dem Fingernagel kräftig ins Kabel zu kneifen, um ein Kribbeln in den Fingern zu kriegen. Radio/Fernsehchassis hatten z.T. direkte Verbindung zum Stromnetz (kein Trafo!), lediglich eine Papprückwand am Gerät, trotzdem haben sich die Leute damals nicht ausgerottet.


---> Damals ging das..heutzutage belehrt man die Leute nichtmehr ausreichend. Weder schulischer Seiten noch Elterlicher... man muß fuer die Dummen denken... wenn ich an aktuelle Reglements denken muß das es IN der Verteilung alles nochmal Pfödelsicher sein muß....ich bitte euch, welcher La(ka)ie hat in einer Verteilung etwas verloren? Ebenfalls in Geraeten? wer selbst rangeht muß nunmal mit den Konsequenzen ziehen das Strom/Spannung klein,schwarz und haesslich macht... - so meine Ansicht des ganzen

Ich belehre die Leute nicht umsonst die meine Sektionen betreten das sie daran nichts anzufassen haben - Auch wenn nach außen hin bis auf offene Bastelprojekte alles Fingersicher ist solang man kein Werkzeug zückt...

und da ist auch Teilweise Roehrenbestuecktes equipment dabei wo ebenfalls die alten Aderfarben verwendet wurden - Nostalgie hin oder her - unabhaengig dessen lasse ich die Geraete original solange keine Sicherheitsgefaehrdung davon ausgeht. und solange man weiß was man tut..ist Sicherheit in vielen, jeedoch nicht allen hinsichten- Relativ

Dieser Beitrag wurde am 11.03.2012 um 13:55 Uhr von ALF2000 editiert.
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018
11.03.2012, 13:55 Uhr
Enrico
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Eben.

Klein, schwarz hässlich werden ist gut.
Von das bisschen doch nicht.
--
MFG
Enrico
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019
11.03.2012, 13:57 Uhr
Buebchen



@Enrico
Hallo!
Was meinst Du warum Allstromgeräte abgeschafft wurden und der Schutzkontakt eingeführt wurde?
Es gab im laufe der Zeit auch durch die Fortschreitende Wohnqualität mit Zentralheizungen immer mehr tödliche Unfälle die die Industrie und den Gesetztgeber dazu brachten etwas zu tun. Du kannst die Bedingungen von früher nicht unbedingt auf Heute übertragen. Früher haben die Menschen warscheinlich ihr Gehirn eingeschaltet bevor sie an einem technischen Gerät hantiert haben. Ob das Heute immer der Fall ist bin ich nicht sicher. Unkenntniss und Ignoranz schützt vor Schaden nicht!
Buebchen
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020
11.03.2012, 14:00 Uhr
Enrico
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Weil die Ecken mit Gleichstromversorgung ausgestorben sind.

Letzteres stimmt mit Sicherheit.
Hatte ich in meiner alten Wohnung festgestellt, als ich da einziehen wollte.
Da waren Kurzschluss-Elektriker am Werk.
--
MFG
Enrico
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021
11.03.2012, 14:03 Uhr
ALF2000



Wie dem auch sei..ich seh das recht locker das Personen die keine Kenntnisse der Materie haben... die Finger davon lassen sollen... ich schraube auch nicht an KFZ rum weil ich weiß das der Kraftstoff zB nette Nebenwirkungen mit sich bringen kann oder Gasleitungen...

Wer nicht diese Kleinigkeit beachtet...Tschuldigt mich Jungs aber ich nenne das dann " Natürliche Auslese"
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022
11.03.2012, 14:04 Uhr
ALF2000



Nachtrag. Schutzleiter ist ja in der Hinsicht auch in ordnung, daran wollte ich auch nicht Meckern. Mir ging es halt darum das viele Leute einfach irgendwo dran Rumschrauben und sich wundern wenn Sie aus den Latschen kippen..
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023
11.03.2012, 14:08 Uhr
ralle



Seit wann gibt es keine Gleichstomnetze mehr? Also in Gera gibt es sowas noch in Nord-Süd-richtung, München flächendeckend, Berlin nur im Ostteil der Stadt. USW

Merkmal sind diese mehr oder weniger schönen Wägelchen, wo vorne immer einer drinnesitzt und Lustlos einem anschaut

Außerdem gibt es notfalls die Plasteleitung auch in Schwarz, so das es immer noch nett aussieht. du darfst die nur nicht mit raus in die Natur und schon garnicht bei Kälte nehmen...
--
Gruß Ralle

Wenn Sie dazu neigen, Bedienungsanleitungen zusammen mit dem Verpackungsmaterial wegzuwerfen, sehen Sie bitte von einem derart drastischen Schritt ab!...
... Nachdem Sie das Gerät eine Weile ausprobiert haben, machen Sie es sich am besten mit dieser Anleitung und ihrem Lieblingsgetränk ein oder zwei Stunden lang in Ihrem Sessel bequem. Dieser Zeitaufwand wird Sie dann später belohnen...

aus KENWOOD-Bedienungsanleitung TM-D700

Dieser Beitrag wurde am 11.03.2012 um 14:18 Uhr von ralle editiert.
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024
11.03.2012, 14:14 Uhr
ALF2000



Stimmt nicht Weit hergeholt....Aber Sbahn und Ubahn (Berlinweit deckend) fahren auch mit DC also im grundegenommen ist die Tram nicht alleine....
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025
11.03.2012, 14:29 Uhr
Enrico
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Tram und S-Bahn haben aber nichts mit dem Netz zu Hause zu tun, worum es eigentlich ging.
Münche, wennes nur um die Tram geht: weis ich nicht.
Alles andere ist Wechselstrom.
--
MFG
Enrico
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026
11.03.2012, 14:31 Uhr
Rüdiger
Administrator


Ich denke, im Straßenverkehr sterben jährlich mehr Menschen als in allen Jahrzehnten zuvor an falsch angeklemmten oder nicht vorhandenen Schukos.

Und kein Brückengeländer ist so hoch, dass nicht ein Depp drüber klettern und runterfallen kann.
Also ganz kann man den Leuten das Denken beim besten Willen nicht abnehmen.



Zitat:
ALF2000 schrieb
Mir ging es halt darum das viele Leute einfach irgendwo dran Rumschrauben und sich wundern wenn Sie aus den Latschen kippen..

Ein recht skurriler Fall war der hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Goi%C3%A2nia-Unfall
--
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027
11.03.2012, 15:26 Uhr
ALF2000



Wiegesagt bei mir haengen Warn und Hinweisschilder das kein FREMDER an meine Anlagen etc was dran zu suche naht...das halte ich mir sowieso wie ein Hoheitsrecht in meinen Objekten und Werkstaetten..sogar im Wohnbereich ..wobei Wohnbereich..reeelativ ist
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028
11.03.2012, 16:13 Uhr
Günter



Aus meiner Berufserfahrung musste ich schon mal einige Stromtote sehen, war kein schöner Anblick. Selbst der Sohn eines Starkstrommeisters dachte er kann die Spannung mit dem Finger nachweisen, war leider nur im feuchten Keller. Seitdem hat der Alte uns den Hammer in Kreutz gehauen wenn wir unter Spannung gearbeitet haben, obwohl es nicht notwendig war.
Es soll auch noch Gebäude geben ohne FI-Schalter. Aussedem gibt es Kabel ohne Werbeaufdrucke und die verwende ich immer, wenn ich ein altes Gerät repariere. Wird wahrscheinlich eine schöne Diskussion auf dem Treffen geben.

Günter
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029
11.03.2012, 16:15 Uhr
RP



Zurück zu Rüdigers Frage.
In ortsveränderlichen E-Systemen mit 1 Phasen Spannung von 110 bis 240V durfte der Rote Leiter als Schutzleiter Verwendet werden, wen das Kabel nicht mehr als 3Leitungen hatte.
In Drehstromsystemen mit Nullleitung 4 Leitersystem war der Graue Leiter die Null.In der Schutzmaßname Nullung wurde er zum Schutzleiter,es gab oft Verwechslelungen und Unfällen. Der gelb-grüne Leiter wurde einheitlich zum Schutzleiter!

Gruß Rolf
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030
11.03.2012, 16:33 Uhr
Lötspitze




Zitat:
...im Straßenverkehr sterben jährlich mehr Menschen als in allen Jahrzehnten zuvor an falsch angeklemmten oder nicht vorhandenen Schukos.

Stimmt und i.d.R. interessiert das auch keinen, außer den Verursacher und die Angehörigen. Leider wachen die meisten erst auf, wenn sie zu einer der beiden Kategorien gehören.

Matthias
--
___________________
...geboren, um zu löten.

Wer rennen soll, muß auch mal stolpern dürfen.
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031
11.03.2012, 18:51 Uhr
robbi
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Avatar von robbi

Als ich bei Prof. Obenaus Hochspannungsmeßtechnik studierte, waren im Hochspannungslabor Rechenschieber aus Plast bzw. Holz (meiner) Pflicht und vor dem Aktivieren gefährlicher Spannung gellte der Ruf "ACHTUNG! Ich schalte ein!" durch die Halle. Es folgten etwa 5 Sekunden Pause, damit man noch Zeit hatte sich zu melden bzw. den Versuchsaufbau fluchtartig zu verlassen.

Leben und Arbeiten unter oder an Spannungen über 42~/65= Volt waren und sind gefährlich, aber der Fachmann sollte damit umgehen können.

Heute müssen Fahrradhelme getragen werden, freihändig fahren wird bestraft, ich habe Feststoffraketen erfolgreich gebaut und gestartet, die Steckdosen in meinem "Labor" auf dem Boden hatten einen roten Punkt (da war die Phase) und mein erster 0V1 war ein Allstromer... Ich lebe heute noch.

Wenn ich Sicherheitsverantwortlicher in einer Firma oder auf dem Bau wäre, würde ich mich natürlich an die Vorgaben halten. Sie entlasten mich bei Einhaltung der Vorgaben vor den Klagen Geschädigter, diese bleiben aber nicht aus, wenn Laien an die Technik fassen. Es lebe der polytechnische Unterricht.

Neulich wollte ich eine Steckverteiler öffnen. Er war zugenietet. Ich habe die Niete aufgebohrt, meine Erweiterungen in dem Verteiler untergebracht und mit Schrauben wieder geschlossen. Die Niete sind ja nur drin, damit der polytechnisch ungebildete W.... da nicht dranfassen kann.

Übrigens sehen Farbenblinde rot und grau gleich!
--
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032
12.03.2012, 09:05 Uhr
Greon




Zitat:
Buebchen schrieb
Dann seht euch mal die neue Farbeinteilung an!
http://download.hager.com/hager-tehalit.ch/files_download/DocHager/Aderfarben-D.pdf

Das hat mich etwas stutzig gemacht (heute ändert sich dauern irgendwas...) also noch einmal nachgelesen: Gültige Norm für "Kennzeichnung der Adern von Kabeln/Leitungen und flexiblen Leitungen durch Farben" ist die DIN VDE 0293-308 VDE 0293-308:2003-01, welche die deutsche Fassung des im o.g. Dokument (rechte Spalte) aufgeführten Harmonisierungsdokuments HD 308 S2:2001 ist.
Dort gibt es nur schwarz, braun und grau für spannungsführende Adern.
Bei genauem Lesen handelt es sich bei den anderen zitierten Vorschriften um alte schweizer Normen, die seit 2006 NICHT mehr angewendet werden dürfen.

Ob erlaubt oder nicht würde ich so beurteilen: Es gibt dafür den Begriff der "Wesentlichen Änderung" - im vorliegenden Fall: die alte Anschlußleitung wird repariert, bleibt aber mit selben Stecker am selben Gerät (für Rüdiger alle Augen zugedrückt, am baugleichen Gerät) = keine wesentliche Änderung = zulässig. Alles Andere nicht.

Kompromissvorschlag: für historische Geräte könnte man vielleicht Gummischlauchleitung verwenden, ich glaube, die Alten waren so was in der Art.
Für spezielle Sachen sind auch noch Leitungen mit Textiloberfläche zu haben.


Zitat:
ALF2000 schrieb
... immer neu Absetzen und mit Aderendhuelsen bzw zinn versehen musste...

Bitte nur mit Aderendhülsen, Verzinnen ist auch schon seit Jahr(zent)en unzulässig.


Zitat:
Buebchen schrieb
@kaiOr
Hallo!
Deshalb sollte man ab und zu mal seine Kabel von einem Fachmann überprüfen lassen.
Ich komme nicht ohne Grund auf 200- 300 Schrottkabel wie in 002 angegeben im Betrieb im Jahr.
Sobald der Schutzleiterwiderstand nach BGVA4, 300mOhm überschreitet werden sie in den meisten Fällen entsorgt. Die Verpressung wird durch Sulfidierung des Kupfers allmählich hochohmig und die Schutzwirkung ist nicht mehr voll gegeben oder entfällt.
Aber auch die Stromführenden Leiter werden an der übergangsstelle hochohmig. Daurch fällt an der Stelle Leistung ab die die Verbindungsstelle erwärmt und zum Brand führen kann!
Buebchen

Das Ding heißt zur Abwechselung jetzt mal BGV A3...(kommt ja keiner mehr hinterher).
Mich würde interessieren, wie viele Leitungen Ihr insgesamt prüft (wie hoch ist die Fehlerquote).
Eine fachgerecht ausgeführte Crimpverbindung sollte eigentlich gasdicht und damit korrosionsgeschützt sein. Aber wer weis heute, wo der Kram herkommt...

MfG
Olaf
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033
12.03.2012, 09:21 Uhr
felge1966
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Wo der aktuelle Kram herkommt, ist bei den meisten Geräten schon klar - China.
Allerdings sind die Kabel teilweise völlig ungeeignet. Wenn bei einem Rackserver das Kabel schon handwarm ist, möchte ich nicht wissen, was passiert, wenn ich die aufgedruckten 16A wirklich ziehen will.

An den meisten privaten Rechnern habe ich die Kaltgerätekabel aus Verschleißgründen inzwischen erneuern müssen, denn die Kabel zerbröseln einfach. Da die Geräte ja nicht im Schaukasten sind, muß halt ein sicheres neues Kabel dran.

Die Oldtimersammler setzen ja auch neue Bremsbeläge ein und sagen nicht einfach - die sind noch orginal und gehen dafür nicht. Ist halt Pech für die Zuschauer bei der Tour.

Wir sollten da schon etwas Verantwortungsbewußt sein, denn es kann ja auch mal ein "DAU" an die Geräte kommen (... und was fragt dann der Staatsanwalt...? ).


Gruß Jörg
--
http://felgentreu.spdns.org/bilder/jacob120.gif

Dieser Beitrag wurde am 12.03.2012 um 09:22 Uhr von felge1966 editiert.
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034
12.03.2012, 10:05 Uhr
P.S.



Meine erste "Berührung" - im wahrsten Sinne des Worts - mit dem gefährlichen elektrischen Strom hatte ich als 12-jähriger, als ich neugierig das Innenleben eines kleine Trafos untersuchte. Dabei fiel mir auf, daß das Teil noch an der Steckdose hing. Also wollte ich den Stecker ziehen - riss bei dieser Aktion versehentlich das Untersuchungsobjekt vom Tisch. Und wie es der Zufall so will - instinktiv greift man danach und getreu dem Murphy'schen Gesetzen, die ich damals allerdings noch nicht kannte, fing ich den Trafo genau an der Stelle, wo die offenen Lötstellen des Netzkabeleingangs waren. Die Folge davon war, daß der Trafo nicht zu Boden ging, sondern 5m weiter in der Ecke landete. An meinen Fingerspitzen waren zwei kleine Brandlöcher und der Schreck war größer, als der körperliche Schaden. Glücklicherweise hatte der Strom nur den kurzen Weg in meinen Fingern.
Anders war es dann einige Jahre später als Instanthaltungsmechaniker in einer plastverarbeitenden Firma. Dort waren HF-Generatoren im Einsatz, die des öfteren repariert werden mußten. So auch an dem Tag, wo ich eine 3,5kW-Maschine instantsetzen sollte. Bestückt waren diese mit herkömmlichen Senderöhren entsprechender Leistung, die mit dazu notwendigen Spannungen betrieben wurden - in diesem Fall 1,5kV Anodengleichspannung! Nach geltenden Arbeitsschutzvorschriften durfte an den Maschinen immer nur zu zweit gearbeitet werden, was in der Regel jedoch nicht eingehalten wurde. Zu meinem Glück stand aber der Schichtleiter daneben und trampelte schon, wann denn nun endlich seine Maschine wieder einsatzfähig sein würde. Abgelenkt durch sein andauerendes Gelabere war ich der festen Meinung, die Maschine ausgeschaltet zu haben - die Senderöhren waren ja auch dunkel (keine Heizung) - und griff ich nach dem Anodenanschluß, um diesen zu lösen. Der Zugang war ziemlich eingeengt, so daß ich auch gar nichts richtig sehen konnte. Man mußte dann nach "Gefühl" arbeiten und das auch noch mit links, weil es mit rechts nicht ging. Das "Gefühl" manifestierte sich dann wie Hammerschläge auf meinen linken Unterarm und der muß wohl für Sekunden wie wild da drin rumgeschleudert sein, jedenfalls riß der Schichtleiter den an der Wand befindlichen Hauptschalter herunter und trennte somit die gesamte Anlagentechnik vom Netz. - Ein Glück - damit hatte er mir offensichtlich das Leben gerettet! Ich hatte davon gar nichts mehr mitbekommen, lag bewustlos am Boden und kam erst im Krankenhaus wieder zu mir. Am linken Unterarm hatte ich eine 10cm-große Brandblase - äußerst schmerzhaft. An der Handfläche befand sich eine Stromeintritts- und in der Nähe des Ellebogens eine Stromaustrittsmarke, wie der Arzt mir erläuterte. Auch das war ein glücklicher Umstand, daß der Strom aus dem Körper wieder austrat, bevor er wichtige Organe (Herz) erreichen konnte. Offensichtlich befand sich die Stromaustrittsstelle in der Nähe des Masse-führenden Metallgehäuses.
Die Folge davon war 6 Wochen krank wegen Arbeitsunfall und jahrelange Nachuntersuchungen wegen möglicher Folgeschäden. Es ist aber alles gut gegangen und bis heute lebe ich noch.
Übrigens - Gleichspannung ist viel gefährlicher als Wechselspannung! Das auch als Hinweis an PV-Anlagenbesitzer. Dort geht es oft um mehrere 100V und damit ist wirklich nicht zu spaßen!
Auch in der Folgezeit hatte ich immer mal wieder die "Bekanntschaft" mit der elektrischen Netzspannung machen müssen. Wenn man aber einige wichtige Regeln einhält, läßt sich jedoch deren "Gefährlichkeit" in überschaubaren Grenzen halten. Das einfache Berühren des Phasenleiters eines 230V-Netzes ist nur dann gefährlich, wenn eine ausreichende Isolierung des menschlichen Körpers gegen Erde nicht gewährleistet ist und - das ist ganz wichtig - man sich nicht mit der anderen Hand an Metallteilen festhält, die gewöhnlich Erdpotential haben. Also immer die andere Hand in der Tasche, wenn man unter Spannung arbeitet! Heutzutage gibt es isolierte Werkzeuge und die verschiedenartigsten Schutzmittel, wie z.B. spezielle Handschuhe.
Es soll ja Elektriker geben, die das Vorhandensein von 230V mit zwei Fingern prüfen, oder gar das Drehstromnetz zwischen Zeigefinger und Daumen! Bei entsprechend dicker Hornhaut geht das vielleicht sogar - ist aber in keinem Fall anzuraten!

Weiterhin viel Glück bei der Begegnung mit den allgegenwärtigen Gefahren des elektrischen Stromes! -
Ich wohne z.B. unter einer 110kV-Freileitung, wenn da nun mal eine Leitung abreißt und runterfällt und man sich zufällig in unmittelbarer Nähe befindet ... man darf gar nicht daran denken!

Das Wissen der Menschheit gehört allen Menschen! -
Wissen ist Macht, wer glaubt, der weiß nichts! -
Unwissenheit schützt vor Strafe nicht! -
Gegen die Ausgrenzung von Unwissenden und für ein liberalisiertes Urheberrecht!
PS
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035
12.03.2012, 12:23 Uhr
Buebchen



@Greon
Hallo!
Wir machen hier im Jahr ungefähr 15000 Messungen!
Es kann auch etwas mehr sein da in den Werkstätten zum Teil zweimal Jährlich gemessen wird.
Der Anfall von 200-300 defekten Leitungen ist geschätzt!
Es können auch bloss 100 sein. Allerdings sind es in Laboren die altes Zeug aus dem Mutterbetrieb übernommen haben erst mehr, aber dann stabilisiert sich der Anteil von defekten Kabeln und Geräten nach unserer Verschrottung auf ungefähr 0,1 %.
Beim letzten Lehrgang in Nürnberg wurde uns erklärt die BGV A3 läuft aus und es kommt die BGV a4, das war vor drei Jahren.
Alles Gute!
Buebchen

Dieser Beitrag wurde am 12.03.2012 um 12:29 Uhr von Buebchen editiert.
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036
14.03.2012, 16:50 Uhr
Rüdiger
Administrator



Zitat:
Buebchen schrieb
Wir haben im Betrieb schon einige FI-Schutzschalter gehabt die 1. Nicht ausgelöst haben

Dank der oftmals undichten Netzfilter bei den historischen Geräten, die ich repariere, kommt mein FI-Schalter nicht aus der Übung.


Zitat:
Ausserdem passiert erstmal garnichts wenn bei einem Gerät Phase mit Schutzleiter verwechselt wird ausser das die Spannung am Gehäuse anliegt!

Möglichkeit 1: Die Nullphase ist ans Gehäuse geklemmt: Das Anfassen des Gehäuses ist harmlos. Beim Einschalten des Geräts klickt der FI sofort raus.

Möglichkeit 2: Die "heiße" Phase liegt am Gehäuse: Fasse ich das Gehäuse an, passiert in meiner Werkstatt absolut nichts (selbst wenn ich barfuß wäre, ist der Boden zu hochohmig, um irgendwas zu spüren). Beim Einschalten des Geräts klickt der FI sofort raus.

Kurzum: in allen Fällen würde ich es sehr schnell merken, wenn wirklich was falsch angeklemmt wäre.
Mein Vertrauen in genormte Drahtfarben bei DDR-Geräten ist nicht groß, drum messe ich die Adern beim Kabelwechsel sowieso durch.



Zitat:
Ich habe schon Kollegen vom Netz abgepfückt die sich verkrampft hatten und die ohne Hilfe nicht überlebt hätten.

Um sich am Strom festzukrampfen, müsste man das stromführende Teil umfassen.
Diese Gefahr ist im Trafohaus sicher recht groß. Beim Gerätebasteln hingegen gibts, abgesehen bei großen Schraub-Elkos, eher flüchtige Berührungen. In meinen Fällen waren die mechanischen Verletzungen an scharfen Kanten aufgrund schreckhaftem Wegziehens der Hand meist größer als der elektrische Schaden.



Zitat:
Bei mir auf Arbeit wurde von einem Elektriker erzählt der immer durch anfassen probiert hat ob Spannung anliegt.

Einige Regeln zum Strom beachte ich durchaus: beispielsweise kurz nach dem Baden/Duschen nicht mit Hochspannung zu arbeiten und natürlich nicht mit zwei Händen gleichzeitig in Gerät fassen. Und vor dem Reinfassen immer noch mal nachschauen, ob das Gerät wirklich aus ist.

Übrigens: die meisten Stromschläge habe ich bei ausgeschalteten Geräten bekommen: geladene Elkos oder Bildröhren können durchaus heftig zubeißen.


Zitat:
P.S. schrieb
Abgelenkt durch sein andauerendes Gelabere war ich der festen Meinung, die Maschine ausgeschaltet zu haben - die Senderöhren waren ja auch dunkel (keine Heizung) - und griff ich nach dem Anodenanschluß, um diesen zu lösen.

Normalerweise ist es Pflicht, vor Wartungsarbeiten als erstes eine Erdlanze an den Generator zu klemmen (ich hatte auch mal mit solchen Maschinen zu tun).
--
Kernel panic: Out of swap space.
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