Robotrontechnik-Forum

Registrieren || Einloggen || Hilfe/FAQ || Suche || Mitglieder || Home || Statistik || Kalender || Admins Willkommen Gast! RSS

Robotrontechnik-Forum » Technische Diskussionen » Beschäftigt sich hier jemand mit der Datensicherung von PC-Festplatten? » Themenansicht

Autor Thread - Seiten: -1-
000
Heute, 11:44 Uhr
Rüdiger
Administrator
Avatar von Rüdiger

Ich habe eine 40GB-Platte, die sich störrig verhält und deren Inhalt ich retten möchte.
Die Platte ist im laufenden Betrieb ohne "Ereignis" ausgefallen, wurde immer langsamer, machte immer häufiger tickende Geräusche, als wenn sie rhythmisch ein- und ausparkt.
Softwareseitige Ursache ist auszuschließen. Die Leiterplatte ist ebenfalls als Ursache auszuschließen.
Die Platte wird noch als Gerät erkennt, aber keine Partitionen mehr angezeigt.
Sektorweiser Abzug des RAW-Devices schlägt nach wenigen Kilobyte fehl.
Die SMART-Daten sind fälschlich leer.
--
Kernel panic: Out of swap space.
 
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
001
Heute, 12:09 Uhr
Enrico
Default Group and Edit


Damit ärger ich mich doch gerade rum.....
Da sinds aber nur 4TB, und auch nur Probleme mit dem Filesystem.
--
MFG
Enrico
 
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
002
Heute, 13:36 Uhr
RP



Bei einer mechanischen Festplatte kannst du, bei deinem Fehlerbild, die Daten Wiederherstellung vergessen.

Es gibt sicher Firmen die das machen, das willst du mit Sicherheit nicht bezahlen.

Rolf
 
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
003
Heute, 14:21 Uhr
PIC18F2550

Avatar von PIC18F2550

Da kanst du nur Sectorweise auslesen in der Hoffnung das das Recallibrieren des Kopfes beim Spurverlust nicht noch mehrere Spuren Zerkratzt.

DD von Linux kannste getrost vergessen.
--
42 ist die Antwort auf die "Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest"
Aktuelle Projektdokumentationen
 
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
004
Heute, 14:57 Uhr
KK

Avatar von KK

Bei solch kleinen Platten kann man mit h2copy, einem alten Tool von einem c't Autor, die Platte sektorweise klonen. Zielplatte muß gleich oder größer sein. Besonderheit dieses Tools ist, daß es nach vergeblichen Leseversuchen (retrys) nicht aufgibt, sondern beim nächsten Sektor weitermacht. Die nicht lesbaren Sektoren werden auf der Zielplatte als Null geschrieben. Vor langer Zeit konnte ich damit eine 80GB-HDD so weit kopieren, daß die Daten nach Behandlung mit File Scavenger (sehr gutes Datenrettungstool) fast vollständig wiederherstellbar waren. Der Vorgang dauerte fast eine Woche!
Wenn die Platte aber schon zu weit geschädigt ist, hilft das auch nicht mehr. Das Klacken ist leider kein gutes Zeichen, oftmals ist dann die Kopfmechanik oder der Kopf selbst kaputt und nicht die Magnetstruktur der Scheibe. Sowas kann man ohne Ausrüstung und Knowhow eines professionellen Datenretters kaum beheben.

Link zu h2copy:

https://www.heise.de/download/product/h2copy-59656

Dieser Beitrag wurde am 23.10.2026 um 14:58 Uhr von KK editiert.
 
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
005
Heute, 15:05 Uhr
Rüdiger
Administrator
Avatar von Rüdiger


Zitat:
KK schrieb
Das Klacken ist leider kein gutes Zeichen, oftmals ist dann die Kopfmechanik oder der Kopf selbst kaputt und nicht die Magnetstruktur der Scheibe.



Ich vermute, das sind platteninterne Rekalibrierungsversuche oder Neuanläufe.
--
Kernel panic: Out of swap space.
 
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
006
Heute, 15:18 Uhr
kaiOr

Avatar von kaiOr

Schon probiert mit vorheizen auf 40°C? Gerade jetzt wo der Sommer durch ist wäre das naheliegend. Falls das Lager einseitig runtergeschrubbt ist, dann starte sie auf der Gegenseite.
Norton Ghost von Diskette oder CD war früher mal das Tool der Wahl zum Spiegeln.

Dieser Beitrag wurde am 23.10.2026 um 15:22 Uhr von kaiOr editiert.
 
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
007
Heute, 15:37 Uhr
RP



Deine Festplatte ist mit großer Wahrscheinlichkeit Schrott.

Zu erst Festplatte am PC anschließen, so das sie gut zugänglich ist, PC anschalten und die Festplatte
Aufschrauben und rein schauen, dann siehst du ob das Scheiben Paket dreht und der Kopf versucht Daten zu lesen.

Wenn der Kopf auf den Scheiben nur hin und her wackelt und sich die Scheiben drehen kann er keine Daten mehr lesen.
Drehen die Scheiben nicht versuche sie vom Rand aus anzudrehen, macht dann die Platte ihren Eigentest sollte sie noch einmal bis zum nächsten ausschalten gehen, das klappt meist nur ein mal, also alles sichern was du noch brauchst.

Rolf

Dieser Beitrag wurde am 23.10.2026 um 15:39 Uhr von RP editiert.
 
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
008
Heute, 15:53 Uhr
Enrico
Default Group and Edit


Hast Du es denn schon mal mit ddrescue versucht?
--
MFG
Enrico
 
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
009
Heute, 16:04 Uhr
Rüdiger
Administrator
Avatar von Rüdiger


Zitat:
RP schrieb
Aufschrauben und rein schauen, dann siehst du ob das Scheiben Paket dreht und der Kopf versucht Daten zu lesen.



Beides ja, das höre ich auch ohne Aufschrauben.
--
Kernel panic: Out of swap space.
 
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
010
Heute, 16:26 Uhr
RP




Zitat:
Rüdiger schrieb

Zitat:
RP schrieb
Aufschrauben und rein schauen, dann siehst du ob das Scheiben Paket dreht und der Kopf versucht Daten zu lesen.



Beides ja, das höre ich auch ohne Aufschrauben.


Das glaube ich dir nicht das du hörst ob der Kopf in Spur null geht oder planlos auf der Platte stehen bleibt

Rolf
 
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
011
Heute, 17:51 Uhr
KK

Avatar von KK


Zitat:
Rüdiger schrieb
Ich vermute, das sind platteninterne Rekalibrierungsversuche oder Neuanläufe.



Richtig. Eine gesunde Platte macht das nach dem Einschalten einmal. Bei wiederholtem Klackern findet der Kopf die Servospur nicht und versucht es solange, bis die Elektronik in Timeout geht. Und genau das passiert nur bei schwer beschädigten Platten. In seltenen Fällen und mit viel Glück läuft sie nochmal an, aber in der Regel kann man mit Hobbymitteln nichts mehr machen. Die im Web grassierenden Tipps á la in den Kühlschrank legen etc. funktionieren nicht. Wenn die Platte danach tatsächlich ansprechbar ist, dann nur durch Zufall. Die Kälte sorgt eher für das Ansaugen warmer Luft in die Platte hinein und dortige Kondenswasserbildung.
 
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
012
Heute, 19:10 Uhr
BobCat

Avatar von BobCat

Mir ist so etwas auch bekannt. Das kurze klicken kann auch daran liegen das der Kopf ncit aus der Parkspur fähert und dort hängen bleibt. evt. einen leichten Stoß auf die Kante, also nicht axial zu den Scheiben. Als Ursache wurde vermutet das die Halterung magnetiesiert ist. Das gebe ich mal so frei wieder, aus Erinnerung vor ca. 20 jahren.

Hmm, KI meint:

Nein, das liegt in der Regel nicht an einer magnetischen Anziehungskraft zwischen dem Schreib-/Lesekopf und der Magnetscheibe. Wenn eine Festplatte nur noch klickt und der Kopf die Parkposition nicht verlässt, handelt es sich fast immer um einen mechanischen oder elektronischen Defekt.
Das rhythmische Klicken (auch bekannt als „Click of Death“) entsteht, weil die Festplatte versucht zu starten, den Kopf auszufahren, den Vorgang aber sofort abbricht und den Arm zurücksetzt.
Die tatsächlichen Ursachen für dieses Verhalten sind meist:
• Spindelmotor blockiert (Lagerschaden): Wenn die Magnetscheiben nicht schnell genug oder gar nicht rotieren, entsteht kein Luftpolster. Die Firmware der Festplatte blockiert dann das Ausfahren des Kopfes, um einen Totalschaden zu verhindern.
• Defekter Schreib-/Lesekopf (Head-Crash): Der Kopf selbst oder der Vorverstärker (Preamp) auf dem Arm ist elektrisch defekt. Die Festplatte kann die Spur nicht lesen und „weiß“ nicht, wo sich der Kopf befindet. Sie fährt den Arm vor und zurück, was das Klickgeräusch erzeugt.
• Stiction (Festkleben – betrifft ältere CSS-Systeme): Bei Festplatten, die auf der inneren Parkspur aufsetzen, kann es passieren, dass der Kopf mechanisch auf der glatten Oberfläche der Scheibe festklebt (oft durch Feuchtigkeit oder Schmiermittel-Abbau). Das ist jedoch ein physikalisches Kleben (Adhäsion), kein Magnetismus. Der Motor schafft es dann nicht, die Scheibe zu drehen.
• Beschädigte Firmware (Service Area): Die Festplatte kann die grundlegenden Startinformationen auf den Magnetscheiben nicht lesen und gerät in eine Endlosschleife aus Starten und Zurücksetzen.

Dieser Beitrag wurde am 23.10.2026 um 19:16 Uhr von BobCat editiert.
 
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
Seiten: -1-     [ Technische Diskussionen ]  



Robotrontechnik-Forum

powered by ThWboard 3 Beta 2.84-php5
© by Paul Baecher & Felix Gonschorek