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Robotrontechnik-Forum » Technische Diskussionen » Emulator und Debugger für K1520 und P8000 » Themenansicht

Autor Thread - Seiten: -1-
000
15.10.2026, 17:01 Uhr
olliy



Ich habe in den letzten Wochen und Monaten an einem Emulator für Bürocomputer gearbeitet. Dank etwas KI Unterstützung ist das Projekt mitlerweile auf einem Stand, das man damit ganz gut rumspielen kann und sehen kann, wo die Reise hingehen soll. Das Projekt liegt als Open Source (MIT Lizenz) unter https://github.com/olliy78/k1520emu. Es sind fertige Installer für Windows und Linux vorhanden. Es sollte sich auch auf einem Mac bauen lassen, konte ich mangels Hardware aber nicht überprüfen. Implementiert ist das ganze in C++ und Python.



Aktuell lassen sich folgende Maschienen Emulieren:
A5120, A5120.16, K8915 (v2 und v3), PRG710, PRG710-1, PC1715, PC1715W, P8000, P8000-Terminal
Das sind im Grunde die Maschienen, die ich bei mir rumstehen habe, daher war ein Reverseengeneering bis hier hin möglich.

Das mit der P8000 ist übrigens ganz witzig. Da ich nicht so regelmäßig hir im Forum eingelogt bin, habe ich garnicht gesehen, das Olli ebenfalls eine einer MAME basierten Emulation der P8000 arbeitet. Hätte ich vielleicht schon mal früher schreiben können. Naja, gibts jetzt halt zwei.
Aber der weiter unten beschriebene Debugger für den z8000 und die MMUs ist bestimmt auch für das MAME Projekt interessant.

Der Emulator ist als modularer Hardwareemulator aufgebaut. Er emuliert auf unterster Ebene ICs (U880, U855, U856, U857, U858, U8272, U8001, U8010, DRAM, SRAM, EPROM, ...) daraus werden dann mit etwas Zusatzlogik Karten gebaut (K2526, K5122, K3526, K7024, K8025, ... ) Dann gibt es ein konfigurierbares Bussystem K1520 (bei der P800 gibt es das nicht) worüber Buszugriffe, Interupts, ... geregelt werden. Dann gibt es moch emulierte Diskettenlaufwerke (K5601, K5600.10, K5600.20, MF3200 und MF6400) mit emuliertn Shugart-Bus. Es gibt verschiedene Tastaturen-Emulationen mit serieller und paraleler Schnittstelle (K7609, K7637, K7672, K7673, K7658), einen grünen Bildschirm, sowie rudimentäre Nachbildungen eines Eprommers und Lochstreifengeräten.
Daraus lassen sich aktuell die oben genannten Maschienen zusammensetzen. Durch hinzufügen weiterer Karten, anderer Eproms und anderer Perepherie lassen sich damit auch andere Computer emulieren. Die emulierten Rechner lassen sich mit einer graphischen Oberfläche oder in der Komandozeile bedienen (siehe Bild). Handbuch

Das Programmpaket enthällt zusätzlich noch einen Debugger und ein DiskTool.
Der Debugger war Vorraussetzung um den Emulator überhaupt bauen zu können, da sich leider nicht alles aus den Schaltplänen und Handbüchern ableiten lässt. Mit dem Debugger kann man vorhandene Software z.B. Boot-Roms, Betriebssystem und Anwendungsprogramme wärend der Ausführung untersuchen und kann Hardwarezugriffe genau beobachten. Man kann die Maschiene über Brakepints jederzeit anhalten und schrittweise Fortsetzen und kann neben der CPU auch in die meisten höher integrierten ICs reinschauen (interne Zustände von: PIO, SIO, CTC, DMA, MMU) und man sieht die Signale auf dem K1520 Bus. Der Debugger ist ein Komandozeilenwerkzeug ähnlich gdb.



Das Disktool ermöglicht das lesen und schreiben von Disketten mit verschiedenen Formaten von SCP, CP/A, UDOS und teilweise Wega. über eine grafische Oberfläche oder über die Komandozeile. Darüber hinaus können einzelne Sektoren bearbeitet/gelöscht oder neu angelegt werden. Es gibt Funktionen zum reparieren korupter Dateisysteme (UDOS und CP/M) und zum wiederherstellen gelöschter Dateien. Es können .hfe und .dmk Images sowie echte Disketten in Verbindung mit einem Greaseweazle gelesen und geschrieben werden. Das Tool kann auch mit den UDOS typischen Pointer-Anhängen nach der CRC umgehen die es bei einigen Versionen gibt und die lassen sich auch korigieren, wenn das Dateisystem korrupt ist. Handbuch



Es würde mich freuen, wenn ihr lust daran finden würdet das Projekt mal zu testen und mir Rückmeldung zu geben. Wenn ihr Bugs findet oder Verbesserungsvorschläge habt, könnt ihr dafür bei github ein Ticket aufmachen. Ich sehe mir das dann bei Gelegenheit an. Oder ihr schreibt mir hier im Forum.

Ich Konnte die Maschienen nur mit der Software testen, die ich auch bei mir gefunden habe. Das ist auch eine Frage hier in die Runde. Ich suche weitere Software und Systeme zum Testen.
Für den A5120 suche ich: MUTOS8000 (UDOS Bootdiskette mit UNIX Kernel), SIOS1526, CP/M, CP/KSOB, CP/Z, DAC, Microdos 1526
Für den PC1715 (W) suche ich: CP/M, CP/KSOB, CP/Z, DAC, Microdos, BROS1715, JAMB, TOS/M
Für dei PRGs suche ich BS600 (ROM und Diskettenversion)
für den K8915 suche ich: CP/Z, KOBRA (Kasetten System)
Generell sind Programme interessant, die direkte Hardwarezugriffe machen. Hardy (A5120) funktioniert z.B. bereits.
Hat jemand irgendwas davon?

Die Maschinen A5120 und K8915 gibt es ja auch in einer Kasetten-Version. Das würde ich mir gern als nächstes vornehmen. Die Hardwarebeschreibung habe ich dazu schon gefunden. Das ist im Grunde nicht so kompliziert nachzubauen. Der A5120 hat scheinbar auch eine Routine im Rom um von einer Kasette zu booten. Bei den modernenren K8915 v2 und v3 sowie haben das nicht.
Daher suche ich für diese Erweiterung ein K8915 v1 (Parallee Tastatur) Boot-ROM und Kasetten Abbilder als Binär-Abzug oder als .wav um den Kasettenemulator möglichst Realitätsnah umsetzen zu können.
Hat jemand sowas?

Dann würde ich mir gern die MC80 Familie vornehmen. Das ist ja auch ein Typischer K1520 Vertreter. Dazu habe ich im Netz auch schon Unterlagen und EPROMs gefunden. Allerdings keine Kasetten Abbilder.
Kann mir da jemand was zur Verfügung stellen? Ich weiß, das es einige MC80 Anwender in diesem Forum gibt.

Die P8000 Compact als Variante der P8000 ist wahrscheinlich kein großer Aufwand. Über die A7100 und A7150 habe ich auch schon mal nachgedacht, aber das wäre einziemlich großes Projekt.

Welche weiteren Rechner oder Zusatzkarten wären eurer Meinung nach gut, wenn man sie emulieren könnte?

Viele Grüße
Olaf

Dieser Beitrag wurde am 15.10.2026 um 17:31 Uhr von olliy editiert.
 
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001
15.10.2026, 18:30 Uhr
DL
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Avatar von DL

Respekt!!
Hab mal kurz den PC1715- und A5120-Emulator durchprobiert.
 
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002
15.10.2026, 22:01 Uhr
Olli

Avatar von Olli

Ich werde auf jeden Fall die KI bitten deine P8000 Emulation mit "meiner" in MAME abzugleichen - die sollte inzw. vollständig korrekt sein mit meinen Änderungen.....Unterschiede werde ich dann berichten. Ich denke, in den nächsten Tagen gibt es dann Feedback von mir
--
P8000 adventures: http://pofo.de/blog/?/categories/1-P8000
 
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003
15.10.2026, 22:04 Uhr
Burkhard



Sehr beeindruckend!

Grüße Burkhard
 
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004
15.10.2026, 22:39 Uhr
olliy




Zitat:
Olli schrieb
Ich werde auf jeden Fall die KI bitten deine P8000 Emulation mit "meiner" in MAME abzugleichen - die sollte inzw. vollständig korrekt sein mit meinen Änderungen.....Unterschiede werde ich dann berichten. Ich denke, in den nächsten Tagen gibt es dann Feedback von mir



Das ist eine gute Idee! Tatsächlich ist die P8000 die am wenigsten getestete und jüngste Maschine in meinem Emulator. Sie bootet halt und man kann in der Unix Console rum navigieren und sie läuft zumindest bei mir bisher stabil. Für die K1520 Maschinen, habe ich hingegen recht umfangreiche automatische Systemtests aufgesetzt um die verschiedenen Kombinationen aus Betriebssystemen und Hardware v.A. Laufwerks-Bestückungen zu testen. Da hatte es am Anfang ein paar üble Effekte vor allem bei der K2526 mit den zwei U880 gegeben, die sich bei Diskettenzugriffen (pseudo DMA) auf dem Bus verhaken können. Das passiert jetzt nicht mehr.
Auf der P8000 gibt es bestimmt auch noch Bugs.
Du kannst mir einfach auf github Tickets einstellen, wenn du nicht das Forum fluten willst.

Vielen Dank Schon mal
Viele Grüße
Oalf
 
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005
16.10.2026, 19:04 Uhr
Olli

Avatar von Olli

Einen bug habe ich dir aufgemacht olly - es ist mehr eine Bestätigung einer Frage die noch in deinem Code übrig ist.

https://github.com/olliy78/k1520emu/issues/1

Den DAB Bug den du bei dir auch gemerkt hast habe ich auch schon gefunden und der wird in mame auch gefixt mit meinem PR. Ansonsten werden wir nach meinem PR denke ich funktionsseitig die gleiche Emulation der einzelnen Bausteine haben. Du hast einige Bugs bei dir gefixt die in mame vorliegen, die ich aber auch entsprechend als fix vorbereitet habe. Auch jeweils mit entsprechenden Referenzen auf die Spezifikationen.... mehr im anderen thread sobald meine PRs auf sind
--
P8000 adventures: http://pofo.de/blog/?/categories/1-P8000

Dieser Beitrag wurde am 16.10.2026 um 19:04 Uhr von Olli editiert.
 
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006
16.10.2026, 23:09 Uhr
devnull




Zitat:
olliy schrieb
Ich habe in den letzten Wochen und Monaten an einem Emulator für Bürocomputer gearbeitet. Dank etwas KI Unterstützung ist das Projekt mitlerweile auf einem Stand, das man damit ganz gut rumspielen kann und sehen kann, wo die Reise hingehen soll. Das Projekt liegt als Open Source (MIT Lizenz) unter https://github.com/olliy78/k1520emu. Es sind fertige Installer für Windows und Linux vorhanden. Es sollte sich auch auf einem Mac bauen lassen, konte ich mangels Hardware aber nicht überprüfen. Implementiert ist das ganze in C++ und Python....

.....



Wow das klingt sehr cool das schaue ich mir an !!

Grüße devnull

Dieser Beitrag wurde am 16.10.2026 um 23:09 Uhr von devnull editiert.
 
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007
18.10.2026, 12:42 Uhr
Klaus



Hallo Olaf,

ja.... das klingt spannend.... und scheint inzwischen ein sehr umfangreiches Projekt zu sein.

Einiges hatte ich Dir ja vor ca. einem Jahr schon mal geschickt.
Auf meiner Platte liegt auch noch etwas vom MC80.30, den ich aber schon vor vielen Jahren weggegeben habe.
EDIT: Vom MC80.2x sind auch paar einzelne Dateien dabei.
Ich suche mal alles zusammen. Das Meiste davon wirst Du vermutlich schon haben.

Viele Grüße,
Klaus

Dieser Beitrag wurde am 18.10.2026 um 13:45 Uhr von Klaus editiert.
 
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008
18.10.2026, 15:21 Uhr
DL
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Avatar von DL

Irgendwie mag die Verbindung zum Greasweazle nicht so richtig, es kommt immer die Meldung:

Zitat:

Das Laufwerk ließ sich nicht öffnen:
Kein Greaseweazle gefunden: (22, 'Das Argument ist ungültig')


Gefunden muß es aber sein, denn ohne kommt:

Zitat:

Das Laufwerk ließ sich nicht öffnen:
Kein Greaseweazle gefunden: Cannot find the Greaseweazle device



K1520emu v0.3.0 / Linux

Dieser Beitrag wurde am 18.10.2026 um 15:21 Uhr von DL editiert.
 
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009
18.10.2026, 19:42 Uhr
olliy




Zitat:
Olli schrieb
Einen bug habe ich dir aufgemacht olly - es ist mehr eine Bestätigung einer Frage die noch in deinem Code übrig ist.
https://github.com/olliy78/k1520emu/issues/1



Vielen Dank für Ticket Nr. 1!
Offensichtlich hatte ich richtig gerate und da der Emulator funktioniert, habe ich mich nicht weiter drum gekümmert. Es geht ja um ein Speichersegment an der Grenze und die Frage, über welche MMU es angebunden ist. Solange man das Speichersegment nicht verwendet würde man den Fehler daher auch nicht merken.
Vielen Dank, das du anhand des Schaltplans gezeigt hast, wie es tatsächlich umgesetzt ist. Ich habe den Kommentar im Code entsprechend angepasst, das Ticket kommentiert und geschlossen. Funktional ändert sich an der Software dadurch nichts.
Viele Grüße
Olaf
 
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010
18.10.2026, 21:59 Uhr
olliy




Zitat:
DL schrieb
Irgendwie mag die Verbindung zum Greasweazle nicht so richtig, es kommt immer die Meldung:

Das Laufwerk ließ sich nicht öffnen:
Kein Greaseweazle gefunden: (22, 'Das Argument ist ungültig')
K1520emu v0.3.0 / Linux



Das ist ein "guter" Fehler :)
der kommt von der Greaseweazle Bibliothek und weist vermutlich auf eine inkompatible Firmware Version hin.
der Installer installiert automatisch die neuste Version der Greaseweaze lib und geht davon aus, das die Firmware auf deinem Gerät auch dazu passt.
Probier mal folgendes bei angeschlossenem Greaseweazle aus:

Windows: cd C:\Users\<Name>\AppData\Local\Programs\K1520emu\venv\Scripts (oder wo auch immer du das hin installiert hast)
gw info

Linux im Installationsordner: source ./venv/bin/activate
gw info

bei mir wird dann angezeigt
Host Tools: 1.23
Device:
Firmware: 1.6

und keine weitere Warnung. Die Host Tools Version sollte bei dir die gleiche sein.
Wird da bei dir eine Hinweis ausgegeben, das die Firmware inkompatibel ist?

du kannst auch mal versuchen in der Konsole eine Diskette einzulesen:
gw read disc.hfe::bitrate=250

Ich würde vermuten, das du dann auch den Fehler 22 angezeigt bekommst.

Mit gw update kann man die Firmware aktualisieren.
offizielle Doku: https://github.com/keirf/greaseweazle/wiki/Firmware-Update

Ich werde für die nächste Version eine aussagekräftige Fehlermeldung einbauen und einen Hinweis im Handbuch.

Du kannst ja mal Berichten, ob du es hingekriegt hast.

Viele Grüße
Olaf

Dieser Beitrag wurde am 18.10.2026 um 22:00 Uhr von olliy editiert.
 
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011
18.10.2026, 22:28 Uhr
DL
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Avatar von DL

so einfach scheint es nicht zu sein, bei mir wird angezeigt:

Host Tools: 1.23
Device:
** FATAL ERROR:
(22, 'Invalid argument')

Aus meinem Programm funktioniert es ja:
 
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012
18.10.2026, 23:04 Uhr
olliy




Zitat:
Klaus schrieb
Hallo Olaf,

ja.... das klingt spannend.... und scheint inzwischen ein sehr umfangreiches Projekt zu sein.

Einiges hatte ich Dir ja vor ca. einem Jahr schon mal geschickt.
Auf meiner Platte liegt auch noch etwas vom MC80.30, den ich aber schon vor vielen Jahren weggegeben habe.
EDIT: Vom MC80.2x sind auch paar einzelne Dateien dabei.
Ich suche mal alles zusammen. Das Meiste davon wirst Du vermutlich schon haben.

Viele Grüße,
Klaus



Hallo Klaus,
die CP/A BIOS Quellen die du mir geschickt hattest waren sehr hilfreich um die Funktion mehrere K1520 Karten und des PC1715 zu verstehen. Auf meiner github Seite gibt es auch das Projekt CPA_Workbench mit dem man sich eine auf die eigene Hardware zugeschnittene CP/A Bootdiskette erzeugen kann. Da das Programm war bisher noch nicht schön genug um es hier vorzustellen. Auf der im Emulator enthaltenen CP/A Diskette sind 6 verschiedene CP/A Kernel für verschiedene Hardwarekonfigurationen und eine Beschreibung in LIESMICH.TXT. Die Kernel habe ich mit dem Tool generiert.
Du hast mich in deiner Mail noch auf einen Bug hingewiesen, den es scheinbar nur unter Windows gibt. Die Eingabe des @ Zeichens geht nicht über die PC Tastatur sondern nur über die Bildschirmtastatur. ... muss ich mir angucken. Ich habe das unter Windows nicht so ausführlich getestet.

Du hast mir eine .zip-Datei zum MC80 mit Dokumenten, EPROMS und Programmen im .bin Format geschickt. Vielen Dank dafür! werde ich mir ansehen.

Leider sind da keine echten Kassettenabzüge bei. Vielleicht hat ja jemand sowas noch liegen und kann es mir zur Analyse bereitstellen.
Aber Programme im .bin Format sind auch schon mal sehr interessant. Sind das Speicherabzüge? Du hattest geschrieben, das du die Programme über die serielle Schnittstelle in den Computer geladen hast. War das ein übliches Vorgehen bei dem Rechner? Gibt es dafür im Betriebssystem eine Funktion zum Laden über serielle Schnittstelle? Dann sollte ich das vielleicht auch in dem Emulator so vorsehen. Die Programme müsste man dann ja auch auf Kassette schreiben und wieder lesen können.
Naja, ich muss mich da noch mal reinlesen. Praktische Erfahrungen mit dem MC80 habe ich bisher noch nicht. Ich habe daher bestimmt noch Fragen an die MC80 Experten hier.

Viele Grüße
Olaf
 
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013
19.10.2026, 09:49 Uhr
DL
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Avatar von DL


Zitat:
DL schrieb
Device:
** FATAL ERROR:
(22, 'Invalid argument')



Argh,ich werde alt, da gab es ja mal in einer Version einen Konflikt mit der USB-Schnittstelle bei neueren Kerneln (6.x?), als schnellen fix konnte man in der ~K1520emu/venv/lib/python3.12/site-packages/greaseweazle/usb.py beim Reset die Zeilen
223 # self.ser.baudrate = ControlCmd.ClearComms
224 # self.ser.baudrate = ControlCmd.Normal
auskommentieren, dann läuft es. Keir hatte das IMHO aber auch gefixt
Hatte ich völlig vergessen - nun läuft es


Dieser Beitrag wurde am 19.10.2026 um 10:18 Uhr von DL editiert.
 
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014
19.10.2026, 12:07 Uhr
olliy




Zitat:
DL schrieb
Argh,ich werde alt, da gab es ja mal in einer Version einen Konflikt mit der USB-Schnittstelle bei neueren Kerneln (6.x?), als schnellen fix konnte man in der ~K1520emu/venv/lib/python3.12/site-packages/greaseweazle/usb.py beim Reset die Zeilen
223 # self.ser.baudrate = ControlCmd.ClearComms
224 # self.ser.baudrate = ControlCmd.Normal
auskommentieren, dann läuft es. Keir hatte das IMHO aber auch gefixt
Hatte ich völlig vergessen - nun läuft es



Super, das es funktioniert!
Der Fehler ist trotzdem interessant. Mir ist das neu und es ist bei mir auch noch nie aufgetreten. Ich verwende allerdings auch eine selbstgebaute Greaseweazle F1 Variante mit einem STM32 (blue pill). Vielleicht tritt das bei dieser Hardware nicht auf. Wenn Keir es gefixt hat, hätte es ja eigentlich in der Version sein müssen, die Sich der Installer vom github zieht. Möglicherweise ist der Fix in einem anderen Branch. Aber gut, das wir jetzt einen dokumentierten Workaround haben.

Die CP/A version in deinem Screenshot sieht interessant aus das mit dem "== System fuer SYS33SCP - Anwendungen ==" habe ich so noch nicht gesehen. Auch gibt es weniger Ausgaben zu den I/O Zuordnungen als ich das von "meiner" CP/A Version also der, die ich von Klaus bekommen habe kenne. Hast du dazu weitere Infos oder die BIOS Quellen?
Das UDOS sieht auch erst mal anders aus als das mit bekannte, aber den Begrüßungstext kann man ja einfach anpassen. kannst du sagen, ob das - vom System her eine andere Version ist als die im Emulator enthaltene?
Vielleicht kannst du ja bei beiden Systemen mal überprüfen, ob das Formatieren einer Diskette (mit verify) und das Anlegen einer Systemspur funktioniert und du davon booten kannst. Am besten mit einer echten Diskette im Greaseweazle. Es ist übrigens empfehlenswert vor dem Formatieren zu warten bis die Diskette komplett eingelesen ist. Sonst springt der Kopf immer zwischen alte / unbekannte Spur Lesen und neue Formatieren und Zurücklesen hin und her. Das bremst den ganzen Vorgang unnötig aus.
Viele Grüße
Olaf

Dieser Beitrag wurde am 19.10.2026 um 12:09 Uhr von olliy editiert.
 
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015
19.10.2026, 13:08 Uhr
Klaus



Hallo Olaf,

leider ist das mit dem MC80.30 auch schon wieder sehr lange her.
Viele der Dateien hatte ich damals auch von anderen Hobbyfreunden bekommen.

Die bin Dateien sind teilweise die EPROM-Inhalte (Betriebssystem), aber auch RAM (Speicher) Abzüge, die ich über mein zusammgefrickeltes serielles Übertragungsprogramm zum PC (damals noch XP bzw. W7) übertragen konnte.
Hardwaretechnisch hatte ich eine IFSS-Schnittstelle auf der AFS-Karte genutzt und mir einen kleinen IFSS-USB Wandler (COM-Port) an der PC Seite gebaut.
Hab gerade meine kleine Doku zum „PCMC“ gefunden… schicke ich Dir gleich per E-Mail.

Das kleine Programm auf der MC80.30 Seite hatte ich in einem freien EPROM-Bereich mit untergebracht, damit es nach dem Einschalten sofort verfügbar war.
Ursprünglich gab es kein Programm zum Laden über die serielle Schnittstelle (zumindest nicht bei meinem MC80.30).

Entstanden ist das mit der seriellen Übertragung auch nur, weil mich diese ständigen Probleme mit dem LW1200 genervt haben und das Laden von Kassette auch Ewigkeiten gedauert hat. Wenn man Pech hatte und man große Programme (z.B. das Grafikbasic) nach gefühlten 5 oder 10 min Ladezeit fast fertig hatte, gab es zum Schluss einen Ladefehler… man was habe ich da manchmal geflucht.

Die Bedienung des MC80.30 ist etwas gewöhnungsbedürftig … z.B. das mit der RAM-Kettung u.s.w. Da wirst Du Dich wohl erst einmal durch die Dokus wühlen müssen

Ich bin echt gespannt, ob Du den MC80.3x wirklich in den Griff bekommst.

Viele Grüße,
Klaus

@Alle
Wer hat denn eigentlich alles noch einen MC80.3x im lauffähigen Zustand?
 
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016
19.10.2026, 16:02 Uhr
DL
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Avatar von DL


Zitat:
olliy schrieb
Vielleicht kannst du ja bei beiden Systemen mal überprüfen, ob das Formatieren einer Diskette (mit verify) und das Anlegen einer Systemspur funktioniert und du davon booten kannst. Am besten mit einer echten Diskette im Greaseweazle. Es ist übrigens empfehlenswert vor dem Formatieren zu warten bis die Diskette komplett eingelesen ist. Sonst springt der Kopf immer zwischen alte / unbekannte Spur Lesen und neue Formatieren und Zurücklesen hin und her. Das bremst den ganzen Vorgang unnötig aus.
Olaf



Also mit einem Abbild funktioniert das, aber physisch über das Greaseweazle auf eine echte Diskette funktioniert das nicht. Ist schon mal nervig, dass erst mal versucht wird eine leere Diskette komplett einzulesen, da müsste es irgendeinen Schalter für Leerdisk geben. Beim formatieren aus dem Betriebssystem geht dann nix mehr, irgendwie wird dann das falsche Laufwerk über den GW angesprochen, denn es läuft nur der Motor an und es kommt kein Driveselect mehr, ergo auch kein Index.
Schreibt man ein über das Formatprogramm erstelltes Image auf die Diskette, kann man dann ganz normal über den GW auf der Diskette die Systemspur anlegen und allgemein beschreiben.


Edit: Tut man was man nicht sollte, formatieren während noch eingelesen wird funktioniert das. Konnte aber nicht bis zu Ende testen, das hat sich mittendrin "aufgehangen", weil ein Sektor fehlerhaft war

Dieser Beitrag wurde am 19.10.2026 um 18:59 Uhr von DL editiert.
 
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017
19.10.2026, 16:11 Uhr
DL
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Avatar von DL


Zitat:
olliy schrieb
Wenn Keir es gefixt hat, hätte es ja eigentlich in der Version sein müssen, die Sich der Installer vom github zieht.



Würde ich jetzt auch nicht beschwören, dass es so war, es kann auch sein, dass es sich mit einer höheren Python-Version selbst erledigt hatte in meiner System venv läuft Python 3.14, im K1520emu/venv noch python3.12
 
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018
19.10.2026, 23:03 Uhr
olliy




Zitat:
DL schrieb

Also mit einem Abbild funktioniert das, aber physisch über das Greaseweazle auf eine echte Diskette funktioniert das nicht. Ist schon mal nervig, dass erst mal versucht wird eine leere Diskette komplett einzulesen, da müsste es irgendeinen Schalter für Leerdisk geben. Beim formatieren aus dem Betriebssystem geht dann nix mehr, irgendwie wird dann das falsche Laufwerk über den GW angesprochen, denn es läuft nur der Motor an und es kommt kein Driveselect mehr, ergo auch kein Index.
Schreibt man ein über das Formatprogramm erstelltes Image auf die Diskette, kann man dann ganz normal über den GW auf der Diskette die Systemspur anlegen und allgemein beschreiben.



Stimmt, ist bei mir genauso. Ging aber mal. Naja ich fixe das dann in 0.4.0 (und baue neue Bugs ein). Du kannst dir auch mit dem k1529disktool eine Bootdiskette erstellen. Ich hab allerdings vergessen in den Installer die .bin für die Bootsektoren reinzupacken. Die kannst du dir mit dem Tool aber aus einer anderen Diskette extrahieren.

Viele Grüße
Olaf
 
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019
20.10.2026, 10:50 Uhr
DL
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Ein mit dem A5120 Emulator formatiertes einseitiges Diskettenimage


bringt im HxC Trackanalyser lustige Abbilder (rechts), im Diskeditor vom k1520 Disktool(links) sieht es dagegen exakt aus. Mit dem Disktool und GW auf physische Diskette geschrieben funktioniert es aber mit der echten Hardware


Macht irgendwie süchtig dein Projekt, bin gespannt was da noch kommt...

Dieser Beitrag wurde am 20.10.2026 um 10:53 Uhr von DL editiert.
 
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020
20.10.2026, 15:13 Uhr
olliy




Zitat:
DL schrieb
Ein mit dem A5120 Emulator formatiertes einseitiges Diskettenimage
bringt im HxC Trackanalyser lustige Abbilder (rechts), im Diskeditor vom k1520 Disktool(links) sieht es dagegen exakt aus. Mit dem Disktool und GW auf physische Diskette geschrieben funktioniert es aber mit der echten Hardware



Das habe ich so noch nie getestet. Bisher habe ich HcX immer nur benutzt um Dateien für den Emulator zu erzeugen.
Ist das nur bei diesem Format so oder auch bei 80 Spuren einseitig und 80 Spuren zweiseitig?
Ich vermute das mein .hfe Format nicht 100% Kompatibel zum HxC .hfe Format ist. Das muss ich mal genauer Untersuchen. Da sich der Emulator und das Disktool den selben Code teilen, funktioniert das immer auch wenn .hfe falsch umgesetzt ist.

Da ich selbst kein 5600.10 Laufwerk habe (weder in einem Computer noch am GW) ist diese ganze 40 Spuren Geschichte bisher noch nicht gut getestet. Man kann ja mit dem K5601 auch 40 Spuren Disketten lesen und Schreiben. Wenn man z.B. eine Diskette, die zuvor mit 80 Spuren formatiert war mit 40 Spuren neuformatiert und dabei eine andere Sektorgröße verwendet sieht das sehr Lustig aus und das Disktool scheitert daran das Format zu erraten (solche Disketten habe ich in meiner Sammlung gefunden). Daher kann man ungrade Spuren und Seite 1 löschen und das Ergebniss dann als Image mit 40 Spuren abspeichern.
Man kann ein Physisches K5601 Laufwerk auch so an den Emulator anbinden, das es für das Gast-System wie ein wie ein K5600.10 oder K5600.20 aussieht ( [X] Nur Seite 0, [X] Doppelschritt erzwingen). Wenn man in ein emuliertes K5600.10 ein Diskette-Image mit 80 Spuren einlegt sollte es davon nur die graden Spuren auf Seite 0 lesen/schreiben können (wie bei einem richtigen Laufwerk).
Das 40 Spuren Thema ist also durchaus komplizierter als man zunächst denkt.


Zitat:

Macht irgendwie süchtig dein Projekt, bin gespannt was da noch kommt...


Vielen Dank, das du das testest! Ich finde das super.
Vor allem, weil du ja offensichtlich Dinge ausprobierst die ich nicht getestet habe

Viele Grüße
Olaf
 
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021
20.10.2026, 15:45 Uhr
DL
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Zitat:
olliy schrieb
Ist das nur bei diesem Format so oder auch bei 80 Spuren einseitig und 80 Spuren zweiseitig?



ist mir eigentlich nur bei den 40 Spuren aufgefallen, bei den 80 Spuren sieht im HxC alles normal aus.
 
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