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Robotrontechnik-Forum » Sonstiges » HC 900: Der Heimcomputer, der keiner bleiben durfte » Themenansicht

Autor Thread - Seiten: -1-
000
11.06.2026, 14:13 Uhr
Bert



Gerade entdeckt:
https://www.elektronikpraxis.de/1984-der-heimcomputer-der-keiner-bleiben-durfte-a-03f783fdca7241efd47d4b18c38e2a8d/

Ein - wie ich finde - erfreulich nüchterner Beitrag.
--
Viele Grüße,
Bert
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001
11.06.2026, 15:34 Uhr
Guido
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Avatar von Guido

Gut zusammengefasst!
Mein erster KC war ein 85/3 nebst 64kb-Modul und Development-Modul.

Guido
--
Der Mensch hat drei Wege, klug zu handeln.
Erstens durch Nachdenken: Das ist der edelste.
Zweitens durch Nachahmen: Das ist der leichteste.
Drittens durch Erfahrung: Das ist der bitterste.
Konfuzius

Wer immun gegen ein Minimum an Aluminium ist, der hat eine Aluminiumminimumimmunitität.
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002
11.06.2026, 15:51 Uhr
Zwangsrentner



Hab mir davon ne PDF gebastelt liegt auf der Halde. weß nich ob die Leute damit einverstanden wäre.
irgendwie seh ich Tippfehler ?
das Bild von Enrico zeigt einen 4er
war die Produktion in Erfurt erst 1989

trotzdem guter ehrlicher Text.
grüsse aussem Harz
--
I'm just a truckle, but I don't like to truckle >TIMOTHY TRUCKLE<

Dieser Beitrag wurde am 11.06.2026 um 15:55 Uhr von Zwangsrentner editiert.
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003
11.06.2026, 16:40 Uhr
P.S.



@Zwangsrentner <002>
Kannst Du bitte mir diese PDF zukommen lassen ... der Download von der Originalseite nur unter Cookie-Bedingungen - nein danke!
Es würde mich schon mal interessieren, was die "Wessis"jetzt zur HC900-Problematik schreiben ...

Das Wissen der Menschheit gehört allen Menschen! -
Wissen ist Macht, wer nur glaubt, der weiß nichts! -
Aber - Unwissenheit schützt vor Strafe nicht! -
Gegen KI und die Ausgrenzung von Unwissenden und
für den Erhalt eigener Intelligenz, sowie ein liberalisiertes
Urheber-, Marken- und Persönlichkeitsrecht!
PS
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004
11.06.2026, 18:04 Uhr
candle.dd

Avatar von candle.dd

Ich hab's auch mal erstellt und abgelegt:

https://www.robotrontechnik.de/html/forum/thwb/showtopic.php?threadid=20776&pagenum=2#bottom

Dieser Beitrag wurde am 11.06.2026 um 18:06 Uhr von candle.dd editiert.
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005
11.06.2026, 18:24 Uhr
ralle



Es gab zumindest 3 Varianten des HC900/KC85/2. Trotzdem ein formschöner Aufbau des Gerätes.
--
Gruß Ralle

Wenn Sie dazu neigen, Bedienungsanleitungen zusammen mit dem Verpackungsmaterial wegzuwerfen, sehen Sie bitte von einem derart drastischen Schritt ab!...
... Nachdem Sie das Gerät eine Weile ausprobiert haben, machen Sie es sich am besten mit dieser Anleitung und ihrem Lieblingsgetränk ein oder zwei Stunden lang in Ihrem Sessel bequem. Dieser Zeitaufwand wird Sie dann später belohnen...

aus KENWOOD-Bedienungsanleitung TM-D700
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006
12.06.2026, 06:11 Uhr
KK

Avatar von KK

Kann mich noch ganz gut erinnern, die aufkommende Freude beim Lesen des RFE-Artikels währte nicht sehr lange, weil es den dann doch nicht fürs gemeine Volk zu kaufen gab. In einigen Details muß ich dem Artikel widersprechen. Der KC85/4 wurde nicht Anfang 1989 vorgestellt, sondern schon ein Jahr früher. Ich sah ihn auf der Leipziger Messe im März 1988 erstmals live und war sofort begeistert, besonders wegen der guten Grafik. In den Geschäften verfügbar war er später auch, allerdings zum heftigen Preis von über 4000 Mark. Gekauft habe ich ihn dann im Frühjahr 1989, als der Preis auf 2150 Mark gesenkt wurde.

http://www.kc85emu.de/scans/rfe0688/LMM.htm
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007
12.06.2026, 16:22 Uhr
Dirk mit KC-4



HC 900, entwickelt im VEB Mikroelektronik „Wilhelm Pieck“ Mühlhausen.
naja das den HC 900 ein Jugendkollektiv in Mühlhausen entwickelte hat man im Artikel wohl vergessen.

Und als Anmerkung und meine Vermutung, die ich immer noch habe: Der HC 900 ist eine geklaute Entwicklung und stammt ursprünglich vom Tandy TRS-80 Model 1 von der US Firma RadioShack, die den Tandy 1977 auf den Markt brachten. Man baute nach mit den Teilen die zur Verfügung standen. Der Z80 wurde ersetzt durch die den U880, die Steckeranschlüsse des Tandy wurden nach vorne gelegt.
Leider habe ich immer noch keinen Tandy, er ist heutzutage in Europa kaum zu bekommen. Selbst Software des Tandy 1, selbst online kaum zu bekommen - aber ich behaupte frech, dass die Tandy 1 Software auf dem HC 900 und KC85 3/4 laufen würde. Aber solange ich keinen Tandy 1 habe, bleibt das nur Vermutung von mir. Aber mal sehen, USA Urlaub und nen Tandy 1 dort vor Ort kaufen, steht weit oben auf dem Zettel..

Als kleiner Nachtrag, von dem Tandy gabs weltweit Nachbauten. RadioShack hat damit den ganz großen Wurf gemacht. Sogar Nachbauten in Osteuropa sind bekannt. In Polen gabs den Nachbau als Meritum I. In Ungarn wurde er als HT-1080Z rausgebracht. Auch vermutlich heute nicht mehr zu bekommen - oder hat den einer von euch in seiner Sammlung?

Noch ein Nachtrag zum Thema Nachbauten. Der KC compact ist auch 'nur' ein Nachbau des CPC 464 mit Kassettenlaufwerk, das man aber beim KC compact, vermutlich aus Kostengründen extern auslagerte. Wilhelm Pieck brachte später dann noch das externe Diskettenlaufwerk raus - ich vermute auch eine Kopie des externen Diskettenlaufwerks für den CPC 464. Ich hab irgendwo noch eine Hardwareerweiterung um IDE Festplatten am CPC 464 anzuschließen, ist eine neure private Entwicklung der 2000er Jahre gewesen und funktioniert am CPC 464 ganz gut. Auch die wird, ich vermute mal da ich keinen KC compact habe, aber auch am KC compact laufen. Nachbauten, clonen war also üblich, man wollte ja schließlich nicht dem Westen hinterher hängen..
--
Ich kann 2 Dinge wirklich nur gut, zum einen war es die Fallschirmjägerei und zum anderen Computer. Fragt man, was ich nun besser kann, würden einige sagen das eine, andere würden das andere sagen. Aber im Grunde ist beides gleich: ein großes Abenteuer

Dieser Beitrag wurde am 12.06.2026 um 16:59 Uhr von Dirk mit KC-4 editiert.
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008
12.06.2026, 17:43 Uhr
HeikoS



Interessant ! Es wurde ja tatsächlich viel kopiert von CP/M bis Wordstar, vom Z80 bis zum Z8000, GDC, FDC ... ja - aber der KC ist keine Kopie - die viel gescholtene KI hat ganz gut recherchiert:

Gibt es Anhaltspunkte für einen Nachbau durch den KC 85/3 /4?

Es gibt historisch und technisch keine Anhaltspunkte für ein Plagiat des Tandy TRS-80 durch die Mühlhausener Modelle KC 85/2, /3 und /4. Die Annahme beruht meist auf oberflächlichen Parallelen, die sich jedoch leicht widerlegen lassen:

1. Der Prozessor (Schein-Argument)
Die Gemeinsamkeit: Sowohl der TRS-80 als auch der KC 85/3 und KC 85/4 nutzen die gleiche Prozessor-Architektur. Der KC nutzt den U880, einen unlizenzierten DDR-Nachbau des Zilog Z80, und taktet mit 1,75 MHz fast identisch zum Tandy (1,77 MHz).
Die Realität: Der Z80 war in den Spät70ern und 80ern der weltweit dominierende Standard-8-Bit-Prozessor (auch verbaut im Sinclair ZX Spectrum, Nintendo Game Boy oder Schneider CPC). Die Verwendung des gleichen Prozessors impliziert keinen Systemnachbau.

2. Völlig andere Systemarchitektur und Modulbauweise
Der KC 85/3 und /4 basieren auf einem einzigartigen, modularen Bus-Schachtsystem. Über physikalische Einschübe (Module) wurden RAM, ROM oder Schnittstellen direkt in das Betriebssystem CAOS (Cassette Aided Operating System) eingebunden.
Der Tandy Model I benötigte für Erweiterungen klobige, externe Hardware-Boxen (das „Expansion Interface“) und nutzte ein völlig anderes Speichermapping.

3. Grafik- und Sound-Fähigkeiten
Der Tandy Model I war grafisch extrem limitiert (monochrom, keine echte Pixelgrafik, keine Kleinbuchstaben ab Werk).
Die DDR-Entwicklungen waren Jahre jünger und besaßen echten Speicher für Farbgrafik (320 × 256 Pixel mit bis zu 16 Vordergrund- und 8 Hintergrundfarben) sowie echten Mehrkanal-Sound, was architektonisch völlig anders gelöst war als beim Tandy.

4. Woher kommt der Mythos?
Gelegentlich werden die DDR-Rechner Z 9001 / KC 85/1 (entwickelt von Robotron Dresden) mit dem Tandy verwechselt. Diese Dresdner Rechner orientierten sich in frühen Entwicklungsphasen an westlichen Architekturen, waren aber letztlich ebenfalls Eigenentwicklungen. Zudem gab es in der DDR den Bürocomputer TRS 80-kompatibel (A 5110 / PC 1715), was manchmal zu einer Begriffsvermischung mit den KC-Heimcomputern führt.

EDIT:

Ich finde übrigens den letzten Satz aus <000> recht gut:

"Er zeigt nicht, wie Innovation unter Idealbedingungen aussieht, sondern wie viel Ingenieurskunst möglich ist, wenn die Bedingungen alles andere als ideal sind."

Dieser Beitrag wurde am 12.06.2026 um 17:55 Uhr von HeikoS editiert.
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009
12.06.2026, 17:55 Uhr
Dirk mit KC-4



KI erklärt uns die Welt. Ich bleib aber bei meiner These

aber frag deine KI mal zum Meritum I, ist das auch ne polnische Eigenentwicklung und sicher aus der polnisch-russischen Freundschaft entstanden?
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Ich kann 2 Dinge wirklich nur gut, zum einen war es die Fallschirmjägerei und zum anderen Computer. Fragt man, was ich nun besser kann, würden einige sagen das eine, andere würden das andere sagen. Aber im Grunde ist beides gleich: ein großes Abenteuer

Dieser Beitrag wurde am 12.06.2026 um 17:57 Uhr von Dirk mit KC-4 editiert.
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010
12.06.2026, 18:07 Uhr
HeikoS



Bin für jede interessante These zu haben und bin auch nicht unbedingt ein KC-Fan, aber das ist einfach sehr unwahrscheinlich - oder mir fehlen Infos, das kann ja sein. Klär uns auf ! Das Sommerloch muss gefüllt werden ;-)
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011
12.06.2026, 18:12 Uhr
Dirk mit KC-4



Ich kann nix dazu schreiben, ich habe weder eine Platine vom dem Tandy I noch habe ich je real einen Tandy I vor mir gehabt. Ich hab schon mehrmals versucht einen Tandy I zu bekommen, aber ebay USA und verschicken mit Zoll kannste vergessen, da ist es billiger rüber zu fliegen und dann dort auf den Flohmärkten zu stöbern
--
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012
12.06.2026, 18:30 Uhr
Dirk mit KC-4



toll ist übrigens das hier: "Zur gleichen Zeit bestellen einige Ingenieure von Tandy den MITS Altair 8800." und das dann Steve Leininger vom Homebrew Computer Club den Tandy I entwickelt hat. Dieser Computerclub mit seinen berühmten Mitgliedern und Computererfindern ist heute natürlich Legende. Aber der Ursprung der Entwicklung geht zurück auf den Altair 8800, aber an so was kommt ja leider gar nicht ran, die stehen wahrscheinlich nur noch in Museen rum und gammeln vor sich hin..

Hier der Bericht zu Tandy und seine Entwicklung:
https://8bit-museum.de/heimcomputer-2/tandy/
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013
12.06.2026, 19:57 Uhr
HeikoS




Zitat:
Dirk mit KC-4 schrieb
Ich kann nix dazu schreiben, ich habe weder eine Platine vom dem Tandy I noch habe ich je real einen Tandy I vor mir gehabt. Ich hab schon mehrmals versucht einen Tandy I zu bekommen, aber ebay USA und verschicken mit Zoll kannste vergessen, da ist es billiger rüber zu fliegen und dann dort auf den Flohmärkten zu stöbern



Mhh, aber das ist ja kein Argument. Der TANDY I ist auf jeden Fall ein interessantes Stück Technik aus der frühen Computergeschichte, technisch aber ausführlich beschrieben auf diversen Seiten.

Altair 8800 und der IMSAI sind ja quasi die "Ur-PC's" - auch die CP/M-Geschichte von Dr. Gary Kildall / Digital Research ist ja eng mit dem Altair 8800 und dem IMSAI verbunden. Auf dem letzten VCFB war dazu ein interessanter Vortrag:

https://media.ccc.de/v/vcfb2024_-_206_-_de_-_202410201400_-_altair,_imsai,_dazzler_und_cp-m_-_ansgar_kueckes

10 Jahre später konnte man bei den diversen CP/M-Portierungen auf DDR-Rechnern das alles auch sehen, in diversen BIOS'en waren dann z.B. "ADM 3a"-kompatible Terminal-Emulationen eingebunden, damit Software "ohne Anpassungen" laufen konnte. Das war eine spannende Zeit, man konnte so ein wenig in die Pionier-Zeit der 70er "reinriechen".

Alles das findet man bei den KC's aus Mühlhausen nicht. Beim Z9001 vielleicht ein wenig vom CCP/BDOS/BIOS des CP/M, aber das wars dann auch.

Grüße, Heiko

EDIT:

Beim VCFB 2024 habe ich dann das erste Mal einen IMSAI 8080 und ein ADM-3a-Terminal live gesehen ...





... Hersteller Lear-Siegler des ADM-3a hat auch den Lear-Jet gebaut. Interessantes Produktportfolio ... Terminals und Jets ... ;-)

Dieser Beitrag wurde am 12.06.2026 um 20:23 Uhr von HeikoS editiert.
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014
13.06.2026, 11:54 Uhr
P.S.



@HeikoS < 008>
Als absoluter KI-Gegner bin ich nun doch überrascht, dass nicht völliger Blödsinn dabei rausgekommen ist. Aber immerhin - es liest sich gut ...

Danke an "Zwangsrentner", der mir die PDF hat zukommen lassen. Ihm habe ich folgenden Kommentar dazu geschrieben:
"Das Bild von der HL-Produktion ist zwar interessant, hat nun aber wirklich nichts mit der HC/KC-Produktion in Mühlhausen zu tun.
Die patentierte HC-Entwicklung von Dr. Domschke in Mühlhausen war eine Welt-Neuheit - soweit mir bekannt, gab es zu der Zeit kein vergleichbares Erzeugnis auf dem Weltmarkt.
Die Entscheidung vom HC auf KC umzuschwenken fiel den Mühlhäusern nicht leicht, obwohl sie mit ihrer Taschenrechner-Produktion jederzeit die Prämisse 5% der Warenproduktion als Konsumgüter herstellen zu müssen, jederzeit erfüllen konnten, aber eine extensive Produktionserweiterung war dort in der Kleinstadt Mühhausen nicht mehr möglich ...
Über den Hintergrund der Umbenennung hatte ich schon mehrfach im RT-Forum berichtet - es war das Ergebnis des Messerundgangs der DDR-Staatsführung zur LFM, als Margot H. so nebenbei bemerkte, daß dieses Gerät doch eigentlich was Sinnvolles für die AGs in den diversen Pionierhäusern u.ä. sei. Den Ausschlag gaben aber Begehrlichkeiten aus der Industrie, weil man damit ganz schnell und ohne Billanz-Arien viele Ratio-Projekte auf einmal lösen konnte. Siehe dazu z.B. mein Bericht -> http://www.ps-blnkd.de/ApplikationsLabor_new.pdf.
Daß die HCs/KCs zu "horrenden" Preisen verkauft wurden, lag an der Preispolitik der DDR. Es waren im Vergleich zur möglichen Warendecke viel zu hohe Sparguthaben vorhanden, deren Zinsen (3%) den DDR-Staatshaushalt erheblich belasteten. So versuchte man mit den sog. "Konsumgütern des gehobenen Bedarfs" diese Sparguthaben abzuschöpfen. Das galt nicht nur für Computer, so z.B. auch für die FFSG aus Staßfurt usw."

Wer noch tiefgehender die KC-Entwicklungsgeschichte in Mühlhausen verstehen will, Hintergründiges und "Umgebungsvariablen" erkunden will, sei auf das hier verwiesen -> https://www.elektromuseum.de/publication/newsletter/elektromuseum_magazin_172025.pdf
Ab S3/4 berichten die beiden Pioniere der HC/KC-Entwicklung in Mühlhausen Dr. Werner Domschke und Werner Dennstedt von ihren Einnerungen.
Aber auch da fehlen noch wesentliche Teile, so z.B. dass einige Module in Kooperation mit anderen VEBs entstanden sind. Da wäre z.B. der M030 vom AEB und das AD-Modul von der Elektronikabteilung der Lungenklinik in Bad Berka.
Auch das BASIC-Programm war keine Eigenentwicklung, sondern es wurde - gemeinsam mit den Robotronern - die fertige SW vom Forschungszentrum für Tierproduktion Dummersdorf (b. Rostock) eingesetzt. Wie das nun wieder zustande kam, kann in der Wikipedia nachgelesen werden.

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015
13.06.2026, 12:21 Uhr
Zwangsrentner



Vergleich Tandy und KC - Übersicht mit KI - 13.06.2026

Ein Vergleich zwischen Tandy (Tandy Corporation / RadioShack, USA) und den KC-Computern (Kleincomputer, DDR) ist historisch besonders spannend:
Der VEB Mikroelektronik in Mühlhausen, der die KC-Reihe baute, orientierte sich in der Entwicklung stark an US-amerikanischen Vorbildern. Während Tandys Rechner (wie der legendäre TRS-80) die amerikanische PC-Revolution in den späten 1970ern und 1980ern prägten, wurden die KCs der DDR erst ab 1985 für Universitäten und Schulen entwickelt.

Hardware & Technik:
Tandy (z.B. TRS-80 / CoCo): Nutzte in den ersten Modellen Standard-Prozessoren wie den Z80 (1,77 MHz) oder Motorola-Chips und war eng mit eigenen Betriebssystemen verknüpft. Spätere Modelle wie der Tandy 1000 waren extrem erfolgreiche, IBM-kompatible MS-DOS-Rechner.
KC-Serie (z.B. KC 85/3, KC 85/4): Eigenentwicklungen der DDR aus Zilog-Z80-Nachbauten, dem U880 (1,75 bis 4 MHz). Der spätere KC compact (1989) war schließlich ein Nachbau des westeuropäischen Amstrad/Schneider CPC, da Originalteile fehlten und man auf bewährte westliche Architektur setzte.

Design & Zielgruppe
Tandy: Konzentrierte sich stark auf den westlichen Markt und seine Elektronikladenkette "RadioShack". Die Geräte waren für Privatanwender und das eigene Heim gedacht.
KC-Computer: Ursprünglich als Kleincomputer für den Bildungssektor (Betriebe, Schulen, Zirkel) in der DDR gedacht, waren sie aufgrund limitierter Produktionszahlen in Privathaushalten kaum zu finden.

Erbe und Vergleich:
Tandy ebnete den Weg für das standardisierte PC-Erlebnis der 90er.
Die KC-Reihe ist heute gesuchte DDR-Technologie, die technologisch an westliche Standards anknüpfen wollte, aber durch die Restriktionen der DDR-Wirtschaft stark limitiert blieb.

KI Quellen: Wikipedia / 8Bit Nirvana / Deutscher Kulturrat / Podigee
--
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016
13.06.2026, 12:57 Uhr
ralle



Wobei ich für den HC900 ein M006 bekommen habe, im original Karton.
--
Gruß Ralle

Wenn Sie dazu neigen, Bedienungsanleitungen zusammen mit dem Verpackungsmaterial wegzuwerfen, sehen Sie bitte von einem derart drastischen Schritt ab!...
... Nachdem Sie das Gerät eine Weile ausprobiert haben, machen Sie es sich am besten mit dieser Anleitung und ihrem Lieblingsgetränk ein oder zwei Stunden lang in Ihrem Sessel bequem. Dieser Zeitaufwand wird Sie dann später belohnen...

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017
13.06.2026, 17:12 Uhr
Enrico
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Genaugenommen schwafelt die KI nur das nach, was wir hier schon ausdiskutiert haben.
Wo sollen da neue Erkenntnisse her kommen?
--
MFG
Enrico
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018
14.06.2026, 09:26 Uhr
P.S.




Zitat:
ralle schrieb
Wobei ich für den HC900 ein M006 bekommen habe, im original Karton.



Wann und vom wem? - Direkt von MPM oder aus dem Einzelhandel?
Den HC900/KC85/2 gab's 1985 für ganz kurze Zeit im RFT-Laden am Berliner Alexanderplatz. Die waren ganz schnell ausverkauft und Nachschub kam dann erst mal nicht mehr - erst viel später ca. 1989, dann schon mit der Preisreduktion ...

@Zwangsrentner <015>
Zitat:"KC-Computer: Ursprünglich als Kleincomputer für den Bildungssektor (Betriebe, Schulen, Zirkel) in der DDR gedacht, waren sie aufgrund limitierter Produktionszahlen in Privathaushalten kaum zu finden."
Eben nicht! - Ursprünglich gedacht als Heimcomputer, daher "HC" und nur weil der Bedarf aus der Industrie nicht mal ansatzweise gedeckt werden konnte, wurde dieser Prioritäten-gerecht zunächst beliefert.
Die Produktions-Stückzahlen waren auch nicht ("von oben") limitiert, sondern die vorhanden Ressourcen im MPM gaben zunächst nicht mehr her. Zusätzliche Produktionskapazitäten in einer Kleinstadt aus dem Boden zu stampfen ist eben nicht von heute auf morgen möglich.
Eine Ursache ist auch, dass das ganze Projekt "Heimcomputer" nicht von Anfang an in den staatlichen Planvorgaben enthalten war - siehe "FDJ-Initiative" ... ein zusätzliches Vorhaben mit vielen Fragezeichen!

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019
14.06.2026, 10:05 Uhr
ralle



Trödelmarkt, da habe ich ein M006 bekommen.
--
Gruß Ralle

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... Nachdem Sie das Gerät eine Weile ausprobiert haben, machen Sie es sich am besten mit dieser Anleitung und ihrem Lieblingsgetränk ein oder zwei Stunden lang in Ihrem Sessel bequem. Dieser Zeitaufwand wird Sie dann später belohnen...

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020
14.06.2026, 12:44 Uhr
BICa5105

Avatar von BICa5105

Ich würde sagen.... egal wann und wo. Jeder schaut sich irgendwo was ab.
Das war in der "westlichen" Welt genau so wie auch im Osten/der DDR.
Und es ist heute auch noch so.
Aber das ist auch gut so. Weil so auch Weiterentwicklung geht !
Man entdeckt vielleicht einen Fehler vom " Nachbarn " und beseitigt ihn, macht sein System besser.
Oder man ergänzt es, erweitert es.
--
https://www.youtube.com/@robotronA5105
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021
14.06.2026, 15:04 Uhr
Guido
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Zitat:
BICa5105 schrieb
...
Aber das ist auch gut so. Weil so auch Weiterentwicklung geht !
Man entdeckt vielleicht einen Fehler vom " Nachbarn " und beseitigt ihn, macht sein System besser.
Oder man ergänzt es, erweitert es.


So kann es sein (z.B. A244), häufig aber umgekehrt (wird billiger/schlechter)

Der A244 war unter Funkamateuren auch begehrter, als der originale TCA440. Weniger Rauschen oder bessere Empfindlichkeit?

Guido
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Dieser Beitrag wurde am 14.06.2026 um 15:05 Uhr von Guido editiert.
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022
14.06.2026, 17:30 Uhr
Bert




Zitat:
P.S. schrieb
Danke an "Zwangsrentner", der mir die PDF hat zukommen lassen. Ihm habe ich folgenden Kommentar dazu geschrieben:


Ich weiß nicht, warum Du einen Kommentar zum Artikel an Zwangsrentner schickst, der Artikel ist nicht von ihm sondern von Frau Beyer-Fistrich.

Ich habe den Eindruck, das Du irgendwie jeden Aufhänger nutzt, um Deinen Mostrich loszuwerden...
--
Viele Grüße,
Bert
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023
15.06.2026, 06:38 Uhr
ralle



Computer Bild hat sich dem KC85 angenommen. Wie immer schlecht recherchiert und viel hinzugedichtet. Denn trotz anderer Hardware brauchte dieser nicht dem C64 zu fürchten. Der Grund war bekanntlich einfach, den kannte jeder.
--
Gruß Ralle

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024
15.06.2026, 08:18 Uhr
BobCat

Avatar von BobCat

Es geht auch noch besser

https://www.bild.de/leben-wissen/digital/kc-85-dieser-ddr-pc-scheiterte-komplett-69ef27dc9f919872ba012c7e
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025
15.06.2026, 10:27 Uhr
P.S.



@ralle <019>
... also nach 1990 - oder?
Und wo hast Du Deinen HC900 her und seit wann?

@Bert <022>
Du hast Recht - hätte ich auch an die Autorin schicken können, aber ob die das noch interessiert - der Artikel ist aus'm Druck und damit erledigt.
Wir sehen uns am 23.06. in Dresden - TSD?

Als Beteiligter am Gesamtprojekt "KC85/3" war es m.A.n. schon wichtig Einiges "gerade zu ziehen". Deshalb auch der Hinweis auf die KC-Geschichte im Newsletter des Elektromuseums Erfurt.
In meiner Rundreise "Auf den Spuren der DDR-Halbleiterindustrie" -> Reisebericht http://www.ps-blnkd.de/Seite3.htm - "Bücher und CDs" wollte ich eigentlich nochmal meine damaligen Kontaktpartner im MPM zu den vielen noch offenen Fragen sprechen, aber leider hatte an diesem Tag weder Klaus-Dieter Kirves noch Jürgen Peschel Zeit.
Interessant wäre es schon mal gewesen, wieviele KC's denn wirklich aus der Produktion kamen und warum man den unglücklichen Deal mit Armstrat zum Nachbau des CPC gemacht hatte ...
Hoffentlich gelingt es Stephan vom Elektromuseum Erfurt die "KC-Väter" nochmal dazu etwas aufzuschreiben zu lassen ...

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Dieser Beitrag wurde am 15.06.2026 um 10:28 Uhr von P.S. editiert.
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026
15.06.2026, 12:38 Uhr
Besserwisser

Avatar von Besserwisser


Zitat:
P.S. schrieb
Interessant wäre es schon mal gewesen, wieviele KC's denn wirklich aus der Produktion kamen und warum man den unglücklichen Deal mit Armstrad zum Nachbau des CPC gemacht hatte ...



Was war daran unglücklich?
Es gab bereits einen Riesen-Softwarepool
sowie Zeitschriften mit Programmen zum Abtippen.

Für die Tower-Bauweise des KC85 konnte sich nicht jeder begeistern.
Viele wollten eben sowas in der Bauform wie vom C64 oder Sinclair Spektrum.

Dieser Beitrag wurde am 15.06.2026 um 12:39 Uhr von Besserwisser editiert.
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027
15.06.2026, 12:48 Uhr
Rüdiger
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Zitat:
Besserwisser schrieb
Was war daran unglücklich?



Weil wir ja permanent auf Brot gestrichen bekommen, das er nur ein Nachbau war.
--
Kernel panic: Out of swap space.
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028
15.06.2026, 17:05 Uhr
ralle



Meine Sammlung hat sich auch erst nach 1990 aufgebaut.
--
Gruß Ralle

Wenn Sie dazu neigen, Bedienungsanleitungen zusammen mit dem Verpackungsmaterial wegzuwerfen, sehen Sie bitte von einem derart drastischen Schritt ab!...
... Nachdem Sie das Gerät eine Weile ausprobiert haben, machen Sie es sich am besten mit dieser Anleitung und ihrem Lieblingsgetränk ein oder zwei Stunden lang in Ihrem Sessel bequem. Dieser Zeitaufwand wird Sie dann später belohnen...

aus KENWOOD-Bedienungsanleitung TM-D700
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