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Robotrontechnik-Forum » Sonstiges » Embargopolitik aus Sicht der USA (1976) » Themenansicht

Autor Thread - Seiten: -1-
000
28.03.2026, 08:48 Uhr
Bert



Hallo Forum,

ich bin gerade über einen Zeitschriftenartikel gestolpert, der die Embargopolitik (CoCom) aus Sicht der USA beleuchtet:
"High technology flows illegally from U.S. to Soviet bloc" von Ron Schneiderman

Link:
https://www.worldradiohistory.com/Archive-Electronics/70s/76/Electronics-1976-01-08.pdf

Seiten: 70 bis 76 (pdf-Nummerierung)

Ich fand den Artikel sehr interessant, weil verschiedene Aspekte angerissen werden:
- Firmen haben immer ein Interesse zu verkaufen
- die Regierung hat Bedenken bzgl. militärischer Nutzung
- die erwähnten Strafen sind eher symbolisch
- die Lieferketten waren sehr intransparent
- der Handel lief z.T. über die Botschaften
- die Exportkontrolleure waren der Aufgabe nicht wirklich gewachsen
--
Viele Grüße,
Bert
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001
13.04.2026, 12:33 Uhr
LKL_Butte



Hallo Bert,

vielen Dank für den Link.

Die U.S.-Sicht ist die eine Seite. Um auch die andere Seite kennenzulernen, empfehle ich das Buch:

Ronneberger, Gerhardt: "Deckname Saale", Karl-Dietz-Verlag Berlin GmbH, 1999
ISBN: 3-320-01967-8

Viele Grüße

Karl-Ludwig
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002
14.04.2026, 09:27 Uhr
P.S.



@Bert
Danke für den Link! - Da kommen doch gleich wieder Erinnerungen hoch ... Im AEB gab's einen sog. Zeitschriften-Umlauf, wo u.a. auch die "Electronics" dabei war.
Interessant bei diesem Heft ist die "Reticon"-Werbung zu den sog. "Eimerketten-Schaltkreisen" SAD1024. Solche Art IC's wurden seinerzeit von der Musikgeräte-Industrie der DDR gefordert für den Einsatz in Effektgeräten (z.B. "Phasern"). Ein Nachbau-Versuch im FWE scheiterte an der nicht zu realisierenden Ökonomie wegen zu geringen Stückzahlen.
Als ich viel später 1988 anlässlich meines 1. Westbesuchs bei einem BE-Distributor in Ratingen nach dem Preis eines solchen BE fragte, wurde ich als "erkannter" Ossi gleich ausgequetscht, wofür wir denn das in der "Zone" brauchen täten ...

Bzgl. COCOM - wir haben in der Mediathek des ISS eine CoCom-Liste -> https://www.industriesalon.de/wp-content/uploads/2023/12/Mediathek_Inhalt_new.html (Nr. 152).

Das Wissen der Menschheit gehört allen Menschen! -
Wissen ist Macht, wer nur glaubt, der weiß nichts! -
Aber - Unwissenheit schützt vor Strafe nicht! -
Gegen KI und die Ausgrenzung von Unwissenden,
für Stärkung und Erhalt eigener Intelligenz, sowie ein liberalisiertes
Urheber-, Marken- und Persönlichkeitsrecht!
PS
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003
14.04.2026, 12:39 Uhr
Ontario



2x 512 Stufen



Und hier in der 4K Version:



hier noch einige weitere:


--
Nix ist besser als garnix!

Dieser Beitrag wurde am 14.04.2026 um 12:44 Uhr von Ontario editiert.
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004
14.04.2026, 18:20 Uhr
LKL_Butte



@P.S.

vielen Dank für den Link. Der Industriesalon Schöneweide ist neu für mich. Gibt es dort auch Unterlagen über ICs und Taschenrechner? Mich interessiert speziell die Geschichte des U820 / U821 sowie der LED-Treiber D491 / D492 und natürlich die Geschichte der Minirex- und Konkret-Taschenrechner.

Ich habe mit AE (siehe Forum-Rubrik "Sonstiges" -> "AE ist von uns gegangen") zusammengearbeitet und will versuchen dort fortzusetzen, wo er nicht mehr dazu kam, die Lücken zu füllen.

Viele Grüße
Karl-Ludwig

Dieser Beitrag wurde am 14.04.2026 um 18:22 Uhr von LKL_Butte editiert.
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005
15.04.2026, 09:53 Uhr
P.S.



@Ontario <003>
Reticon hatte damals eine ganze Reihe solcher BBDs entwicklet - insbesondere für's US-Militär (Radartechnik).
Der TDA1022 wurde/wird von VALVO/Philips/NXP produziert und wurde auch im Phaser vom VEB Musikelektronik Klingenthal eingesetzt - anstelle der mißglückten Eigenentwicklung VL01 vom FWE.
Ein weiterer Typ dieser speziellen ICs war der TCA350 von Intermetall (ITT).

Noch ein Hinweis:
Bitte die Bilder nicht in Originalgröße einbinden, sondern als vergrößerbares Icon.
Dann wird der Foren-Text nicht so "aufgebläht" und läßt sich z.B. auch am Handy besser lesen ...

@LKL_Butte <004>
Es ist sehr erfreulich, dass sich jemand der Forschungsarbeit von AE zu Taschenrechnern angenommen hat.
Wir, d.h. der Industriesalon sind nicht die Info-Bewahrer für Taschenrechner etc.
Das wäre dann eher das Elektromuseum in Erfurt für das FWE, wobei am "Re-Engineering" des ersten Taschenrechner-ICs TMS0105 = U820 die AMD in Dresden maßgeblich beteiligt war -> https://www.richis-lab.de/calc04.htm.
Die Produktion des ICs und auch des TR "Minirex" erfolgte dann im FWE. Erst später wurde im Rahmen der Weiterentwicklung der TR-Produktion diese nach Mühlhausen ausgelagert.
In den Newslettern des Elektromuseums Erfurt sind umfangreiche Geschichten rund um die DDR-Taschenrechner dokumentiert.

Übrigens habe ich im RT-Flohmarkt auch einen TR im Angebot -> https://www.robotrontechnik.de/html/forum/thwb/showtopic.php?threadid=23404 (52)

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006
15.04.2026, 10:48 Uhr
LKL_Butte



@P.S. <005>
Vielen Dank für die Hinweise und Links. Ja, ich habe mich der Forschungsarbeiten zu Taschenrechnern, und nicht nur der DDR-Taschenrechner, von AE angenommen. Mit Stephan Hloucal stehe ich schon in Verbindung und die Newsletter-Artikel sind mir natürlich bekannt.

Gerne schaue ich mir den RT-Flohmarkt an.

Ich schaue immer wieder mal nach Taschenrechner-Themen hier im Forum vorbei. Ihr könnt mich aber auch gern direkt ansprechen, wenn ich etwas übersehen sollte oder wenn spontan ein Thema hoch-poppt.

Viele Grüße

Karl-Ludwig
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007
16.04.2026, 07:28 Uhr
Ontario



@ P.S.

Also die erstere Möglichkeit Bild Upload...gerne...



Es gab auch noch den TCA 370



Leider ist über den kaum mehr zu finden, z.B. pinout. Hatte neulich davon paar günstig als Beifang erbeutet.

Und VL01? Gibt es dazu Unterlagen?
--
Nix ist besser als garnix!

Dieser Beitrag wurde am 16.04.2026 um 07:42 Uhr von Ontario editiert.
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008
16.04.2026, 10:44 Uhr
P.S.



@Ontario <007>
Das Interessante am TCA350 ist, daß dieser von Intermetall damals in P-Kanal-MOS-Technologie hergestellt wurde und da das FWE ebenfalls diese Technologie für ihre ersten MOS-Schaltkreise (Serie U1xxD) einsetzte, lag es auf der Hand sich auch an solch einem Analog-IC zu versuchen. Von den ersten Versuchsmustern VL01 ("Verzögerungsleitung 01") hatte ich auch welche bekommen und einen diesbezüglichen Untersuchungsbericht an's FWE geschickt.
Die weitere Entwicklung wurde dann aber im FWE abgebrochen, weil der Entwicklungsaufwand den anschließenden Produktionsbedarf nicht rechtfertigte. Auftraggeber war die Musikelektronikindustrie in Klingenthal, deren Leitorgan, die VVB Musikinstrumente und Kulturwaren Plauen es dann ermöglichte (dank ihrer Westexporte) ein paar 1000 Stk der moderneren SAD1024 = TDA1022 in n-Kanal-MOS (?) von VALVO/Philips zu beschaffen.
Mit der n-Kanal-MOS-Technologie soll es bei Analog-ICs weniger Rausch-Probleme gegeben haben ...
Technische Unterlagen/Datenblätter gab's in diesem frühen Stadium der VL01-Entwicklung im FWE sicherlich noch nicht, aber es müßte wenigstens ein F&E-Bericht (Abschlußbericht) vorgelegen haben -> mal im Elektromuseum Erfurt anfragen ...

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Dieser Beitrag wurde am 16.04.2026 um 10:46 Uhr von P.S. editiert.
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009
16.04.2026, 11:37 Uhr
Ontario



Vielen Dank,
tja, schade im Nachhinein. Wie immer aus Sparsamkeitsgründen Trend verpasst, ähnlich den Trabbi- Weiterentwicklungen. Trotz vielversprechender Testmodelle von "oben" her abgewürgt.
Lieber wurde anderes gängiges West-Zeug kopiert und gefertigt, was dann wenig später sowieso auf dem Weltmarkt spottbillig wurde, bei "uns" aber sauteuer verkauft werden mußte um die Kohle wenigstens zum Teil wieder rein zu bekommen.
--
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010
16.04.2026, 17:55 Uhr
P.S.




Zitat:
Ontario schrieb
Vielen Dank,
tja, schade im Nachhinein. Wie immer aus Sparsamkeitsgründen Trend verpasst, ähnlich den Trabbi- Weiterentwicklungen. Trotz vielversprechender Testmodelle von "oben" her abgewürgt.
Lieber wurde anderes gängiges West-Zeug kopiert und gefertigt, was dann wenig später sowieso auf dem Weltmarkt spottbillig wurde, bei "uns" aber sauteuer verkauft werden mußte um die Kohle wenigstens zum Teil wieder rein zu bekommen.


Da wurde nichts "aus Sparsamkeitsgründen" verpasst! -
Das war eine richtige Entscheidung der Ökonomen aus dem FWE, die Aufwand und Nutzen abzuwägen hatten. Da wurde nichts "von oben abgewürgt", weil dieses Thema gar nicht "oben" bekannt war. Es war ein einfacher Wirtschaftsvertrag zwischen 2 VEB's, wie es sie zu Tausenden gab, ohne daß diese in den Volkswirtschaftsplänen erschienen. Dies passierte erst dann, wenn dabei bestimmte wirtschaftliche Dimensionen überschritten wurden, zusätzliche Kapazitäten ("ManPower"), besonderes Material, oder gar Bauwerke dazu benötigt wurden.
Anders war das bei den sog. "Z-Themen" - die wurden wirklich "von oben" initiiert und überwacht, so die ganze Hochintegration (z.B. der 1MB-dRAM), oder die extensive Erweiterung der Optoelektronik im geplanten Neubau "MOEZ" in Berlin-Hohenschönhausen. Ein Model davon haben wir im ISS ... und ich hatte mal einen diesbezüglichen Vortrag dazu gehalten -> http://www.ps-blnkd.de/Seite3.htm#MOEZ.

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Dieser Beitrag wurde am 17.04.2026 um 10:08 Uhr von P.S. editiert.
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011
02.05.2026, 12:42 Uhr
Bert



Hallo Karl-Ludwig,


Zitat:
LKL_Butte schrieb
Ronneberger, Gerhardt: "Deckname Saale", Karl-Dietz-Verlag Berlin GmbH, 1999
ISBN: 3-320-01967-8


Danke für die Buchempfehlung. So detaillierte Einblicke kannte ich noch nicht.
Wobei ich mir schon gewünscht hätte, daß bei mehr Vorgängen die konkret importierte Technik erwähnt wird. Außerdem gibt es - gerade am Anfang - viele Zeitsprünge, die gerade für mich die Einordnung schwierig machen.

Eine Antwort auf die Frage - ob für die Produktion des U61000 noch anderweitig Hochstromimplanter besorgt werden konnten - konnte ich hier finden:
https://oiger.de/2011/09/07/massenproduktion-von-ddr-megabitchip-war-gar-nicht-machbar
Antwort: Nein, es wurde alles auf Pilotanlagen gefertigt.

Außerdem kommt im Buch - zumindest für mich - der Tenor durch: "Ohne die Hauptabteilung 4 des AHB Elektronik würde es in der DDR keine Halbleiterproduktion geben."

Da würde mich mal die Sicht der Anwender dieser Embargotechnologie interessieren.
Es klang an anderer Stelle schon durch, daß die alternative TSA aus der Sowjetunion nicht so das Gelbe vom Ei gewesen sein soll.
Außerdem gab es ja auch TSA von Carl-Zeiss (siehe Beitrag 'Neue Scans'), wobei ich als Halbleiter-Laie nicht weiß, was damit möglich gewesen ist.

(TSA = technologische Spezialausrüstung, wie Ätzer, Lithographiesysteme, Ionenimplanter, etc. pp.)
--
Viele Grüße,
Bert
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012
02.05.2026, 17:16 Uhr
Buebchen



Hallo,
Am "Zentralinstitut für Elektronenphysik Berlin, Bereich Gallium Arsenid Technikum" hatten wir vor 1989 einen Implanter aus Ungarn Installiert. Bei der Evaluierung nach der Wende wurde ein Siemensauftrag mit 40GHz HEMTs erfolgreich und kurzfristig realisiert. Das war wohl eine Überraschung für die Siemens Leute. Soweit ich mich erinnere konnte Siemens das damals noch nicht. Inwieweit der Implanter dafür genutzt wurde weis ich nicht mehr. Nach dem Implantieren war ein Aufheizen der Scheiben zur Kristallheilung nötig.
Die 40GHz HEMTS hatten schon sehr kleine Gatelängen. Genaueres ist mir nicht bekannt.
Die Kollegen in Dresden, Jena und Erfurt waren auch gut und der Austausch von Möglichkeiten war üblich. Auch mit Prag bestanden Kooperationen.
Wolfgang
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013
03.05.2026, 10:09 Uhr
P.S.



@Bert <011<
Das Ronneberger-Buch ist schon eine geeignete Quelle erste Einblicke in die hintergründigen, d.h. geheimen Notwendigkeiten bei der Entwicklung der HL-Technik der DDR zu gewinnen. Hier ist die PDF-Version:
https://people.osmocom.org/laforge/books/deckname_saale.pdf
Da gibt's aber noch eins - Karl Nendel: "General der Mikroelektronik", herausgegeben bei "Rohnstock Biografien":



Nendel war noch zu Lebzeiten Gast im Industriesalon, um inform einer Lesung sein Buch vorzustellen.

Schon zu tiefsten DDR-Zeiten, d.h. als es noch die VVB'n gab, existierte in der VVB Bauelemente und Vakuumtechnik (BuV) -> http://www.ps-blnkd.de/HdE.pdf - ein Direktorat "Anlagenimport" unter Leitung von Wolfram Zahn. Was und wie die damals dort gearbeitet haben, steht im Ronneberger-Buch.

Im Nendel-Buch steht auch, daß es staatliche Abkommen DDR-UdSSR zur Entwicklung der HL-Technik in beiden Ländern gab. Nachdem jedoch Honnecker die Gorbatschow'sche Linie mit "Glasnost und Perestroika" nicht mitgehen wollte, kam es zu weitgehender Zurückhaltung der Russen. Obwohl vereinbart war, daß die SU z.B. den 256k-DRAM bauen sollte, verzögerte sich die Lieferbereitschaft der Russen immer weiter. Nendel dazu: "Dann bauen wir die eben auch noch! ..."
Hochstrom-Implanter waren u.a. die "Knackpunkte" in der Mikroelektronik-Produktion. Da die vereinbarte Lieferung von den Russen nicht kam, wurde Zeiss damit beauftragt - aber eben dann leider viel zu spät ...
Der Hick-Hack um die Ein- und Ausgliederung von Elektromat tat ein Übriges dazu bei.
Trotzdem ist richtig - was an Know-How damals im Dresdner Raum konzentiert war ist die Grundlage des heutigen "Silicon Saxony" ...
Zur Großserien-Produktion in Erfurt bedurfte es nicht nur eines riesigen Aufwands an TSA, sondern es mußten zunächst die räumlichen Grundlagen dazu geschaffen werden - und das heißt im Klartext - Reinstraumanlagen. Diese wiederum mal soeben aus dem Boden zu stampfen, war für die kleine DDR in kurzer Zeit auch nicht möglich. Dann kam noch dazu, das Vieles, was eben noch unter der Dringlichkeit "LVO" lief, nun plötzlich nicht mehr gebraucht wurde und somit die "Parteifürsten" der Bezirksverwaltungen eher ihre "eigenen Süppchen" kochen wollten - siehe "MOEZ" ...

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Gegen KI und die Ausgrenzung von Unwissenden,
für Stärkung und Erhalt eigener Intelligenz, sowie ein liberalisiertes
Urheber-, Marken- und Persönlichkeitsrecht!
PS

Dieser Beitrag wurde am 03.05.2026 um 10:12 Uhr von P.S. editiert.
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014
04.05.2026, 12:29 Uhr
LKL_Butte



@Bert <011>
Vielen Dank für den Link zum Artikel "Massenproduktion von DDR-Megabitchip..." das war sehr interessant.

@P.S. <010> + <013>
Ebenso vielen Dank für den Buchtitel von Karl Nendel und den Link zu MOEZ. In der Mediathek des ISS habe ich im Verzeichnis das Dokument "132 Vom Tisch- zum Taschenrechner (DDR)" gefunden. Gäbe es eine Möglichkeit, eine PDF-Kopie des Artikels zu bekommen? Der ISS ist leider rund 700 km von mir entfernt...

Viele Grüße
Karl-Ludwig
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015
05.05.2026, 10:26 Uhr
P.S.



@LKL_Butte <014>
Mach bitte eine offizielle Anfarge an den -> https://www.industriesalon.de/.
Das hilft auch immer mal wieder die Notwendigkeit der Mediathek und des Archivs unter Beweis zu stellen ...

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016
05.05.2026, 10:57 Uhr
LKL_Butte



Hallo P.S.

vielen Dank - die Anfrage ist eben raus gegangen.

Viele Grüße
Karl-Ludwig
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017
05.05.2026, 16:57 Uhr
Rüdiger
Administrator
Avatar von Rüdiger


Zitat:
P.S. schrieb
Hochstrom-Implanter waren u.a. die "Knackpunkte" in der Mikroelektronik-Produktion. Da die vereinbarte Lieferung von den Russen nicht kam, wurde Zeiss damit beauftragt - aber eben dann leider viel zu spät ...



Die Serienfertigung des 256KB-Chips lief doch stabil. Wieso waren diesen Geräte beim 1MB-Chip nicht anwendbar? Bei dem riesigen Chip kann seine Strukturgröße nicht viel kleiner gewesen sein als beim Vorgänger...
--
Kernel panic: Out of swap space.
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018
06.05.2026, 10:40 Uhr
P.S.



@Rüdiger <017>
Auch die Serienfertigung des 246kdRAM lief noch auf den Pilotanlagen, weil eben ESO-IV für die Großserienferfigung in Erfurt noch nicht betriebsbereit war.
Inwieweit sich die geforderten Hochstrom-Implanter von den vorhanden Ionen-Implantationsgeräten unterschieden und welche Vorteile man sich davon versprach, werde ich vielleicht bei der weiteren Sichtung der Fachzeitschrift "Feingerätetechnik" aus den Jahren 1988-90 in Erfahrung bringen können - siehe auch -> https://www.robotrontechnik.de/html/forum/thwb/showtopic.php?threadid=23941. Dort sind viele Fachartikel betr. auch die Mikroelektronik veröffentlicht, siehe z.B. das Ihvz vom 3/1988, o.g. Link <005>.

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019
09.05.2026, 21:42 Uhr
Relaiskontakteputzer




Zitat:
LKL_Butte schrieb
Hallo Bert,

vielen Dank für den Link.

Die U.S.-Sicht ist die eine Seite. Um auch die andere Seite kennenzulernen, empfehle ich das Buch:

Ronneberger, Gerhardt: "Deckname Saale", Karl-Dietz-Verlag Berlin GmbH, 1999
ISBN: 3-320-01967-8

Viele Grüße

Karl-Ludwig



Danke für en Buchtipp, Karl-Ludwig!
Habe es heute aus der Bibliothek geholt und mich festgeschmökert. Es liefert spannende Einblicke.

Gruß Jörg
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020
Heute, 09:59 Uhr
P.S.



@Relaiskontakteputzer <019>
Den Weg hättest Du Dir sparen können - von hier -> https://people.osmocom.org/laforge/books/deckname_saale.pdf auf den heimischen Computer holen. Die PDF ist aber sehr groß, weil nur als Bilder gescannt und nicht OCR ...
Da ist aber noch viel mehr drauf - offensichtlich auch so'ne Cloud ???

Eine freie PDF vom Nendel-Buch und von Schürer's "Gewagt und verloren" habe ich noch nicht gefunden.

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Dieser Beitrag wurde am 10.05.2026 um 10:18 Uhr von P.S. editiert.
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