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Robotrontechnik-Forum » Sonstiges » COMIX-35: Nachbau des COMX-35-Computers von 1983 mit RCA 1802-CPU » Themenansicht

Autor Thread - Seiten: -1-
000
26.02.2026, 14:51 Uhr
RobertK

Avatar von RobertK

Nach dem Galaksija Plus habe ich nun einen weiteren 1980er-Computer erfolgreich aufgebaut, und zwar den COMIX-35, das ist eine Replika des in unseren Breiten nicht sehr bekannten Computers COMX-35 aus dem Jahr 1983. Das besondere daran ist seine exotische CPU: eine RCA 1802!





Alle zum Bau benötigten Teile sind relativ gut erhältlich, man muss keine anderen Computer dafür schlachten. Für die exotischeren ICs sind bei Ebay komplette Sets zu einem fairen Preis erhältlich, sucht dort nach "Homebrew COMX-35 IC Kit".

Der Youtuber "Clueless Engineer" hatte das Pech, dass bei ihm ein IC aus dem Set nicht funktioniert hat, er empfiehlt daher, vielleicht gleich zwei Sets zu bestellen, das erleichtert die Fehlersuche. Ich hatte aber Glück, bei mir waren alle ICs funktionsfähig.

Auf meinem Google Drive habe ich die von mir erstellte BOM-Stückliste und die Gerber-Dateien für meinen Strom-Adapter deponiert, sowie eine Textdatei mit Links und noch ein paar Infos:
https://drive.google.com/drive/folders/1eWJURWFQWAHa1zHqLamFagZmekJg_L-V?usp=sharing

Ich habe den Aufbau in diesem Youtube-Video dokumentiert (in Englisch, aber es gibt von mir nachbearbeitete deutsche Untertitel):

https://www.youtube.com/watch?v=FEfk6pIpP28

Insgesamt habe ich für die Teile 188 Euro ausgegeben, wobei darin das USB-zu-TTL-Kabel um 13 Euro enthalten war (das kann man ja auch für andere Zwecke verwenden), und alleine für die Tastenkappen habe ich stolze 36 + 20 = 56 Euro bezahlt, das geht vielleicht auch günstiger. Die 20 Euro waren für das Add-On-Set mit den deutschsprachigen Tastenkappen, das war eigentlich ein Fehlkauf: ich hatte nämlich zuerst gedacht, ich würde um den Preis das komplette Set in deutsch bekommen (das war auf der YMDK-Webseite leider verwirrend), und danach musste ich auch noch das englischsprachige Set bestellen. Nur für die paar zusätzlichen passenden Tasten zahlt sich das DE-Add-On-Set um den Preis aber nicht wirklich aus, ich würde es nicht nochmal kaufen.

Zu meinem Micro-USB-Strom-Adapter: ich hatte keine Quelle für den Niedervolt-Stromstecker (2.5mm + 6.5mm männlich) gefunden, hauptsächlich deswegen hatte ich kurzerhand diese Adapter-Platine entworfen. Mittlerweile bin ich mir aber nicht mehr sicher, ob das so eine gute Idee ist. Wenn ihr das so baut, müsst ihr vor jedem Transport des Rechners (z.B. von einem Zimmer ins andere) unbedingt das Kabel abstecken - ich musste nämlich das Breakout-Board schon 1x tauschen, weil ich den micro-USB-Stecker versehentlich abgelöst hatte. Weiters wurde mir in den YT-Kommentaren mitgeteilt, dass es fertige USB-to-Barrel Jack-Kabel zu kaufen gibt - daran hatte ich gar nicht gedacht. Allerdings habe ich bei einer kurzen Suche auf AliExpress keines mit 6.5mm Außendurchmesser gefunden, die gibt es dort zwar in verschiedenen Größen, aber die gehen alle nur bis 5.5 mm. Was ich auch noch nicht geschaut habe ist, ob es vielleicht eine Buchse mit dem gleichen Footprint und üblicheren Dimensionen gibt.

Es würde mich freuen, wenn ich den einen oder anderen von euch auch zum Nachbau dieses Computers bewegen könnte.
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001
27.02.2026, 10:50 Uhr
candle.dd

Avatar von candle.dd

Hättest Du denn eventuell noch eine Platine übrig?
Grüße Karsten
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002
27.02.2026, 18:38 Uhr
Bert



Ist der COMX35 vergleichbar (Rechenleistung/Funktionsumfang) mit dem Texas Instruments TI-99/4A?
--
Viele Grüße,
Bert
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003
27.02.2026, 21:10 Uhr
RobertK

Avatar von RobertK

@Karsten: das muss ich erst klären. Ich habe noch ein Set, wegen dem schon jemand anderer nachgefragt hatte, der sich aber dann nicht mehr gemeldet hat, jetzt habe ich ihn nochmal angeschrieben.
Ich bin aber Österreicher, d.h. der Versand erfolgt aus Ö und ist daher ein wenig teurer als aus D.

@Bert: ich glaube, er ist ein wenig besser als der TI-99/4A, aber ansonsten wohl recht ähnlich. Er hat 32K RAM (32K + 3K Videospeicher = 35, daher der Name COMX-35), und er hat keinen echten Grafikmodus, sondern man kann Grafik nur mittels umdefinierter Zeichen darstellen. Das BASIC dürfte aber deutlich schneller sein, die BASIC-Spiele laufen alle recht flott. Wobei das TI-BASIC wohl zu den langsamsten BASICs der Heimcomputer-Geschichte gehört.
Der 8-Bit-Guy hat neulich ein gutes Video mit dem Titel "How the TI-99/4A Home Computer Worked" gemacht, in dem er erklärt, warum der TI-99/4A so lahm und so eingeschränkt war. Wobei man nicht vergessen darf, dass das Design des ursprünglichen TI-99/4 aus dem Jahr 1979 stammt.
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