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24.02.2026, 11:42 Uhr
alberich
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Ein Hallo ins Forum,
ich beschäftige mich momentan mit einem Projekt, welches ich schon sehr lange im Focus hatte, dem Bau einer Digitaluhr mit Hochvolt-MOS-IC's (DDR-Baureihe Uxxx).
Nachdem ich über Suchanfragen bestimmte MOS-IC's (U111D-001 und U111D-002) in meinen Bauteilbestand überführen konnte habe ich das Projekt endlich in Angriff genommen. Als Vorlage dafür dient mir die Schaltung "6stellige Digitaluhr mit LED-Anzeige" (Quelle: Schaltungssammlung, Dritte Lieferung, 1982, Blatt 5-2, Bild 13). Ich binde die Schaltung mal ein, damit man beim lesen diese gleich im Auge hat.

Alles innerhalb der grünen Einrahmung habe ich auf einer Lochrasterplatine aufgebaut, in Betrieb genommen und funktioniert sämtlich stabil.

Linkes Bild: - gelbe Linie ist der Abtastpunkt "a3" an IS1 (1kHz-Ausgang) - blaue Linie ist der Abtastpunkt differenziertes Signal Kondensator 47p/Eingang "es" am U700D
Rechtes Bild: - gelbe Linie ist der Abtastpunkt "a11" am U700D - blaue Linie ist nochmal der Abtastpunkt differenziertes Signal Kondensator 47p/Eingang "es" am U700D
Die Ausgänge des U700D werde paarweise (a11 und a21, a12 und a22 usw.) auf H-geschaltet, die Frequenz gibt der Takt von 1kHz, kommend von "a3" des U11D-001 (IS1), vor. Soweit so gut, das passt alles. Das Multiplexen würde damit funktionieren.
Jetzt bin ich während der Inbetriebnahme des Testaufbaus über ein Detail gestolpert, wofür ich keine Erklärung finde. Und zwar hatte ich einen zweiten Schaltungsvorschlag in Betracht gezogen, Die Schaltung "Digitale Quarzuhr mit 4-stelliger Anzeige" (Quelle: Halbleiter-Anfallbauelemente, Daten und Anwendungsbeispiele, VEB Funkwerk Erfurt, Seite 13, Pkt. 6.1. und folgend). Dort wird auf Seite 17 und Seite 22 ebenfalls das Multiplexsignal über einen U700D realisiert (einmal für eine 4-stellige, einmal für eine 6-stellige Anzeige). Das auskoppeln der Multiplexsignale für Digit- und die Segmentansteuerung ist etwas anders, aber ähnelt sich. Der Schaltungsauszug folgend:

Beim Vergleich beider Schaltungsvarianten bzw. der Ansteuerung des U700D (Eingang "es") habe ich mich gefragt, warum differenziert man das Eingangssignal (im Schaltungsvorschlag aus der Schaltungssammlung) welches an den Eingang "es" einkoppelt (1kHz) wird, wenn "es" auch ein sauberes Rechtecksignal verarbeiten kann? Erschließt sich mir leider nicht und deshalb habe ich in meinem Testaufbau die Differenzierungsbauteile 47p/SA403/22M entfernt und das 1kHz-Signal von "a3" des U111D-001 direkt an den Eingang "es" vom U700D gelegt. Funktioniert ebenfalls ohne Probleme. Ich komme echt nicht auf eine Erklärung, warum der Schaltungsentwickler dies so realisiert hat und frage mal hier im Forum, ob jemand eine plausible Erklärung dafür hätte?
alberich -- Der Mensch, der eine gute Tat vollbracht hat, soll nicht viel Aufhebens davon machen, sondern zu einer neuen schreiten. (Marc Aurel) |