Robotrontechnik-Forum

Registrieren || Einloggen || Hilfe/FAQ || Suche || Mitglieder || Home || Statistik || Kalender || Admins Willkommen Gast! RSS

Robotrontechnik-Forum » Sonstiges » SOS - "Save our Sticks" Datenrettung » Themenansicht

Autor Thread - Seiten: -1-
000
20.01.2026, 10:45 Uhr
P.S.



Vor ein paar Tagen hatte ich plötzlich keinen Zugang mehr zu einem meiner vielen Memory-Sticks (Verbatim 2GB). Im XP-PC wird zwar das USB-Gerät noch erkannt, aber keinerlei weitere Daten mehr geliefert. Auf dem Linux-PC wird nicht mal mehr das USB-Gerät erkannt!
Das ist sehr ärgerlich, weil ausgerechnet darauf meine monatelange Übersetzungsarbeit zur PowerBASIC-Referenz ist (ca. 1500 Seiten, siehe auch -> https://www.robotrontechnik.de/html/forum/thwb/showtopic.php?threadid=23496).

Als Elektroniker überlegt man natürlich, was die Ursache sein könnte und wie man evtl. den Fehler beheben kann.
Hat schon mal jemand ein ebensolches Problem gehabt? - Welche Erfahrungen gibt es mit den allseits angebotenen Reparatur-Tools?

Das Wissen der Menschheit gehört allen Menschen! -
Wissen ist Macht, wer nur glaubt, der weiß nichts! -
Aber - Unwissenheit schützt vor Strafe nicht! -
Gegen KI und die Ausgrenzung von Unwissenden und
für den Erhalt eigener Intelligenz, sowie ein liberalisiertes
Urheber-, Marken- und Persönlichkeitsrecht!
PS
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
001
20.01.2026, 11:37 Uhr
RP



unter Linux mit gparted nach einer Partition auf den Stick suchen und auf einen anderen Stick sichern.
Wenn gpartet den Stick nicht findet sieht es schlecht aus, mit der Datenrettung.

zu vor das Linux Programm Gpart, im Linux, installieren, so kannst du auch gelöschte Partitionen suchen und wider herstellen.

viel Glück

Rolf
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
002
20.01.2026, 12:00 Uhr
KK

Avatar von KK

Wenn er schon als Gerät nicht mehr erkannt wird, ist vermutlich der Controllerchip defekt oder ein evtl. vorhandener Quarz. Bei letzterem besteht eine gewisse Chance auf Reparatur, ansonsten sind die Daten mit großer Wahrscheinlichkeit futsch. Wie jeder andere Datenträger auch, können Speichersticks kaputt gehen, das sollte sich inzwischen herumgesprochen haben. Deswegen ist es grob fahrlässig, kein Backup anzufertigen. Es gibt heutzutage keinerlei Rechtfertigung mehr, auf Backups zu verzichten.
Sollten die Daten sehr wichtig sein, rate ich dir von jeglichen Experimenten ab. Schick den Stick zum Datenretter und bezahl das Lehrgeld, alles andere kann (und nach Murphy WIRD) schiefgehen.
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
003
20.01.2026, 12:13 Uhr
Guido
Default Group and Edit
Avatar von Guido

Das haben wir sicher alle schonmal durch.
Ich hatte via YT ein Video gefunden, wo ein User (Russe?) mit diversen Tools die Controller im Stick (oder auf Speicherkarten) resettet hat. Danach sind natürlich alle Daten futsch, aber der Stick wieder nutzbar. Das hilft besonders dann, wenn Windows der Meinung ist, dass kein Medium im Datenträger ist (oder ähnliche Fehlermeldung).

Manchmal half auch ein Formatieren mit dem HP-SD-Card-Formater, doch Daten auch weg.

Mit dem Russentool(?) habe ich einen Stapel USB-2GB Toshibas zu 100% wiedergewonnen, einen anderen (Intenso?) mit 8GB auch, doch auch zwei andere (andere Hersteller) unwiederbringlich getötet. Die Tools gibt es für eine breite Palette an Controllern, mit einem weiteren kann man den bestimmen, doch das ist alles sehr holperig.
Da man nie weiß, was man da auf der Platte hat, habe ich das alles wieder gelöscht.

Die Geretteten funktionieren bis heute einwandfrei, doch lohnen tut das kaum.

Ich habe niemals irgendwas auf Sticks oder Karten, wovon ich nicht noch Kopien auf Platte habe oder ich übertrage das (z.B. Fotos) sofort darauf. Solche "Speicher" haben nicht mehr wert, als eine Kuchentüte die nass wird....

Bisher sind mir am meisten SD-Cards von SanDisk und Sticks von Toshiba abgekackt. Das mag natürlich daran liegen, dass ich diese Hersteller immer bevorzugt habe.

Guido
PS: Fragt nicht nach den Tools, ich habe das alles gelöscht, aber eben über YT gefunden
--
Der Mensch hat drei Wege, klug zu handeln.
Erstens durch Nachdenken: Das ist der edelste.
Zweitens durch Nachahmen: Das ist der leichteste.
Drittens durch Erfahrung: Das ist der bitterste.
Konfuzius

Wer immun gegen ein Minimum an Aluminium ist, der hat eine Aluminiumminimumimmunitität.

Dieser Beitrag wurde am 20.01.2026 um 12:16 Uhr von Guido editiert.
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
004
20.01.2026, 16:05 Uhr
candle.dd

Avatar von candle.dd

Ein wichtiger und wohlmeinender Rat wäre der: NIEMALS auf USB-Sticks arbeiten, nur Kopien dort ablegen.
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
005
20.01.2026, 17:23 Uhr
Ordoban



Ich hatte es schon mal, dass ein USB-Stick unter Linux lsblk nur noch als Laufwerk mit 0 byte gesamt angezeigt wurde. Das war ein Stick von meiner Mutter, mit haufen "wichtiger" Fotos drauf. Von vielen hatten wir Backups, aber nicht von allen. Ich habe also versucht da was zu retten.
Diese Sorte Stick hat getrennte Kontroller und Speicherschaltkreise. Die 0-Byte-Größe weist laut Aussagen im Internet darauf hin, dass der Kontroller selbst OK ist, aber den Speicher nicht ansprechen kann. Ich habe also Datenblätter zu diesem Speicher gesucht, und nur den Verweis auf den ONFI-Standard gefunden. In dem steht aber genug drin, um den Speicher ansprechen zu können. Ich habe also zuerst mit einem ähnlichen Speicherschaltkreis experimentiert. Ich konnte den über die GPIO's von einem RASPI anzusprechen. Ich konnte die Chip-Kennung und auch einzelne Daten-Sektoren auslesen. Dadurch ermutigt habe ich das selbe mit dem Speicher von dem Stick probiert. Der hat zwar bei der Chip-Kennung Daten geliefert, aber nicht die richtigen. Anscheinend ist bei dem IC das ALE-Signal defekt. Ohne das kann man nicht zwischen Adresse und Daten umschalten. Das Pinout dieses IC's enthält insgesamt 4 unabhängige Daten-Schnittstellen. Ich habe es also mit einer anderen Schnittstelle propiert - nur um festzustellen, dass die anderen 3 komplett hochohmig sind, also ist bei diesem IC-Modell nur die erste Schnittstelle gebonded.
Tja Mama. Das wars für deine Fotos.
--
Gruß
Stefan

Dieser Beitrag wurde am 20.01.2026 um 17:24 Uhr von Ordoban editiert.
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
006
20.01.2026, 20:40 Uhr
wpwsaw
Default Group and Edit


...hatteja vor ein paar Tagen auch geschrieben, das wieder ein 128MB Stick den Geist aufgegeben hat. Er wird erkannt, aber bei Zugriff sagt WIN "Datenträger einlegen" also wie bei Guido. Passiert immer beim Abziehen auf den KCs. Deshalb rufe ich vor dem Abziehen normaler Weise "USB" auf. Beic BIC hatte ich wieder schnell....schnell. und das vergessen. Kann natürlich auch Einbildung sein. Ich hatte auch schon Sticks, die irgend wann wieder funktionierten...


wpw

So ein Russen-Tool wäre hilfreich. Als ich noch in Kasachstan gearbeitet habe, kamen meine russischen Freunde immer mit CDs wo jede Menge soclcher Tolls drauf war.
--
RECORD, CRN1; CRN2; PicoDat; LC80; Poly880; KC85/2,3,4,5 ; KC87; Z1013; BIC; PC1715; K8915; K8924; A7100; A7150; EC1834; und P8000 ab jetzt ohne Tatra813-8x8 aber mit W50LA/Z/A; P3; ES175/2 und Multicar M25 3SK; Barkas B1000 HP
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
007
20.01.2026, 20:51 Uhr
wpwsaw
Default Group and Edit


...was hatte ich vorhin geschrieben.... ein paar Tage warten und.... ;-))

Ich wollte den Stick mal wieder testen und hatte eben im Internet nach Tools gesucht. Den Stick schon mal ein gesteckt und er flimmerte. Und es waren alle Daten noch drauf und formatieren ging auch.

Nur HP USB Format sagte, das der Stick schreib geschützt ist.

wpw
--
RECORD, CRN1; CRN2; PicoDat; LC80; Poly880; KC85/2,3,4,5 ; KC87; Z1013; BIC; PC1715; K8915; K8924; A7100; A7150; EC1834; und P8000 ab jetzt ohne Tatra813-8x8 aber mit W50LA/Z/A; P3; ES175/2 und Multicar M25 3SK; Barkas B1000 HP
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
008
21.01.2026, 08:06 Uhr
EPS



Klingt jetzt komisch, aber wahre Geschichte. Ich hatte einen USB Stick mit folgenden Symptomen. Computer machte noch "palipalim" wenn ich ihn eingesteckt habe, aber keine Daten - was mir sagte der Controller des Stick ist noch i.O.

Hab den Stick an ein USB Verlängerungskabel gemacht und in einem ZIP Beutel in den Gefrierschrank gesteckt. Nach 1h (Stick noch im Gefrierschrank) den Laptop an das Kabel angeschlossen und konnte die Daten tatsächlich runterkopieren. Den Stick hab ich dann natürlich entsorgt.

Meine Vermutung war, das der NAND, oder was auch immer Speicherchip, ne "lose" Lötstelle hatte. Die gemeine Kälte hat den Chip oder die zarte Platine dann wohl nochmal "zusammengebracht".

Ist zumindest einen Versuch wert.
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
009
21.01.2026, 09:50 Uhr
P.S.



Vielen Dank Euch allen für die gut gemeinten Ratschläge - und ja, auf Memory-Sticks sollte man wirklich nicht arbeiten.
Die Geschichte mit meinem "Verbatim 2GB" namens "STORE N GO" hat historische Hintergründe. Das war der Stick, den ich viele Jahre sehr erfolgreich und immer störungsfrei zwischen Arbeit und Home benutzt habe, u.a. zum Download aus Internet-Quellen, wo ich noch keinen DSL-Anschluß hatte.
Das Teil sieht so aus:



Da das "USB-Device" als Gerät im Windows-System erkannt wird, gehe ich davon aus, dass HW-mäßig zunächst kein Problem zu erkennen ist.
Die USB-Spec kann man sich in der WIKI anschauen und da werden auch Angaben zu Spannungs-Toleranzen gemacht, sowie zur Datenübertragung via "differentielles Paar".
Zum Signalspiel und Pegel-Toleranzen habe ich keine Angaben gefunden, geschweige denn zu notwendigen Protokollen.
Wie wird sowas schaltungstechnisch realisiert?
Im M052 für den KC85 - siehe Schaltbild -> http://kc85.info/index.php/download.html?view=download&id=159:m052-slpstl&catid=17 wird die USB-Betriebsspannung einfach auf die 5V-Schiene gelegt und die Signal-Generierung einem "VDIP1" überlassen. Nach dem Schaltbild zu urteilen, ist es ein µController ähnlich einem AVR.
Deshalb kam mir die Idee einen USB-Adapter zu bauen, der im Zusammenhang mit meinem AVRLab, bzw. dem dazu gehörenden DevSystem -> http://www.ps-blnkd.de/AVR_DevBoard.htm die Möglichkeit bieten könnte, verschiedene Untersuchungen vornehmen zu können:
- geringfügige Modifikation der Betriebsspannung,
- "Anpingen" der Signalleitungen, dabei auch mit
- verschiedenen Signalpegeln
und wenn ein gültiges Protokoll vorliegen würde, dann auch
- Kommunikationsversuche.
Erfahrungen mit solchen Versuchen habe ich, da ich zu PV-Zeiten allerlei Kommunikations-Versuche mit Wechselrichtern machen durfte.

Trotzdem ist das alles sehr aufwändig und ob sich ein Erfolg einstellen wird, ist auch fraglich.
Noch habe ich nicht aufgegeben ...

Das Wissen der Menschheit gehört allen Menschen! -
Wissen ist Macht, wer nur glaubt, der weiß nichts! -
Aber - Unwissenheit schützt vor Strafe nicht! -
Gegen KI und die Ausgrenzung von Unwissenden und
für den Erhalt eigener Intelligenz, sowie ein liberalisiertes
Urheber-, Marken- und Persönlichkeitsrecht!
PS
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
010
21.01.2026, 11:18 Uhr
KK

Avatar von KK


Zitat:
P.S. schrieb
Da das "USB-Device" als Gerät im Windows-System erkannt wird, gehe ich davon aus, dass HW-mäßig zunächst kein Problem zu erkennen ist.



Jein. USB-Sticks bestehen meist aus nur zwei Hauptkomponenten, dem Flashspeicher und dem Controller. Der Controller wickelt sowohl die Kommunikation mit dem Host ab (z.B. Anmeldung als Massenspeicher) und auf der anderen Seite spricht er mit dem Flash. Es kann durchaus sein, daß die USB-Komunikation noch funktioniert und der Stick somit erkannt wird, aber der Flash nicht mehr arbeitet oder der Controller ihn nicht ansprechen kann. Das kommt nicht selten vor.
Wenn du nun ohne genaue Kenntnisse der Funktionsweise des Controllers (von denen es ja nicht nur einen gibt und die nicht unbedingt Standardchips sind) herumexperimentierst, kann es durchaus sein, daß du den Inhalt des Speichers beschädigst, sofern der überhaupt noch funktioniert. Mein Rat sei daher wiederholt, wenn die Daten unwiederbringlich und wertvoll sind, schick das Ding zu einem Datenretter. Die wissen, was sie tun und wenn die es nicht hinbekommen, dann keiner. Wenn du den Datenverlust verkraften kannst, dann viel Glück beim Improvisieren!
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
011
21.01.2026, 11:24 Uhr
Guido
Default Group and Edit
Avatar von Guido

Ich hatte meine ganzen "Repair-Tools" doch noch auf einem (geschützen) Rechner...

[url="...."]USB-Repair-Tools, nur auf geschütztem Rechner entpacken/ausführen (wieder gelöscht)[/url]

Die ganzen PDFs darin doppelt und dreifach lesen....

Zunächst muss der Controllerchip bestimmt, dann das betreffende Tool aufgerufen werden, Speichergröße usw eingeben und sich keinesfalls verklicken...
Dazu gibt es auch diverse Internetseiten, nicht alles hatte ich verstanden.
Ich hatte dabei mit Win10 und Win7 gearbeitet

Viel Glück!

Guido
--
Der Mensch hat drei Wege, klug zu handeln.
Erstens durch Nachdenken: Das ist der edelste.
Zweitens durch Nachahmen: Das ist der leichteste.
Drittens durch Erfahrung: Das ist der bitterste.
Konfuzius

Wer immun gegen ein Minimum an Aluminium ist, der hat eine Aluminiumminimumimmunitität.

Dieser Beitrag wurde am 21.01.2026 um 14:23 Uhr von Guido editiert.
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
012
21.01.2026, 13:41 Uhr
wpwsaw
Default Group and Edit


deine ZIP meckert beim öffnen oder womit ist sie gepackt? 7-zip?

wpw
--
RECORD, CRN1; CRN2; PicoDat; LC80; Poly880; KC85/2,3,4,5 ; KC87; Z1013; BIC; PC1715; K8915; K8924; A7100; A7150; EC1834; und P8000 ab jetzt ohne Tatra813-8x8 aber mit W50LA/Z/A; P3; ES175/2 und Multicar M25 3SK; Barkas B1000 HP
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
013
21.01.2026, 13:58 Uhr
Guido
Default Group and Edit
Avatar von Guido

Ich packe immer ganz normal mit dem Totalcommander. Bisher (seit Jahren) konnten alle User solche ZIPs auch problemlos öffnen.

Guido

Oups: Ich habe die Datei mal selber runter geladen, sie hat dann nur 0 Bytes!

Keine Ahnung was darin anzumeckern ist (ist mit Defender geprüft)
Nochmal Oups: Neben der 0 Byte wurde eine *.part mit über 40MB geladen.

Ich untersuche das mal.

Ergebnis: Es wird ein Virus angemeckert. Das ist ja nicht selten, bei Tools, die recht hadrwarenah und mit Routinen arbeiten, die wohl auch für Viren benutzt werden.
Ich lass jetzt mal alle Dateien einzeln durch "VirusTotal" laufen.

Also, ich lösch das wieder, bei mir hat es geholfen, ich habe auch keine Probleme an diesem (geschützten) Rechner gehabt.
--
Der Mensch hat drei Wege, klug zu handeln.
Erstens durch Nachdenken: Das ist der edelste.
Zweitens durch Nachahmen: Das ist der leichteste.
Drittens durch Erfahrung: Das ist der bitterste.
Konfuzius

Wer immun gegen ein Minimum an Aluminium ist, der hat eine Aluminiumminimumimmunitität.

Dieser Beitrag wurde am 21.01.2026 um 14:23 Uhr von Guido editiert.
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
014
21.01.2026, 14:59 Uhr
Dresdenboy



Früher war es manchmal die Rettung, wenn die MS Office Tools irgendwo in Temp-Ordnern noch Arbeitskopien zwischenspeicherten. Da musste man nur etwas suchen und was davon die gewünschte Datei war.

Da bei Flash-Speicher (der eh schon nicht gut altert - und meine erste tote SSD war von Verbatim) auch kleine Operationen immer das Lesen und Neuschreiben größerer Blöcke erfordert, kann eine häufige Arbeit an Dateien darauf die Alterung beschleunigen.

Bzgl. USB-Reparatur: Ich habe hier und da mal was mitbekommen, u.a. dass einer mit entspr. Technik auch mal günstig (z.B. ein Fuffi ) diese reparieren u. z.B. die Flash-Chips runterlöten und auf ein entspr. Reparatur/Test-PCB löten und dann mit angesetzten Testspitzen diesen auslesen.

Vllt. geht da ja etwas. Hier ist auch nochmal eine mögl. Hilfe für Windows:
https://www.youtube.com/watch?v=0D5n-IC_rgM

Und hier eine solche Reparaturgeschichte, die ich kenne:
https://www.youtube.com/shorts/VaK4FKNM6Fk
Evtl. kommt man über diesen Channel ja an Hilfe?

VG,
Matthias
--
___________________________________
Produktionen im Rahmen der "The Computer Art Community" (Demoszene): https://demozoo.org/sceners/64936/, YT-Kanal: https://www.youtube.com/@4lpha0ne/videos
Aktuelle Projekte: GDC-Analysen für Grafikeffekte u. Demo/Game-Framework, universelles BIC-Modul auf Pico-Basis, Packer mit sehr kleinem 6502-Dekompressor
HW: BIC, MSX2+, KC87, KC85/2-4, KCC, LC-80, PC1715, C64, C16, Plus/4, A500, A1200, Mega 65, µCs ...

Dieser Beitrag wurde am 21.01.2026 um 15:00 Uhr von Dresdenboy editiert.
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
015
21.01.2026, 20:22 Uhr
Bert




Zitat:
P.S. schrieb
Die USB-Spec kann man sich in der WIKI anschauen und da werden auch Angaben zu Spannungs-Toleranzen gemacht, sowie zur Datenübertragung via "differentielles Paar".
Zum Signalspiel und Pegel-Toleranzen habe ich keine Angaben gefunden, geschweige denn zu notwendigen Protokollen.
Wie wird sowas schaltungstechnisch realisiert?


Die Versorgungsspannung beträgt beim klassischen USB bekanntermaßen 5 V. Auf den beiden Datenleitungen (DP und DM) wird aber ein differentielles Signal mit 3,3 V genutzt. Dabei geht die eine Leitung hoch auf 3,3 V und die andere gleichzeitig runter auf 0 V. Oder andersrum. Auf Empfängerseite wird mit einem Differenzverstärker gearbeitet.
Da nur ein Übertragungskanal vorhanden ist, wird dieser wechselseitig genutzt (halb-duplex). Der Host stellt eine Anfrage und das passende Device antwortet. Die Bandbreite teilt sich entsprechend auf die USB-Devices auf.

Die komplette USB-Spezifikation zu lesen und zu verstehen ist eine Lebensaufgabe. Wegen der Komplexität (im Vergleich z.B. zu UART) verlief auch die Einführung von USB sehr schleppend.
Mir hat damals beim Einstieg in USB diese Webseite geholfen:
https://www.beyondlogic.org/usbnutshell/usb1.shtml

Rein logisch werden zu jedem Endgerät ein oder mehrere Kanäle aufgebaut, die sogenannten Endpoints. Dabei ist Endpoint 0 (EP0) immer vorhanden. Über den wird z.B. die Konfiguration des Gerätes ausgelesen.

Ich habe letztens von einem USB-Gerät versucht, das (nicht dokumentierte) Protokoll herauszufinden um das Gerät über ein eigenes Programm anzusteuern.
Es ist mir gelungen, aber der Aufwand war nicht unerheblich. Und ich hatte Glück, ich konnte dem originalen Programm (nur für Win XP) bei seinen USB-Zugriffen zuschauen:

Im Oszilloskop ist ein Protokolldekoder für USB drin, der die Signale auswertet und den Inhalt darstellt.
--
Viele Grüße,
Bert
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
016
22.01.2026, 10:05 Uhr
P.S.



@Bert <015>
Vielen Dank für Deine hilfreichen Erläuterungen.
Auf diese hätte ich auch selbst kommen können, wo ich mir doch damals anfangs der 2000er Jahre extra dazu (siehe <009> "schlaue Bücher" zugelegt hatte:
- B. Kainka: "Messen, Steuern und Regeln mit USB",
- J. Fenger: "Messen, Steuern und Regeln mit USB und C#",
- R. Mende: "Messen und Steuern mit USB und C++",
- F. Sichla: "Schaltungssammlung Mikrocontroller und USB" und vor allem die
- J. Axelson: "USB 2.0 - Handbuch für Entwickler",
- H.-J. Keim: "USB 2.0 - Das Praxisbuch".
Statt erst mal den eigenen Bücherschatz zu konsultieren (-> http://www.ps-blnkd.de/BuecherRegale.htm ), ist man (ich) immer mehr auf's Internet fixiert.
Wir werden sehen, was draus wird ...

Zitat: "Im Oszilloskop ist ein Protokolldekoder für USB drin, der die Signale auswertet und den Inhalt darstellt."
Welcher Oszi und wie heißt der USB-Protokolldecoder?

Das Wissen der Menschheit gehört allen Menschen! -
Wissen ist Macht, wer nur glaubt, der weiß nichts! -
Aber - Unwissenheit schützt vor Strafe nicht! -
Gegen KI und die Ausgrenzung von Unwissenden und
für den Erhalt eigener Intelligenz, sowie ein liberalisiertes
Urheber-, Marken- und Persönlichkeitsrecht!
PS

Dieser Beitrag wurde am 22.01.2026 um 10:11 Uhr von P.S. editiert.
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
017
22.01.2026, 11:49 Uhr
Guido
Default Group and Edit
Avatar von Guido


Zitat:
P.S. schrieb
...
Zitat: "Im Oszilloskop ist ein Protokolldekoder für USB drin, der die Signale auswertet und den Inhalt darstellt."
Welcher Oszi und wie heißt der USB-Protokolldecoder?
...


Das täte mich auch interessieren.

Guido
--
Der Mensch hat drei Wege, klug zu handeln.
Erstens durch Nachdenken: Das ist der edelste.
Zweitens durch Nachahmen: Das ist der leichteste.
Drittens durch Erfahrung: Das ist der bitterste.
Konfuzius

Wer immun gegen ein Minimum an Aluminium ist, der hat eine Aluminiumminimumimmunitität.
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
018
22.01.2026, 16:43 Uhr
Bert




Zitat:
P.S. schrieb
Welcher Oszi und wie heißt der USB-Protokolldecoder?


Ein älteres Keysight aus der 9000er-Serie:
https://www.keysight.com/de/de/assets/7018-02091/data-sheets-archived/5990-3746.pdf

Den Dekoder gibt es dafür dann als Softwareoption: D9010USBP

Solche Dekoder im Oszilloskop sind nice, aber m.E. nicht der Weisheit letzter Schluss.
Hier hat mir z.B. noch eine Interpretation der Kontrollstruktur gefehlt.
Das musste ich händisch machen:
https://eleccelerator.com/usbdescreqparser/
--
Viele Grüße,
Bert
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
019
22.01.2026, 16:44 Uhr
Guido
Default Group and Edit
Avatar von Guido


Zitat:
Bert schrieb

Ein älteres Keysight aus der 9000er-Serie:
https://www.keysight.com/de/de/assets/7018-02091/data-sheets-archived/5990-3746.pdf

Den Dekoder gibt es dafür dann als Softwareoption: D9010USBP
....


Also nichts für Jedermann...

Guido
--
Der Mensch hat drei Wege, klug zu handeln.
Erstens durch Nachdenken: Das ist der edelste.
Zweitens durch Nachahmen: Das ist der leichteste.
Drittens durch Erfahrung: Das ist der bitterste.
Konfuzius

Wer immun gegen ein Minimum an Aluminium ist, der hat eine Aluminiumminimumimmunitität.
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
020
22.01.2026, 16:56 Uhr
Bert




Zitat:
Guido schrieb
Also nichts für Jedermann...


Zumindest (noch) nix für's Hobby. In den aktuell bezahlbaren Oszilloskopen bekommt man inzwischen auch Protokolldekoder, i.d.R für UART/SPI/I2C/CAN und ähnliches.
Manche Dekoder sind auch erst ab einer bestimmten Bandbreite sinnvoll.
Oder erfordern Scopes, die auch zum Kleinwagenäquivalent nicht mehr zu haben sind, z.B. für PAM-4
https://de.wikipedia.org/wiki/Pulsamplitudenmodulation#Anwendung_Ethernet
--
Viele Grüße,
Bert
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
021
22.01.2026, 17:01 Uhr
hjs




Zitat:
P.S. schrieb
Vor ein paar Tagen hatte ich plötzlich keinen Zugang mehr zu einem meiner vielen Memory-Sticks (Verbatim 2GB). Im XP-PC wird zwar das USB-Gerät noch erkannt, aber keinerlei weitere Daten mehr geliefert.


Mir war sowas mehrfach bei Stromausfällen passiert. Das Windowssystem hatte den Stick
irgendwie für die eigene Verwndung markiert. Ein Kollege, der damals noch mit Win95 oder
98 gearbeitet hatte, konnte damit aber was anfangen. Ganz ohne irgendwelche Werkzeuge,
sonden nur durch den Zugriff darauf, lief der dann auch bei mir wieder.

MfG
hjs
Seitenanfang Seitenende
Profil || Private Nachricht || Suche Zitatantwort || Editieren || Löschen
Seiten: -1-     [ Sonstiges ]  



Robotrontechnik-Forum

powered by ThWboard 3 Beta 2.84-php5
© by Paul Baecher & Felix Gonschorek