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Robotrontechnik-Forum » Sonstiges » DDR-Mikroelektronik im internationalen Vergleich » Themenansicht

Autor Thread - Seiten: -1-
000
10.01.2026, 23:45 Uhr
MarioG

Avatar von MarioG

Ende letzten Jahres habe ich mich mal wieder mit der Geschichte der IT/Mikroelektronik befasst.

Dabei ist mir im MME-Artikel der Wikipedia (dessen Rumpf ich vor etlichen Jahren einmal auf die Beine gestellt habe) aufgefallen, dass dort folgendes steht:

Obwohl die DDR das Embargo durch Einschaltung von Mittelsmännern teilweise umgehen konnte und dem Bereich Mikroelektronik ab Ende der siebziger Jahre überdurchschnittliche finanzielle, personelle und materielle Mittel zugeführt worden waren, gelang es der DDR-Volkswirtschaft mit dem Kombinat Mikroelektronik Erfurt letztlich nicht, den Entwicklungsrückstand gegenüber den weltweit führenden Halbleiterherstellern von durchschnittlich ein bis zwei Bauteilgenerationen aufzuholen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kombinat_Mikroelektronik_Erfurt

Naja.

Also mal recherchiert, was denn 1989/90 so "Stand der Technik" war.

Festzuhalten ist erst einmal, dass der "Megabitchip" in 1,5µm Strukturbreite gefertigt wurde und das Werk ESOIII auf Strukturbreiten von 1–1,2 µm ausgelegt war (korrigiert mich, wenn das falsche Informationen sind!)

Das war mind. internationaler Standard. Laut Dataquest entsprach es genau dem "internationalen Durchschnitt"
TSMC (die heute die nVidio-KI-Chips produzieren!) hatten damals nichts besseres zu bieten und auch Intel (damals führend) war etwa auf dem Niveau.



-> https://archive.computerhistory.org/resources/access/text/2013/04/102723385-05-01-acc.pdf -> PDF-Seite 64 und S.115

https://www.tsmc.com/english/dedicatedFoundry/technology/logic/l_3micron

Wollte das nur mal gesagt haben.



P.S.
Wer sich ein Bild der ungeheuren Mikrocomputer-Welle machen will, die die USA ab den 70ern überrollt hat, der kann sich ja mal das BYTE-Magazin anschauen:
https://www.worldradiohistory.com/Byte_Magazine.htm

Schon alleine die Werbeanzeigen sprechen Bände.

Man kann die Ausgaben auch mit z.B. chatGPT bzgl. bestimmter Themen durchsuchen lassen, wenn man ihm den Link auf die Seite gibt.

Dieser Beitrag wurde am 10.01.2026 um 23:55 Uhr von MarioG editiert.
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001
Heute, 06:33 Uhr
ralle



Es kommt auf die Sichtweise an. Konsumerelektronik ist nicht mit Profielektronik vergleichbar. Ende der 1980er waren im Heimbereich die Homecomputer meist mit 6502 oder Z80 bestückt. Mit dem 68000 gab es die ersten 16Bit Heimcomputer. Während im Professionellen Bereich schon mit Dos und Unix gearbeitet wurde, hatte CPM im heimbereich nochmals eine große Bedeutung.
--
Gruß Ralle

Wenn Sie dazu neigen, Bedienungsanleitungen zusammen mit dem Verpackungsmaterial wegzuwerfen, sehen Sie bitte von einem derart drastischen Schritt ab!...
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