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29.11.2025, 17:56 Uhr
alberich
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Hallo,
ich bekam vor einigen Tagen eine Kiste mit "Geräteresten", sprich, da hatte sich jemand an elektronischen Geräten vergriffen und die "Sahnestücke" heraus operiert. Es war von dem, was ich dann in die Hände bekam nicht mehr viel zu verwerten. Das was ich nach Sichtung als weiter "verwendungsfähig" hielt war ein Quarzofen, laut bröseligem Papieraufkleber der sich nur vom ansehen bereits aufzulösen begann, mit einer Frequenz von 10MHz (siehe Abb. folgend).

Den Papieraufkleber habe ich durch ein Brother-Beschriftungsstreifen ersetzt, damit die Informationen über die Anschlussbedingungen gesichert sind.
Als nächstes wollte ich natürlich herausfinden, ob das Quarzmodul noch funktionstüchtig ist, schließlich hatte ich keinerlei Info wie und wo das gelagert war, was sich ja bekanntlich direkt auf die Lebensdauer auswirkt. Erstaunlicherweise funktionierte das Quarzmodul auf anhieb. Mit anlegen der Betriebsspannung +15VDC ist deutlich das "Heizen" auf Normtemperatur zu erkennen (ca. 330mA im Aufheizbetrieb), mit erreichen der Solltemperatur geht der Strombedarf deutlich zurück.
Das Oszi-Bild und die beiden Bilder der Frequenzmessung zeigen eine erstaunlich sehr gute Frequenzstabilität (siehe Abb. folgend).

Soweit so gut. Die Form des Ausgangssignals vom Quarzmodul ist etwas eigenartig. Es ist jedenfalls keine Form welche es erlaubt, es ohne Maßnahmen in evtl. nachfolgenden Schaltungen weiter zu verwenden. Diesbezüglich wollte ich das Signal mittels einer Triggerschaltung so wandeln, das es TTL-konform wird. Momentan ist das so, ich bekomme das nicht in gebacken, warum? Als geeignete Schaltung dafür dient ein Vorschlag aus dem Schaltkreis-Bastelbuch von Jakubaschk, Seite 139, Bild 4.4 (siehe Abb. folgend).

Ich habe die Schaltung so aufgebaut, wie im Bild 4.4 ausgeführt. Natürlich, wie so oft bei Hagen Jakubaschk, funktionierte diese nicht aus Anhieb, ich musste noch einen 1k-Widerstand vom Kollektor V3 zu +5VDC einfügen. Trotz aller meiner Versuche, ich bekomme kein TTL-konformes Signal aus der Schaltung. Bevor jemand hier das anmerkt, ja ich habe mit keramischen Kondensator (100nF) den IC, welcher ein D200C ist, beschalten. Das Oszi-Bild folgend.

blau = Messpunkt Ausgang Gatter D1 gelb = Messpunkt /Ua, Ausgang Gatter D2
Mit den Widerstandswerten von R1 und R4 habe ich experimentiert, keine Veränderungen in der grottigen Form der Signalverläufe. IC (D200C) auch getauscht. V3 hat auch die angegebenen ß-Werte, sogar höher. Die gemessene Frequenz am Ausgang Gatter D2 entspricht der vom Ausgang des Quarzmoduls. Und 10MHz ist nun auch nicht grenzwertig für die robuste TTL-Familie der D-Serie.
Jemand eine Idee wo und wie man in der Schaltung noch optimieren kann, damit die Signalform besser wird?
alberich -- Der Mensch, der eine gute Tat vollbracht hat, soll nicht viel Aufhebens davon machen, sondern zu einer neuen schreiten. (Marc Aurel) |