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Robotrontechnik-Forum » Flohmarkt » PFM11 Präzisionsfrequenzmesser gesucht » Themenansicht

Autor Thread - Seiten: -1-
000
06.05.2025, 15:21 Uhr
EDOK2



Hallo liebe Mitglieder des Forums,

ich suche für meine Sammlung alles zum PFM11 und zu dessen Anzeigegerät, Das Teil (also die beiden Geräte) war in Energieleitwarten eingesetzt um die Netzfrequenz anzuzeigen (z.B. Kraftwerke, Umspannstationen, Schaltwarten .... )

Ich suche dazu alles, ideal eine komplette Gerätekombination egal ob defekt oder nicht, Dokumentation, oder sonstige Informationen zur Geschichte des Gerätes

Offenbar wurde es in Gera beim Energiekombinat hergestellt, aber auch Saalfeld ist denkbar

Anbei ein Paar Bilder eines solchen Gerätes (habe ich in einem Museum gemacht), ich hoffe ich habe die Einbettung der Bilddateien richtig erstellt

https://bilderupload.org/bild/7c0f39332-img-2066

https://bilderupload.org/bild/a00e39383-img-2067

https://bilderupload.org/bild/84ca39422-img-2069

Vielen Dank !

Dieser Beitrag wurde am 06.05.2025 um 15:50 Uhr von EDOK2 editiert.
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001
03.05.2026, 15:15 Uhr
EDOK2



Hallo zusammen,

hier ein kurzes Update dazu, von ein paar Wochen hat sich ein Mitglied bei mir gemeldet und mir einen PFM11 veräußert, habe das Gerät jetzt repariert und es läuft einwandfrei !

Ganz lieben Dank an "Ronny" dass er mir ein Gerät abgeben konnte

gesucht wird wird jetzt nur noch die passende GSA (Anzeigeeinheit)

Oliver
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002
04.05.2026, 10:21 Uhr
P.S.



@EDOK2
Interessantes Gerät! - Hast Du dazu auch Schaltpläne? Mich würde nämlich interessieren, wie die das schaltungstechnisch gelöst haben ... weil ich in den 1980er Jahren ebenfalls mal sowas für das Heizkraftwerk Berlin-Lichtenberg bauen durfte -> https://www.robotrontechnik.de/html/forum/thwb/showtopic.php?threadid=3786 (20)/(21). Als Gehäuse kam eines von einem Schalttafel-Instrument zum Einsatz, was vom HKW Lichtenberg zur Verfügung gestellt wurde. Bei mir auf dem Labortisch funktionierte der 50Hz-Zähler mit 2 Stellen nach dem Komma einwandfrei, was leider beim praktischen Einsatz in der Schaltwarte im HKW dann nicht mehr der Fall war - offensichtlich infolge hoher EMV.
Die Schaltungskonzeption basierte auf dem damals gerade neu vom FWE hergestellten Universalzähler-Schaltkreis U125D. Das war übrigens auch ein Kritikpunkt seitens der HKW-Leute - man vertraute der heimischen HL-Industrie nicht und hat dann doch komplett fertige Einbauinstrumente aus dem Westen besorgt (Gossen ?).
Leider stand zum damaligen Zeitpunkt noch nicht die Applikationsschrift vom FWE zur Verfügung:


Das Wissen der Menschheit gehört allen Menschen! -
Wissen ist Macht, wer nur glaubt, der weiß nichts! -
Aber - Unwissenheit schützt vor Strafe nicht! -
Gegen KI und die Ausgrenzung von Unwissenden,
für Stärkung und Erhalt eigener Intelligenz, sowie ein liberalisiertes
Urheber-, Marken- und Persönlichkeitsrecht!
PS
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003
04.05.2026, 10:47 Uhr
Rüdiger
Administrator
Avatar von Rüdiger


Zitat:
P.S. schrieb
weil ich in den 1980er Jahren ebenfalls mal sowas für das Heizkraftwerk Berlin-Lichtenberg bauen durfte



Wieso musste man sowas selber bauen?
Vom Funkwerk Erfurt und aus der Sowjetunion gab es 10-stellige Frequenzmesser.
An deren Anzeigeausgänge hatte man bei Bedarf eine kundenspezifische, externe Ziffernanzeige anstecken können.
--
Kernel panic: Out of swap space.
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004
04.05.2026, 10:52 Uhr
EDOK2



Hallo PS,

ja, Schaltbilder habe ich, kann ich Dir gerne zusenden - schreib mir am besten eine PN mit Mailadresse, dann sende ich Dir das als PDF ...

Das Teil besteht im wesentlichen aus TTL Schaltkreisen, in einer PLL Stufe wird die Netzfrequenz verhundertfacht und dann zur Anzeige gebracht, weiterhin spuckt das Gerät ein Analogsingnal aus welches Proportional zur Frequenz ist. Ausgänge gibt es auch noch für eine Großanzeige z.B. für den Schalttafeleinbau

scheinbar war das eine Kleinserie solcher Geräte die immer mal wieder anzutreffen sind ... vom Layout her ist es zwar professionell, aber man sieht, dass es eher nicht um viele Stückzahlen ging (da hätte man mehr Aufwand treiben können)

mich würde dein Projekt natürlich auch interessieren, hast Du da noch Unterlagen ???

LG

Oliver
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005
05.05.2026, 10:15 Uhr
P.S.



@Rüdiger <003>
Ja, sicher gab's Präzisionsmesstechnik - Zähler, z.B. aus dem FWE. Das war aber nicht die Aufgabe, sondern eine einfache 4-stellige Anzeige der momentanen Netzfrequenz und das eingebaut in ein Schalttafel-Instrumentengehäuse, was in der Schaltwarte im HKW vielfach im Einsatz war:



Diese Zungenfrequenzmesser gab es schon sehr lange, waren aber zu dieser Zeit immer noch Stand der Technik in den DDR-Kraftwerken. Wie bekannt ist, gab es bei der Elektroenergieversorgung republikweit große Probleme. Die Generatoren wurden vielfach an der oberen Leistungsgrenze gefahren, d.h. statt der 50,00Hz standen dann nur noch ~49Hz oder noch weniger zur Verfügung. Das Netzmanagement war äußerst kompliziert und bei weiten noch nicht automatisiert, d.h. in der Schaltwarte saßen rund um die Uhr mehrere Mitarbeiter und starrten gebannt auf ihre Meßinstrumente, um dann händisch die Generatoren zu regeln.
Deshalb brauchte man möglichst genaue Netzfrequenzmesser - als Schalttafel-Instrument.

@EDOK2 <004>
Danke für das Angebot, aber Deine Angaben reichen mir. TTL-Zähler waren mir natürlich bekannt und die ICs gab's auch vom HFO, aber vom Aufwand her und dem zur Verfügung stehenden Platz kam nur eine hochintegrierte Lösung in Frage. Und dazu gab's nun den U125D vom FWE - eine Eigenentwicklung ohne westliches Vorbild!
Im o.g. Applikationsheft zum U125D sind zahlreiche Anwendungsbeispiele enthalten - ein 50Hz-Frequenzmesser leider nicht. Mein Entwicklungsbericht dazu ist an's HKW gegangen und Kopien davon sind Anfang 1990 mit der AEB-Liquidation im Papier-Container gelandet ...
Trotzdem diese Entwicklung ein so spektakulär negatives Ergebnis hatte, gibt's in -> http://www.ps-blnkd.de/ApplikationsLabor_new.pdf (1. Nachtrag "Digitales Schalttafelinstrument zur genauen Messung der Netzfrequenz 50,00 Hz") eine Beschreibung.
Die beiden Laborschaltungen sind an das Elektromuseum Erfurt gegangen ... wegen U125D-Anwendung.

Das Wissen der Menschheit gehört allen Menschen! -
Wissen ist Macht, wer nur glaubt, der weiß nichts! -
Aber - Unwissenheit schützt vor Strafe nicht! -
Gegen KI und die Ausgrenzung von Unwissenden,
für Stärkung und Erhalt eigener Intelligenz, sowie ein liberalisiertes
Urheber-, Marken- und Persönlichkeitsrecht!
PS

Dieser Beitrag wurde am 05.05.2026 um 10:18 Uhr von P.S. editiert.
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