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Robotrontechnik-Forum » Technische Diskussionen » Defekter Trafo » Themenansicht

Autor Thread - Seiten: -1-
000
28.12.2023, 11:33 Uhr
Rüdiger
Administrator
Avatar von Rüdiger

Ich habe ein DDR-Strahlungsmessgerät aus den 1950ern, bei dem der Netztrafo defekt ist.
Genau gesagt ist die Hochspannungswicklung (1450V) unterbrochen, man hört ein leises Knistern und es wird auch Spannung produziert, aber bei Belastung bricht sie zusammen.
Einen Originaltrafo zu finden ist chancenlos.
Die Wickeldaten sind unbekannt. Kern ist 130x130x55mm. Die betroffene Wicklung wird vermutlich die äußerste sein. Der Trafo produziert noch vier weitere Spannungen, die anscheinend OK sind.

Was wäre ein sinnvoller Weg der Reparatur?
Die defekte Wicklung herunter wickeln und eine neue drauf wickeln?
Oder irgendwas Richtung Lasernetzteil nehmen und im Gerät verstecken?
Oder ist das alles sinnloser Aufwand?
--
Kernel panic: Out of swap space.
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001
28.12.2023, 12:52 Uhr
RP



wie groß ist der Ohmsche Widerstand der 1450V Wicklung und die Spannung der 1450V Wicklung ohne Last?

Rolf
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002
28.12.2023, 13:25 Uhr
Webbi



Ev. hier mal nachfragen, die machen Sonderanfertigungen, ev. auch Reparaturen?

https://roland-pechan.de/sonderspulen-und-leistungen/

Grüße
Webbi
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003
28.12.2023, 13:50 Uhr
Guido
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Avatar von Guido

Wie dick wird der Spulendraht sein?

Wenn ab etwa 0,2mm und Du Draht beschaffen kannst, könnte ich den neu wickeln.
Gut wäre natürlch, wenn die wirklich oben liegt.
Ist noch Luft im Wickel, dass Du mal 10 Windungen irgendeinem Draht durchbekommst?
Wenn ja, durchfummeln und die Leerlaufspannung messen. So weiß man dann wieviel Volt pro Windung erzeugt werden (vermute bei der Kerngröße etwa 0,8V/Wdg.)

Gruß Guido
--
Der Mensch hat drei Wege, klug zu handeln.
Erstens durch Nachdenken: Das ist der edelste.
Zweitens durch Nachahmen: Das ist der leichteste.
Drittens durch Erfahrung: Das ist der bitterste.
Konfuzius

Wer immun gegen ein Minimum an Aluminium ist, der hat eine Aluminiumminimumimmunitität.

Dieser Beitrag wurde am 28.12.2023 um 14:07 Uhr von Guido editiert.
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004
28.12.2023, 14:24 Uhr
Rüdiger
Administrator
Avatar von Rüdiger


Zitat:
RP schrieb
wie groß ist der Ohmsche Widerstand der 1450V Wicklung



Unendlich.


Zitat:
und die Spannung der 1450V Wicklung ohne Last?



1450V ist die nominelle Spannung laut Schaltplan.
Jetzt was zu messen ist wahrscheinlich nicht zielführend, weil schon die Belastung durch Messspitze wird den Wert ändern.
--
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Dieser Beitrag wurde am 28.12.2023 um 14:27 Uhr von Rüdiger editiert.
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005
28.12.2023, 14:26 Uhr
Rüdiger
Administrator
Avatar von Rüdiger


Zitat:
Guido schrieb
Wie dick wird der Spulendraht sein?



Unbekannt. Der Trafo ist noch eingebaut und die Lackpapierisolierung ist noch drauf.
Die möchte ich ohne Not auch nicht runter machen, sonst sprüht die Wicklung wahrscheinlich wie irre.
--
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006
28.12.2023, 14:29 Uhr
andy62




Zitat:

.. die Lackpapierisolierung ist noch drauf.
Die möchte ich ohne Not auch nicht runter machen, sonst sprüht die Wicklung wahrscheinlich wie irre.



Ich dachte du hast schon Not, in dem die Wicklung defekt ist.

Dieser Beitrag wurde am 28.12.2023 um 14:30 Uhr von andy62 editiert.
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007
28.12.2023, 15:25 Uhr
Rüdiger
Administrator
Avatar von Rüdiger


Zitat:
andy62 schrieb
Ich dachte du hast schon Not, in dem die Wicklung defekt ist.



Noch kann ich das Gerät zumindest einschalten. Danach halt nicht mehr...
--
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008
28.12.2023, 17:17 Uhr
Enrico
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Lässt sich das nicht mit einer Kaskade lösen?
--
MFG
Enrico
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009
28.12.2023, 17:39 Uhr
RP



Da die Wicklung nur unterbrochen, ohne Schluss, ist, hast du Glück. So kannst du den alten Trafo richtig ausmessen und gegebenenfalls weiter verwenden.

https://www.ebay.de/itm/314881540406?

der lässt sich sicher auf ein Preisangebot ein, kann man unter Umständen für dein Gerät anpassen oder zusätzlich einbauen.

die Hochspannung,in deinem Gerät, ist doch sicher nicht höher als 2000V, die bekommst du auch aus einem alten Röhrenradio Trafo mit zwei mal ca. 300V Wicklung (600V) für die Anodenspannung, mit drei Dioden und Kondensatoren 1800V bis 2000V, nach der Gleichrichtung mit Silizium Dioden.

Rolf
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010
28.12.2023, 18:10 Uhr
Rüdiger
Administrator
Avatar von Rüdiger


Zitat:
Enrico schrieb
Lässt sich das nicht mit einer Kaskade lösen?



Ist auf jeden Fall auch nachdenkenswert, unter der Voraussetzung, dass der Rest des Trafos langfristig stabil bleibt.

Die nächst niedrigere Sekundärspannung ist 2x350V~, mit der Mittelanzapfung auf Masse.
Müsste dann also mindestens eine Vervierfachung sein...
Eine Stromangabe gibt es im Schaltplan leider nicht. Bedingt durch die verbaute EY51 kann der Strombedarf der Hochspannung maximal 3 mA betragen.
--
Kernel panic: Out of swap space.

Dieser Beitrag wurde am 28.12.2023 um 18:12 Uhr von Rüdiger editiert.
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011
28.12.2023, 18:13 Uhr
Rüdiger
Administrator
Avatar von Rüdiger


Zitat:
RP schrieb
Da die Wicklung nur unterbrochen, ohne Schluss, ist, hast du Glück. So kannst du den alten Trafo richtig ausmessen und gegebenenfalls weiter verwenden.

https://www.ebay.de/itm/314881540406?



Für den habe ich nicht genug Platz im Gerät.
--
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012
29.12.2023, 08:24 Uhr
Guido
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Avatar von Guido


Zitat:
Rüdiger schrieb

Zitat:
Guido schrieb
Wie dick wird der Spulendraht sein?



Unbekannt. Der Trafo ist noch eingebaut und die Lackpapierisolierung ist noch drauf.
Die möchte ich ohne Not auch nicht runter machen, sonst sprüht die Wicklung wahrscheinlich wie irre.


Hmmm, bei 1450V sprüht da noch nüscht, dazu müsst hinten noch ne Null dranhängen
Wenn es knistert, gibt es innen Überschläge und mithin auch irgendwann Kohle. Kohle leitet, das wird dann eine Kettenreaktion. Wenn der Trafo zu retten ist, dann jetzt, wenn er erst richtig geschmort hat, Tonne!

Gruß Guido
--
Der Mensch hat drei Wege, klug zu handeln.
Erstens durch Nachdenken: Das ist der edelste.
Zweitens durch Nachahmen: Das ist der leichteste.
Drittens durch Erfahrung: Das ist der bitterste.
Konfuzius

Wer immun gegen ein Minimum an Aluminium ist, der hat eine Aluminiumminimumimmunitität.
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013
29.12.2023, 09:20 Uhr
RP



da hat Guido Recht,
wenn es in der Wicklung knistert ist es schon zu Spät. Die Wicklung muss runder.
Das richt man aber meist und der Trafo wird heiß.
Kontrolliere noch ein mal die Wicklung Anschlüsse der 1450V Wicklung zur Messerleiste, oft sind die im Iso-Schlauch kurz nach der Lötstelle durch oxidiert.

Rolf
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014
29.12.2023, 18:56 Uhr
robbi
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Avatar von robbi

Einen ähnlichen Fall hatte ich vor etwa 25 Jahren. Der Netztrafo ("Hochspannung") des Wobblers BWS (Breitbandwobbelsystem) hatte auf der Spannung für die Anoden eine Unterbrechung.
Der Trafo war nicht getränkt. Ich habe die oberste verschmorte Wicklung abgewickelt und mit gleichem Draht (0,2 mm?) bis zu gleicher Höhe neu gewickelt, eingeschaltet und alles war wieder gut.
--
Schreib wie du quatschst, dann schreibst du schlecht.
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