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Robotrontechnik-Forum » Technische Diskussionen » KC85/3 Oszillator » Themenansicht

Autor Thread - Seiten: -1-
000
14.01.2023, 19:52 Uhr
Bretti



Hallo KC85 Freunde,

ich habe mir vor wenigen Wochen den KC85/3 von meinen Eltern geholt. Dieser stammt aus einer Berufsschule und war mein erster Kontakt mit einem Computer vor etwa 35 Jahren.

Nun zeigte der KC das übliche Bild, dass die Tape LED nicht ausgeht. Mit dem Oszi und der Seiten von Ulrich Zander konnte ich den Fehler dann auf D4007(russischer IC) und D4011 eingrenzen. Die beiden wurden durch 74LS04 bzw. 74 getauscht.

Die Tape LED ging nun aus, jedoch blieb der Bildschirm nach dem löschen des Bildschirms mit den zufälligen Zeichen schwarz. Tastatureingaben blieben ohne Reaktion (XL4 und XL5 wurden auf Phasengleich eingestellt). Nach einer Weile startete der Rechner dann doch und funktionierte soweit normal. Auffällig war nur, dass das HF Bild besser als das FBAS Bild (was jedoch trotzdem leicht gezappelt hat).

Aufgrund der Oszibilder an XL6 hab ich dann noch den D4008(auch ein Russe) getauscht (74LS00). Und hier komme ich jetzt nicht weiter, an XL6 messe ich jetzt einen H Pegel mit kleinen Peaks drauf. An XL5 ist daher auch kein Signal. Der Rechner startet jedoch zuverlässig nur das Bild ist s/w .

Nach mehrmaligen Kontrollen meiner Arbeiten komme ich nicht wirklich weiter. Gibt es relevante Unterschiede zwischen dem DL000D und 74LS00?

Vielen Dank schon einmal für eure Antworten.

VG
Bretti

[Edit]
es handelt sich natürlich um den Schaltungsteil 44 >> D4407 /08 /11

Dieser Beitrag wurde am 14.01.2023 um 22:11 Uhr von Bretti editiert.
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001
14.01.2023, 21:17 Uhr
Bert



DL000 und 74LS00 sind identisch.

An XL6 sollten 8,86... MHz zu sehen sein. Solange das Oszilloskop nicht so ein China-Mini-Oszilloskop mit 200 kHz Bandbreite ist, sollte da was zu sehen sein.
Sonst schwingt der Quarzoszillator (C30) nicht, der (u.a.) für das PAL-Signal relevant ist.

Wie sehen die Pegel an den Ausgängen von D4408 aus?

An XL4 und XL5 sollte eigentlich nichts abzugleichen sein, das macht die PLL automatisch. Das Regelsignal ist an XL3 zu sehen. Dort sollte eine Gleichspannung zwischen 0 und 5V sein. Wenn die bei 0V oder nahe 5V ist, oder wild zappelt, stimmt da was nicht.


Grüße,
Bert
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002
14.01.2023, 22:08 Uhr
Bretti



Hallo Bert,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Nein, ein China-Oszi ist es nicht - ich kämpfe hier noch mit einem EO213 ;-)

An XL6 ist nichts zu sehen und die Pegel am D4408 sind alle(!) bei 2,7V /High, auch die der Eingänge. Den IC hab ich daraufhin mal auf ein Breadboard gesteckt und dort die Funktion getestet - hier verhält es sich wie ein NAND.

An R20 kann/muss die Phasengleichheit zwischen XL4 und XL5 eingestellt werden.

XL3 ist bei lediglich 0,67V.

VG
Bretti

Dieser Beitrag wurde am 14.01.2023 um 23:38 Uhr von Bretti editiert.
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003
15.01.2023, 10:05 Uhr
PIC18F2550

Avatar von PIC18F2550

Am XL6 Sollten die 8.867Mhz Anliegen.

Abgleich der PLL

Benötigt wird ein Frequenzähler an R34.
Er dient der Messung der oberen und unteren Grenzfrequenz.

Untere Grenzfrequenz C08 220pF brücken.

Obere Grenzfrequenz an C08 eine Gleichspannung von 4,5V anlegen.
Ich verwende dazu inner eine Batterie da gibt es wehniger Störungen.

Beide Frequenzen sollten etwa den gleichen Abstand zur Soll Frequenz ( 7Mhz ) nach oben und unten haben.
--
42 ist die Antwort auf die "Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest"
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004
15.01.2023, 10:30 Uhr
Bert




Zitat:
Bretti schrieb
An XL6 ist nichts zu sehen und die Pegel am D4408 sind alle(!) bei 2,7V /High, auch die der Eingänge. Den IC hab ich daraufhin mal auf ein Breadboard gesteckt und dort die Funktion getestet - hier verhält es sich wie ein NAND.


Wenn der DL000 in Ordnung ist, würde ich noch R24 prüfen und sonst den Quarz tauschen.


Zitat:

An R20 kann/muss die Phasengleichheit zwischen XL4 und XL5 eingestellt werden.


Äh, nein, das macht die PLL selber. Allerdings verwundert es mich, das an XL6 kein Takt zu sehen ist, aber offensichtlich nach dem Teiler an XL5. Hast Du einen 10:1-Tastkopf verwendet?



Zitat:

XL3 ist bei lediglich 0,67V.


Das ist eine Diodenspannung von 0V entfernt. Die PLL ist an den unteren Anschlag gefahren.
Wenn beide Oszillatoren laufen, kann dort mit R20 auf ca. 2,5V abgeglichen werden. Dann ist Luft nach oben und unten.

Grüße,
Bert
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005
15.01.2023, 20:05 Uhr
Bretti



Ich habe gestern noch etwas mit dem Quarz, Dreko und der Spannungsversorgung probiert, konnte aber nichts auffälliges feststellen.
R24 ist auch in Ordnung.

Heute ist mir dann an XL6 eine Gleichspannung mit einem Sinus von 50Mhz mit etwa 400mVpp aufgefallen - am EO213 war die Periodendauer etwa 20ns(0,2us/T x5). Langsam zweifel ich an mir selbst ?

Ein Arbeitskollege hat wohl noch 'neue' russische DL000D aus ZMD Restbeständen welche ich mal probieren werde. Ein neuer Quarz kostet auch nicht die Welt...

Ich werde dann natürlich berichten was rauskommt.

Viele Grüße und nochmal vielen Dank.
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006
16.01.2023, 21:14 Uhr
Bretti



So, heute noch ein kurzes Update.

Mein Arbeitskollege hat mich heute mit ein paar echten DL000D sowie den russischen Pendants
versorgt, und was soll ich sagen --> es läuft! An XL5 ist ein recht ordentlicher Rechteck uu sehen.
Am Fernseher hab ich dann noch R20 grob eingestellt und gleich mal 'Hase und Wolf' gespielt ?-??D

Also lag das Problem bei meinem 74LS00, das zwar ein NAND ist jedoch trotzdem relevant anders zu sein scheint.

Nun müsste noch die Frequenz abgeglichen werden, wozu aber noch die messtechnischen Voraussetzungen geschaffen werden müssen.

Nun hab ich lediglich noch ein minimal zappelndes Bild, liegt das am noch angebrachten Abschirmblech, der nicht abgeglichenen 8,867238MHz, etwas anderem oder ist das normal?

VG
Bretti
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007
16.01.2023, 21:55 Uhr
Bert




Zitat:
Bretti schrieb
Mein Arbeitskollege hat mich heute mit ein paar echten DL000D sowie den russischen Pendants
versorgt, und was soll ich sagen --> es läuft! An XL5 ist ein recht ordentlicher Rechteck uu sehen.


Prima!


Zitat:

Also lag das Problem bei meinem 74LS00, das zwar ein NAND ist jedoch trotzdem relevant anders zu sein scheint.


Bei Oszillatoren, die aus zwei Negatoren aufgebaut sind, ist die Frequenz auch von den Schaltschwellen und der Ausgangsimpedanz abhängig. Diese Parameter sind zwischen den Schaltkreisfamilien (TTL, S-TTL, LS-TTL, HC, HCT ...) z.T. recht verschieden. Was für ein Schaltkreis war den ursprünglich dort verbaut?


Zitat:

Nun müsste noch die Frequenz abgeglichen werden, wozu aber noch die messtechnischen Voraussetzungen geschaffen werden müssen.


Ja, aber die Frequenz wird an C07 abgeglichen, nicht mit R20.

Ich würde den Abgleich erst machen, nachdem das Gerät betriebswarm ist.
Wenn die Frequenz an XL6 dann stimmt, kann R20 so eingestellt werden, das die Spannung an XL3 ca. 2,5V beträgt.

Viele Grüße,
Bert
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008
30.01.2023, 11:55 Uhr
Bretti



Hallo Bert,

da ich in den letzten Wochen recht viel um die Ohren hatte, bin ich nur selten in den Bastelkeller gekommen :-\

Ursprünglich war ein russisches NAND verbaut (555??3). Ich hatte mir jetzt noch ein kleines DSO zugelegt und den 74LS00 nochmal probiert, während der DL000D bzw. auch ein 555??3 die 8,8xxMHz an XL6 zeigen, misst das DSO mit dem 74LS00
33 MHz... Der DL000D bleibt demnach drin.

Jetzt habe ich natürlich versucht den KC wieder in Betrieb zu nehmen aber ich denke ohne Frequenzzähler komme ich da nicht weiter.
An XL3 habe ich die 2,5V eingestellt bzw. auch die 1,5-1,9V lt. Servicemanual, weiterhin die Phasengleichheit kontrolliert. Die 8,867238MHz kann ich mit dem DSO im besten Fall auf das kHz darstellen.

Angeschlossen am Fernseher stellt es sich dann so dar, dass wie im ersten Post die Tape LED ausgeht, der Bildschrim gelöscht wird und dann nichts mehr passiert. Veringere ich die Spannung an XL3 mit R20 ist dann irgendwann doch ein Bild zu sehen und die Kiste läuft. Am Cursor ist dann meist jedoch deutlich ein Pixelversatz zu erkennen welcher sicherlich ein nicht korrektes Timing zeigt.

Schaltet man den Rechner nun wieder für eine Weile aus, geht das Spiel wieder von vorne Los :-(

Da ich mir jetzt nicht unbedingt einen Frequenzzähler kaufen will, erst einmal die Frage ob hier evtl. noch weitere Hardwareprobleme vorliegen könnten?

VG
Bretti
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009
30.01.2023, 13:20 Uhr
KCMattze



Hallo,

interessant, bei mir hat noch kein KC je Probleme mit dem Oszilator gehabt. Oder ich hatte Glück. Die Russen IS sind die reinste Pest, am besten RFT Schaltkreise rein.

Da gibts ne lustige Geschichte, mit Geräten die mit offenem Deckel nicht liefen, mit geschlossenem schon. Die Malzriegel waren LICHTEMPFINDLICH. Man behalf sich in der DDR mit schwarzer Farbe auf die IS.

Westdeutscher Ersatz (der Originalität halben aber nur RFT bei mir) nur die ohne Buchstaben. Also z.B. 7400, 7408, etc. Dürften aber auch schon schwer zu bekommen sein.

Ansonsten nehm ich den Wartburg und fahre mal ins Aplikationszentrum. Mal sehen was die da sagen. Heute ist da nämlich das Landratsamt drinnen. Währe nen lustiger Spass!

Bei mir haben übrigens 1x HC900, 2x KC85/2, 6x KC85/3 (einer mit weißem Gehäuse) und 1x KC85/4 überlebt. Dazu ein D002 und ein D004 mit 2 Laufwerken. 2x K6313, 2x K6304, LCR, LCR-Data und diverse Module überlebt. Und das in seiner Geburtsstadt!

Alle hatten fast nur das Problem der gammligen Sicherungen, dann liefs wieder. Ein Laufwerk hatte Netzteilprobleme, nach Tausch ALLER Bauteile des 5V Strangs lief es immer noch nicht. Fehler war eine verbrannte Leiterbahn am B260D, kaum sichtbar, erst als ich mit dem Messingpinsel reinigen wollte fiel die dann ab. Nach Brücken des Leiterzugs lief er wieder.

Probleme machten auch das Flachbandkabelbeim älter werden. Da kam nix unten am Prozi (und natürlich dem VTG) an, war aber oben da....
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