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Robotrontechnik-Forum » Technische Diskussionen » Ferritantenne für DCF Empfang oder MW Weitempfang in Stör Umgebung » Themenansicht

Autor Thread - Seiten: -1-
000
10.02.2022, 16:10 Uhr
Buebchen



Hallo,
Ich habe mein Experiment mit der "spin field ferrit sleeve inductor" Antenne mit Ferritrohren 8x30mm mit 4mm Bohrung weiter geführt. Mit 26 solchen Ferritrohren in zwei Höhen hintereinander und einem Ferritstab 4x30mm erreiche ich mit der in einem anderen Beitrag vorgestellten Wicklung auf Ferritringen jetzt eine Induktivität von 1,94 mH. Damit erreicht man ein noch besseres Verhältnis von Induktivität zur nötigen Schwingkreiskapazität. Die Anzeige der Güte mit 7,55K, also 7550 lässt mich allerdings zweifeln. Da ich jedoch keinen Vergleich habe nehme ich erst einmal an das ist vieleicht möglich, weil es die überragenden Empfangs und Sendeberichte erklären könnte die es zu diesem Antennen Aufbau gibt. Demnächst werde ich diese Spule an einem Versilberten 360 Pf Drehko + Zusatzkondensatoren am Kommunikationsempfänger für Lang und Mittelwelle testen. Die Anpassung mache ich wie bei meinen vorigen Experimenten mit dem SMD Verstärker der 20dB Verstärkung bei einem Ausgangswiderstand von 50 Ohm hat mit der auch die Nahfeldstörungen unterdrückt werden. Damit erwarte ich eine hohe Schwingkreisgüte mit geringer Bandbreite bei Resonanz durch den hohen Eingangswiderstand des SMD Verstärkers. Ein Fote von meinem Aufbau hier drunter.
Die Aufnahme der Spulenwicklung ist eine abgeschnittene Medikamentenverpackung mit 45mm Aussendurchmesser aus Hartpolyethylen. Die innere Stütze der Ferritrohre ist eine Filmdose ebenfalls aus Hartpolyethylen, bei der der Boden abgeschnitten wurde aus der ich einen schräg umlaufenden Keil geschnitten habe um einen Andruck der Ferritröhren nach Aussen zu erreichen. Gewickelt wurde die Spule auf einer Handwickelmaschine mit Zählwerk.

Wolfgang

Dieser Beitrag wurde am 10.02.2022 um 16:31 Uhr von Buebchen editiert.
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001
10.02.2022, 17:37 Uhr
Bert



Hallo Wolfgang!
Ein interessantes Monstrum hast Du da :-)
Womit hast Du die Güte gemessen?

Außerdem würden mich der Frequenzgang und der Ursprung von dem SMD-Verstärker interessieren.

Viele Grüße,
Bert
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002
10.02.2022, 17:42 Uhr
Enrico
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Interessant.
Das sind doch dann aber schon sehr kleine Ferritröhrchen?
Das täuscht auf dem Foto ordentlich.
Und Du sagst die Güte ist da eher schlecht?
Auf dem Foto sieht das so aus, als ob Du da Paketkleber drumrumgewickelt hast.
Das bringt auch wieder eine Kapazität rein.
--
MFG
Enrico
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003
10.02.2022, 18:02 Uhr
Buebchen



@Bert
Hallo,
Die Induktivität und die Güte habe ich mit einem "MK-328" TR/LCR/ESR Tester gemessen. Besser als die Röhren von denen immer zwei hintereinander angeordnet sind wären 8mm Ferritstäbe. Nach dem Meßwert ist die Güte wahnsinnig hoch. Was bei mir im Moment noch Zweifel auslöst. Solche Werte habe ich bisher nur mit Kupferrohren erreicht.
Die Schaltung des SMD Verstärkers beruht auf einer Schaltung aus dem Funkamateur, die ich auf eine Leiterplatte mit SMD Bauelementen umgestzt habe. Getestet habe ich selber sie bisher nur ab 1,8 MHz weil ich nur Kupferrohrschleifen angeschlossen Habe. Rolf W. hat den Verstärker an einem Ring um die 15cm Durchmesser zum UKW Empfang in seinem Bastel Keller in Dresden verwendet. Dort hat er damit Radio Prag in Stereo auf UKW empfangen. Allerdings muss wegen der geringen Bandbreite durch die hohe Güte des Schwingkreises nachgestimmt werden. Oder ein Rauschgenerator zur Senderabstimmung auf die Empfangsfrequenz zu Hilfe genommen werden.
Den Frequenzgang kann ich nur nach den Empfangsergebnissen beurteilen, halte ihn daher im Bereich von 1,8MHz bis 108 MHz für sehr linear. Es hängt immer vom Verhältnis der Induktivität zur Kreiskapazität ab wie hoch der Wirkungsgrad einer magnetischen Antenne ist. Der Verstärker kann bis über 100MHz als ziemlich ideal angesehen werden.
Hier ist die Seite zum SMD-Verstärker:
https://buebchen.jimdofree.com/selbst-gebaut-diy-homebrew-feito-por-mim/elektronik/magnetantenne/

@Enrico,
Hallo,
Durch den zweilagigen Aufbau musste ich die Wicklung mit dem Paketband festlegen. Da es Kupfer Lack Seide Draht ist, fällt das mit der Eigenkapazität nicht so ins Gewicht. Da ich genügend Auswahl an Hochwertigen Drehkos habe komme ich für meinen Zweck klar. Besser wäre einlagige Wicklung. Mein Polyethylenrohr war jedoch zu kurz um die nötige Induktivität mit einer Lage von 100 Windungen zu erreichen. PVC Rohr ist wegen angeblich höherer Verluste eine schlechtere Lösung. Genügend Ferritrohre habe ich dafür auch nicht mehr. Eventuell wäre das mit 8x100 mm Ferritstäben zu erreichen, von denen ich aber keine mehr habe. Ist in Berlin doch zuviel in den Müll gewandert.

Dieser Beitrag wurde am 10.02.2022 um 18:36 Uhr von Buebchen editiert.
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004
11.02.2022, 14:39 Uhr
Enrico
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Hier gäbe es einen Haufen Ferritstäbe.
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/ferritstaebe-diverse-0-80-st-/1964496521-84-2164
Aber mindestens 100 Stück wäre mir auch etwas viel.
Dabei auch 3x 200mm.
Sind die für die Länge nicht etwas dünn?
--
MFG
Enrico
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005
11.02.2022, 18:16 Uhr
Bert



Hallo Wolfgang,

MK-328, das ist doch der berühmte Transistortester. Den hab ich auch hier. Ein gutes Schätzeisen :-)

Ich habe aus Spule und Kondensator mal einen Parallelschwingkreis gebaut:


Die Spule hat eine Induktivität von ca. 1 mH und der Kondensator hat 6,6 nF.
Also Resonanzfrequenz ergibt das ca. 63 kHz.

Meine Spule hat einen ohmschen Widerstand von 70 mOhm. Das ergibt bei den 63 kHz theoretisch eine Güte von ca. 5500. So ähnlich wird wohl der MK-328 auch messen.

Das kann aber unmöglich die Schwingkreisgüte sein. Mehrere Veröffentlichungen sprechen von Q=200 bis Q=300, die erreichbar wären. Da dürfte u.a. der ESR des Kondensators noch eine Rolle spielen.

Wenn ich die Bandbreite mit dem Netzwerkanalysator messe, komme ich auf 2,3 kHz:


Das ergibt eine Betriebsgüte Q von ca. 25. Der Netzwerkanalysator belastet den Schwingkreis mit 50 Ohm. Bei meiner gemessenen Bandbreite müsste der Schwingkreis aber mit ca. 14 Ohm belastet sein:


Bisher habe ich noch keine Erklärung für diese Diskrepanz.

Grüße,
Bert
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006
12.02.2022, 00:21 Uhr
Buebchen



@Bert
Hallo,
Die Spulengüte und die Schwingkreisgüte sind zwei völlig verschiedene paar Schuhe. Die Schwingkreisgüte hängt auch immer vom Kondensator und der Frequenz ab. Wie ich irgendwo anders geschrieben habe ist die Schwingkreisgüte am höchsten wenn der Scheinwiderstand der Spule und der Scheinwiderstand des Kondensators bei der verwendeten Frequenz gleich sind. Dann muss noch der Gleichstromwiderstand der Spule möglichst niedrig sein und der Gleichstromwiderstand des Kondensators möglichst hoch. Seine Verluste allerdings möglichst niedrig, was bei Luft oder Glimmerkondensatoren der Fall ist. Welche Rolle die Eigenkapazität der Spule in dem Zusammenhang spielt habe ich vergessen. Ist wohl nur für die mögliche Frequenzvariation nötig und bei Impulsübertragern. Ist zu lange her, das ich mir darüber Gedanken machen musste. Für einen Gegentakt Leistungssender mit 450W habe ich 1977 eine sogenannte Achterspule aus 3mm CuL Draht, eine Luftspule, gewickelt, die damals für rund 3MHz die höchste von mir bis zu dieser Zeit gewickelte Güte mit rund 700 hatte. Sie soll im Abstand des Spulendurchmessers so gut wie kein Streufeld mehr haben. Man kann sie sich als Reihenschaltung von Toroidspulen mit einer Windung vorstellen.
Auf meiner alten Homepage steht zum SMD Antennenverstärker ein Link zu einem Programm mit dem man Berechnungen zu magnetischen Antennen machen kann. Da wird auch die erreichbare Güte und alle wichtigen Parameter für die gewünschte Frequenz berechnet. Abbildungen der Berechnungen zu Ringförmigen oder Rechteckigen Antennen mit einer oder mehreren Windungen sind dort auch zu finden. Ich denke das ist sehr aussagekräftig wenn man sich damit beschäftigen möchte.
Was ich hier geschrieben habe ist vieleicht nicht alles zu deinem Thema passend fällt mir jedoch gerade zu Schwingkreisen ein.
Wolfgang

Dieser Beitrag wurde am 12.02.2022 um 00:34 Uhr von Buebchen editiert.
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007
14.02.2022, 09:49 Uhr
Buebchen



@Bert
Hallo,
Leiterplatte und BF992 gehen heute zu dir ab.
Wolfgang
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008
14.02.2022, 13:32 Uhr
Bert



Danke Dir!
Wenn alles funktioniert, bekommst Du auch als erstes die Meßergebnisse :-)

Grüße,
Bert
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009
14.02.2022, 14:49 Uhr
Enrico
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zu 004,
was für ein Ferritmaterial ist denn K700?
Ich finde dazu nichts.

Edit..
--
MFG
Enrico

Dieser Beitrag wurde am 14.02.2022 um 16:10 Uhr von Enrico editiert.
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010
14.02.2022, 16:02 Uhr
Buebchen



@Enrico
Hallo,
Ich nehme an es geht um 004.
Ich weis nicht ob es dir aufgefallen ist, das die Mindestbestellmenge 100 Stück ist. Deshalb habe ich mich nicht weiter um das Angebot gekümmert und mir über EBAY Ferritstäbe bestellt. Wenn die zwei Sorten da sind mache ich weitere Messungen und Tests. Bis dahin habe ich auch wieder einen der kleinen Verstärker Leiterplatten zum testen bestückt. Die letzte fertige wurde mir abgeschwatzt.
Wolfgang

Dieser Beitrag wurde am 14.02.2022 um 16:07 Uhr von Buebchen editiert.
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011
14.02.2022, 16:10 Uhr
Enrico
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Ja, richtig, die 4
Aber der Materialtyp ist deswegen ja doch nicht finden.
--
MFG
Enrico
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