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Robotrontechnik-Forum » Technische Diskussionen » M120 / 8K - CMOS RAM Modul für KC58/2...5 » Themenansicht

Autor Thread - Seiten: -1-
000
18.04.2020, 21:02 Uhr
srn

Avatar von srn

Kleiner Bericht

Thomas war so freundlich und hat mir eines der vier Module verkauft.
Ich hatte mich dafür interessiert, weil mir das Modul bei der Entwicklung meiner CAOS-Programme nützlich sein sollte und es nun erwiesenermaßen auch ist.
Zunächst vielen Dank Thomas für die schöne Entwicklung. Das Flair der originalen Mühlhausener Module ist deutlich zu spüren



Die Programme, die ich für CAOS schreibe, sind fast durchweg auf EPROM oder EEPROM abgelegt und sind nie größer als 8 KByte.
Als "Entwicklungsmodul" ist das M120 daher für mich eine sehr große Erleichterung, denn es stellt sich praktisch als ein 8 KByte großer ROM dar, welcher einfach an einen fast beliebigen Speicherplatz eingeblendet werden kann.

Als ersten Test habe ich das Programm, welches am M051 angeschlossene I2C-Sensoren abfragt und deren Meßwerte berechnet und anschließend diese als Wertekurve und als Wertetabelle auf einen XY-Schreiber bzw. Drucker ausgibt, auf das M120 gebracht.
Das Programm befindet sich noch in der Entwicklung und wird später auf einem M025 abgelegt werden.



Es läuft im Bereich C000H-E000H.
Um es auf das M120 zu bringen, bedarf es nicht viel. Es wird z.B. nach 2000H geladen. Danach wird das M120 ohne Schreibschutz auf C000H eingeblendet und anschließend der Speicher von 2000H nach C000H mit einer Länge von 2000H umgeladen.
Das war's.
Damit entfällt das sehr zeitaufwendige und auch umständliche Löschen der EPROM des M025 und deren Neuprogrammierung.

Ein weiterer, für mich wichtiger Aspekt ist, daß das M120 unter ML-DOS bei der Erstellung der RAM-Floppy nicht berücksichtigt wird.
Da ich meine Vitrinen-D008 doch hin- und wieder zum Anfertigen von Bildschirmfotos mit dem Programm PCX einschalte, darf das M120 natürlich davon nicht berührt werden.
8K-RAM-Module werden weder unter ML-DOS noch unter MicroDOS bei der Erstellung der RAM-Floppy berücksichtigt.

Thomas hat das Modul wie schon gesagt fertig aufgebaut. Ein kleiner Nachteil ist die Stellung des Batterie-Halters. Beim Einschieben der Lithiumzelle muß man aufpassen, daß das direkt danebenliegende Potentiometer nicht weggedrückt wird.
Das schmälert aber in keiner Weise die schöne Arbeit.

Ich hoffe, Thomas Du verzeihst mir meine kleine Eitelkeit der Umgestaltung Deiner Frontplatte. Meine Module sind nun einmal bunt


--
http://www.kc-und-atari.de/ --- M004
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001
18.04.2020, 21:52 Uhr
Enrico
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Zitat:
srn schrieb
...
Als ersten Test habe ich das Programm, welches am M051 angeschlossene I2C-Sensoren abfragt und deren Meßwerte berechnet und anschließend diese als Wertekurve und als Wertetabelle auf einen XY-Schreiber bzw. Drucker ausgibt, auf das M120 gebracht.
Das Programm befindet sich noch in der Entwicklung und wird später auf einem M025 abgelegt werden.
...



Boahh, endlich nutzt das mal jemand.
--
MFG
Enrico
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002
18.04.2020, 23:47 Uhr
robbi
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Avatar von robbi

Die Anordnung der Bauelemente, also auch die Lage des Einstellreglers, entspricht dem Original, wie unter http://www.sax.de/~zander/kc85/kc85_hw.html#M120 zu sehen. Da hat er sich 99,98%ig an das Original gehalten.
--
Schreib wie du quatschst, dann schreibst du schlecht.
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003
19.04.2020, 01:05 Uhr
DKt



Hallo,


Zitat:
Enrico schrieb
Boahh, endlich nutzt das mal jemand.



Das Modul?
Auch für den Urlader des NVA-CPM hat das Modul schon Verwendung gefunden, da es natürlich auch mittels JUMP-Befehl auf die Schachtadresse nutzbar ist.

An dieser Stelle auch nochmals herzlichen Dank an Thomas für die Entwicklung / Produktion des Moduls.

... oder meinst Du die Nutzung der I2C-Schnittstelle?

Viele Grüße, Dirk

Dieser Beitrag wurde am 19.04.2020 um 01:08 Uhr von DKt editiert.
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004
19.04.2020, 01:27 Uhr
robbi
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Avatar von robbi

Naja, ich möchte mal mein Licht nicht unter den Scheffel stellen.
Die Daten vom Original habe ich abgenommen und die Schaltung und den Lageplan erstellt und das Leiterbild nachempfunden. Leider war mir da ein Fehler passiert, habe unter den SRAMs ein Via an verkehrter Stelle angebracht, weil ich nicht durch den IS sehen konnte und beim Durchklingeln habe ich das wohl übersehen. Der Fehler ist nun korrigiert.

Nachtrag:
Wenn der Bedarf bestanden hätte und ich den Inhalt des S287 hätte auslesen dürfen, wäre seit 2005 möglich gewesen, eine Platine herzustellen.
--
Schreib wie du quatschst, dann schreibst du schlecht.

Dieser Beitrag wurde am 19.04.2020 um 01:29 Uhr von robbi editiert.
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005
19.04.2020, 02:12 Uhr
DKt



Hallo,

@robbi: Tut mir leid, mein Fehler. Die ursprüngliche Entwicklung stammt selbstverständlich von Dir.

Vielen herzlichen Dank auf jeden Fall auch dafür.

Viele Grüße, Dirk
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006
19.04.2020, 02:23 Uhr
Enrico
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Zitat:
DKt schrieb

... oder meinst Du die Nutzung der I2C-Schnittstelle?

Viele Grüße, Dirk


Sicher, was sonst.
Steht doch so da.
--
MFG
Enrico
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007
19.04.2020, 09:42 Uhr
srn

Avatar von srn

Meine Absicht war es, Thomas zu danken und zu skizzieren, was mit dem Modul möglich ist und möglich sein kann.

Hätte ich andere Absichten gehabt, dann hätte ich dies klar und deutlich geschrieben!
--
http://www.kc-und-atari.de/ --- M004
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008
19.04.2020, 10:24 Uhr
Deff

Avatar von Deff

Ja, ich danke auch den vielen Chinesen auf z.B. Aliexpress und Alibaba für deren Plagiate, die ich sehr kostengünstig erwerben und aufbauen kann!

@robbi
Ignoriere einfach so wie auch Du ignoriert wirst! Ist besser für Deine Gesundheit und Dein Wohlbefinden!

Und meine Absicht ist es nicht zu schleimen! Was hier ja auch vorkommen soll...

Ingo
--
Die Politik ist ein Versuch der Politiker, zusammen mit dem Volk mit den Problemen fertig zu werden, die das Volk ohne die Politiker niemals gehabt hätte. (Dieter Hildebrandt)

Dieser Beitrag wurde am 19.04.2020 um 10:26 Uhr von Deff editiert.
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009
19.04.2020, 10:29 Uhr
Enrico
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Zitat:
srn schrieb
Meine Absicht war es, Thomas zu danken und zu skizzieren, was mit dem Modul möglich ist und möglich sein kann.



Du Nase!

Das ist mir schon klar.

Nun will ich nur ausdrücken, dass es mich freut, das jemand das I2C nutzt, also in dem Fall Du, nu isses auch wieder nicht Recht.
Und meinen Dank an Ulrich für die Vorarbeit, auch wenn ich das Modul nicht habe.
--
MFG
Enrico

Dieser Beitrag wurde am 19.04.2020 um 10:42 Uhr von Enrico editiert.
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010
19.04.2020, 14:19 Uhr
ralle



Da wäre theoretisch ein M025 mit Flash, also EEPROM denkbar. Ein 16K mit EEPROM gibt es schließlich auch.
--
Gruß Ralle

Wenn Sie dazu neigen, Bedienungsanleitungen zusammen mit dem Verpackungsmaterial wegzuwerfen, sehen Sie bitte von einem derart drastischen Schritt ab!...
... Nachdem Sie das Gerät eine Weile ausprobiert haben, machen Sie es sich am besten mit dieser Anleitung und ihrem Lieblingsgetränk ein oder zwei Stunden lang in Ihrem Sessel bequem. Dieser Zeitaufwand wird Sie dann später belohnen...

aus KENWOOD-Bedienungsanleitung TM-D700
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011
20.04.2020, 00:30 Uhr
Digitalmax

Avatar von Digitalmax

Hallo René,
vielen Dank für Deinen Beitrag. Es ist sehr erfreulich und wohltuend, in diesem Forum etwas Neues zur TECHNIK zu finden. Ich bin kein KC-Profi und finde gerade deshalb solche kurzen Einsatzbeschreibungen sehr interessant.

@Thomas:
Ich ziehe meinen Hut vor Dir, mein Freund. Da steckt nicht nur Können dahinter sondern auch unübersehbare Liebe zum Detail. Toll gemacht. Schade, dass ich es nicht in Garitz bewundern konnte

Gruß
Matthias
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012
22.04.2020, 17:45 Uhr
robbi
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Avatar von robbi

Auf Kritik an meiner Aussage in 004 möchte ich richtig stellen:
Ich habe den Modul nicht entwickelt (005), sondern nur die Daten abgenommen und allen Interessierten zur Verfügung gestellt. Dafür hatte ich den Modul freundlicherweise von einem Forumsmitglied bekommen.
Diese Daten wurden letztendlich auch von T.S. für einen Nachbau genutzt.

Daß im Laufe dieses Nachbaus ein verkehrtes Via in meinen Dokus gefunden wurde, ist T.S. sehr hoch anzurechnen. Die Schaltung und das Leiterbild habe ich daraufhin korrigiert. Plagiate habe ich niemandem vorgeworfen. Aber so ist das halt...

Ich werde ebenfalls eine Platine herstellen lassen und in Betrieb nehmen und in dessen Verlauf auch den Inhalt des S287 allen zur Verfügung stellen.
--
Schreib wie du quatschst, dann schreibst du schlecht.

Dieser Beitrag wurde am 22.04.2020 um 17:46 Uhr von robbi editiert.
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013
22.04.2020, 21:34 Uhr
ch1frd



Hallo,
auch mal von mir ein Danke an René toller Beitrag.

@robbi .. das sollte schon jeder in 004 Verstanden haben aber trotzdem auch ein danke an Dich, du machst immer eine tolle Arbeit!

Viele Grüße Mirco
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014
17.12.2020, 10:25 Uhr
robbi
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Avatar von robbi

Vor Weihnachten und in der Winterpause fallen mir angefangene Projekte in die Hände, unter anderem drei Platinen des M120. Leider bin ich noch nicht zur Regenerierung des S287-Inhaltes gekommen und damit auch nicht zu einem Test der Platine. Als KC85-Laie habe ich einige Probleme mit der KC85-Technik.
Wer eine der ungetesteten Leerplatinen (10,84 €) haben möchte, kann sich melden. Woher dann der S287-Inhalt kommt, weiß ich nicht. Das muß jeder selbst sehen.

Nachtrag:
Nur noch eine Platine.
--
Schreib wie du quatschst, dann schreibst du schlecht.

Dieser Beitrag wurde am 17.12.2020 um 19:12 Uhr von robbi editiert.
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015
19.12.2020, 19:47 Uhr
Bert



Danke, Robby!

Da ich keine Stückliste/BOM gefunden habe, habe ich mal eine erstellt.
Achtung, die Liste ist vorläufig und kann Fehler enthalten:

Quellcode:

Bezeichner Bauteil     Wert      Bauform/Bemerkung                        
--------   -------     ----      -------/---------
A1         Batterie    CR2032    20mm x 3,2mm  
C1         ElKo        470µF/10V RM37,5, D12mm
C2         ElKo        100µF/10V RM30, D8mm    
C3         ElKo        10µF/10V  RM17,5, D5mm  
C4         Kondensator 47n       RM5          
C5         Kondensator 47n       RM5          
C6         Kondensator 47n       RM7,5        
C7         Kondensator 47n       RM5          
C8         Kondensator 47n       RM5          
C9         Kondensator 47n       RM5          
C10        Kondensator 47n       RM5          
C11        Kondensator 47n       RM5          
C12        Kondensator 47n       RM5          
C13        Kondensator 47n       RM5          
C14        Kondensator 47n       RM5          
C15        Kondensator 47n       RM2,5        
C16        Kondensator 47n       RM5/RM7,5    
C17        Kondensator 47n       RM7,5        
C18        Kondensator 47n       RM5          
C19        Kondensator 3n3       RM5          
D1         IC          U6516     DIP24W        
D2         IC          U6516     DIP24W        
D3         IC          U6516     DIP24W        
D4         IC          U6516     DIP24W        
D5         IC          DL004     DIP14        
D6         IC          DL004     DIP14        
D7         IC          DL004     DIP14        
D8         IC          DL030     DIP14        
D9         IC          DL020     DIP14        
D10        IC          DL002     DIP14        
D11        IC          DL008     DIP14        
D12        IC          74HCT00   DIP14         Pin 10 bei HCT besser nicht offen lassen
D13        IC          DL086     DIP14        
D14        IC          74HCT138  DIP16        
D15        IC          A302      DIP4          
D16        IC          DL374     DIP20        
D17        IC          MH74S287  DIP16        
K1         Relais      RGS13     SIL          
R1         Netzwerk    100k      8x2,5mm      
R2         Widerstand  2k2       RM10          2k2..15k sollten auch gehen      
R3         Widerstand  1k0       RM10          
R4         Widerstand  470       RM10          
R5         Widerstand  470       RM10          
R6         Widerstand  3k9       RM10          
R7         Widerstand  240       RM10          
R8         Widerstand  3k3       RM10          
R9         Trimmer     470k      Spindeltrimmer stehend, klein                    
R10        Netzwerk    100k      11x2,5mm      
V1         Transistor  SC307     E-Line        
V2         LED         VAQ23     5 mm rund     grün, 3 mm passt evtl. besser    
V3         LED         VQA33     5 mm rund     gelb                              
V4         Diode       SAY73     RM2,5        
V5         Diode       SAY73     RM2,5        
V6         Diode       SAY73     RM2,5        
V7         Diode       SAY73     RM2,5        
V8         Diode       SAY73     RM2,5        
V9         Diode       SAY73     RM2,5    



Viele Grüße,
Bert

Dieser Beitrag wurde am 19.12.2020 um 19:48 Uhr von Bert editiert.
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016
19.12.2020, 22:18 Uhr
robbi
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Avatar von robbi

Es ist ja auch kein Nachbauprojekt. Ich habe nur meine Daten von 2005 kurz überarbeitet und zum Hersteller geschickt. Eine Stückliste kann ich den Abnehmern ja mitgeben. Das wird aber erst ab morgen.
--
Schreib wie du quatschst, dann schreibst du schlecht.
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017
19.12.2020, 23:49 Uhr
Bert



Ich habe mich mal am PROM-Inhalt des MH74S287 versucht.
So könnte er aussehen:

Quellcode:

F F F F F F F F E E E E E E E E
F F F F F F F F E E E E E E E E
F F F F F F F F E E E E E E E E
F F F F F F F F E E E E E E E E
F F F F F F F F E E E E E E E E
F F F F F F F F E E E E E E E E
F F F F F F F F E E E E E E E E
F F F F F F D F E E E E E E C E
F F F F F F F F E E E E E E E E
F F F F F F F F E E E E E E E E
F F F F F F F F E E E E E E E E
F F F F F F F F E E E E E E E E
F F F F F F F F E E E E E E E E
F F F F F F F F E E E E E E E E
F F F F F F F F E E E E E E E E
F F F F F F D F E E E E E E C E


Da ich weder im Besitz eines MH74S287, noch eines entsprechenden Programmers bin, kann ich das nicht testen und verifizieren.

Aber vielleicht hat ja auch ein Forenmitglied den PROM-Inhalt ausgelesen und kann vergleichen. Da die Ausgänge Q3 und Q2 ungenutzt sind kann es natürlich Abweichungen geben...

Viele Grüße,
Bert
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018
04.01.2021, 23:35 Uhr
schlaub_01



Hallo Bert,

bist Du sicher mit dem PROM Inhalt? Ich bin gerade bei meinem MH74S287 Programmer-Projekt nochmal auf diesen Beitrag aufmerksam geworden und habe mir mal die Schaltung angeschaut. Meiner Meinung nach dürften eigentlich nie beide Ausgänge Q0 und Q1 gleichzeitig auf 0 gehen. Q1 ist ja nur für das Strukturbyte und das kann ja nur gelesen werden, während Q0 Zugriffe immer nur schreibend sein können. Würden beim Lesen nun beide Signale auf Low gehen, dann wird ja auch das Flip-Flop wieder mit dem Strukturbyteinhalt überschrieben, d.h. alle 4 unteren Bits auf 0 gesetzt. Das soll so sicherlich nicht sein.
Wo fängt Deine Tabelle eigentlich an? Ist rechts oben die Adresse 0?

Viele Grüße,
Sven.

Nachtrag: Im Schaltplan vom Ulrich ist noch ein kleiner Fehler. Die Farben der LEDs sind vertauscht. V3 müsste grün und V2 gelb sein.

Dieser Beitrag wurde am 04.01.2021 um 23:49 Uhr von schlaub_01 editiert.
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019
05.01.2021, 07:50 Uhr
Bert




Zitat:
schlaub_01 schrieb
bist Du sicher mit dem PROM Inhalt?


Nein, bin ich nicht. Das war der erste Schuss ins Blaue.


Zitat:
schlaub_01 schrieb
Wo fängt Deine Tabelle eigentlich an? Ist rechts oben die Adresse 0?


Die Adresse 0 ist links oben. Die zweite Zeile beginnt mit Adresse 16.


Zitat:
schlaub_01 schrieb
Meiner Meinung nach dürften eigentlich nie beide Ausgänge Q0 und Q1 gleichzeitig auf 0 gehen. Q1 ist ja nur für das Strukturbyte und das kann ja nur gelesen werden, während Q0 Zugriffe immer nur schreibend sein können. Würden beim Lesen nun beide Signale auf Low gehen, dann wird ja auch das Flip-Flop wieder mit dem Strukturbyteinhalt überschrieben, d.h. alle 4 unteren Bits auf 0 gesetzt. Das soll so sicherlich nicht sein.


Der DL374 (D16), der am Ausgang Q0 hängt, sollte auf eine steigende Flanke reagieren.
Q0 sollte also beim Schreiben auf 080h aktiv werden und
Q1 beim Lesen (Strukturbyte 0F0h).

Dort, wo ein 'C' in der Tabelle steht, sind die Eingänge RD(A6) und WR(A3) gleichzeitig aktiv, was beim Z80 nicht passieren dürfte.



Zitat:
schlaub_01 schrieb
Ich bin gerade bei meinem MH74S287 Programmer-Projekt nochmal auf diesen Beitrag aufmerksam geworden und habe mir mal die Schaltung angeschaut.


Das klingt interessant. Kannst Du mehr zu diesem Projekt sagen?

Viele Grüße,
Bert
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020
05.01.2021, 10:56 Uhr
schlaub_01



Hallo Bert,

das Projekt hatte ich hier in 137 mal kurz beschrieben: https://www.robotrontechnik.de/html/forum/thwb/showtopic.php?threadid=17747

Ich hab mal kurz probiert, die Tabelle aufzustellen, so wie ich das denke:


Quellcode:

M120 - PROM:

0x0000 : FFFFFFFFFFFFFFFF
0x0010 : FFFFFFFFFFFFFFFF
0x0020 : FFFFFFFFFFFFFFFF
0x0030 : DFDFDFDFFFFFFFFF
0x0040 : FFFFFFFFFFFFFFFF
0x0050 : FFFFFFFFFFFFFFFF
0x0060 : FFFFFFFFFFFFFFFF
0x0070 : FFFFFFFFEFEFEFEF
0x0080 : FFFFFFFFFFFFFFFF
0x0090 : FFFFFFFFFFFFFFFF
0x00A0 : FFFFFFFFFFFFFFFF
0x00B0 : FFFFFFFFFFFFFFFF
0x00C0 : FFFFFFFFFFFFFFFF
0x00D0 : FFFFFFFFFFFFFFFF
0x00E0 : FFFFFFFFFFFFFFFF
0x00F0 : FFFFFFFFFFFFFFFF



Eigentlich kann es nur wenige Stellen geben, wo der Ausgang mal 0 wird. Ich würde auch so wenig wie möglich Wechsel machen, sonst können durch die Signallaufzeiten durch die ganzen Gatter immer mal Signalspitzen entstehen und der PROM ist relativ schnell. Nicht das das Flipflop an Q0 dann mal schaltet, wenn es nicht soll.
Vielleicht kannst Du mal drüber schauen, ob meine Überlegungen so stimmen:

A0 muß 0 sein, da hier der Zugriff über die IORQ Adresse 80H erfolgt.
A1 und A2 können beliebig sein, da das die Adressen A8 und A9 für Modulbereiche sind
A3 muß 0 für Q1 und 1 für Q0 sein
A4 muß 1 sein (invertiertes /MAD)
A5 muß 1 sein (invertiertes /IORQ)
A6 muß 1 für Q0 und 0 für Q1 sein
A7 muß 0 sein (liegt hart auf GND)

A7 könnte man auch ganz weglassen, aber warum sinnlos Fuse-Bits brennen, wenn sie nicht wirklich gebraucht werden.

Aber letztendlich wäre der Originalinhalt natürlich immer besser, falls der, wie Du schon geschrieben hattest, auch für die anderen beiden Datenpins noch Werte für zukünftige Sachen enthält.

Viele Grüße,
Sven.

Dieser Beitrag wurde am 05.01.2021 um 10:59 Uhr von schlaub_01 editiert.
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021
12.01.2021, 18:29 Uhr
schlaub_01



So, Bert hatte das nochmal genauer sich angeschaut. In meiner Berechnungsformel war noch ein kleiner Denkfehler drin.
So passt das jetzt auf jeden Fall:


Quellcode:

M120 - PROM:

0x0000 : FFFFFFFFFFFFFFFF
0x0010 : FFFFFFFFFFFFFFFF
0x0020 : FFFFFFFFFFFFFFFF
0x0030 : FFFFFFFFFFFFFFEF
0x0040 : FFFFFFFFFFFFFFFF
0x0050 : FFFFFFFFFFFFFFFF
0x0060 : FFFFFFFFFFFFFFFF
0x0070 : FFFFFFDFFFFFFFFF
0x0080 : FFFFFFFFFFFFFFFF
0x0090 : FFFFFFFFFFFFFFFF
0x00A0 : FFFFFFFFFFFFFFFF
0x00B0 : FFFFFFFFFFFFFFEF
0x00C0 : FFFFFFFFFFFFFFFF
0x00D0 : FFFFFFFFFFFFFFFF
0x00E0 : FFFFFFFFFFFFFFFF
0x00F0 : FFFFFFDFFFFFFFFF



Die Adressbits 8 und 9 habe ich mal auf 0 gelassen. Ich hoffe, daß der Fall mit unterschiedlichen Adressbereichen auf einem Modul so nicht vorkommt. Das oberste Bit ist jetzt auch unabhängig, obwohl es ja fest auf Masse bei dem Modul liegt.

Viele Grüße,
Sven.

Dieser Beitrag wurde am 12.01.2021 um 18:31 Uhr von schlaub_01 editiert.
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022
15.01.2021, 16:58 Uhr
Bert



Sven war so freundlich und hat mir zwei programmierte PROMs überlassen.
Diese wurden beide getestet und sie funktionieren.
Vielen Dank dafür!

Da im PROM tatsächlich nur zwei Bitpositionen aktiv sein müssen hier der finale Inhalt:

Quellcode:

0x00: FFFFFFFFFFFFFFFF
0x10: FFFFFFFFFFFFFFFF
0x20: FFFFFFFFFFFFFFFF
0x30: FFFFFFFFFFFFFFEF
0x40: FFFFFFFFFFFFFFFF
0x50: FFFFFFFFFFFFFFFF
0x60: FFFFFFFFFFFFFFFF
0x70: FFFFFFDFFFFFFFFF
0x80: FFFFFFFFFFFFFFFF
0x90: FFFFFFFFFFFFFFFF
0xA0: FFFFFFFFFFFFFFFF
0xB0: FFFFFFFFFFFFFFFF
0xC0: FFFFFFFFFFFFFFFF
0xD0: FFFFFFFFFFFFFFFF
0xE0: FFFFFFFFFFFFFFFF
0xF0: FFFFFFFFFFFFFFFF



Testen lässt sich das, in dem man das Modul z.B. im Schacht 8 betreibt und mit SWITCH (neueres CAOS) oder MODUL (CAOS 4.2) alle Strukturbytes ausliest. Am Pin 11 des MH47S287 gibt es dann einen kurzen Puls von 1,4 µs nach 0V.

Quellcode:

%SWITCH
-- -- -- CAOSE ON
00 FF 03 RAM0 ON
01 FF 01 BILD 0 ON
02 FF 00 USER 0 OFF
03 FF 03 RAM8 0 ON
04 FF 00 RAM4 0 OFF
05 FF 00 CAOSC ON
08 F0 00 8K CMOS-RAM



Beim Schreiben des Steuerbytes gibt es einen entsprechenden low-Puls am Pin 12 des PROMs:

Quellcode:

%SWITCH 8 43
08 F0 00→43


Außerdem sollte nach diesem Befehl die LED an der Modulfront leuchten.


robbi hatte die Idee statt des PROMs einen GAL 16V8 zu verwenden.
Das funktioniert auch:

Ich habe in die Fassung für den PROM noch eine 20-polige Fassung für den GAL gesteckt.
Damit Platz ist, muß ggf. der Kondensator C17 entfernt werden.
Anschließend wird noch Pin 10 mit GND verbunden.

Mit den folgenden Gleichungen lässt sich die Funktion des PROMs nachbilden:

Quellcode:

; PINOUT 1..10, 11..20
RD    IORQ  MAD   WR   ABL80  /AB8   /AB9  NC    NC    GND
NC    NC    NC    NC   RDSTR  WRCTR  GND1  GND2  GND3  VCC

; GALASM-Merkhilfe:
; +     OR
; *     AND
; /     NOT

; EQUATIONS

/RDSTR = RD * /WR * IORQ * MAD * /ABL80 * /AB8 * /AB9
/WRCTR = WR * /RD * IORQ * MAD * /ABL80 * /AB8 * /AB9

; Ausgänge, die auf GND liegen müssen (siehe Layout)
GND1 = GND
GND2 = GND
GND3 = GND



Der einzige Punkt, der für mich noch offen ist, ist die Funktion der Teilschaltung um den Transistor V1:


Offenbar soll die ganze Mimik dazu dienen Schreibzugriffe auf die SRAMs bei Unterspannung zu unterbinden. Dazu wird mit R9 eine Schaltschwelle für den Komparator A302 festgelegt.
Ich nehme mal an, das da 4V oder 4,5V ein guter Wert ist. Der Kondensator C3 sorgt für ein verspätetes Zuschalten (aber vermutlich auch für ein langsameres Abschalten).
Der Ausgang des A302 ist open collector, deswegen gibt es R4 als Pullup-Widerstand. Mit C15 wird die Flanke etwas flacher gemacht.
Das Ausgangssignal dient auch gleich dazu die /CS-Signale für die SRAM am HCT138 freizugeben. Der DL002 gibt das /WE-Signal frei, wenn beide Eingänge auf low sind.
Allerdings hat der Ausgang gar nicht genug Bumms, um die LED V2 zu treiben. Abgesehen davon ist deren Vorwiderstand auch noch 3,9kOhm, so das diese nur glimmt.
In meinen Augen kann das so nicht richtig funktionieren, da dort nirgendwo gescheite 5V anliegen.
Vielleicht kann mir jemand helfen, den Knoten im Kopf zu entwirren.

Viele Grüße,
Bert

Dieser Beitrag wurde am 15.01.2021 um 16:58 Uhr von Bert editiert.
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023
15.01.2021, 17:37 Uhr
u.nickel



Hallo Bert,
geht es denn bei V2 überhaupt um ein Leuchten?
Mir scheint es nach kurzem "über die Schaltung schauen" eher, das es irgendwie um die Schwellspannung der LED geht.
Also irgendwas mit Schaltschwelle/Hysterese oder so?

Grüße
Uwe
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024
15.01.2021, 18:21 Uhr
PIC18F2550

Avatar von PIC18F2550

Der Transistor wird wie zwei Dioden mit gemeinsamer Kathode missbraucht.
--
42 ist die Antwort auf die "Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest"
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025
15.01.2021, 19:07 Uhr
robbi
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Avatar von robbi

Es geht um die Schwellspannung.
Der Transistor arbeitet in Basisschaltung. Die Basis liegt durch die LED auf einem Wert zwischen LOW und HIGH, wenn der A302 die 4...4,5V erkannt hat und sein Ausgang LOW wird. Der Transistor wird von der Basis gesteuert.

Bei meinem SRAM-Modul habe ich das 1989 ähnlich gemacht:



Hier habe ich die /CS und /OE-Signale auf diese Weise im stromlosen Zustand des Moduls abgekoppelt. Daß es auch einfacher geht, war mir damals noch nicht klar.

Danke an Sven und Bert für die Hilfen.

Nachtrag:
Die LED soll also gar nicht leuchten. Das Glimmen ist nur ein Zeichen, daß sie die Schaltschwelle stabilisiert. Mit einer modernen LED, die nur einen Bruchteil des Stromes braucht, leuchtet es dann richtig.

Nachtrag 2:
Alles Notwendige mit Bildern.
--
Schreib wie du quatschst, dann schreibst du schlecht.

Dieser Beitrag wurde am 18.01.2021 um 18:49 Uhr von robbi editiert.
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