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Robotrontechnik-Forum » Technische Diskussionen » ab wann wurde GaAs eingesetzt? » Themenansicht

Autor Thread - Seiten: -1-
000
24.03.2020, 10:47 Uhr
sebastian czech

Avatar von sebastian czech

Hallo!
Mal eine Frage an unsere Halbleiter-Spezis. Ab wann kam GaAs (nicht nur in der DDR sondern international) in Einsatz. Bzw. ab wann wurde damit geforscht und ab wann ungefähr wurde es in der Produktion genutzt?

Vielen Dank!
--
biete 3-Raum-Computer 96m², Dusche, WC, Zentralheizung, Ferritkerngrill...(nicht ganz) ruhige Wohnlage....zum Zeitwert...
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001
24.03.2020, 11:20 Uhr
runni



Moin, Heinrich Welker hat um 1950 GaAs entdeckt, um 1962 durch Hick Holonyak zur marktreifen LED weiter entwickelt.
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002
24.03.2020, 11:36 Uhr
Rolli



Ich vermute, Sebastian bezieht sich auf GaAs-ICs, die wegen der spezifischen Eigenschaften insbesondere für Höchstfrequenzanwendungen genutzt werden.
Wikipedia hält sich allerdings mit Jahreszahlen zurück.
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003
24.03.2020, 11:56 Uhr
runni



Bei digitalen ICs war Cray im Bereich GaAs unglaublich weit, die Module der Cray 3 sehen heute noch aus als wären sie 50 Jahre weiter in der Entwicklung. Ab 1988 hat er Schaltkreise mit GaAs eingesetzt.
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004
24.03.2020, 11:58 Uhr
R09

Avatar von R09

Einen Weg den man beschreiten könnte um der Sache näher zu kommen.
GaAs Fet´s wurden sicher von HP Tectronix und W&G in ihren Messgeräten verwendet. Die Kenner dieser Geräte könnten wissen ab welchem Jahr diese Firmen solche Bauteile verbaut haben.
Grüsse Bernd
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005
24.03.2020, 12:14 Uhr
Andreas



Wenn es allgemein gefragt ist, so gehören da ja auch Tunneldioden dazu.Ich habe hier ein Buch über Tunneldioden von General Electric aus 1961 als PDF.
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Viele Grüße
Andreas
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006
24.03.2020, 13:26 Uhr
sebastian czech

Avatar von sebastian czech

Hallo!
Ich habe eine Idee zu einem Buch, daher mein Interesse. Mir ist bewußt, daß da schon lange dran geforscht wurde aber ich meine, ab wann es massenwirksam wurde.

Bzgl. LEDs: GaAs ab den roten oder ab welcher Farbe?

Steckt im A5120 GaAs?
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007
24.03.2020, 13:27 Uhr
Buebchen



@Andreas
Hallo!
Die ersten Tunneldioden waren Germanium Tunneldioden.
In der DDR wurden ab 1988 GaAs Transistoren und Schaltkreise am Zentralinstitut für Elektronenphysik im Galliumarsenidtechnikum in Adlershof entwickelt und die Transistor und IC-Chips produziert. Dabei wurde mit TESLA in der Tschechoslowakei zusammengearbeitet. Sie produzierten zu der Zeit schon GaAs Leistungstransistoren mit geringerer Transitfrequenz. Ich habe eine Streichholzschachtel mit 5 Stück in die Hand gedrückt bekommen, mit der Bemerkung gut darauf aufzupassen, "das ist ein Wartburg". Das Institutsteil ist nach der Wende in Ferdinand- Braun Institut umbenannt worden. Ein mit den in Neuhaus verkappten Transistoren aufgebauter Satelitenempfänger wurde beim Empfang eines Satelitensenders ab dem 7.10.1989 im Institut vorgestellt. Näheres zu GaAs FETs ist in der RFE berichtet worden. Mein Exemplar hat die vielen Umzüge leider nicht überlebt.
In den letzten Tagen der DDR wurde nach der Evaluierung des Institutsteiles eine Serie 40GHz HEMTs für Siemens produziert. Das waren damals nach meiner Information die schnellsten Transistoren, ich kann mich aber auch irren, da die Informationen über andere Entwicklungen damals ohne Internet noch dürftig waren.
https://www.fbh-berlin.de/fileadmin/downloads/Press/MOS419_schlaue_Leute_Laser_web.pdf
Wolfgang

Dieser Beitrag wurde am 24.03.2020 um 13:42 Uhr von Buebchen editiert.
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008
24.03.2020, 13:34 Uhr
Rüdiger
Administrator



Zitat:
sebastian czech schrieb
Steckt im A5120 GaAs?



Netzteilüberwachungskarte (rot) und Standby-Netzteil (gelb, grün).
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Kernel panic: Out of swap space.
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009
24.03.2020, 14:20 Uhr
sebastian czech

Avatar von sebastian czech

@Rüdiger: Die dienen bei der Ü-Karte zur Anzeige, ebenso in den Laufwerken und Tastatur. Im NT als Stabi?
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010
24.03.2020, 14:47 Uhr
Rüdiger
Administrator



Zitat:
sebastian czech schrieb
@Rüdiger: Die dienen bei der Ü-Karte zur Anzeige, ebenso in den Laufwerken und Tastatur. Im NT als Stabi?



Nö, zur Signalisierung des Ablaufs der Sperrzeit und zur Signalisierung des Eingeschaltet-Zustands.
Als Stabi wurden LEDs im K8905 und in der UVA benutzt.

Ein wenig GaAs hast Du im A5120 auch auf der ASS-Karte und in den STMs: Optokoppler MB104.
--
Kernel panic: Out of swap space.
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011
24.03.2020, 16:51 Uhr
Mystic-X



erste kommerziell in Massen produzierte LED: http://www.lamptech.co.uk/Spec%20Sheets/LED%20Monsanto%20MV1.htm
Das ist Galliumarsenidphosphid.
Aluminiumgalliumarsenid wurde für infrarote und rote LEDs verwendet. Reines Galliumarsenid imho nur für infrarote LEDs bzw. für Tunneldioden u.Ä. Das einige Tunneldioden auch IR emittieren soll im Herbst 1961 erkannt worden sein aber da wiedersprechen sich die Quellen teils.
--
Gruß
Markus

Dieser Beitrag wurde am 24.03.2020 um 17:26 Uhr von Mystic-X editiert.
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012
25.03.2020, 16:41 Uhr
Drahtlos



Zum Halbleitersymposium 1989 gab es drei Beiträge zur Entwicklung von GaAs-Transistoren bei der AdW im Auftrag von MSN (Bd. 1 S. 21 und S. 50, Bd. 3 S. 274). Dort steht, dass in der DDR Muster ab 1988 zur Verfügung standen. Die Serienproduktion war für 1990 geplant.
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