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Robotrontechnik-Forum » Technische Diskussionen » POLY-COMPUTER 880 NT defekt - brauche Hilfe » Themenansicht

Autor Thread - Seiten: -1-
000
15.10.2018, 22:46 Uhr
robotroner



Hallo
war das Wochenende als Aussteller beim VCFB und konnte dort einen günstigen def. POLYCOMPUTER 880 erwerben. Handbücher dazu waren bei.
Heute habe ich mich rangesetzt --- LED leuchten ganz kurz auf --- dann nichts mehr.
Alles ausgebaut - Netzteil keine Spannung - Sicherungen o.k. Netzspannung liegt an.
Ausgebaute Rechnerplatine mit ext. Labornetzteil mit 5V versorgt (Platine Bauteilseite 2. Kontakt von unten) , LED-Anzeige funktioniert, reagiert auf RESET, MON und M CYCL aber Siebensegmentanzeige total "tot"

Habe schon im Forum gesucht und auch den Schaltplan gefunden aber nicht NT.
Ein Link dazu Z1013/foren/poli880-netztei.zip ist leider "Not Found"
Hat jemand den Netzteil-Schaltplan ?
Der Verbindungsstecker hat ja 6 Anschlüsse (2X Masse 4 ?) Die Spannung für den Fernschreiber brauche ich anfangs nicht, 5V angeschlossen - aber die restlichen 3 ???

Wäre toll, wenn ich diesen Oldie neben meinem LC80 funktionsfähig bekommen würde.

Ralf aus Berlin
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001
15.10.2018, 23:22 Uhr
Andreas



Hallo,

Vielleicht helfen die Handskizzen.




Viele Grüße
Andreas
--
Viele Grüße
Andreas

Dieser Beitrag wurde am 15.10.2018 um 23:23 Uhr von Andreas editiert.
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002
15.10.2018, 23:50 Uhr
Webbi



Haja, der gute alte Poly 880,

da habe ich 1983 bei VEB Polytechnik u.a. die große Leiterplatte in Frankenberg/Sa geprüft.
Dazu gab es einen speziellen Prüfcomputer. Der wurde anstatt der CPU über einen filigranen Adapter angesteckt (und über die Steckverbinder der LP)
und der hat alle Signale auf der Leiterplatte durchgetestet.

Die meisten Fehler waren Kurzschlüsse zwischen den engen Leiterbahnen durch das Schwallöten. War ne tolle Zeit. :-)

Das Netzteil war auch ganz lustig. Manchmal waren die großen Elkos
falschrum montiert. Diese flogen uns dann bei der Prüfung um die Ohren!
:-O

Pläne habe ich leider keine mehr davon.

Grüße

Webbi
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003
16.10.2018, 15:35 Uhr
RP



"Die meisten Fehler waren Kurzschlüsse zwischen den engen Leiterbahnen durch das Schwallöten"

Ich habe erst in den vergangenen Wochen einen 880 repariert, Fehlerbild wie von dir beschrieben, zwei RAM und unzählige Unterbrechungen der Draht Brücken durch kalte Lötstellen, die Anzeige ging nicht durch Unterbrechungen auf der Anzeigeleiterplatte.
Zwei Kurzschlüsse, die sicher nach der Prüfung übersehen wurden, schlummerten auch noch auf der Leiterplatte.

Rolf

Die Anzeige Leiterplatte hatte Unterbrechungen, da die Transistoren für die Segment Anzeige gegen die Glasplatte drückten und zwei Leiterzüge mechanisch durch die Spannungen getrennt waren.
Noch ein Hinweis, die Leiterplatte verträgt keine Mehrfachlötung, ich habe für alle RAM IC Fassungen eingebaut.

Dieser Beitrag wurde am 16.10.2018 um 17:49 Uhr von RP editiert.
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004
16.10.2018, 18:36 Uhr
robotroner



Andreas: Vielen Dank für die Handskizzen, das hilft schon mal weiter.

Ralf
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005
23.10.2018, 20:56 Uhr
selco



Die ROMs brauchen ausser den +5V noch -5V und +12V.
Das die Anzeige kurz aufleuchtet, könnte richtig sein. Wenn ich mich recht erinnere, wird die Anzeige automatisch durch zwei Schieberegister geschoben. Wenn keine neues Muster von der CPU geschrieben wird, dann läuft das aktuelle Muster blitzschnell raus und nichts ist mehr zu sehen. Wenn Du nur +5V verwendet hast und die ROMs damit keine sinnvollen Daten/Monitorprogramm liefern(?), könnte ich mir das so vorstellen...
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006
24.10.2018, 02:24 Uhr
Pollyplay




Zitat:
selco schrieb
Die ROMs brauchen ausser den +5V noch -5V und +12V.


Du meinst sicher die 1K EPROMs U555.


@Webbi,
Grüße an einen ehem. Kollegen.
Dann müsste dir auch ein Herr "Mostrich" bekannt sein.
Das Gebäude kannte ich.
Kennst du einen Ulf?
Der Rüdiger, Chef des Forums, fragte mich :
"Besitzt Du zum Poly880 das Arbeitshandbuch Teil 2?"
Ist dir so etwas bekannt?

Dieser Beitrag wurde am 24.10.2018 um 13:18 Uhr von Pollyplay editiert.
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007
24.10.2018, 15:47 Uhr
robotroner



Hallo,
vielen Dank für die Antworten.
Konkret - es ist ein Gerät im Koffer mit Zusatz-NT und damit EPROMS 115128.01

Trafo scheint in Ordnung zu sein (Sekund. Spannungen liegen an ) an den 3 gr. ELKOs 11.99 Gleichspannung - nach dem gr. Regeltransistor - nichts, auch die anderen Spannungen fehlen -- vielleicht der Regel-IC723 ???

Will mich jetzt erstmal nicht mit dem NT aufhalten, bevor klar ist, ob das Rechenteil arbeitet.
Also ausgebaut und EPROMs angesehen -"-Schock" -- 1. IC ein U2732 (Inhalt alles FF also leer oder defekt) falls der mal mit -5V und 12V betrieben wurde ????
2. EPROM 2708 --- kann diesen Typ leider weder lesen noch beschreiben.

Also war jetzt Umbau angesagt, um mit 5V vom Fremdnetzteil zu arbeiten.
2708 bzw. U555 kommen für mich nicht in Frage, daher habe ich aus meinem KC-Modul 025 zwei 2716 genommen und programmiert.( bm039.bin und bm040.bin)
Die Daten habe ich von volkerp - Internetseite. Ihn konnte ich auch persönlich beim VCFB 2018 auf unserem Stand vom ABBUC/ATARI kennenlernen.
Natürlich mußte ich noch PIN 19 auf Masse legen (A10 also aus), denn dort sollten ja beim 2708 +12 V liegen.
Und siehe da ---- der Rechner meldet sich wie gewünscht mit POLY-880, zu früh gefreut :

RESET funktioniert und auch MEM und REG mit entpr. Anzeige im ersten Byte und bei REG auch 2.Byte mit AF, IY usw. dann EXEC-TASTE - hängt, keine 7-Segm. Anzeige
Adr. 3FFF Dat FF
--- bei MEM 1.Byten Kommandoanzeige, Adresseingabe (0-F) nur kurzes "Zucken" keine weitere Reaktion (bin. LED-Anzeige Adr. 01FF, Dat FF) , das Gleiche bei Go (Adr. Bit 9 und E "glimmen")
Habe die gesockelten ICs (2* U855 und 1* U857) getauscht - keine Veränderung.

Nun grübel, grübel oder noch ein paar Tips von euch.

Ralf
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008
24.10.2018, 16:26 Uhr
Andreas



Hallo Ralf
Wenn Du russische RAM drin hast so ist bestimmt mindestens einer fehlerhaft.Bei meinem waren3 Stück defekt.Sie hatten aber nur einzelne defekte Speicherstellen.Auf der Seite von VP sind 2 RAM-Testprogramme RAM1_Test und RAM2_Test.Die habe ich in einen EPROM gebrannt.Das Programm blieb dann beim ersten Fehler stehen.RAM gewechselt und neu gestartet.Nächsten RAM ermittelt. Ich hatte natürlich Glück das ich den EPROM noch gezielt starten konnte.
Du kannst mit etwas Mut auch Robbis Methode nehmen (also im ausgechaltenen Zustand einen neuen RAM federnd drauf drücken und Rechner starten).
Bei den Netzteilen solltest Du Dir die Sicherungshalter GENAU ansehen.Da ist eine Korrosionsschicht drauf!!!

Andreas
--
Viele Grüße
Andreas

Dieser Beitrag wurde am 24.10.2018 um 16:53 Uhr von Andreas editiert.
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009
24.10.2018, 17:37 Uhr
robotroner



Hallo Andreas,
also zum NT, Sicherungshalter habe ich erneuert - keine Reaktion.
Es sind wirklich russ. RAM drin, das könnte natürlich sein.
Ich kann aber kein Programm "eintippen", da nach MEM keine Adresseingabe möglich ist.

RAM1_TEST habe ich, im Assemblertext ist ORG 4000H angegeben also RAM-Bereich.
Wenn ich die in EPROM brenne , wie werden die dann gestartet ?
Suche gerade die Adressen von den beiden Zusatzsteckplätzen ROM/EPROM. Dort könnte ein Programm rein ------ aber wie starten, denn nach GO ist auch keine Adresseingabe möglich.

Ralf
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010
24.10.2018, 20:01 Uhr
Pollyplay




Zitat:
robotroner schrieb
Natürlich mußte ich noch PIN 19 auf Masse legen (A10 also aus), denn dort sollten ja beim 2708 +12 V liegen.


Bei den ABS Platinen ist die 19 mit der 18 verbunden worden und die 21 auf +5V. Und die Zuleitungen aufgetrennt.

http://www.quicktrip.co.nz/jaqblog/home/114-blog28c16

Dieser Beitrag wurde am 24.10.2018 um 20:05 Uhr von Pollyplay editiert.
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011
25.10.2018, 15:48 Uhr
selco



Wenn Du das Gerät mit einer anderen Stromversorgung betreiben möchtest, wie machst Du das (mechanisch)?
Drähte anlöten? Oder irgebdwie Adapter-Stecker basteln? Weiß jemand, wie der Stecker/Buchse der Stromversorgung heißt, so daß man ein Verlängerungskabel bauen könnte?

(Ich habe iigendwo einen Wackelkontakt, der Poly spinnt manchmal und ein kleiner Klaps an den Koffer behebt oder erzuegt das Problem. Da wäre mal wackeln und klopfen bei ausgebauter aber laufender Platine angesagt, um die Stelle zu finden...)
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012
25.10.2018, 16:15 Uhr
RP



Die in 003 beschriebenen kalten Lötstellen machten sich alle als Wackelkontakt bemerkbar. Da brauchst du nichts verlängern, im Ausgebauten Zustand kommt man sehr gut an alle Leiterplatten, durch vorsichtiges klopfen und drücken kannst du den "Wackler" gut eingrenzen.
Mit einer Lupe die Lötstellen der unzähligen Drahtbrücken anschauen, einige Kupferdrähte waren nicht verzinnt und steckten lose in der Lötstelle.


Rolf
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013
25.10.2018, 18:51 Uhr
robotroner



Hallo selco,
....da ich noch bei der Fehlersuche bin, ist die Rechnerplatine ausgebaut und Drähte unten an den Kontakten des (abgezogenen) Stromversorgungsstecker angelötet.
Ich nutze z.Z. ein Labornetzteil, da kann ich auch auf AMP umschalten, um zu sehen welcher Strom fließt.
Habe gerade noch versucht die EPROMs neu zu brennen, diesmal mit den "poly880a(b).rom aus dem KCemu. Es bringt aber auch nichts. Die scheinen identisch mit denen von volkerp Webseite zu sein.

Eine Frage zu diesem KCemu : In dem Verzeichnis ist auch noch "sc1.rom" mit 4 KB,
wozu dient das und wie kann man ein 4K EPROM in den POLY einbauen ?


Ralf
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014
27.10.2018, 23:34 Uhr
Pollyplay



Man kann 4K EPROM einbauen.
Dazu hatte ich schon einmal geschrieben.

Im Original ist es so, dass gedoppelt wird (evtl. sogar 4-fach?) und dass die EPROMs invertiert beschrieben sind, aufgrund fehlender Treiber.
Die Programme sind also invertiert.


Die Umrüstung auf 4K wie folgt:

Rechts neben dem ersten ROM sind Brücken zum Steckverbinder.
Eine Brücke von der 19 und auch 21. Die müssen raus. Die Cs auch.

Und dann noch schauen, wo die AB10 und AB11 ist und verbinden.


Vom U880 Pin 40 gehts zu Pin1 D104D. Wird invertiert. Pin 2 geht mit grüner Leitung zur LED und zu Pin3. Wird invertiert auf Pin 4. Von Pin 4 gehts zum BUS-Verbindungsstecker nach außen und zu einem freien Auge neben einem Schraubenkopf unterhalb der 4. Fassung. Von dort muss verbunden werden.

Das ist die AB10, die 11. Leitung, also zur 19 .


Vom U880 Pin 1 gehts zu Pin5 D104D. Wird invertiert. Pin 6 geht mit grauer Leitung zur LED und zu Pin9. Wird invertiert auf Pin 8. Von Pin 8 gehts zum BUS-Verbindungsstecker nach außen und zu einem freien Auge neben der Brückeneinmündung. Von dort muss verbunden werden.

Das ist die AB11, die 12. Leitung, also zur 21 .

Hinweis:
Von dem RAMs gehen 10 Leitungen zur BUS-Buchse und darunter sind die 11 und die 12 .

Dieser Beitrag wurde am 27.10.2018 um 23:40 Uhr von Pollyplay editiert.
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015
28.10.2018, 01:11 Uhr
kaiOr

Avatar von kaiOr


Zitat:
robotroner schrieb
Eine Frage zu diesem KCemu : In dem Verzeichnis ist auch noch "sc1.rom" mit 4 KB,
wozu dient das und wie kann man ein 4K EPROM in den POLY einbauen ?


Hier handelt es sich um das auf den Poly880 angepasste Schachprogram vom SLC1 (Schach- und Lerncomputer), nicht zu verwechseln mit Schachcomputer SC1, auch wenn es so in der Hilfe zum Emulator steht.
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