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Autor Thread - Seiten: -1-
000
11.10.2017, 22:05 Uhr
Hacki



Liebe Freunde und -innen,

ich habe lange gezögert, aber jetzt soll es sein.
Ich habe 1968, als angehender Ingenieur für Fermelde- und Fernsprechwesen von der Deutschen Post durch einen Freund zum VEB maschinelles Rechnen Frankfurt (Oder)als Programmierer gewechselt.
Zunächst waren es nur Stecktafeln, die durch entsprechende Kabel einen R100 in Bewegung setzten.
Mit der Einführung des R300 wechselte ich sofort. Meine erste große Aufgabe war ein Daten-Pflegeprogramm für die Volkszählung 1972 (VBWGZ, Die gelbe Gefahr) und es folgten viele, mehr oder weniger große Aufgaben. In Vorbereitung der ESER-Technik war ich in der Forschungsabteilung, beschäftigte mich wochenlang mit der sog. ASS-PU (Assembler, Programmierte Unterweisung), die wir jeden Feierabend in einem spez. Tresor sichern mussten.
Alsdann schulte ich einige, auserwählte Mitarbeiter in Assembler und als Abschluss der Vorbereitungen sollten wir zu einer Spezialschulung nach Wien zu IBM reisen.
Die Anderen durften, ich nicht, da ich erst 1961 von Wien in die DDR verzogen war (sicher ist sicher).
Egal, programmieren durfte ich weiterhin (ziemlich erfolgreich) und auch an einem mehrwöchigen Praktikum im GRZ Dresden an einer IBM 360 teilnehmen.
Egal.
Worum es mir geht ist Folgendes:
1972 (glaube ich) lief im DDR-Fernsehen, im Rahmen des Bildungsfernsehens, eine Serie zum R300, zu deren Teilnahme vor Allem "Leitungskader" verpflichtet waren.
Ganz überraschen wurde ich, nach entspr. Tests, als Lektor für diese Sendungen auserwählt und drehte ca. 4 Sendungen.
Sofort nach der Wende habe ich mich im Berliner Fernsehmuseum erkundigt, ob von dieser Sendungsreihe noch Rudimente vorhanden sind, was leider verneint wurde.
Gibt es vielleicht noch irgendwo Kopien dieser Sendung ?
Ich programmiere übrigens noch heute (mit 76 Jahren), uzw. in Delphi.

Viele Grüße an Euch

Günter Hackensellner
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001
12.10.2017, 21:47 Uhr
Micha

Avatar von Micha

Hallo Hacki,

sehr interessante Geschichte! Vor paar Jahren hab ich mal auf ebay eine 16mm Filmrolle ersteigert. Inhalt: eine populärwissenschaftliche Sendung zum Thema Computer, am Beispiel des R300. Vorgetragen von so einer lustigen Tante, mit (aus heutiger Sicht) krasser 60er Jahre Frisur und Brille ;-)

Forumsmitglied Arth war damals so nett bzw. hat sich die Mühe gemacht, das Ganze zu digitalisieren.

Frag mal Arth, ansonsten kann ich auch mal in meiner Datenmüllhalde umgraben...

Viele Grüße!

Micha
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002
13.10.2017, 09:57 Uhr
ROBOTROONIE



interessante Geschichte.

Mir fällt da nur das Rundfunkarchiv ein.
Wurden da nicht auch die Filmrollen des Polizeirufes "im Alter von" gefunden? Zitat "Gefunden worden war das Material bei der Aufarbeitung des Rundfunkarchivs Babelsberg."

Edit:
"Neben den schriftlichen Überlieferungen findet sich im DRA Babelsberg das audiovisuelle Erbe des DDR-Rundfunks (1945–1991) und Fernsehens (1952–1991) mit ca. 180.000 Filmbüchsen, 120.000 Videokassetten, 10.000 DVDs sowie ca. 450.000 Wort- und Musik-Tonträgern.
Privatpersonen und kommerziell arbeitende Einrichtungen können, soweit rechtlich zulässig, die Bestände des DRA gegen eine Gebühr nutzen."
von https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Rundfunkarchiv
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Dieser Beitrag wurde am 13.10.2017 um 10:15 Uhr von ROBOTROONIE editiert.
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003
14.10.2017, 10:30 Uhr
Bert



Mit der Sendung kann ich nicht dienen, aber ich habe auf Arbeit noch folgendes Relikt rumliegen:


Viele Grüße,
Bert
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004
14.10.2017, 18:52 Uhr
Micha

Avatar von Micha

dazu fällt mir jetzt spontan Loriot ein ;-)
Tatsächlich haben IT Menschen wohl schon immer so ne albernen Acronyme geliebt. MOPS für R300 gabs wirklich: (M)aschinen(O)rientiertes (P)rogrammier(S)ystem.

Jetzt bitte alle mal laut und herzlich lachen: das ist so lustig :-)
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005
14.10.2017, 19:39 Uhr
Rolanet

Avatar von Rolanet

Dann wäre die Frage, wo man die Mops-Programmkarte "einführt"...
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006
14.10.2017, 19:46 Uhr
Besserwisser

Avatar von Besserwisser


Zitat:
Bert schrieb
Mit der Sendung kann ich nicht dienen, aber ich habe auf Arbeit noch folgendes Relikt rumliegen:


Viele Grüße,
Bert



Ich glaube, diese Karten wurden auch als Schlüsselkarten in Chiffriergeräten der NVA verwendet.

http://www.nachrichtenbetriebsamt.de/argon2.jpg

Dieser Beitrag wurde am 14.10.2017 um 20:03 Uhr von Besserwisser editiert.
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007
14.10.2017, 22:22 Uhr
ROBOTROONIE




Zitat:
Micha schrieb
dazu fällt mir jetzt spontan Loriot ein ;-)
Tatsächlich haben IT Menschen wohl schon immer so ne albernen Acronyme geliebt. MOPS für R300 gabs wirklich: (M)aschinen(O)rientiertes (P)rogrammier(S)ystem.

Jetzt bitte alle mal laut und herzlich lachen: das ist so lustig :-)



so lustig fand ich das jetzt nicht. OPS war mir gleich klar.

Schlag doch mal nach, was TWAIN (bei Sannern) bedeutet....
Die lustigere Bedeutung davon hatte ich in einem Schulungsbuch als offizielle Erklärung.
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008
15.10.2017, 07:43 Uhr
ralle



Twain als solches bedeutet Zwei, laut Online-Übersetzer.
--
Gruß Ralle

Wenn Sie dazu neigen, Bedienungsanleitungen zusammen mit dem Verpackungsmaterial wegzuwerfen, sehen Sie bitte von einem derart drastischen Schritt ab!...
... Nachdem Sie das Gerät eine Weile ausprobiert haben, machen Sie es sich am besten mit dieser Anleitung und ihrem Lieblingsgetränk ein oder zwei Stunden lang in Ihrem Sessel bequem. Dieser Zeitaufwand wird Sie dann später belohnen...

aus KENWOOD-Bedienungsanleitung TM-D700
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009
15.10.2017, 11:30 Uhr
ROBOTROONIE



im Buch stand "toolkit without an important name"
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