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25.03.2026, 23:40 Uhr
Guido
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Nabend!
Ich hatte heute ein ganz merkwürdiges Problem beim Löten einer "Print-Klemme"
Beide Pins wollten ums Verrecken nicht wirklich Zinn annehmen.
Ich löte bestimmt schon über 50 Jahre mit allem was irgendwie warm macht (selbst glühender Nagel ging schon), doch heute legte ich mir die Karten.
 Dieser Pin wollte nicht wirklich Zinn annehmen. Egal mit welchem Flussmittel auch immer. Und nicht nur dieser, sondern alle ganz frisch beim Segor in Berlin gekauften Print-Klemmen.
 Ich habe die Metallteile ausgebaut, die Pins penibel metallisch blank gemacht (gekratzt und Glashaarpinsel) und separat verzinnt. Denkste, nimmt nichts an! (außer ein paar Fussel wie man im Foto sieht)
 Danach bin ich runter in die mechanische Werkstatt gehumpelt und habe Lötzeugs für Kupferrohre geholt. Damit ging dann was, wie man sieht.
 Das Kampfmittel dafür (gut 25 Jahre alt). Eigentlich für Wasserrohr- und Heizungsinstallation mit Kupferrohren gedacht, das war meine letzte Option.
 Sieht in der Makroaufnahme nicht so prickelnd aus, aber ist eine gute Lötstelle.
Was zum Geier ist da passiert?
Selbst wenn das Metall bis aufs blanke Messing freigekratzt/geschliffen war, hat es keinerlei Zinn angenommen. Verwendet wurde zunächst nur das im Zinn enthaltene Flussmittel (wie bei Millionen Lötstellen vorher auch). Dann habe ich extra Lötflussmittel zugegeben, nichts, Zinn perlt ab. Dann mit gutem alten Kolophonium, auch ohne Erfolg.
Erst das gezeigte Hammerzeugs aus dem Klempnerbereich brachte mich weiter.
Warum nicht bei blankem Messing (aus dem die Metallteile bestehen)
Guido -- Der Mensch hat drei Wege, klug zu handeln. Erstens durch Nachdenken: Das ist der edelste. Zweitens durch Nachahmen: Das ist der leichteste. Drittens durch Erfahrung: Das ist der bitterste. Konfuzius
Wer immun gegen ein Minimum an Aluminium ist, der hat eine Aluminiumminimumimmunitität. Dieser Beitrag wurde am 26.03.2026 um 11:56 Uhr von Guido editiert. |