Lagerautomatisierungsanlage LAA5000

(Alias LAA 5000, LAA-5000, MSA 5000, MSA-5000)

In Lagerhäusern war man bestrebt, durch optimale Lüftung und Temperatur die Haltbarkeit des Lagergutes zu verlängern. Nachdem es in der Vergangenheit Lösungen auf einfacher Elektronik dazu gab, boten sich in den 1980er Jahren Mikroprozessor-gesteuerte Lösungen für die Problematik an, Lüftungsanlagen, Heizungen und Kältemaschinen zu steuern. Im Jahr 1988 präsentierte das Geräte- und Reglerwerk Leipzig, genau gesagt sein Zweigwerk in Erfurt, eine verteilte, skalierbare Automatisierungslösung. Die Speziallösung LLA5000 wurde aus der allgemeinen Lösung "Modulares System für Automatisierungsanlagen MSA5000" abgeleitet, die auch für Hotels, Halbleiter-Produktionsanlagen, Geflügelzuchtanlagen und Kartoffellagerhäusern einsetzbar war.


Kopfstation Z500

(Alias Z 500, Z-500)

Die LAA5000 wurde von einer Kopfstation Z500 aus überwacht, die aus Rechner, Farbbildschirm, Tastatur, Magnetkassetteneinheit und Drucker bestand. Sie war über Netzwerk mit bis zu 16 Unterstationen verbunden und ermöglichte den Abruf der von den Vorortstationen erfassten Daten (Temperaturen, Schaltzustände) und gestattete auch den Eingriff in die Regelvorgänge (z.B. Änderungen der Sollwerte).


Computer Z500, hier an einer VSS5000

Da das Netzwerk Kabellängen bis 20 km haben konnte, war es möglich, mit einer Kopfstation mehrere geographisch getrennte Lager zu verwalten.


Unterstation M500

(Alias M 500, M-500)

In der zweiten Ebene der Anlage befanden sich bis zu 16 Mikroprozessor-bestückte Unterstationen M500, die per Netzwerk mit der Kopfstation kommunizierten und ggf. auch mit Bildschirm und Tastatur ausgerüstet werden konnten. An jede Unterstation konnte eine bestimmte Anzahl Vorortstationen V500 angeschlossen werden.


Unterstation M500



Vorortstation V500

(Alias V 500, V-500)

Die Mikroprozessor-bestückten Vorortstationen waren einerseits an Unterstationen M500 gekoppelt, andererseits bildeten sie die Schnittstelle zum Prozess: zum Anschluss verschiedener Sensoren und Stellglieder, letztere ohne Nachverstärkung mit einer Leitung bis 500W.


Vorortstation V500 (hier an einer GAA5000)

Innenansicht der V500



Verbleib

Es ist zu vermuten, dass keine LAA5000 bis heute überlebt hat.



Letzte Änderung dieser Seite: 03.01.2022Herkunft: www.robotrontechnik.de