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Robotrontechnik-Forum » Technische Diskussionen » A5120 Tastatur kleben » Themenansicht

Autor Thread - Seiten: -1-
000
28.11.2012, 10:35 Uhr
Rainer



Hallo,
gibt es Erfahrungen mit dem kleben von Gehäuseteilen des A5120, speziell der Tastatur? Ich habe einen solchen Trümmerhaufen geerbt, komplett mit defekten A5120, es sind aber alle "Bruchstücke" vorhanden. Mit was klebt man die Pur-Teile am haltbarsten, Sekundenschreck, Epoxydharz, oder was anderes?

Gruß
Rainer
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001
28.11.2012, 10:49 Uhr
TTL-Grab



Sekundenkleber ist dafür nicht geeignet. Da geht Epoxydharz sehr gut. Ich hatte ein ähnliches Problem und habe Pattex Stabilit dafür genommen. Verarbeitet sich sehr gut und hält wirklich bombenfest. Das hat eine offene Zeit von ca. 8-10 Minuten (je nach Temperatur), man kann also in aller Ruhe seine Teile sortieren, zwingen, klemmen usw.
Gruss Micha
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002
28.11.2012, 11:04 Uhr
Rüdiger
Administrator



Zitat:
TTL-Grab schrieb
Sekundenkleber ist dafür nicht geeignet.

Kann ich nicht bestätigen. Ich klebe die Gehäuse immer mit Cyanacrylat.
Es sollte allerdings ein ordentlicher Kleber sein (nicht gerade Uhu).
--
Kernel panic: Out of swap space.
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003
28.11.2012, 11:50 Uhr
TTL-Grab



Ja Rüdiger, im ersten Moment hält das. Aber versuche das mal nach einer Weile zu brechen, dann bricht es an der Klebestelle, und das darf nicht sein. Ich habe das unbestimmte Gefühl, das Cyanacrylat zersetzt sich mit der Zeit oder wird zumindest spröde. Und eigendlich ist der Hersteller ziemlich egal, die Chemie ist die selbe. Und gerade bei relativ porösen Materialien (wie die PUR-Teile am A5120) ist Sekundenkleber nicht das MIttel der Wahl.

Gruss Micha
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004
28.11.2012, 12:06 Uhr
felge1966

Avatar von felge1966

Ich würde so etwas auch mit Epoxyd Harz kleben. Bei so großen Teilen wie dem Tastaturgehäuse ist der Sekundenkleber auch preislich keine Alternative. Zudem er bei großen Klebeflächen Probleme mit dem Abbinden hat.

Gruß Jörg
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005
28.11.2012, 14:01 Uhr
RP



Ich klebe auch sehr viel und kann von den verschiedensten Sekundenklebern nur gutes Berichtden.
Diese Kleber sind aber begrenzt lagerbar!(auch ungeöffnet)
Auf den Flaschen von Loctite ist ein Verfallsdatum am Boden aufgedruckt.
Sekundenkleber ist nicht gleich Sekundenkleber.
Google mal nach Sofortklebstoff und deren verschiedensten Anwendungen
Es gibt unzählige unterschiedliche Klebstoffe auf selber chemischen Basis
von einem Hersteller je nach Anwendungsbereich.
Und dann auch noch der Preisunterschied; für 12g zwischen 24€ und 400€.
Das Sekundenkleber Klebestellen altern habe ich noch nicht festgestellt.

Gruß Rolf
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006
28.11.2012, 14:51 Uhr
Rüdiger
Administrator



Zitat:
RP schrieb
Google mal nach Sofortklebstoff und deren verschiedensten Anwendungen
Es gibt unzählige unterschiedliche Klebstoffe auf selber chemischen Basis
von einem Hersteller je nach Anwendungsbereich.

Ich habe gute Erfahrungen mit den Cyanacrylat-Klebern von Henkel und Tesa gemacht.
Bei anderen Herstellern bin ich teilweise böse hereingefallen.
--
Kernel panic: Out of swap space.
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007
28.11.2012, 16:22 Uhr
Guido
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Avatar von Guido

Hallo Leute,

für Kunststoffe gibt es keinen "Patentkleber". Je nach Art der Kunststoffes nimmt man spezielle Kleber. Polystrol klebt z.B. mit Kleber-A, der aber für Polycarbonat vielleicht völlig ungeeignet ist.
Ich mach für sowas immer einen "Anlösetest". Einfach irgendwo an unsichtbarer Stelle (Tastatur innen) einen Tropfen des Zeugs auftupfen, etwas warten und abwischen. Geht das spurlos weg, ist der ungeeignet! Das passiert leider zu 99%, nur selten hat man auf Anhieb Glück.
Epoxyde sind eigentlich völlig ungeeignet (außer für Duroplaste z.B. Bakelit) da sie nur oberflächig haften, aber nichts anlösen.
Sehr gute Erfahrungen habe ich mit einfachem Aceton gemacht, beide Seiten dünn einstreichen und sofort zusammen. Das Zeugs löst viele Kunststoffe an und verschweist diese (Kaltverschweissen). Am besten im (guten) Modellbauladen beraten lassen und wenn es geht ein Trümmerstück mitbringen.
Sekundenkleber gibt es auch speziell für Kunststoffe, dazu wird dann noch ein "Primer" mitgeliefert (ja, auch von UHU!). Das Zeug hat mir sogar an meiner teuren Kamera geholfen (Blitzschuh), kommt halt immer auf den Zweck an.
Aussagen wie "nicht gerade UHU" sind einfach gaga Letztlich verwenden alle Hersteller die gleichen Grundsubstanzen (eingedickte Lösemittel). Diese müssen halt zum Kunststoff passen und gut ist.

Guido
--
Der Mensch hat drei Wege, klug zu handeln.
Erstens durch Nachdenken: Das ist der edelste.
Zweitens durch Nachahmen: Das ist der leichteste.
Drittens durch Erfahrung: Das ist der bitterste.

Konfuzius
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008
28.11.2012, 16:31 Uhr
Rüdiger
Administrator



Zitat:
Guido schrieb
Aussagen wie "nicht gerade UHU" sind einfach gaga Letztlich verwenden alle Hersteller die gleichen Grundsubstanzen (eingedickte Lösemittel). Diese müssen halt zum Kunststoff passen und gut ist.

Auf den Schachtel steht meist drauf "Geeignet für viele Kunststoffe".
Wie auch immer: in meinem Umfeld scheinen nur Kunststoffe zu existieren, die nicht dazu gehören.

Letztens hatte ich versucht, Duroplast (Bakelit) zu kleben.
Nach 3 Stunden war der CA-Klebstoff auf der Klebestelle immer noch flüssig, die Teile fielen auseinander, nur an meinen Fingern wurde das Zeug sofort fest.
Dann hatte ich es mit CA-Klebstoff eines anderen Herstellers probiert und damit ging es auf Anhieb.

Offenbar quirlen die Hersteller doch unterschiedliche Sachen da rein.
--
Kernel panic: Out of swap space.

Dieser Beitrag wurde am 28.11.2012 um 16:52 Uhr von Rüdiger editiert.
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009
28.11.2012, 16:47 Uhr
TTL-Grab



Der Kleber muss den Kunststoff nicht unbedingt anlösen, es gibt ja auch noch andere molekulare Bildungen. Ein Beispiel, welches allerdings mit Kunststoff nichts zu tun hat: Silikon an Glas, das bekommst du mechanisch nicht mehr runter. Und das Glas wird dabei nicht angeätzt.
Gegenbeispiel: versuche mal Polystyrol mit Sekundenkleber zu kleben. Das löst es zwar an, aber die KLebestelle hält keine mechanischen Beanspruchung aus. Allerdings habe ich bis jetzt wirklich nur Wald- und Wiesen-Sekundenkleber benutzt.
Ich habe schon mehrmals erfolgreich gerissene Notebook-Displaydeckel mit Epoxydharz geklebt: richtig gut aufgerauht, Harz rauf und eine kleine Metallplatte als Armierung mit verklebt. Bis auf einen haben das alle bis heute überlebt, trotz an der Stelle hoher mechanischer Beanspruchung.
Und die PUR-Teile des A5120 sind ja nun an den Bruchstellen schon schön rauf. Da hält das Harz wie Teufel, selbst an solch kritischen Stellen wie den Verschraubungen der Metalllaschen.

Gruss Micha
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010
28.11.2012, 18:32 Uhr
sebastian czech

Avatar von sebastian czech

Ich nutze dafür einen DDR-Kleber namens Kaloform. Er besteht aus Methacrylsäuremethylester und PVC-Pulver. Auto-Reparatur-Epoxy neigt meiner Meinung nach zu ablösungen, wenn man die Flächen vorher nicht ordentlich behandelt und anrauht. Ansonsten ist Epoxy nicht verkehrt.

Cyanacrylat ist zu starr. Die PUR-Teile sind elastisch - auch, wenn sie nicht so aussehen.
--
biete 3-Raum-Computer 96m², Dusche, WC, Zentralheizung, Ferritkerngrill...(nicht ganz) ruhige Wohnlage....zum Zeitwert...
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011
28.11.2012, 23:08 Uhr
TTL-Grab



Hier ist übrigens ein ziemlich interessanter Thread im uC-Forum über Kleber:
http://www.mikrocontroller.net/topic/industriekleber-sekundenkleber#2646466
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012
07.01.2013, 13:55 Uhr
Rainer



so, hier das Ergebnis: nachdem die Klebeprobe mit einem Splitter und Sekundenkleber von Loctite am nächsten Tag schon bei leichter Belastung direkt an der Klebestelle brach habe ich Pattex Stabilit verwendet. Das ist absolut bombenfest geworden. Der Vorteil von Sekundenkleber ist seine dünnflüssigkeit, dadurch kann man die Bruchstücke perfekt fügen, die Klebestelle wird dann nahezu unsichtbar. Pattex Stabilit ist etwas dickflüssiger, da klappt das mit dem fügen nicht ganz so. Das muß jetzt die Farbe richten...
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013
07.01.2013, 18:50 Uhr
holm

Avatar von holm

Die Gehäuseteile sind aus PUR Schaum, ich hätte es deswegen mit einem PUR Gießharz probiert zu kleben.. (Sorry, ich habe eine angelernte Allergie gegen Sekundenkleber..)

Gruß,

Holm
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