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Robotrontechnik-Forum » Sonstiges » [S] Schaltung vom Bandgerät Tesla B4 » Themenansicht

Autor Thread - Seiten: -1-
000
05.02.2019, 18:23 Uhr
robbi
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Avatar von robbi

Wie der Titel sagt, ich suche die Schaltung vom B4.

1963 habe ich mir als Student dieses Teil geleistet und wurde dann zum "Beat-Zander".
Seit 1990 habe ich das Teil nicht mehr eingeschaltet. Um alte und sehr seltene Aufnahmen (die gibt es auch bei Spotify nicht) zu retten, habe ich es letzte Woche eingeschaltet. Mechanisch ist alles in Ordnung. Riemen sind wie neu. Elektrisch gab es anfangs häßliches Rauschen, Kratzen und Brummen. Das letzte Mittel war dann ein Kontaktspray für Autos!

Nach einem Tag Einwirkung in den Schaltern und Potentiometern läuft das B4 wie neuwertig ..., wenn da nicht eigenartige Rauschgeräusche nach dem Einschalten wären.
Kennt hier jemand so etwas und weiß den Grund und ein Mittel dagegen?
Ich denke das sind irgendwelche Leckströme durch die alten Elkos?

Das B4 habe ich nie im feuchten Keller oder dem heißen Dachboden gelagert. Ebenso die Schaltung gehütet, aber nun ist sie doch weg und im "Indernetz" habe ich nichts gefunden.

BITTE HILFE!!!
--
Schreib wie du quatschst, dann schreibst du schlecht.

Dieser Beitrag wurde am 05.02.2019 um 18:23 Uhr von robbi editiert.
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001
05.02.2019, 18:32 Uhr
Andreas



Hallo Ulrich

Sehe mal in Dein Postfach. Ist vom Raupenhaus, aber leider nicht die Serviceanleitung.

Andreas
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002
05.02.2019, 18:33 Uhr
Mystic-X



https://elektrotanya.com/tesla_b4.pdf/download.html
https://elektrotanya.com/tesla_b4.djvu/download.html
https://elektrotanya.com/tesla_b-4.gif/download.html

nur mal schnell rausgesucht, musste dir mal angucken...
--
Gruß
Markus
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003
05.02.2019, 19:52 Uhr
Germaniumröhre



Hallo Robby,

das könnte auch vom Kontaktspray kommen , falls Du das nicht wieder herausgewaschen hast.

Viele Grüße
Bernd
--
Kombjuder sorgen für Arbeit, die man ohne Diesem sicherlich nicht hätte.
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004
05.02.2019, 20:17 Uhr
robbi
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Avatar von robbi

Man, ihr seid ja flink und gut.
Danke Mystic-X. Da ist eine Schaltung dabei.

@Germaniumröhre
Deine Tips sind immer gut. Ich werde mal spülen. Andererseits war das Rauschen von Anfang an da, es wurde nur von den anderen Geräuschen übertönt.

Das Radiomuseum hat wohl eine Schaltung. Aber ...
Da muß ich mal den Herrn Lill kontaktieren.

Nachtrag:
Im Postfach ist nichts. Ist die Mail zu groß?
--
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Dieser Beitrag wurde am 05.02.2019 um 20:18 Uhr von robbi editiert.
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005
05.02.2019, 21:52 Uhr
robbi
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Avatar von robbi

Danke Andreas, es ist angekommen.
In der RFE von 1972 war auch noch was, habe ich gerade gefunden.
Ich bin jetzt wunschlos glücklich, was das B4 betrifft.
Danke an alle.
--
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006
06.02.2019, 23:11 Uhr
Guido
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Avatar von Guido

Hallo Robbi,
Rauschen ist ein immerwährendes Ärgernis. Meistens von schlechten Transistoren, dann von Kohlewiderständen und gelegentlich von Koppelkondensatoren in Eingangsstufen (weil geringer Pegel) verursacht.
Bei den vielen Mischpulten, die ich in den letzten Jshren restauriert habe, habe ich an diesen Stellen angesetzt und immer Erfolge gehabt.

Guido
--
Der Mensch hat drei Wege, klug zu handeln.
Erstens durch Nachdenken: Das ist der edelste.
Zweitens durch Nachahmen: Das ist der leichteste.
Drittens durch Erfahrung: Das ist der bitterste.

Konfuzius
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007
07.02.2019, 00:17 Uhr
robbi
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Avatar von robbi

Das ist kein Transistorrauschen, denn es klingt nach etwa 30 Sekunden ab und ist dann das übliche Rauschen bei aufgedrehtem Verstärker.
--
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008
07.02.2019, 10:20 Uhr
Germaniumröhre



Hallo Robbi,

das klingt schon nach leitenden Rückständen irgendwo.
Gut geeignet ist Tunerspray und Videokopfspray nach vorheriger Spirituswäsche.
Das Kontaktspray löst zwar viel Dreck, aber der Dreck muß auch raus - besonders an Kleinsignalstellen - Schalter und Platinen.

Viel Erfolg beim Schmandern
Bernd
--
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009
07.02.2019, 11:34 Uhr
holm

Avatar von holm

Sowas kann auch gut und gerne ein keramischer Kondensator sein der Feinschluß hat.
Auch die goldenen DDR Typen von Folienkondensatoren entwickeln zumindest in Röhrengeräten solche Fehler..die sind eigentlich komplett zu wechseln.

Gruß,

Holm
--
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010
07.02.2019, 14:39 Uhr
RP



Ist das Anfangsrauschen abhängig von der Stellung des Lautstärke Regler, wie lange ist das Geräusch und hört es plötzlich auf oder wird langsam leiser?
Beim Einschalten fließt in der ES relativ hoher Strom, die Niete an den großen Elkos haben oft Kontakt Probleme. Das könnte sich als rauschen bemerkbar machen.
Diese Elkos sehen zwar schön aus, aber ich ersetze sie durch neue mit doppelter Kapazität.

Rolf
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011
07.02.2019, 17:39 Uhr
Mystic-X



Mach mal nen Foto von der Platine Robbi! Bei Tesla gabs auch son paar Kondensatorentypen die man eigentlich immer rauswerfen sollte! So braune Klötzchen z.B..
--
Gruß
Markus
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012
07.02.2019, 17:41 Uhr
holm

Avatar von holm

..oder ovale Elkos in grünem oder orangenem Polyamidgehäuse...die werden aber nicht im B4 stecken.

Gruß,

Holm
--
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Dieser Beitrag wurde am 07.02.2019 um 17:41 Uhr von holm editiert.
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013
08.02.2019, 11:16 Uhr
ROBOTROONIE



gestern ein laufendes Tonband im Tesla B4 in dieser mdr-Sendung https://www.mdr.de/mediathek/mdr-videos/a/sendung824818_zc-6409328f_zs-0870d345.html
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014
08.02.2019, 11:29 Uhr
Deff

Avatar von Deff


Zitat:
ROBOTROONIE schrieb
gestern ein laufendes Tonband im Tesla B4 in dieser mdr-Sendung https://www.mdr.de/mediathek/mdr-videos/a/sendung824818_zc-6409328f_zs-0870d345.html


Du meinst also, robbi solle sich an den MDR zwecks Tausch kaputt vs. ganz wenden?
--
Die Politik ist ein Versuch der Politiker, zusammen mit dem Volk mit den Problemen fertig zu werden, die das Volk ohne die Politiker niemals gehabt hätte. (Dieter Hildebrandt)
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015
08.02.2019, 11:32 Uhr
ROBOTROONIE




Zitat:
Deff schrieb

Zitat:
ROBOTROONIE schrieb
gestern ein laufendes Tonband im Tesla B4 in dieser mdr-Sendung https://www.mdr.de/mediathek/mdr-videos/a/sendung824818_zc-6409328f_zs-0870d345.html


Du meinst also, robbi solle sich an den MDR zwecks Tausch kaputt vs. ganz wenden?



vielleicht :P
Voss´s Team habe ich in anderer Angelegenheit beauftragt. Der Erfolg ist aber bisher fraglich.

Dieser Beitrag wurde am 08.02.2019 um 11:33 Uhr von ROBOTROONIE editiert.
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016
08.02.2019, 20:13 Uhr
robbi
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Avatar von robbi

Nach einigen Untersuchungen:
Es liegt an keinem Kondensator. Es ist "unsicherer" Draht, also es sind Kontakte, die sich erst langsam "festigen". Nachdem sich der Übergangswiderstand an den Kontakten verringert hat, läßt das Rauschen nach. Die Schaltung brauche ich nun nicht zwingend, es ist aber gut, sie zu haben.
Danke.

Das Bandgerät habe ich inzwischen weitgehend gereinigt. Jetzt muß ich die Kontaktschieber ausbauen und jeden einzeln putzen und schützen (womit ?). Dann dürfte das Problem gelöst sein. Abschließend kommt Custanol-S an die Gleitlager und "Uhrenöl Sorte 3" an die Hebelchen.

Es ist erstaunlich, daß die Teile von 1963 alle noch funktionieren, einzig der Tonkopf wurde mal ersetzt. Der Mitnehmergummi für den Vorlaufwickel bei Spielbetrieb sieht nicht gut aus, da gibt es sicher geeigneten Ersatz.

1962 hatte ich angefangen, selbst ein Koffertonbandgerät aufzubauen, anfangs mit zwei Spuren, aber bald in Vierspurtechnik. Da gab es Tonköpfe im RFT-Laden auf der Bürgerstraße.
Das erste Bandgerät hatte ich dann 1963 am Badestrand. Ein Smaragd war dort ungeeignet. Trotzdem haben die Mädchen nach den anderen Jungs geguckt, war halt so...
--
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017
08.02.2019, 21:40 Uhr
Mystic-X



Erstmal muss dein Kontaktspray da zu 100% raus. Also schön mit Isopropanol oder Spiritus auswaschen.... ich hoffe das hast du schon gemacht...
Dann guck dir die Kontakte mal an. Wenn die noch Korrosion zeigen dann nimm Glasfaserpinsel und ganz feines Schleifpapier.
Danach schmierst du ganz dünn Vaseline drauf. Kannst die Vaseline auch mit nem Bissel Waschbenzin verdünnen.
--
Gruß
Markus
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018
09.02.2019, 00:16 Uhr
robbi
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Avatar von robbi

in 016 habe ich geschrieben:

Zitat:
Jetzt muß ich die Kontaktschieber ausbauen und jeden einzeln putzen und schützen.


Der Aufbau von Tonbandgeräten richten sich in erster nach der Mechanik, dann kommen die Schalter und mechanischen Stellvorrichtungen. Die Elektrik wird dann drumherum und in die Lücken gebaut. Es gibt deswegen kein Foto von der Platine. Das war damals so, bei den ersten Transistorgeräten.

 

Schleifpapier werde ich garantiert nicht verwenden und den Glasfaserpindel nur für Verschmutzungen durch Eisenoxyd.
--
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Dieser Beitrag wurde am 09.02.2019 um 00:22 Uhr von robbi editiert.
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019
09.02.2019, 09:12 Uhr
Germaniumröhre



Hallo Robby,

na ja, es gibt Verunreinigungen wie Silbersulfid (schwarzer Belag auf auf versilberten Kontakten), der sich meiner Meinung nach nur mechanisch entfernen läßt. Es gibt da sogar Kontaktfeilen in etwa wie 400...600er Schleifpapier.
Bei Tonbandgeräten ist aber sowieso durch das häufige Schalten das Silber oft schon abgeschliffen.
Ich hatte mal ein B56, wo nach einigen Jahren der Schiebeschalter Kontaktprobleme hatte. Da hat nichts geholfen. Man kam ohnehin nur an den Schieber heran. Aufrauen hals zu guterletzt aber auch nur kurzzeitig. Als ich die Nase voll hatte, habe ich es geschlachtet und ein ZK246 gekauft, welches aber nach etlichen Jahren den gleichen Fehler hatte .......

Will nur sagen, manchmal hilft nur Schalterwechseln. Bei mir waren das aber Aussetzfehler.

Schützen tue ich Kontakte und Potis mit Vaseline. Ganz dünn auftragen und mit einem nicht fusselnden Lappen abwischen. Es darf keine Vaseline mehr sichtbar sein, nur ein hauchdünner überzug. Das hilft aber nicht bei schon zerstörten Kontakten - die Versilberung oder Vergoldung muß noch in Ordnung sein. Wenn das Messing schon zu sehen ist , dann ........

Nimm doch mal einen Signalvervolger und gucke in welcher Stufe/Kontakt das Geräsch entsteht.

Viele Grüße
Bernd
--
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020
10.02.2019, 20:21 Uhr
robbi
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Avatar von robbi

Das B4 läuft wieder.
Es waren nur die korrodierten Schalter. Die Schieber habe ich ausgehangen und mit Zahnbürste und Scheuermilch gereinigt. Anschließend habe ich sie in Blanka-Blink gelegt und danach sehr sorgfältig gespült. Sie sehen nun aus wie neu.

Die Kontakte im Schalter sind schwer zugänglich. Um richtig ranzukommen, habe ich eine Zahnbürste links und rechts beschnitten, so daß nur eine Bürstenreihe übrig blieb. Die Borsten habe ich auf etwa 3-4 mm gestutzt. Damit konnte ich wieder mit Scheuermilch die Kontakte putzen, anschließend mit Wasser, danach mit Spiritus, alle Reste des Scheuermittels auswaschen, trocken blasen mit dem Fön und nochmal abbürsten. Sehen nur fast aus wie neu, da ich an manche Stellen doch nicht so richtig ran kam.
Vaseline habe ich leider nicht da, da muß ich nochmal die Schieber ausbauen. Das werde ich auch noch überstehen.

Nach dem Wiedereinbau ging nichts. Dank der Schaltung konnte ich schnell die Ursache finden. Ein Draht am Verstärkereingang war in der Lötstelle abgebrochen.
--
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