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Robotrontechnik-Forum » Technische Diskussionen » Büchlein über die Computerszene in der DDR » Themenansicht

Autor Thread - Seiten: -1-
000
24.01.2018, 20:56 Uhr
René Meyer

Avatar von René Meyer

Ich schreibe ein Büchlein über die Computerszene in der DDR. Das wollte ich schon lange machen: In den achtziger Jahren programmierte ich als Schüler am KC Spiele und andere Dinge, und heute findet man über die eher private Nutzung von Computern in der DDR so gut wie keine Literatur. Nun hat sich ein Partner für die Idee gefunden, der sie umsetzt. Sogar in Farbe. Es wird aber auch Möglichkeiten geben, die Texte online zu lesen.

Im Moment bin ich noch am Suchen von Quellen und Zusammenstellen von Material. Unter anderem gehe ich meine umfangreiche Sammlung von DDR-Zeitschriften durch, vor allem MP und Ju+Te (kann mir ein Leipziger den FA aus den 80er Jahren leihen?), und versuche, Pioniere von damals zu finden. Mit einigen konnte ich bereits telefonieren.

Hilfe aus dem Forum ist sehr willkommen, seien es Fotos von damals, Erfahrungsberichte (z.B. wie man zum KC oder zum C64 kam) oder seltenes Material wie Club-Magazine aus der DDR.

Ich habe mal die geplanten Inhalte und eine "Wunschliste" zusammengestellt. Damit ich das regelmäßig aktualisieren kann, als Extradatei:

www.schreibfabrik.de/txt/wunschliste.txt

Danke sehr!
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001
25.01.2018, 09:10 Uhr
sebastian czech

Avatar von sebastian czech

Hallo!
Wir haben sämtliche 80er FA gebunden im Museum. Kannst Du Dir gern ausleihen. Bzgl. Eigenbau-Rechner in der DDR könnte auch Arthur Wehlisch (arth) aus Halle ein guter Interviewpartner sein.

ciao
seb
--
biete 3-Raum-Computer 96m², Dusche, WC, Zentralheizung, Ferritkerngrill...(nicht ganz) ruhige Wohnlage....zum Zeitwert...
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002
01.11.2018, 16:10 Uhr
René Meyer

Avatar von René Meyer

Großartig ist übrigens das Archiv der Tageszeitung Neues Deutschland. Auf der Website können Abonnenten alle Artikel seit 1946 durchsuchen und die jeweilige Seite im PDF-Format ansehen / laden. Ich habe für mein Büchlein für einige Wochen einen Testzugang erhalten und probiere nun alle möglichen Suchbegriffe wie "Bildungscomputer" und "Oprema".

Leider scheint die Suche mit Zahlen und kurzen Suchbegriffen nicht zu funktionieren; bei Z 9001, R300 oder ZRA 1 kommen keine Treffer, obwohl es Artikel dazu gibt. Putzig: In einem Artikel von 1960 schrieb die Zeitung immer von "ZAR 1".
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003
02.11.2018, 11:37 Uhr
P.S.



@Rene Meyer <000>
Das ist sehr löblich, dass sich mal jemand über die (Heim-)Computerszene der DDR tiefgründiger in Form eines Buches auslassen will. Übriges ist es ein Irrtum, dass die sog. "Heimcomputerszene" nur zu Hause stattfand - im Gegenteil. Obwohl die KCs eigentlich als "Heimcomputer" nach westlichem Vorbild konzipiert waren, kamen doch schnell die sog. "gesellschaftlichen Bedarfsträger" zum Zuge - und das vorrangig. Die Folge davon war, dass KCs im Handel zunächst kaum verfügbar gewesen sind und die Bevölkerung mehr auf "Oma"-Importe westlicher Herkunft angewiesen waren. Erst Ende der 1980er Jahre verbesserte sich dann die Situation, als Robotron den großen Bedarf an BCs/PCs und ACs für die VEBs zwar nicht vollständig, aber doch mehr und mehr decken konnte.

Empfehlenswert sind die vielen Beiträge im RT-Forum (auch von mir), die sich mit diesem Thema beschäftigen. Meine dazu (u.a.) sind nochmal in http://www.ps-blnkd.de/RT-Forum.pdf zusammengefasst. Auch weiteres, was ich (wir im AEB) mit dem KC angestellt haben, ist auf meiner HP zu finden.

Wenn Fragen auftauchen - ich war von Anfang an dabei ...

Das Wissen der Menschheit gehört allen Menschen! -
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Gegen die Ausgrenzung von Unwissenden und für ein liberalisiertes Urheberrecht!
PS
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004
04.11.2018, 18:01 Uhr
Gerhard



Hallo Rene

Trotz der im vorstehenden Beitrag (003) von P.S. genannten Eimschränkungen fing die Computerwelt aber auch in der DDR nicht erst mit dem KC 85 oder 87 an, jedenfalls begrüße ich Dein Vorhaben sehr, es gibt vielerlei zu erzählen, was nicht in Vergessenheit fallen sollte.
Ich bin kein Informatik-Profi, gehöre einer Berufsgruppe an, die gemeinhin als Mathe-Muffel gelten (Chemiker), aber seit meiner ersten aktiven Begegnung mit einem SER2a im Jahr 1963 hat mich die Sache nicht mehr losgelassen, und ich kann eigentlich keine scharfe Grenze zwischen beruflicher und privater Anwendung ziehen. Du kannst mir gern Löcher in den Bauch fragen, es gibt so manches amüsante Detail.

Zunächst möchte ich Dir zwei Artikel im Jubiläumsheft "50 Jahre Hochschule in Merseburg" (Heft 1/2004 der "Merseburger Beiträge") empfehlen. Die sind recht informativ. Das Original ist sicher noch beim Verein "Sachzeugen der Chemischen Industrie" (SCI) zu haben, ich habe leider nur 1 Exemplar davon und schicke Dir demnächst einen Scan.

Freundliche Grüße
Gerhard
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005
04.11.2018, 19:26 Uhr
ralle



Da fällt mir tips und Tricks für kleine Computer ein. WordPro war eine private Entwicklung. Was ein Professor nicht so ganz verstanden hat.
--
Gruß Ralle

Wenn Sie dazu neigen, Bedienungsanleitungen zusammen mit dem Verpackungsmaterial wegzuwerfen, sehen Sie bitte von einem derart drastischen Schritt ab!...
... Nachdem Sie das Gerät eine Weile ausprobiert haben, machen Sie es sich am besten mit dieser Anleitung und ihrem Lieblingsgetränk ein oder zwei Stunden lang in Ihrem Sessel bequem. Dieser Zeitaufwand wird Sie dann später belohnen...

aus KENWOOD-Bedienungsanleitung TM-D700
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006
05.11.2018, 09:14 Uhr
P.S.



@Gerhard <004>
Da hast Du natürlich recht - die Computergeschichte in der DDR fing nicht erst mit den "Heimcomputern" an, sondern viel füher. Ich kann mich an einen Besuch im damaligen VEB Funkwerk Dresden (Betriebsteil Großenhainer Str.) erinnern, wo uns anläßlich der Jugendweihe-Vorbereitung ganz stolz der röhrenbestückte ZRA 1 vorgeführt wurde. Das muß so 1960/61 gewesen sein ...
Den SER2a habe ich noch während des Studiums kurz kennenlernen dürfen - dann war er defekt. Dessen Befehlsliste müßte ich noch haben ...

@ralle <005>
Welchen Professor meinst Du denn?
WordPro war eine Entwicklung von Vater und Sohn Schlenzig, die auch Mühlhausen angeboten wurde, aber dort nicht zum Einsatz kam, weil man was eigenes hatte: TEXOR
Der eigentlich Clou von WordPro ist jedoch die 80Zeichen/Zeile-Routine, die so noch niemand für den KC85/3 (normalerweise 40 Zeichen/Zeile) programmiert hatte - eine einmalige Leistung von Schlenzig-Junior, der damals noch Schüler war.

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007
05.11.2018, 12:15 Uhr
ralle



Horst Völz. Der hatte das Texor entwickelt.
--
Gruß Ralle

Wenn Sie dazu neigen, Bedienungsanleitungen zusammen mit dem Verpackungsmaterial wegzuwerfen, sehen Sie bitte von einem derart drastischen Schritt ab!...
... Nachdem Sie das Gerät eine Weile ausprobiert haben, machen Sie es sich am besten mit dieser Anleitung und ihrem Lieblingsgetränk ein oder zwei Stunden lang in Ihrem Sessel bequem. Dieser Zeitaufwand wird Sie dann später belohnen...

aus KENWOOD-Bedienungsanleitung TM-D700
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008
02.12.2018, 09:20 Uhr
tilobyte



Das ist ein super Buch, in dieser Richtung kenne ich noch gar nichts. Leider war ich damals noch zu jung und ohne passendes Umfeld um wirklich relevantes eigenes beitragen zu können.
Wie ist denn der aktuelle Stand des Projektes?

Dieser Beitrag wurde am 02.12.2018 um 09:22 Uhr von tilobyte editiert.
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009
02.12.2018, 10:32 Uhr
wpwsaw

Avatar von wpwsaw

Das Wordpro war wirklich gut. Bvor das Buch von den Schlenzigs heraus kam, hatte ich einige Male mit beiden telefoniert, weil ich in unserem Computerkabinet keine V24 Drucker hatte und meinen DARO 1154 in das Programm einbinden musste. Ich hatte das Programm auch in ein M025 gepackt.

Ich habe sogar meine Ingenieur-Arbeit mit Wordpro geschrieben und mit dem 1154 ausgedruckt. Ich hatte im Rahmen einer Nachnutzung den 1154 auch mit Kleinbuchstaben erweitert, da er ja ursprünglich ein Protokolldrucker war.

Natürlich war das Wordpro über HF nicht wirklich nutzbar. Erst mit FBAS war es gut lesbar. Natürlich mit RGB war es eine gute Bildqualität.

wpw
--
RECORD, CRN1; CRN2; PicoDat; LC80; Poly880; KC85/2,3,4,5 ; KC87; Z1013; BIC; PC1715; K8915; K8924; A7100; A7150; EC1834; ab jetzt ohne Tatra813-8x8; W50LA/Z/A; P3; ES175/2
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010
02.12.2018, 17:36 Uhr
René Meyer

Avatar von René Meyer

Das Büchlein ist schon weit fortgeschritten; das Manuskript wird noch in diesem Jahr fertig. Aber erwartet nicht zuviel: Es sind rund 100 Seiten im A5-Format, und durch die Vielzahl an Themen wird jeder Bereich nur angeschnitten. Es ist mehr ein Einstieg in die breite Welt der DDR-Computer.
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011
14.01.2019, 19:10 Uhr
René Meyer

Avatar von René Meyer

Da habe ich den Mund etwas zu voll genommen; aber der Text wird im Laufe dieser Woche abgeschlossen. Das i-Tüpfelchen wäre ein Rückblick, z.B. in Form eines Interviews, von einem Zeitzeugen aus der Entwicklung oder Produktion von Hardware, etwa von Prozessoren oder Computern. Gibt es jemanden aus dieser Runde, den ich dazu überreden könnte, dazu anhand von Fragen 1-2 Seiten mit Antworten zu schreiben? :)
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