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03.08.2026, 15:47 Uhr
Dresdenboy
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| Zitat: | P.S. schrieb @Dresdenboy <005> Zitat: "Denn die Fotos der verschiedenen Dies sind bis auf Belichtungs- und andere mikroskop- oder fotografie-bezogene Unterschiede äußerst deckungsgleich."
Kannst Du das irgendwie belegen? - Bei Richie -> https://www.richis-lab.de/ gibt's weder was zum Z80 noch zum U880D ... |
und
| Zitat: | Das geht schon damit los, dass das Die vom U880 größer ist als das vom Original-Z80, wobei Erfurt das im Laufe der Zeit auch verkleinert und die Baugruppen-Anordnung optimiert hat. Sonst wären Varianten mit höherer Taktfrequenz einschließlich der H-Variante nicht möglich gewesen. Wie das bei der CMOS-Variante (U84Cxx) abgelaufen ist, entzieht sich momentan leider meiner Kenntnis. |
Das mit der Größe stimmt. Die Die-Größe kann bei umfassender Logik-Übernahme natürlich auch anders ausfallen, weil die Bond-Pads anders platziert werden. S. Bild unten.
Vor paar Jahren habe ich mich fast wöchentlich mit irgendwelchen Die-Photos v.a. von Intel und AMD beschäftigt. Und da habe ich ein Gefühl dafür entwickelt (was sich dann auch über spätere Aussagen zu den Chips verifizieren ließ), was reine Die-Shrinks, Anpassungen an neue Prozesse (Design Rules, Geometrien), Verbesserungen bzw. Erweiterungen und schließlich komplett neue Entwürfe (z.B. komplett synthetisiert) der gleichen Funktionalität sind.
Die Verbesserungen/Korrekturen im U880 sind vom Umfang her klein genug, um auf einem sonst gleich aufgebautem Chip weniger als 5% zu verändern. Und ich merkte nur an, dass funktionale Gleichheit (auf Register-Transfer-Ebene) zu einem ganz anderen Layout oder zumindest Logikelementanordnungen führen sollte. Wenn aber alle Leitungen genau gleich liegen und Register, ALUs usw. bis auf die Transistoren gleich angeordnet sind bis auf weniger sichtbare Änderungen in dem Maßstab - z.B. zusätzliche Leitungen, ein paar neue Transistoren usw., dann gehe ich schon von einer sehr starken Orientierung am Originaldesign aus. Und da sagt ein (Doppel-Bild) sicher mehr als 1000 Worte, auf Basis der von dir geposteten (öffnen für die Animation):

| Zitat: | P.S. schrieb Auch beim U880 muss es verschiedene Layouts gegeben haben - schon aus der Tatsache heraus, dass in Erfurt die Chipentwickler die Bugs beim Original-Z80 beseitigt hatten. Dann stellt sich aber heraus, dass damit bereits programmierte Software nicht mehr lief und so wiederum der alte Entwurf weiter in der Produktion war. Wie sich das Problem bei den anderen Varianten (A, B und H), bzw. auch bei der CMOS-Variante U84C80 ausgewirkt hat, ist (mir) leider nicht bekannt. |
Da meine BICs orginale Z80 enthalten (was ja auch eine Option war) und sich ein Extra-Design zu produzieren wg. anpassbarer Software-Kompatibilität evtl. weniger lohnt, sehe ich das weniger als wahrscheinlich. Aber das können andere hier sicher gut mit Fakten unterfüttern.
Gerade die Sache mit dem Carry-Flag bei OUTI-Befehlen, Resets u.ä. haben eher den Charakter, dass man darauf aufpassen muss, wenn die Fehler dokumentiert sind.
Edit: Es gab ja auch schon einige interessante Threads zu dem Thema, so wie diesen hier: https://www.robotrontechnik.de/html/forum/thwb/showtopic.php?threadid=11747
Wenn demnach die Schaltung von westlichen Chips bis auf jedes Gatter analysiert, verstanden, simuliert und mit eigenen Designregeln nachgebaut wurde, ist es dann zwar keine Fotokopie, aber zumindest steckt die normalerweise patentierte Logik z.B. für die 4-bit-ALU im Z80 dann im U880 mit drin.
VG, Matthias -- ___________________________________ Produktionen im Rahmen der "The Computer Art Community" (Demoszene): https://demozoo.org/sceners/64936/, YT-Kanal: https://www.youtube.com/@4lpha0ne/videos Aktuelle Projekte: GDC-Analysen für Grafikeffekte u. Demo/Game-Framework, universelles BIC-Modul auf Pico-Basis, Packer mit sehr kleinem 6502-Dekompressor HW: BIC, MSX2+, KC87, KC85/2-4, KCC, LC-80, PC1715, C64, C16, Plus/4, A500, A1200, Mega 65, µCs ... Dieser Beitrag wurde am 04.08.2026 um 09:09 Uhr von Dresdenboy editiert. |