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Robotrontechnik-Forum » Sonstiges » MDR Echt 20.02. 21:15 Uhr "Operation Hamster" » Themenansicht

Autor Thread - Seiten: -1-
000
20.02.2018, 18:38 Uhr
ted211



Hallo alle zusammen,

heute Abend sendet der MDR um 21:15 Uhr die "Operation Hamster", das Aufspüren einer amerikanischen Spionagesonde in der DDR.

Viele Grüße,

Detlev
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001
20.02.2018, 22:11 Uhr
Deff

Avatar von Deff

Hab's mir in der Mediathek vorher angeschaut, denn immerhin ist heute noch Fussball.
Interessanter Einblick in die Westspionage in der DDR, warte aber sicher vergeblich auf einen, der die Gegenspionage an einem praktischen (erfolgreichen?) Beispiel vermittelt!

Ingo
--
Die Politik ist ein Versuch der Politiker, zusammen mit dem Volk mit den Problemen fertig zu werden, die das Volk ohne die Politiker niemals gehabt hätte. (Dieter Hildebrandt)

Dieser Beitrag wurde am 20.02.2018 um 22:11 Uhr von Deff editiert.
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002
21.02.2018, 08:50 Uhr
ted211



Die FLTSATCOM Satelliten hatten offene Transponder und sollten vom MfS zur Agentenkommunikation genutzt werden.


Dieser Beitrag wurde am 21.02.2018 um 08:53 Uhr von ted211 editiert.
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003
26.03.2018, 12:05 Uhr
dg0mg




Zitat:
ted211 schrieb
Die FLTSATCOM Satelliten hatten offene Transponder und sollten vom MfS zur Agentenkommunikation genutzt werden.



Interessant, davon hab ich noch nie gehört - hast Du dafür mal einen Beleg/Literaturquelle? Bisher war mir nur bekannt, dass andersherum US-Agenten so ein Kollegmappengroßes Satellitenfunkgerät benutzten, um über die MARISAT-Satelliten Informationen in die "Heimat" zu senden.
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004
27.03.2018, 16:37 Uhr
ted211



In der Strategie 2000 des OTS (Operativ Technischer Sektor) über operative Nachrichtenverbindungsmittel steht:

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005
27.03.2018, 17:10 Uhr
Enrico
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Dabei frage ich mich aber, wie die darauf gekommen sind, dass das nicht jemanden bald
aufgefallen wäre, oder die bis die soweit sind, die Satelliten umgestellt hätten.
--
MFG
Enrico
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006
27.03.2018, 17:49 Uhr
ted211



Hallo Enrico,

wenn man ein geostationäres Satellitensystem mit offenen Transpondern installiert, muss man mit Mißbrauch leben. Die Satelliten waren bis in Ende der 90er im Einsatz und wurden z.B. in Brasiien als CB-Funk Ersatz genutzt (s. Wikipedia).

Viele Grüße,

Detlev
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007
10.07.2018, 08:05 Uhr
ralle



So ist das auch mit dem Darknet, vom US-Militär entwickelt und freigegeben. Dadurch können sich die Militärs unbehelligt frei bewegen.
--
Gruß Ralle

Wenn Sie dazu neigen, Bedienungsanleitungen zusammen mit dem Verpackungsmaterial wegzuwerfen, sehen Sie bitte von einem derart drastischen Schritt ab!...
... Nachdem Sie das Gerät eine Weile ausprobiert haben, machen Sie es sich am besten mit dieser Anleitung und ihrem Lieblingsgetränk ein oder zwei Stunden lang in Ihrem Sessel bequem. Dieser Zeitaufwand wird Sie dann später belohnen...

aus KENWOOD-Bedienungsanleitung TM-D700
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008
12.07.2018, 07:01 Uhr
KK

Avatar von KK

Schau an, selbst nach 30 Jahren gibt es noch was zu lernen. Das Ding muß Technik auf sehr hohem Stand an Bord gehabt haben. Weiß jemand mehr über den Aufbau? Erstaunlich ist auch, daß die extrem kurzen Sendeimpulse überhaupt aufgefallen sind. Ich meine, so etwas wie SDR gab es noch nicht und eine permanente analoge Aufzeichnung aller Frequenzen wäre extrem aufwändig gewesen. Da muß doch einer genau zur richtigen Zeit am Scanner gelauscht haben.
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009
12.07.2018, 08:47 Uhr
PIC18F2550

Avatar von PIC18F2550

Kein Scanner ein Breitbandempfänger.
Die gab es mit 30Mhz und mehr Bandbreite.
Wichtig war dabei nur zu wissen das da was ist.
Weiter wurde dan mit schmalbandigen mehrkanaligen Impulsfallen die sendefrequenz ermittelt.
--
42 ist die Antwort auf die "Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest"
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010
12.05.2020, 11:19 Uhr
dg0mg




Zitat:
KK schrieb
Das Ding muß Technik auf sehr hohem Stand an Bord gehabt haben. Weiß jemand mehr über den Aufbau? Erstaunlich ist auch, daß die extrem kurzen Sendeimpulse überhaupt aufgefallen sind.



6 Stück Bleiakkus, ein UHF-Sender, eine Endstufe mit 50 W Ausgangsleistung und eine Zentralplatine - etwa so groß wie die ganze Kiste - mit einem stromsparenden Mikroprozessor, einem EPROM, RAM und diverser analoger Signalverarbeitung. Der Sender sendete mit 9600 Baud. Die Akkus vermutlich deshalb, weil sie bei niedrigen Temperaturen (Erdboden) eher noch den hohen nötigen Strom liefern können.

Das Vorgängermodell der Sonde aus 1985 war auf Lochrasterplatine aufbaut und mit Fädeldraht verdrahtet.

Wenn man eine Linkbudgetberechnung anstellt, (der Satellit hat eine 3-4 m lange Zirkular-Yagi-Antenne an der Empfangsseite), dann kommt da nicht viel Reserve raus. Das wird also nur "geradeso" gegangen sein.

Unklar ist bisher, wie das MfS die sekundengenaue Vorherberechnung der Sendezeiten angestellt hat, ein Aufruf an Krypto-Experten hat keine Idee dazu erbracht:
http://scienceblogs.de/klausis-krypto-kolumne/2018/04/29/a-spy-radio-mystery-from-the-cold-war/

Das MfS hat die Sonde btw nicht "zufällig" erstmalig gefunden, sondern die haben gezielt die Ausgabe des Satelliten (also den Downlink) beobachtet. Durch die Aufklärung der HV A und der geschichtlichen Entwicklung wusste man, dass dort irgendwann ein solches Signal auftauchen wird.
Das ist auch der Grund für die folgenden Aktivitäten: Man wusste zwar, dass "irgendwo" ein Sender ist, weil der Satellit ihn als Relaisfunkstelle empfangen und umgesetzt hatte, aber eben nicht, wo genau. Deshalb der Aufwand mit dem Flugzeug, um den Senderstandort einzugrenzen.
Ein paar Informationen und Literaturstellen dazu auch hier:
https://www.bunkerforum.info/forum/viewtopic.php?t=2339
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011
12.05.2020, 22:33 Uhr
ted211



Hallo,

die beiden gefundenen Sonden wurden Anfang 90 auf einer Pressekonferenz gezeigt und danach einem Militärstaatsanwalt übergeben. Danach sind sie nicht mehr aufgetaucht.

Detlev




Dieser Beitrag wurde am 12.05.2020 um 22:35 Uhr von ted211 editiert.
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012
12.05.2020, 22:46 Uhr
ted211



Der Vorgänger "Ast" war schon etwas professioneller aufgebaut als Fädeltechnik auf Lochrasterplatten.

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013
12.05.2020, 22:59 Uhr
ted211



Hallo,

bei mir hatte sich ein britischer Oberstleutnant gemeldet, der viele Löcher in der DDR gegraben hatte. Er hat die britischen S-Band Sonden in der Nähe russischer Schießplätze vergraben, die nie entdeckt worden sind. Er sprach davon, dass die Franzosen auch Sonden im Einsatz hatten und die Russen im Westen auch.

Detlev

Dieser Beitrag wurde am 12.05.2020 um 23:00 Uhr von ted211 editiert.
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014
12.05.2020, 23:32 Uhr
dg0mg




Zitat:
ted211 schrieb
Der Vorgänger "Ast" war schon etwas professioneller aufgebaut als Fädeltechnik auf Lochrasterplatten.



Detlev, ich meinte nicht "Ast" sondern "Kegel", die war gefädelt.


Dieser Beitrag wurde am 12.05.2020 um 23:35 Uhr von dg0mg editiert.
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015
12.05.2020, 23:40 Uhr
dg0mg




Zitat:
ted211 schrieb
die beiden gefundenen Sonden wurden Anfang 90 auf einer Pressekonferenz gezeigt



Die Pressekonferenz war am 24.11.1989, man kann sie in der "Chronik der Wende" beim rbb sehen:

https://www.ardmediathek.de/rbb/player/Y3JpZDovL3JiYi1vbmxpbmUuZGUvY2hyb25pay1kZXItd2VuZGUvMjAxOS0xMS0yNVQwMjowNTowMF9jYjU1NzE4MC1jNTI2LTQ1NGYtYTQzOC1kYjBiN2YxZGQ1YWUvY2hyb25pa3dlbmRlXzIwMTkxMDA3X2Nkd18yNF8xMV8xOTg5/chronik-der-wende-vom-24-11-1989

Bei 3:20 min wird die um 13.00 Uhr stattfindende Pressekonferenz des AfNS gezeigt, in der die ausgegrabene Krügersdorfer Sonde der Öffentlichkeit präsentiert wird. Der Kommentator aus dem Off lässt in seinen Formulierungen deutlichen Zweifel an den Tatsachen erkennen: " .. angeblich ein Peilgerät des CIA .." , "Die Pressekonferenz ist inszeniert ..".

Dieser Beitrag wurde am 12.05.2020 um 23:42 Uhr von dg0mg editiert.
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016
12.05.2020, 23:45 Uhr
ted211



Die erste gefundene Sonde war "Ast", danach folgten wohl zwei "Kegel" und dann sieben "Hamster", von denen zwei ausgegraben werden konnten.

Hier sind Kegel Bilder, allerdings grottenschlecht.







Dieser Beitrag wurde am 12.05.2020 um 23:55 Uhr von ted211 editiert.
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017
13.05.2020, 00:22 Uhr
ted211



Die Lochrasterplatte hatte ich nicht in Erinnerung, danke!

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018
13.05.2020, 06:27 Uhr
KK

Avatar von KK


Zitat:
dg0mg schrieb
Das MfS hat die Sonde btw nicht "zufällig" erstmalig gefunden, sondern die haben gezielt die Ausgabe des Satelliten (also den Downlink) beobachtet. Durch die Aufklärung der HV A und der geschichtlichen Entwicklung wusste man, dass dort irgendwann ein solches Signal auftauchen wird.



Danke für die Ausführungen, das klingt plausibel. Trotzdem eine beachtliche technische Leistung. Auf beiden Seiten.
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