005
19.06.2026, 21:59 Uhr
robbi
Default Group and Edit
|
@003 Wir schrieben maximal das Jahr 1974. Da gab es gerade erste Erfahrungen, daß unter Einfluß des Magnetfeldes die kritische Temperatur anstieg, und es keine Supraleitung mehr gab. Das aus meiner heutigen Sicht. Ich will da nicht genauer recherchieren. Außerdem hatten wir andere Probleme, denn wir wollten ja keine Energie übertragen.
Es ist supraleitende Energieübertragung schon recht attraktiv. In der Praxis sind Leitungslängen von etwa 1 km in bebauten Gebieten mit wenig Platz möglich. Ein komplexes Kabel mit drei isolierten Innenleitern (meist Bandleitungen, aber auch konzentrisch), werden von einem mit flüssigem Stickstoff umhüllten Rohr gekühlt. Letzteres ist wiederum isoliert gegen die Außentemperaturen. Es gibt da sicher Beispiele im Internet, denn es gibt Firmen, die das herstellen.
Die Einsparung an ohmschen Übertragungsverlusten ist immerhin so hoch, daß sich die Anfertigung des recht komplizierten Kabels und der Energieaufwand für die Kühlung sehr gut rechtfertigen lassen.
Der vortragende Nobelpreisträger sagte, so etwa 5% der eingesparten ohmschen Verluste gingen für die Kühlung des Kables drauf. Die Kühlung der Übergangsstelle von ohmscher Technik zur Supraleitung ist aber herausfordernd. In der Galvanik, wo hohe Ströme gebraucht werden (z.B. Aluminiumherstellung) ist es wohl schon sehr verbreitet. Wenn man die alten "Leitungen" da sieht und daneben das neue supraleitende Kabel, ist das schon beeindruckend. -- Schreib wie du quatschst, dann schreibst du schlecht. Dieser Beitrag wurde am 19.06.2026 um 22:05 Uhr von robbi editiert. |