017
04.05.2026, 14:53 Uhr
Hobi
|
Es ist ja nicht so gewesen, dass man dort die Nuggets einfach so einsammeln konnte. St. Egidien musste sich mit dem begrenzten Vorkommen begnügen. Das dortige Nickelerz war extrem arm unter 1%. Der Aufwand, aus diesem Material reines Nickel zu gewinnen, war energetisch und finanziell gewaltig. Selbst mit maximaler Kapazität konnte die Hütte den Bedarf der gesamten DDR-Industrie nie decken. Da das selbst gewonnene Nickel so teuer "erkauft" war, durch massiven Energieeinsatz in der Hütte, wurde es in der Verarbeitung wie flüssiges Gold behandelt.
Warum hat man es dennoch gemacht? Alles Nickel, das in St. Egidien produziert wurde, war im Grunde gespartes Westgeld, damit war das Nickel immer noch harte Devisen wert.
Um mal die Preise zu raten: 1t Nickel hatte so um die 3000 USD gekostet. Die Verhüttung hat wohl zwischen 20.000-100.000 Mark pro t gekostet. Im Endeffekt ist es das gleiche, mit viel Aufwand hat man versucht ein paar Dollar rauszukratzen.
Danke für die hochauflösenden Fotos. Ich meine dort doch vereinzelt weiße Stellen an der Kante zu sehen. Eventuell blüht die ganze Korrosion auf wenn noch zusätzlich Strom durchfließt. Ich würde immern doch mangelnder Güte die Schuld geben. Thermische Last kann bei den dünnen Schichten ebenfalls Risse verursachen. Unsere KCs waren ja für mehrere Jahre in Betrieb. Wäre interessant ob es bei NOS-Geräten auch Probleme gibt. -- ------------------------------------------- Z1013, Olivetti M20, A5105, KC85/x, KC87 ------------------------------------------- Dieser Beitrag wurde am 04.05.2026 um 15:01 Uhr von Hobi editiert. |