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Robotrontechnik-Forum » Technische Diskussionen » USV Batterien Nutzung Wartung Kontrolle » Themenansicht

Autor Thread - Seiten: -1-
000
06.04.2026, 13:13 Uhr
wpwsaw
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...zu DDR Zeiten hatten auf den Anlagen 60V Gleichstomsysteme mit offenen großem Blei Akku Blöcken die Zellenweise zusammen gesetzt waren. Diese bedurften intensive Pflege, Wartung und Kontrolle...Die Lebenszeit der Zellen war bescheiden....

Heut zu Tage geben die Hersteller Lebenszeiten von 10 bis 12 Jahren an. Leider halten sich die Batterien nicht daran bzw. die Nutzungsvorschriften werden bzw können nicht eingehalten werden. Z.B. Temperaturbereich wird immer angegeben mit 20-25 °C Eine Überschreitung führt zu einer drastischen Verkürzung der Lebenszeit!!

Z:B. APC schreibt 30 bis 36 °C ist nicht bedänklich. In meinen APCs sind immer 36°C. Die Batterien in diesen USVs halten max. 4 Jahre. Durch die Temperaturen bedingt??? 600 Zyklen hat keine meiner USVs, alle 2 Monate eine Kalibrierung und selten dauert ein Spannungsausfall bis zum Abschalten der USV.

Ich muss jetzt die Akkus aus meiner 4kVA Benning USV endlich durch neue Akkus ersetzen, keine gut gebrauchten mehr. Das bedeutet 90 Stück 12-9Ah oder 54 Stück 12-12Ah. Die originalen haben damals 13 Jahre gehalten. Hier sind die Batterien in Beistellgehäusen nicht im Steuergerät. Vielleicht deshalb.

Ich habe mal an APC 1000 an eines der beidseitigen Belüftungsöffnungen einen PC Lüfter passender Größe zum Saugen von Außen angehangen und siehe da, bei Raumtemperatur von 19°C hatte ich ohne 36°C und mit ständig mit halber Drehzahl laufenden Lüfter nur noch 21°C bei aktiver USV (Laden bzw. USV-Betrieb mit ca. 40%)

Ich habe auch vor an den Batteriebeistellern der Benning USV Temperaturgeregelte Lüfter anzubauen.

Im Sommer wird es immer ein Problem geben, je nach Umgebungstemperatur aber bestimmt besser als vorher. Ich habe auch die Ladespannung auf 27V (bei 2x12V) begrenzt. Ab und zu hatte ich dickbäuchige Akkus die ich kaum aus den Gehäusen bekommen habe.


welche Erfahrungen habt ihr so mit USVs ?

Gruß
wpw
--
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Dieser Beitrag wurde am 06.04.2026 um 13:17 Uhr von wpwsaw editiert.
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001
06.04.2026, 14:14 Uhr
KK

Avatar von KK

Die wenigsten USVs haben ein echtes Batteriemanagement, das ist IMHO das Hauptproblem. Egal wie selektiert die Einzelakkus auch sein mögen, irgendwann driftet einer weg und dies führt dann zur latenten Überladung der gesünderen Akkus in der Reihenschaltung. 4 Jahre sind da schon lang, nicht selten muß ich schon viel früher wechseln. Und fluche ebenso, wenn die wieder mal nur mit dem Stemmeisen rausgehen.
Für bestimmte Anwendungen eignen sich alternativ Powerstations, z.B. von Bluetti. Die können im USV-Modus betrieben werden, liefern echte Sinusspannung und lassen sich nicht nur mit Netzspannung, sondern auch mit externen Batterien oder Solarpanelen speisen. Die als Speicher verbauten LiFePo-Zellen dürften wesentlich länger halten als Bleigel und leiden nicht an Selbstentladung. Ich hatte mir letztes Jahr eine Bluetti Elite 200 V2 gegönnt. Ist auch sehr praktisch als mobile Stromversorgung ohne den Geräuschpegel eines Aggregates.
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002
06.04.2026, 14:21 Uhr
Xaar

Avatar von Xaar

Die Erfahrungen mit USVen (also solchen mit Wechselrichtern am Ende dran, um wieder auf 230 V 1AC oder 400 V 3AC zu kommen) sind auch eher mies.

Ich selbst hab' hier 'ne alte APC-USV (zwei Akkus zu je 12 V, 17 Ah), bei der im günstigsten Fall die Akkus vier bis fünf Jahre halten - die letzten beiden Sätze haben aber nur jeweils rund 2 Jahre gehalten.

Neben der Qualität der Akkus scheint wirklich die Temperatur die größte zu spielen - wenn die Akkus gut durchlüftet werden und die Temperaturen im vorgegebenen Temperaturbereich (also die besagten 20-25 °C liegen), dann liegt die Chance gut, dass die Akkus auch ihre Nennlebensdauer erreichen.

Was bei hintereinander geschalteten Akkus auch ganz wichtig zu sein scheint: Die Überwachung der Spannung der einzelnen Akkus.
Bei meiner APC war es bspw. beim letzten Mal so, dass die zwar noch lief, aber immer wieder mal der Selbsttest fehlschlug, obwohl die Batteriespannung lt. USV bei um 27 V lag im Ladebetrieb. Nach einer Weile weiter Laden war dann aber meist alles wieder gut, kein Fehler mehr beim Selbsttest. Nachdem ich dann die Akkus beide mal rausgenommen habe und nachgemessen habe, musste ich feststellen, dass einer der beiden Akkus nur noch um die 6 V gebracht hat - der andere war voll aufgeladen mit um die 14 V. Leider überwacht meine USV nur den kompletten Strang, sodass sie nicht mitbekommen hat, dass ein Akku schon schlapp gemacht hat. In Folge dessen wurden die beiden Akkus natürlich nicht mehr beide gleichmäßig geladen.

Auf Arbeit habe ich solche Erfahrungen auch schon gemacht - und da auch von den jeweiligen USV-Herstellern den Hinweis bekommen, wirklich darauf zu achten, dass die Spannungen der Akkus in den Strängen nur minimal voneinander abweichen sollen. Bei einer Anlage mit 2 Strängen zu je 30 Akkus (also nominell 360 V pro Strang bei Nennspannung) sind selbst Unterschiede von 2-3 V zwischen den Strängen (nicht einzelnen Akkus) schon zu viel und deuten auf ein Problem mit einzelnen Akkus hin.

Viele Grüße, Karsten
--
Keyes: Mit Ihrer Handlungsweise riskieren Sie den Untergang der gesamten Menschheit!
Sline: Um den "American way of life" zu erhalten, will ich sehr gerne dieses Risikio auf mich nehmen.
(Aus: Spione wie wir)

Dieser Beitrag wurde am 06.04.2026 um 14:23 Uhr von Xaar editiert.
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003
06.04.2026, 14:53 Uhr
wpwsaw
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...danke schon einmal,

bei der Benning (4kVA) sind die Batterien zu 36V (3x12V) geschalten. Also original 3 Beisteller zu je 10x3 Akkus ergibt die 36V und 30x9Ah =90Ah.

da die Beschaffung der SB12-9 sehr schwierig ist wollte ich als Ersatz 12Ah Akkus nutzen. So würden 6x3 Akkus pro Beisteller x3 diese 54 Akkus ergeben. Leider habe ich dann eine Einbuße von 18 Ah pro Beisteller also insgesamt fehlen mir dann 54 Ah . Aber was soll man machen.

Um jeden Akku-dreierblock war original ein Blechgehäuse im Blechgehäuse. Also viel Metall welches natürlich auch die Wärme gut abgeleitet hat.

Auf Grund der neuen Größe der Akkus muss ich diese Bleche weg lassen. Übrigens, die neuen Akkus wiegen zusammen 254 kg ;-( ein Beisteller wiegt ca. 90 kg den ich alleine umher wuchte und das 3x

Sollte ich trotzdem die Akkus mit Panzertape zusammen kleben? Ich will dann in der mittleren und obersten Ebene einen Temp-sensor mit Regler und Lüfter versehen. Oder muss ich die unterste ebene auch in die Lüftersteuerung mit einbinden?

Normaler Weise wird ja die Luft durch das Gerät gesaugt. Auf Grund der, aus meiner Sicht, ungünstigen Anordnung der Lüftungsöffnungen wollte ich Luft in das Gerät hinein pusten. Spricht etwas dagegen?

wpw
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Dieser Beitrag wurde am 06.04.2026 um 14:54 Uhr von wpwsaw editiert.
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004
06.04.2026, 16:38 Uhr
KK

Avatar von KK


Zitat:
wpwsaw schrieb
da die Beschaffung der SB12-9 sehr schwierig ist wollte ich als Ersatz 12Ah Akkus nutzen. So würden 6x3 Akkus pro Beisteller x3 diese 54 Akkus ergeben.



Das ist ca. ein Tausender für die Akkus. Bei weniger als 1kWh Kapazität. Die Bluetti Elite 200 V2 hat 2,6kW Dauerleistung (kurzzeitig mehr) bei 2kWh Kapazität. Zum gleichen Preis, bei einem Bruchteil des Gewichtes und minimalem Platzbedarf. Demnächst kommt die Elite 400 mit 4kWh raus. Denk mal drüber nach.

https://de.bluettipower.eu/pages/neuheiten
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005
06.04.2026, 17:03 Uhr
Guido
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Avatar von Guido

Heutzutage würde ich keine USV mit Bleiakkus mehr hinstellen.
Li-technik hat zum Glück keinen Hang zum Sulfatieren, selbst wenn die monatelang nicht ent- oder geladen werden. Blei ist dann meist tot.
Bei 4 Stück LiFePO4-Zellen (3,3/3,7V) erreicht man auch ganz gut die geleiche Spannungslage wie mit Bleigedöhns. 14,8 wenn rappelvoll und in Normallage 13,2V, das passt gut.

Guido
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Der Mensch hat drei Wege, klug zu handeln.
Erstens durch Nachdenken: Das ist der edelste.
Zweitens durch Nachahmen: Das ist der leichteste.
Drittens durch Erfahrung: Das ist der bitterste.
Konfuzius

Wer immun gegen ein Minimum an Aluminium ist, der hat eine Aluminiumminimumimmunitität.

Dieser Beitrag wurde am 06.04.2026 um 17:08 Uhr von Guido editiert.
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006
06.04.2026, 17:19 Uhr
wpwsaw
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...ich kaufe mir ja auch keine neuen USVs.....

das Bleigedöhns ist ja vorhanden....

Man kann diese ja nicht wegen der vorhandenen Ladeelektronik einfach durch andere Batterietypen ersetzen

wpw
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007
06.04.2026, 17:53 Uhr
PIC18F2550

Avatar von PIC18F2550

USV Batterien stehen bei mir 120 Stück zur Überprüfung rum.

Ich kenne keine USV die mit einen Batterieblock vernünftig umgeht.

Es gibt immer einzelne Zellen mit dicken Backen die die ganze Gruppe in den Tot reißen.

Ich verbaue mittlerweile keine USV's mit Bleizellen da diese spätestens nach 3 Jahren hinüber sind.

Ich hatte früher zwichen den einzelnen Batterien 5mm Leisten verbaut um denen eine bessere Kühlung und mehr Platz zu geben wenn sie dicke Backen bekommen.
--
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008
06.04.2026, 18:25 Uhr
Enrico
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Die halten dann aber nicht wirklich lange....
--
MFG
Enrico
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009
06.04.2026, 19:18 Uhr
erocdraH_XAM




Zitat:
Enrico schrieb
Die halten dann aber nicht wirklich lange....


das ist doch von allen Herstellern so gewollt, schau dir mal die Wartungszyklen von APC an. Die wollen damit Geld drucken und das mit "Ausfallsicherheit"
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010
06.04.2026, 19:23 Uhr
Enrico
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Hängt vom Hersteller ab.
Die bei mir in der Arbeit halten Länger.
Das Zeug ist aber sicherlich auch teuerer, und größer.

Das sind jetzt für die USV aber keine Autobatterien, oder?
--
MFG
Enrico
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011
06.04.2026, 19:50 Uhr
Guido
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Avatar von Guido


Zitat:
Enrico schrieb
Das sind jetzt für die USV aber keine Autobatterien, oder?


Mir sind in USVs bisher nur Blei-Gel-Akkus untergekommen. Eigentlich die schlimmste Kombi, da erstens "wartungsfrei" und zweitens wartungsunmöglich. Einige habe ich schon aufgemacht und ein paar Milliliter Destwasser nachgekippt. Wenn die aber schon dicke Backen machen, dann ist eh zu spät. Die Bleiplatten sind komplett kristallisiert und werden um das Doppelte dicker.

Guido
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Dieser Beitrag wurde am 06.04.2026 um 19:51 Uhr von Guido editiert.
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012
06.04.2026, 20:39 Uhr
wpwsaw
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...ja, vielleicht sollte man das mit dem Warten nicht wörtlich nehmen sondern handeln. Man müsste dann in definierten Zeitabständen mal die Akkus überprüfen auf Spannung, Verformung und Temperatur.

Ich habe gerade mal etwas über LiFePO4-Zellen nachgelesen. Es werden tatsächlich baugleiche davon angeboten. Auch sollen AGM Akkus einfach so in dem alten System ersetzt werden können. Nur das sie wohl die 100% Lagezustand nicht erreichen. Aber dann könnte man ja die Ladespannung anpassen, also etwas erhöhen. Ich habe gerade die Ladespannung einer APC etwas herunter genommen, so das sie gerade so auf 100% kommt um die Akkus zu schonen.

Was meint ihr dazu, teuerer sind sie eigentlich nicht. Kennt ihr einen sehr guten Hersteller?

wpw
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013
06.04.2026, 21:45 Uhr
PIC18F2550

Avatar von PIC18F2550

Die Ladespannung ist nicht das Problem.
Entscheidend ist der Innenwiederstand der Batterie.

Geladen wird zyklisch mit Konstantstrom und in den Ladepausen wird mit einer Belastung die Ladespannung gemessen.

Beispiel Batterie 12V 9Ah

Ladung:
Ladespannung 60V DC
Ladestrom 0,9A

Messung:
Ladeschlussspannung 14V
Laststrom 0,45A

Die höhere Ladespannung entfernt etwas die Sulfidablagerung auf den Elektroden und fördert damit die Haltbarkeit.
--
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