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26.10.2024, 13:02 Uhr
HeikoS
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@Matthias:
Danke für die Demos zur BK ... und einen schönen Urlaub !
@Ralph:
Tja, was machen wir nun mit Deinen Infos? … Da war am WE ein Treffen von vielen begeisterten Leuten, die alle für das Thema „Historische Rechentechnik" brennen. Und das an einem historischen Standort (Oberschöneweide) und es gibt dort ein Museums-Projekt mit viel DDR-Rechentechnik, die z.T. noch aus den Beständen der ehemaligen HFÖ stammt. Sowohl die Organisatoren des VCFB als auch die Gastgeber der HTW haben Zeit und Kraft investiert, auch um vor allem junge Leute für die Grundlagen der Rechentechnik zu begeistern.
Mein Anliegen war darauf hinzuweisen, dass es beim diesjährigem VCFB, gerade durch die Museums-Führungen, sehr viel DDR-Rechentechnik zu sehen war (Rüdiger hatte ja gefragt, ob dort Ostrechner Hausverbot hatten ;-) und das unglaublich große Wissen hier aus dem Forum evtl. dort mit einfließen zu lassen. Nun bleibt ein etwas fader Nachgeschmack … mit - Zitat - „krachend durchgefallen" oder „Der wußte wie man Museen konzipiert…" wird man dem Engagement der Organisatoren nicht gerecht und es ist auch respektlos. Ich habe ja mehrfach berichtet, dass man sich dort einbringen kann. Und – die jungen Leute leben HEUTE, sie können sich die Zeit auch nicht aussuchen, in die sie geboren wurden. Mit „früher war alles besser", lockt man keinen mehr hinter dem Ofen vor.
Ich habe vom fachlich sehr guten DDR-Bildungssystem profitiert, Schule, Lehre, Studium (3 Jahre Ost, 3 Jahre West). Du hast in Deinem Hinweis zur Qualität der Ausbildung an der KMU aber auch gleich mit eingefügt, dass heute „des Brot ich eß, des Lied ich sing“ gilt. Das ist in Zeiten von drittmittel-finanzierten Projekten sicher auch richtig. Es ist heute eine vollkommen andere Situation an den UNI’s. Auch politisch hat sich viel verändert. Das ist aber ein ganz anderes Thema. Aber auf Bert’s Hinweis, dass die DDR da kein gutes Bsp. war, hast du dich wieder auf die fachliche Komponente bezogen. Mir hat man damals bei einem „Studium-Lenkungs-Gespräch“ an der TU Dresden in Richtung „Maschinenbau" übrigens sehr deutlich gesagt, dass ich gefälligst das zu studieren habe, was gesellschaftlich notwendig ist. Als ich dankend ablehnte, rief der Genosse mir noch hinterher, er würde meine „Bewerberkarte" nun ganz nach hinten stecken. Ich wäre ein ganz schlechter Maschinenbauer geworden und nur durch gute Kontakte meines Chefs (da bin ich ihm heute noch dankbar) ging es dann doch in Richtung „Informationstechnik" an der TU KMSt / Chemnitz.
Naja, jeder ist geprägt durch seine Erfahrungen. Spaltungen haben wir schon genug. Lasst uns doch lieber die Freude an der alten Rechentechnik in den Vordergrund stellen und dabei alle respektvoll unterstützen, die sich dieses Themas annehmen.
Viele Grüße, Heiko (Urlaub + Erkältung = viel Zeit = lange Antwort ;-) Dieser Beitrag wurde am 26.10.2024 um 13:03 Uhr von HeikoS editiert. |