In dieser Firma mit Sitz im anhaltinischen Wolfen wurden Magnetbänder,
Magnetkassetten sowie Disketten hergestellt.
Bekannter wurde sie allerdings durch die Produktion von Filmen zur Fotografie.
Während Magnetbänder und Magnetkassetten landesweit hauptsächlich landesintern (ORWO Magnetbandfabrik Dessau) bezogen wurden,
ging man bei den Disketten zunehmend zu Importen über.
So wurden Disketten anfangs aus Bulgarien bezogen, später besonders aus der Bundesrepublik.
Magnetkassetten von ORWO
Magnetbandwerk Dessau, Abrissarbeiten
ORWO-Gebäude in Wolfen
ORWO-Gebäude in Wolfen
Chronik
1850: Gründung der "Jordanischen Farbenfabrik" Berlin
1873: Gründung der "Actien-Gesellschaft für Anilin Fabrikation" (AGFA)
1909: Verlagerung der Produktion nach Wolfen
1925: Eingliederung in die IG Farben
1936: Produktion des ersten Farbfilms
1943: Beginn der Produktion von Magnetbändern
1946: Umwandlung in eine Sowjetisch-Deutsche Aktiengesellschaft (SDAG)
1953: Rückgabe der Werke in deutsche Hände
1964: Einführung des Warenzeichens ORWO (Original Wolfen)
1972: Bau der Magnetbandfabrik in Dessau
1989: 15000 Beschäftigte, davon 2050 in der Magnetbandfabrik Dessau
1990: Umwandlung zur "Filmfabrik Wolfen AG"
1993: Konkurs
1998: Schließung des Werkes
1998: Abriss der Magnetbandfabrik Dessau
Der Name "ORWO" bedeutete "Original Wolfen" und wird heute von der "ORWO Net GmbH" weiter geführt.