Faxgeräte

Auch wenn Faxgeräte nicht direkt zur Rechentechnik zählen, sollen sie hier als verwandte Geräte erwähnt werden.
Faxgeräte (vollständige Bezeichnung ist "Telefaxgerät", in der DDR wurde auch der Begriff "Fernkopierer" verwendet) tasten mit einem Scanner ein bedrucktes, beschriebenes oder bemaltes Blatt Papier optisch ab und übertragen die Informationen über eine Telefonleitung. An der Gegenstelle werden die Daten über ein zweites Faxgerät wieder auf Papier gedruckt und somit eine Fernkopie des Originals erstellt.

Faxgeräte waren in der DDR sehr selten. Viel häufiger wurden stattdessen Fernschreiber benutzt, die gegenüber den Faxgeräten den Nachteil hatten, dass sie keine Grafik wiedergeben konnten und der zu übertragende Text per Tastatur eingegeben werden musste.


FAX518

(Alias FAX518)

Dieses Faxgerät wurde von der Robotron Telecom AG (nach der Auflösung des Kombinats Robotron) vertrieben. Die Technik innen ist komplett westlicher Herkunft. Es ist zu vermuten, dass Robotron nur seinen Namen auf das Gerät geschrieben hat, die Entwicklung und Produktion aber von einer anderen Firma gemacht wurden.


Faxgerät FAX518


Innenansicht des FAX518.
Links der Heizer, rechts die Bildabtastung

Hauptplatine des FAX518

Interfacekarte des FAX518

Netzteil des FAX518

geöffnetes Netzteil des FAX518

Die Abtastung des Papiers (max. Größe DIN A4) erfolgte zeilenweise über eine Scannerzeile. Druckseitig arbeitete das Gerät mit einem Thermodruckwerk, das Rollenpapier verarbeitete. Das FAX518 war nicht in der Lage, Telefonnummern selbst anzuwählen, benötigte also hierfür ein parallel dazu angeschlossenes Telefon.

Das FAX518 ist mit heutigen Faxgeräten kompatibel, wenn auch einige Sonderfunktionen, wie z.B. Faxabruf, nicht funktionieren.

Außer mit dem Namenszug "Robotron" auf dem Gehäuse gab es das Gerät auch mit der Aufschrift "Personal Fax 518".

Einige wenige Geräte dieses Typs sind heute noch bei Hobbykollegen im Einsatz.



Letzte Änderung dieser Seite: 29.11.2016Herkunft: www.robotrontechnik.de