Rechnerentwicklung wurde in Deutschland schon seit einigen 100 Jahren betrieben. Die ersten Modelle arbeiteten ausschließlich mechanisch und gehen auf Entwicklungen von Leibnitz und Schickard zurück.

Mit dem Aufkommen der Elektrotechnik entstanden elektro-mechanische Rechner, die sich von ihren Vorgängern hauptsächlich durch elektrische Antriebe (Motoren unterschieden) und sich in einigen Sonderbereichen, wie Maschinensteuerung und Registrierkassen auch bis in die 80er Jahre gehalten haben.

Ab den 40er Jahren gab es dann Versuche, Rechner vollelektrisch (Relaistechnik) zu betreiben, wobei die Rechengeschwindigkeit dieser Rechner nach wie vor gering blieb. Typischer Vertreter dieser Gruppe sind die Zuse-Relaisrechner.

Ein wahrer Boom der Rechentechnik-Entwicklung setzte mit dem Bau der ersten elektronischen Computer ein, die anfangs auf Röhrenbasis, später dann auf Basis von Transistoren und integrierten Schalkreisen arbeiteten.

Durch Miniaturisierung der Elektronik, Verringerung des Stromverbrauchs und Erhöhung der Rechengeschwindigkeit kommen wir schließlich zu den heutigen Computern, wenn auch die Grundprinzipien der Rechner gleich blieben.

Die Entwicklung der Computertechnik in der DDR schließt sich 1949 an die Entwicklungen des Deutschen Reichs an und bestand in der Anfangszeit hauptsächlich aus mechanischen Rechenmaschinen.

Mit dem D1 wurde 195# in der DDR die Ära der elektronischen Rechner eingeläutet. Die frühen Rechner waren durch ihre geringe Stückzahl, ihren Preis, ihre Größe und ihren Stromverbrauch nur an zentralen Stellen einsetzbar, wo sie gemeinsam genutzt wurden. Es entstanden die ersten Rechenzentren. Um die Anschaffung eines solchen Rechner wirtschaftlich zu machen, wurden sie um die Uhr im Schichtbetrieb eingesetzt. Rechenzentren wurden bis Ende der 80er Jahre betrieben.

Mit der Weiterentwicklung der Mikroelektronik war starke Verringerung des Platzbedarfs und des Preises möglich und so wurde es möglich, die Rechner am jeweiligen Arbeitsplatz einzusetzen. Man sprach von dezentraler Datentechnik.

Durch die zunehmende Wartungsfreiheit der Maschinen und die Erleichterung der Bedienung wurde es Ende der 70 Jahre möglich, dass Rechner von einer Person bedient werden konnten. Aufgrund der geringeren Kosten war eine ganzzeitliche Auslastung nicht mehr notwendig. Das Zeitalter des PC war angebrochen.



Letzte Änderung dieser Seite: 29.11.2016Herkunft: www.robotrontechnik.de