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Autor Thread - Seiten: -1-
000
07.10.2019, 22:10 Uhr
Mario Blunk

Avatar von Mario Blunk

In der westlichen Hemisphere wurde bis Mitte der 90er Jahre das MIL-HDBK-217 für die Berechnung von Ausfallraten von Systemen verwendet. Darin stehen die Ausfallraten aller möglichen Bauteile zum damaligen Stand der Technik. Damit lassen sich Ausfallraten ganzer Systeme berechnen oder prophezeien. Die Ergebnisse dieser Berechnungen sind umstritten, weil unter anderem die MTBF (mittlere Zeit bis zum Ausfall) als konstant angenommen wird. Die gesamte Zuverlässigkeitstheorie basiert allerdings auf dieser Annahme. Die Kritiker dieser des 217 (und somit auch der Zuverlässigkeitstheorie) sagen, daß die MTBF nicht konstant ist.

Fragen in die Runde an die älteren unter uns (ich bin erst 44):

1. Wie hieß das Gegenstück zum 217 im RGW oder Warschauer Pakt ?
2. Wie brauchbar waren dessen Ergebnisse ?
3. Wer kann aus eigener langer Berufserfahrung bestätigen, daß die MTBF (nach Frühausfallphase und vor Verschleißphase) von elektronischen Systemen NICHT konstant ist ?

Ich freue mich auf konstuktive Beiträge und danke im Voraus :-)
--
Mein Chef ist ein jüdischer Zimmermann.
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001
08.10.2019, 14:13 Uhr
ROBOTROONIE



Ob es das überhaupt gab?


Zitat:
Mario Blunk schrieb
(nach Frühausfallphase und vor Verschleißphase)



Die Badwanne ist Dir ja geläufig https://de.wikipedia.org/wiki/Ausfallverteilung#Ger%C3%A4telebensdauer
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002
09.10.2019, 08:42 Uhr
P.S.



@ Mario Blunk <000>
Hast Du schon mal in der rfe-Datenbank gesucht? ->
http://www.ps-blnkd.de/rfeDB/keywordslist.php?char=Z
In der DDR war das Stichwort "Zuverlässigkeit" ...

Im AEB - BT Scharnweber Str. -> https://de.wikipedia.org/wiki/VEB_Applikationszentrum gab's eine spezielle Abteilung "Zuverlässigkeitslabor".
Vielleicht kann ich beim nächsten AEB-Treffen im November jemanden von dort befragen ...

Das Wissen der Menschheit gehört allen Menschen! -
Wissen ist Macht, wer nur glaubt, der weiß nichts! -
Aber - Unwissenheit schützt vor Strafe nicht! -
Gegen die Ausgrenzung von Unwissenden und für ein liberalisiertes Urheberrecht!
PS

Dieser Beitrag wurde am 09.10.2019 um 09:32 Uhr von P.S. editiert.
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003
09.10.2019, 14:44 Uhr
Mario Blunk

Avatar von Mario Blunk


Zitat:
P.S. schrieb
Hast Du schon mal in der rfe-Datenbank gesucht? ->
http://www.ps-blnkd.de/rfeDB/keywordslist.php?char=Z
In der DDR war das Stichwort "Zuverlässigkeit" ...


Da stehen einzelne Beiträge zu dem Thema. Dem Titel nach, ist nichts passendes dabei.

Zitat:

Im AEB - BT Scharnweber Str. -> https://de.wikipedia.org/wiki/VEB_Applikationszentrum gab's eine spezielle Abteilung "Zuverlässigkeitslabor".
Vielleicht kann ich beim nächsten AEB-Treffen im November jemanden von dort befragen ...


Das wär interessant.
--
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004
09.10.2019, 14:48 Uhr
Mario Blunk

Avatar von Mario Blunk


Zitat:
ROBOTROONIE schrieb
Ob es das überhaupt gab?


Zitat:
Mario Blunk schrieb
(nach Frühausfallphase und vor Verschleißphase)



Die Badwanne ist Dir ja geläufig https://de.wikipedia.org/wiki/Ausfallverteilung#Ger%C3%A4telebensdauer


Massenhaft typ und- baugleiche Bauteile existierten in Ost wie West unter ähnlichen Bezeichnungen. Nicht nur in mil-Anwendungen sind derartige Betrachtungen wichtig. Darum hoffe/denke/vermute ich, daß es sowas auch im Osten gab.
--
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005
09.10.2019, 15:07 Uhr
Andreas



Hallo Mario
Ich habe Dir mal 2 Bücher von Otthermann.Kronjäger abgelegt.Der hat sich mit viel Theorie beschäftigt. Vielleicht hilft es. https://www.magentacloud.de/share/z7otdngcn4
In meinem beruflichen Umfeld kann ich mich an eine Dokumentation zu erdvergrabenen koaxialen Verstärkern erinnern, wo als Zeit zwischen 2 Ausfällen 28 Jahre genannt wurden.Das hat auch irgend wie gestimmt.Wir hatten davon etwa 60 in Betrieb und es gab im Jahr höchstens 2 Ausfälle.Nach 20 Jahren wurden sie abgeschalten.

Andreas
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006
09.10.2019, 15:34 Uhr
Mario Blunk

Avatar von Mario Blunk

Dankeschön an Andreas ! Der Herr Kronjäger war oder ist bestimmt ein guter Mathelehrer. Sehr gut.
--
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007
10.10.2019, 08:32 Uhr
Mario Blunk

Avatar von Mario Blunk

Ich formuliere meine Frage einmal anders:
Wurden vom Halbleiterwerk Frankfurt/Oder (HFO), Funkwerk Erfurt (FWE) und all den anderen Bauelementeherstellern in der DDR Ausfallraten ihrer Produkte angegeben ? In den regulären Datenblättern steht sowas nicht drin.
--
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008
10.10.2019, 09:29 Uhr
Enrico
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In der Doku zur PLatte K5504 steht auch MTBF drin.
--
MFG
Enrico
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009
10.10.2019, 11:16 Uhr
ted211



Ich habe die Zuverlässigkeitsberechnung von CZJ zum Lichtsprechgerät JO-4.03 vorliegen. Da heißt es unter
2. Ermittlung der Ausfallraten: Der mittlere Ausfallabstand wird aus dem Kehrwert der Summe der Ausfallraten folgender Bauelemente berechnet. (Werte sind entnommen der Zentralen Zuverlässigkeitskeitsinformation Nr. 14/77 und aus TGL Blättern für die entsprechenden Bauelemente)

Gruß Detlev
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010
10.10.2019, 11:22 Uhr
P.S.



@Mario Blunk <003>
Zitat: "Da stehen einzelne Beiträge zu dem Thema. Dem Titel nach, ist nichts Passendes dabei."
... und vom Inhalt her?
Außerdem ist z.Zt. leider erst bis 1972 erfasst ... Sicherlich gibt's in der rfe (oder auch in der "Nachrichtentechnik") auch später noch was zu dem Thema ...

<008>
Soweit mir bekannt sind vom HFO die Entwicklungsunterlagen leider nicht mehr vorhanden, vom FWE evtl. im Archiv des Elektromuseums, aber vom WF gibt es solche noch (ca. 2000). Diese sind alle im Archiv http://www.industriesalon.de/archive des Industriesalons vorhanden. Wenn man mal http://www.industriesalon.de/images/salomon/SHL.pdf aufruft und nach dem Stichwort "Zuverlässigkeit" sucht, sind einige Dokumente zu finden.
Um die einsehen zu können ist allerdings ein Besuch des Industriesalons unumgänglich.

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PS

Dieser Beitrag wurde am 10.10.2019 um 11:48 Uhr von P.S. editiert.
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011
12.10.2019, 20:17 Uhr
Egon



Hallo,

wenn ich mich recht erinnere gab es ein Amateurherft "Amateurtechnik und Betriebszuverlässigkeit".
Ich meine dort wurde auch was zur Ausfallrate geschrieben.

Grüße Egon
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012
12.10.2019, 21:39 Uhr
Mario Blunk

Avatar von Mario Blunk

Das ist vermutlich Buch Nr. 80 aus der Elektronika-Reihe von Otthermann Kronjäger, zu welchem mir Andreas den Link geschickt hat.
Mich beschäftigt aber mehr die Frage wie brauchbar die Zuverlässigkeitstheorie ist. Bücher gibt es zuhauf. Da die Konstanz der MTBF im geplanten Zeitraum des Produktes oft in Frage gestellt wird, scheint die Zuverlässigkeitstheorie auf wackligen Beinen zu stehen.
Sind also die MTBF-Zahlen in Datenblättern und Handbüchern heiße Luft oder praktisch nachgewiesen ?
--
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