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Robotrontechnik-Forum » Sonstiges » Selbstbau-Pong » Themenansicht

Autor Thread - Seiten: -1-
000
05.07.2018, 14:05 Uhr
Olda_der_Student



Hallo an das Forum!
In meinem medienwissenschaftlichen Studium an der Humboldt Universität Berlin besuche ich ein Seminar zur Geschichte des Pong-Spiels. Als mein Beitrag zum Seminar würde ich gerne die in der DDR selbstgebauten Pong-Spiele vorstellen (neben dem BSS 01).
Alle Hinweise, die mir auf meiner Suche nach ehemaligen Pong-Bastlern weiterhelfen können sind herzlichst willkommen!
Auch andere interessante hinweise und Geschichten würden mich sehr freuen.
1000 Dank im Voraus
Oldrich Justa
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001
05.07.2018, 16:16 Uhr
volkerp
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Avatar von volkerp

Hallo,

vom BSS01 (http://www.robotrontechnik.de/html/computer/bss01.htm) gab es in derZeitschrift rfe den Stromlaufplan, ein wenig später folgten auch Hinweise zur Erweitertung der zusätzlich im Chip enthaltenen Spiele (mit Pistole/Gewehr).
Das Original und auch die Erweiterungen werden sicher Elektronikbastler nachgebaut haben, sofern sie den AY-3-8500 erstehen konnten. Ich kenne leider keinen solchen Nachbau.

Und hab ich die passenden rfe-Hefte nicht parat, nur einen weiteren Beitrag zum Thema hab ich noch gefunden:
rfe (1984) 2: Realisierung von Bildschirmspielen von Dipl.-Math. ECKHARD SCHILLER
--
VolkerP

http://hc-ddr.hucki.net
(z9001, Z1013, LC-80, ...)
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002
05.07.2018, 16:18 Uhr
volkerp
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Avatar von volkerp

siehe auch

http://www.robotron-net.de/sonstiges.html#BSS-01
http://www.robotron-net.de/images/sonst/BSS-01.pdf

und im Forum selbst:

http://www.robotrontechnik.de/html/forum/thwb/showtopic.php?threadid=6504
--
VolkerP

http://hc-ddr.hucki.net
(z9001, Z1013, LC-80, ...)

Dieser Beitrag wurde am 05.07.2018 um 16:20 Uhr von volkerp editiert.
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003
05.07.2018, 16:25 Uhr
andy62



Ich habe das BSS01 selbst gebaut. Den AY 3-8500 hatte ich mir aus Ungarn besorgt.
Das müßte so '85 oder '86 gewesen sein. Leider existiert der Selbsbau nicht mehr.
Ich hatte das Gerät verborgt und nie wieder gesehen.
Ein Paar AY3-8500 habe ich noch.
Grüße Andy

Dieser Beitrag wurde am 05.07.2018 um 16:26 Uhr von andy62 editiert.
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004
05.07.2018, 17:22 Uhr
Mobby5



In der Zeitschrift Funkamateur gab es auch eine Selbstbauanleitung für ein Bildschirmspielspielgerät mit Standard TTL-Bausteinen (74er-Reihe). U.a. konnte man damit auch Pong spielen. Das hatte ich mir damals auch mal zusammengebastelt, existiert aber schon lange nicht mehr. Welche Funkamateurausgaben das waren, weiß ich leider nicht mehr. Ich glaube, das ware noch in den Ausgaben, wo die Bezeichnung "Funkamateur" auf der Titelseite noch weis auf blau gehalten war. Eventuell hat ja noch jemand eine Volltextsuche für die Funkamateurinhaltsverzeichnisse aller Ausgaben. Beim Funkamateur selbst ist heute Wartung dran.
--
und ausserdem muss in Zeile 20 der Doppelpunkt durch ein Semikolon ersetzt werden

Dieser Beitrag wurde am 05.07.2018 um 19:28 Uhr von Mobby5 editiert.
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005
06.07.2018, 12:10 Uhr
mark1111



@ Mobby5:

Der Beitrag hieß: "Ein universelles Telespiel" und war im FA 6/1980 S. 279-282 (Teil1) und FA 7/1980 S. 328-332 (Teil2)
Berichtigung im FA 11/1980. Dieses Telespiel habe ich 1983 aufgebaut, jetzt steht es ca. 30 Jahre im Keller und wartet
auf die "Wiederbelebung". Das werde ich mir aber erst in den Wintermonaten vornehmen.

Habe noch mal nachgesehen, Scan liegt als PDF vor, ca. 16 MB.

Dieser Beitrag wurde am 06.07.2018 um 12:33 Uhr von mark1111 editiert.
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006
06.07.2018, 12:32 Uhr
mark1111



Die Qualität des Scans ist nicht so besonders, aber leserlich.
Dieser Beitrag wurde am 06.07.2018 um 12:34 Uhr von mark1111 editiert.
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007
06.07.2018, 14:33 Uhr
Mobby5



Genau, das Teil wars.
--
und ausserdem muss in Zeile 20 der Doppelpunkt durch ein Semikolon ersetzt werden
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008
06.07.2018, 18:34 Uhr
MS05



Moin,

Zitat:
mark1111 schrieb
Die Qualität des Scans ist nicht so besonders, aber leserlich.


ich kann dir das bei Bedarf gerne in guter Qualität geben.
Grüße
Matthias
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009
06.07.2018, 22:36 Uhr
mark1111



Danke, ich habe auch die original Hefte, die sind auf dem Dachboden, muß aber erst noch danach suchen.
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010
12.07.2018, 02:17 Uhr
Olda_der_Student




Zitat:
andy62 schrieb
Ich habe das BSS01 selbst gebaut. Den AY 3-8500 hatte ich mir aus Ungarn besorgt.
Das müßte so '85 oder '86 gewesen sein. Leider existiert der Selbsbau nicht mehr.
Ich hatte das Gerät verborgt und nie wieder gesehen.
Ein Paar AY3-8500 habe ich noch.
Grüße Andy



Wo kamen die anderen Bauteile her? Sie können gerne etwas mehr erzählen, wie es mit dem Besorgen von Materialien gewesen ist, darüber würde ich gerne im Seminar erzählen
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011
12.07.2018, 02:18 Uhr
Olda_der_Student




Zitat:
mark1111 schrieb
@ Mobby5:

Der Beitrag hieß: "Ein universelles Telespiel" und war im FA 6/1980 S. 279-282 (Teil1) und FA 7/1980 S. 328-332 (Teil2)
Berichtigung im FA 11/1980. Dieses Telespiel habe ich 1983 aufgebaut, jetzt steht es ca. 30 Jahre im Keller und wartet
auf die "Wiederbelebung". Das werde ich mir aber erst in den Wintermonaten vornehmen.

Habe noch mal nachgesehen, Scan liegt als PDF vor, ca. 16 MB.



Waren die dafür benötigten Teile zugänglich? Wie haben sie sich zu den Elementen verholfen?
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012
12.07.2018, 02:23 Uhr
Olda_der_Student



Wir haben in unserem Institut ein gespendetes selber-gebautes Pong aus der DDR. Ich habe archäologisch-forschend den Deckel aufgemacht. Vielleicht erkennt jemand einzelne Bauteile und kann mir sagen, woher die originell stammen können? Alles ist für mich interessant, auch das Metall, aus dem Die Hülle gemacht ist.
Wo konnte man damals als Bastler solche Sachen finden?

Dieser Beitrag wurde am 12.07.2018 um 02:25 Uhr von Olda_der_Student editiert.
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013
12.07.2018, 02:34 Uhr
Olda_der_Student



Wir haben in unserem Institut ein gespendetes selber-gebautes Pong aus der DDR. Ich habe archäologisch-forschend den Deckel aufgemacht. Vielleicht erkennt jemand einzelne Bauteile und kann mir sagen, woher die originell stammen können? Alles ist für mich interessant, auch das Metall, aus dem Die Hülle gemacht ist.
Wo konnte man damals als Bastler solche Sachen finden?
https://www.pic-upload.de/view-35615332/IMG_4884.jpg.html
https://www.pic-upload.de/view-35615331/IMG_4885.jpg.html
https://www.pic-upload.de/view-35615330/IMG_4886.jpg.html
https://www.pic-upload.de/view-35615333/IMG_4887.jpg.html
https://www.pic-upload.de/view-35615335/IMG_4888.jpg.html
https://www.pic-upload.de/view-35615334/IMG_4889.jpg.html
https://www.pic-upload.de/view-35615339/IMG_4890.jpg.html
https://www.pic-upload.de/view-35615337/IMG_4891.jpg.html
https://www.pic-upload.de/view-35615338/IMG_4892.jpg.html
https://www.pic-upload.de/view-35615341/IMG_4893.jpg.html
https://www.pic-upload.de/view-35615340/IMG_4894.jpg.html
https://www.pic-upload.de/view-35615342/IMG_4895.jpg.html
[URL=https://www.pic-upload.de][/URL]

Dieser Beitrag wurde am 12.07.2018 um 02:38 Uhr von Olda_der_Student editiert.
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014
12.07.2018, 05:03 Uhr
Guido
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Avatar von Guido

Oha, Du hast mir das Tabletdisplay gesprengt!

Guido
--
Der Mensch hat drei Wege, klug zu handeln.
Erstens durch Nachdenken: Das ist der edelste.
Zweitens durch Nachahmen: Das ist der leichteste.
Drittens durch Erfahrung: Das ist der bitterste.

Konfuzius
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015
12.07.2018, 15:35 Uhr
mark1111



@ Olda_der_Student:

Die Bauteile für das Telespiel im FA habe ich ca. zwischen 1982 und 1983 im damaligen "Funkamateur" in Dresden gekauft. Ein Teil der
Teile konnte ich auch über den Betrieb, in dem ich damals arbeitete, bestellen. Teilweise auch in der benachbarten CSSR, dort gab es ein
Bastlergeschäft. Dort habe ich den MA7805 her, kam damals ca. 1/3 des Preises wie in der DDR. Sonst aus Sonderverkäufen in verschiedenen
Bastelläden, Tausch unter Bastelfreunden und aus Ausschlachtgeräten. Man mußte eben nehmen was man bekam und dann anpassen, z.B. D254 statt
D154 oder D274 statt D174. Am längsten hatte die Beschaffung des D147 gedauert, der kam mal aus einem Sonderverkauf von Elektronik für
Bastler im "Funkamateur" in Dresden. Allein die Beschaffung aller Bauteile brauchte seine Zeit. Fertiggestellt wurde das Telespiel
dann endlich 1985. Das Gehäuse besteht aus doppelseitig kaschierten Hartpapier, ist in den Kanten innen verlötet. Der Deckel wird mit 4
Schrauben befestigt.

Wie schon oben geschrieben, werde ich erst im Winter Zeit haben, das Gerät wieder instand zu setzen.




Dieser Beitrag wurde am 12.07.2018 um 15:36 Uhr von mark1111 editiert.
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016
12.07.2018, 16:46 Uhr
ggrohmann




Zitat:
Olda_der_Student schrieb
Vielleicht erkennt jemand einzelne Bauteile und kann mir sagen, woher die originell stammen können? Alles ist für mich interessant, auch das Metall, aus dem Die Hülle gemacht ist.
Wo konnte man damals als Bastler solche Sachen finden?



Das sind eigentlich alles handelsübliche Bauteile, die man in einer der RFT-Bezirksfilialen oder in einer der wenigen kleinen Elektronikteilhändler (beispielsweise Radio-Sander in Dessau) kaufen konnte. Der Tastensatz mit dem Netzschalter dürfte von einem Kofferradio aus den 70/80er Jahren stammen, ebenso die Plastiktasten. Auch die Drehknöpfe sind von so einem Radio, vermutlich Stern Smaragd oder Stern Elite 2000/Stern Automatic. Auch solche gerätespezifischen Ersatzteile gab es in den RFT-Läden zu kaufen - oft auch in den normalen Läden, in denen man auch die Geräte bekam. Dort gabs auch diese Antennenstecker und die Kabel als Meterware.

Der Blechkasten, in dem der TV-Modulator untergebracht ist, sollte ebenfalls von einem Kofferradio stammen.

Das Gehäuse ist aus Rohmaterial für Leiterplatten gefertigt.

Die kleine Lochrasterplatine, auf der der IC sitzt, die Fassung und die Diode neben dem IC sind vermutlich nicht aus DDR-Zeiten.

Es dürfte eine Weile gedauert haben, das Baumaterial zusammenzubekommen. Mal einfach in den Laden gehen und nach Bauteil-Liste einkaufen ging nicht - zu oft hörte man "hamwa nicht". Deshalb mußte man eben verschiedene Städte nach den Bauteilen abklappern.

Wahrscheinlich hat der Erbauer des Gerätes auch ein altes Radio oder einen Fernseher ausgeschlachtet.

Guido
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017
12.07.2018, 17:42 Uhr
Mobby5



Ich hatte meine Teile immer in Berlin in mehreren "Bauteileläden" zusammengesammelt. Da waren ab und zu mal solche "Rundreisen" notwendig. Da ich ja öfter in Berlin war, war das kein wirkliches Problem. Ein Gehäuse hat mein Gerät allerdings nicht gesehen. aber es war Modular aufgebaut. Bestand also aus mehreren Steckkarten, welche halt per Hand gezeichnet werden mussten. Die Steckkarten waren nicht so groß, wie in 015, dafür waren es aber mehr. Die Steckverbinder die mir zur Verfügung standen, hatten nämlich nicht so viele Anschlüsse, wie bei dem Gerät in 015. Die "Umschaltung" für die Spieleauswahl erfolgte bei mir natürlich auch mit Austausch von Steckern, bei denen entsprechende Brücken gelötet waren.
--
und ausserdem muss in Zeile 20 der Doppelpunkt durch ein Semikolon ersetzt werden

Dieser Beitrag wurde am 12.07.2018 um 17:48 Uhr von Mobby5 editiert.
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018
12.07.2018, 19:07 Uhr
robbi
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Avatar von robbi

Als ich noch in meiner Heimat war, gab es in dem kleinen Nest einen sehr rührigen Verkäufer im Fernsehladen. Dort hatte ich auch meine ersten Transistoren her. Er hatte Trafos, Schalter, Widerstände, Röhren, Draht, Kollophonium und alles was man so brauchte.

In Berlin war es ein Bastlerladen auf der Schönhauser Allee Ecke Dimitroffstraße und einer in der Nähe Jannowitzbrücke und bis 1961 Atzert-Radio auf der Stresemannstraße in Westberlin.

In Dresden gab es den "Funkamateur" und die "Radio-Quelle" und natürlich, wenn es absolut nicht weiterging, das Volkseigentum...
--
Schreib wie du quatschst, dann schreibst du schlecht.
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019
12.07.2018, 19:49 Uhr
MS05



Moin,

Zitat:
robbi schriebIn Dresden gab es den "Funkamateur" und die "Radio-Quelle" und natürlich, wenn es absolut nicht weiterging, das Volkseigentum...


ja, Quelle auf der Schweriner Str. war ja eine Institution.
Aber mich wundert, warum noch keinem der Versand in Wermsdorf eingefallen ist. Dort bin ich regelmäßig von Dreden aus auch einfach mal zum Stöbern hingefahren. Und das hat sich gelohnt, obwohl ich in der Firma (MKD) auch sehr viel einfach bestellen konnte.
Matthias
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020
12.07.2018, 20:31 Uhr
Mobby5



Eingefallen ist mir Wermsdorf schon. Habe ich aber nie benutzt, weil Bastlerkollegen die Erfahrung gemacht haben, dass bei Bestellungen nicht wirklich viel lieferbar war und die Preise haben mich auch nicht angesprochen.
--
und ausserdem muss in Zeile 20 der Doppelpunkt durch ein Semikolon ersetzt werden
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021
12.07.2018, 21:05 Uhr
MS05



Ja, kenne ich. Der hat in der Industrie schon mal kleine Restposten eingekauft, die dann am ersten Tag ausverkauft waren. Die Preise waren sicher durchwachsen. Vieles war aber auch billiger, als ich es im Betrieb bekommen habe.
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022
12.07.2018, 21:23 Uhr
holm

Avatar von holm


Zitat:
robbi schrieb
[..]

In Dresden gab es den "Funkamateur" und die "Radio-Quelle" und natürlich, wenn es absolut nicht weiterging, das Volkseigentum...



Was komische Blüten bildete..ich habe damals 8205 in CMOS bekommen (Gänsehautband-Beschriftung) ..aus dem ZMD...


Gruß,

Holm
--
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Dieser Beitrag wurde am 12.07.2018 um 21:23 Uhr von holm editiert.
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023
12.07.2018, 21:25 Uhr
Mystic-X



@Olda_der_Student
Der AY-3-8500 sitzt auf einem Stück moderner Lochrasterplatine und auch die blauen Spindeltrimmer und die Diode sind sicher nicht aus DDR Produktion. Das Ding hat wohl mal Jemand nach der Wende repariert.
Der Nippon Chemicon Elko ist ebenso eher später da eingebaut worden.

Der Trafo ist mit ELFEMA beschriftet das Unternehmen saß in Mittweida und war Zulieferbetrieb für die Elektronikindustrie. Wickelgüter u.Ä. - könnte aus irgend einem kleinen Radio der 70er/80er Jahre stammen

Die Tastensätze gab es so in unmengen DDR Radios.
Die Tastenkappen auf diesen Druckschaltern sehen aus wie vom Stereo Präsent bzw. Transstereo.
Der Drehknopf auf dem Paddle ist der Obere Tel eines Radioknopfes wie er sich z.B. am Stern Automatic findet.

Frolyt Kondensatoren kommen nach wie vor aus Freiberg.
Die silbrig glänzenden Styroflex-Kondensatoren sind IMHO in Görlitz (VEB Kondensatorenwerk Görlitz) und Gera (VEB Elektronik Gera heute Electronicon*) gefertigt worden.
*nehme mal mit Herr Hochsattel bei Electronicon Kontakt auf der hat zum 75. Firmenjubiläum ein Buch übers Unternehemn verfasst.
Keramikkondensatoren kamen aus den Keramischen Werken Hermsdorf (auch diverse Betriebsteile u.A. in Gera) Nachfolgeunternehmen heißt Tridelta!

Dioden und Transistoren aus dem Halbleiterwerk Frankfurt Oder.

Kabel aus dem KWO - Kabelwerk Oberspree (ein großer Betriebsteil war in Plauen)

Das Blechgehäuse des Modulators könnte mal ein UKW-Eingangsteil gewesen sein.

Der rotbraune Widerstand dürfte aus sowjetischer Fertigung sein.
Rest ist auch in der DDR Gefertigt. Aber die einzelnen Widerstände jetzt den Betriebsteilen zuzuordnen ist eher schwierig. Die Meisten wurden in Teltow produziert.

Ein Link dazu: http://www.ps-blnkd.de/Test/Elektronische_Bauelemente_DDR_OnlineIinArbeit.htm
P.S. arbeitet da wohl weiter dran. Auch dieLinks unten beachten!!

Zu allen Unternehmen die ich oben nannte sei gesagt das diese zumeist mehrere Betriebsteile in unterschiedlichen Orten hatten und auch die Zuordnung einzelner Betriebsteile zu den Kombinaten immer wieder wechselte. Hier gibt es auch nicht zu allem eindeutige Aufzeichnungen!
--
Gruß
Markus

Dieser Beitrag wurde am 12.07.2018 um 21:28 Uhr von Mystic-X editiert.
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024
17.07.2018, 14:49 Uhr
ingotron



Ich besitze mein Pong-Spiel noch, das ich zu DDR-Zeiten mit einem von meiner Schwester aus Ungarn mitgebrachten AY3-8500 gebaut habe. Sie hatte mir die Grundschaltung dazu als Thermokopie mitgebracht. Habe ich auf unseren Nachtspeicherofen (Internat der TH Ilmenau) gelegt und am nächsten Tag war da ein nahezu gleichmäßig braun gefärbtes Blatt. Habe mir dann die Schaltung nochmal besorgt, das Teil aufgebaut inkl. eines VHF-Modulators, dessen Spule handgezeichnet auf der einseitigen Leiterplatte war. Das Telespiel habe ich dann noch erweitert auf 4 Spieler, indem sowohl die Spielereingänge als auch die Ausgänge von Halbbild zu Halbbild umgeschaltet werden und es gibt dann auf jeder Seite 2 weiße und zwei schwarze Spieler (den Bildhintergrund habe ich dazu durch Pegelverschiebung grau gemacht), zu denen je eine Seifendose gehört, in der das Poti zum Bedienen (Paddle) ist. Das Spiel läßt sich auch auf 2-Spielermodus (original) umschalten. Die Potis werden mit Diodensteckern angesteckt. Die Bedienung des Gerätes erfolgt mit zwei Schalterleisten, wie sie in DDR-Kofferradios der 70-er Jahre üblich waren, erworben in Erfurt oder Ilmenau im Bastelhandel. Auch das (Eigenbau-)Netzteil habe ich in das Gehäuse eingebaut. Das Gehäuse besteht aus 2 gleichgroßen ca. 6mm starken braunen Pertinaxplatten, um die ein Rahmen zusammengelötet aus kupferkaschiertem (Leiterplatten-)Material geschraubt ist. Nachdem ich kürzlich den inzwischen defekten AY3-8500 gewechselt habe, funktioniert das Teil immer noch gut.
Ergänzt habe ich das Teil damals noch um eine Pistole. In das ausgehöhlte Gehäuse einer blauen DDR-Wasserpistole habe ich einen Fototransistor mit Vorsatzlinse und einen Trigger eingebaut. Ein Mikrotaster wird vom Auslöserstößel der Pistole bedient und meldet - entprellt mit Flip-Flop - den "Schuß". Ebenfalls über die Diodenbuchsen, die sonst für die Paddles sind, wird die Pistole an das Spiel angeschlossen. Ein Schwarweißfernseher mit gutem Kontrast (damals 43-er Bild in der Studentenbude) ermöglichte damit, alle Funktionen des AY-3-8500 auszunutzen.
Ich schau mal nach dem Gerät und könnte dann ein paar Fotos hier reinstellen.

Gruß Ingo.
--
Man darf die Menschen nicht mit ihren Engsten alleinlassen. (Zitat: Peter Glaser)

Dieser Beitrag wurde am 17.07.2018 um 14:53 Uhr von ingotron editiert.
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025
20.07.2018, 21:22 Uhr
Olda_der_Student



Ich wollte mich ganz herzlich für alle Antworten bedanken. Heute fand die Präsentation von meinem Projekt statt und ich konnte mit dem ganzen Wissen, welches mir hier angeboten wurde richtig viel anfangen und es zu einem guten Vortrag ausarbeiten. Vielen Dank an alle, es ist ein tolles Forum!
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