Diese Maschinensteuerung wurde ab April 1987 von der Firma EAW entwickelt und produziert.
Es gab sie in zwei Varianten:
S2000R: bevorzugt für Regelungszwecke
S2000S: bevorzugt für Steuerungszwecke
Die S2000 bestand aus einer Rückverdrahtungseinheit, die bis zu 12 Steckeinheiten in Form gekapselter Elektronikkassetten aufnehmen konnte und offen an der Wand oder einem Schaltschrank montiert wurde.
Wurden noch mehr Einheiten benötigt, konnten per Kabel weitere Sloteinheiten angekoppelt werden.
Ein bis zwei doppelt große Kassetten beinhalteten die Netzteile, eine weitere die Prozessoreinheit, weitere 7-9 Kassetten enthielten Ein/Ausgabe-Baugruppen.
Mechanisch hatte sich der Hersteller viel Mühe gegeben:
Ein Kodierteller unter den Steckeinheiten verhinderte, dass falsche Steckeinheiten auf einen Steckplatz gesteckt wurden.
Die Ankopplung des Prozesses auf den Steckeinheiten erfolgte auf der Vorderseite mit EFS-Steckern.
Auf diese kam eine Adaptereinheit, die die Signale auf Schraubklemmen führte, von wo aus die Drähte nach unten in Richtung Prozess gefädelt waren.
Ganz vorn befand sich auf jeder Steckeinheit eine Abdeckplatte, die auch als Legende für die Anschlüsse diente.
Eine Reihe Leuchtdioden an den Steckeinheiten signalisierte die Schaltstellung der jeweiligen Leitung.
Intern basierte die S2000 auf auf dem Prozessor U880. 6 KByte ROM und 2 KByte RAM bildeten den Grundspeicher.
Weiterer EPROM-Speicher konnte in Form eines Moduls auf die Prozessoreinheit gesteckt werden.
Für den Datenerhalt der RAMs sorgte im Bedarfsfall ein in die Prozessoreinheit einsteckbares Akkumodul.
Zur Programmierung der S2000 wurde anfangs der Rechner GDS6000,
später die P8000 (8-Bit-Variante) oder der PC1715 benutzt.
Die Programmierung der S2000R erfolgte in der Sprache PROMAR, die der S2000S in der Sprache PROLOG.
Maschinensteuerung S2000. Links das Netzteil, dann der Prozessor, rechts eine Interfaceeinheit