Computer R4200

(Alias R 4200, Robotron 4200, KRS 4200, KRS 4200, KR4200, KR 4200, KRD4200, KRD 4200)

Er war das kleinste Modell der Robotron-4000-Serie, zu der der R4000 und der R4201 gehörten. Hersteller war das Robotron-Werk in Radeberg. Der R4200 wurde hauptsächlich für benutzt und bildete das Kernstück des Kleinrechnersystems KRS4200. Der R4200 wurde, ebenso wie der R4201, auch als Datenfernübertragungs-Prozessor EC8404 an ESER-Großrechnern benutzt.


Prozessrechner R4200

Rechenzentrum mit dem R4200

Die Platzersparnis gegenüber dem R4000 wurde unter anderem durch eine kompaktere Stromversorgung und durch den Verzicht auf Speichererweiterung und zusätzliche Schnittstellen erreicht.



R4200, geöffnet

Rückseite des R4200 mit dem Kernspeicher

Der R4200 wurde später durch seinen Nachfolger R4201 abgelöst, der im Vergleich zum R4200 eine umfangreichere Peripherie benutzen konnte.

Prozessor

Der Prozessor verarbeitete 50 verschiedenen Befehle mit einer Geschwindigkeit von 74.000 Operationen/s.
Einige typische Rechenzeiten:


Prozessoreinheit des R4200

Das Netzteilmodul


Speicher

Als Speicher wurde wieder ein Ferritkernspeicher mit einer Kapazität von 4, 8 oder 16 kWorten (16 oder 32 KByte) verwendet. Die Speicher-Zykluszeit betrug dabei wieder 1,3 µs.


Bedienung

Der R4200 hatte keine eigenen Bildschirm- und Tastaturkarten.
Die Anwender koppelten sich stattdessen über eine Bedienschreibmaschine SM4000 oder einen Bediendrucker an. Ebenso war die Nutzung eines Terminals PBT4000 möglich. SM4000 bzw. PBT4000 übernahmen die Funktionen von Tastatur, Bildschirm und Drucker.


Bedieneinheit

Die Bedieneinheit des Rechners, die als Kästchen meist auf dem Rechner stand, enthielt folgende Funktionen:


Bedieneinheit des R4200

Arbeit am R4201


Interfaces


Externe Geräte

Die externen Geräte waren für alle Rechner der Robotron-4000-Serie gleich. Mehr Informationen dazu gibt es hier.


Software

Das benutzte Betriebssystem ESKO war weitgehend kompatibel mit dem des Rechners R4000.


Verbreitung

Der Preis für eine R4200-Anlage lag damals bei ca. 1,8 Millionen Mark.
Bis heute hat vermutlich nur 1 Exemplar überlebt, erfreulicherweise in funktionsfähigem Zustand.


R4200 (links) an der Hochschule für Bauwesen Leipzig



Letzte Änderung dieser Seite: 05.10.2017Herkunft: www.robotrontechnik.de