Steuerrechner MRS702, MRS703

(Alias MRS 702, MRS-702, MRS 703, MRS-703)

Diese Mikrorechnersteuerungen wurden vom VEB Numerik entwickelt und produziert und arbeiteten auf Basis des 8-Bit-Prozessors U880.

Beide Geräte waren in Form einer Rückverdrahtungseinheit mit steckbaren Platinen aufgebaut. Die MRS702 enthielt dabei zwei Slots für Peripheriebaugruppen, die MRS703 hatte vier. Die Anzahl der Ein- und Ausgänge lag damit bei der MRS702 bei 112, die der MRS703 bei 224. Vier Interrupteingänge und vier Zähler mit einer max. Frequenz von 40 kHz ergänzten die Geräte. Da in den Schaltschränken eine Betriebsspannung von 24V ohnehin vorhanden war, wurden die MRS auch gleich aus dieser gespeist. Das Bussystem der MRS entsprachen dem Standard K1520. Der Anwender konnte sich damit auch eigene Platinen (meist Ein/Ausgabebaugruppen) in sein MRS integrieren.


Steuerrechner MRS702

Auf der MZE gab es die Möglichkeit, den Prozessor U880 auszuschalten und nur über einen vorher zu konfigurierenden RAM Boolesche Ausdrücke auszuführen. Das ganze war aber ziemlich kompliziert, so das es bei den meisten Anwendungen bei Programmstart deaktiviert wurde.


Steuerrechner MRS703

Prozessorplatine der MRS703

Die MRS wurden aus folgenden Platinen zusammengesetzt:
MZE1Einkartenrechner, Schnittstellen V.24, IFSS und Tastaturanschluss
MEA1Universal-E/A-Gruppe (32 Digitaleingänge +12V, 24 Ausgänge 24V 125 mA, 2 Zähler, 2 Interruptquellen, Alle Anschlüsse optisch potenzialgetrennt)
MTA1Transistor-Leistungsverstärkung von 12 Ausgangssignalen 24V 2A, optisch potenzialgetrennt, mit LED-Anzeige
MSV2Stromversorgungs- und Überwachungsbaugruppe (Eingang 24V 2A), enthält auch eine Akkupufferung
MVT1Pegelanpassung der Prozesseingangsspannung von 24V auf 12V per Relais, externe Baugruppe
MVT2Pegelanpassung der Prozesseingangsspannung von 24V auf 12V per Transistor, externe Baugruppe
Das Betriebssystem der MRS befand sich in zwei EPROMs U2716 und belegte 3,5 KByte RAM. Es ermöglichte bis zu 30 quasi-zeitgleiche Operationen, Verschachtelungstiefe maximal 70.
8 KByte EPROM standen dem Anwender als Programmspeicher zur Verfügung. Die Anwenderprogramme konnten entweder in Assemblersprache oder in der Mehrprozessor-Steuersprache MPSS geschrieben werden.

Die Programmierung der MRS erfolgte über die Rechner der PRG-Serie oder über Bürocomputer A5120, beide unter Nutzung des Betriebssystem UDOS. Für Test und Inbetriebnahme gab es außerdem zwei Bedieneinheiten TES630 (Hersteller: Textima) und das Bedientablett BT700 (Hersteller: Numerik).

Die MRS702 und MRS703 wurden u.a. von der Firma TEXTIMA in Textilmaschinen verbaut.



Letzte Änderung dieser Seite: 18.08.2013Herkunft: www.robotrontechnik.de