(sprich: ES1057, weil russische Buchstaben)
Der EC1057 stellte den letzten der ESER-Großrechner dar.
Er wurde eingesetzt für:
Abrechnungszwecke (Lohnrechnung)
Platzreservierung bei der Reichsbahn (EPLA-System)
Buchungs-Hauptrechner bei der Sparkasse
Die Verarbeitungsgeschwindigkeit wurde mit 1 Mio. Operationen/s damals als "mittlere Leistungsklasse" bezeichnet.
Großrechner EC1057
Großrechner EC1057. Vorn ein Plotter K6411 und ein Grafiktablett K6405.
Zentraleinheit EC2175
Die Zentraleinheit EC2175 war in 2 Schänken untergebracht, wobei einer den Basisprozessor, den Hauptspeicher sowie die Kanalsteuerung enthielt.
Der andere enthielt den 2. Prozessor (Anschlussprozessor) sowie die Stromversorgung.
Auf der Prozessoreinheit waren 32 KByte Cache-Speicher je Prozessor untergebracht, um die Verarbeitungsgeschwindigkeit zu erhöhen.
Der Prozessor kannte 207 Grundbefehle, sein Hauptspeicher betrug in der maximalen Ausbaustufe 16 MByte.
Einige der Komponenten besaßen bereits eine interne Fehlerüberprüfung.
Rechnerkomponenten, die keine selbständige Fehlerüberwachung besaßen, wurden in den Rechenpausen automatisch mit Diagnoseprogrammen geprüft.
Um eine gute Wärmeabfuhr zu sichern, war die EC2157 nur in klimatisierten Räumen aufzustellen.
Die Stromspeisung erfolgte über das Drehstromnetz bei einer Leistung von 8.7 kW.
Mit einer Masse von über 1100 kg gehörte diese Komponente (wohlgemerkt nur die Prozessoreinheit!) nicht gerade zu den Leichtgewichten unter den Rechnern.
Serviceprozessoreinheit EC1555
Sie gestattete, die Hauptprozessoren zu überwachen, zu diagnostizieren und zu warten.
Sie wurde ebenso zum Starten des Hauptrechners benutzt. Charakteristisch für die EC1555 waren die 2 Bildschirme.
Als Speichermedien konnten Festplattenspeicher EC5067 mit einer Speicherkapazität von je 317 MByte
oder Wechselplattenspeicher EC5067 mit einer Speicherkapazität von 200 MByte verwendet werden.
Außerdem wurden Magnetbandgeräte EC5002 benutzt.