Bankschalter-Arbeitsplatz

(Alias Bankarbeitsplatz)

Für die Arbeit in den Sparkassen, der Post und der Reichsbahn wurde speziell der Rechner K8924 entwickelt. Hardwareseitig wurde er ergänzt durch:

Bankschalter-Arbeitsplatz

Das Betriebssystem SIOS wurde vom Diskettenlaufwerk gestartet. Für das Programmsystem wurden dann alle 3 Diskettenlaufwerke benötigt: Es gab mehrere Programmpakete, u.a. für Überweisungen wurden entweder online durch Kopplung mit einem ESER-Rechner gemacht oder offline durch Abspeicherung auf einer Diskette, die dann später in den Großrechner eingelesen wurde.


Bankschalter-Arbeitsplatz

Die Arbeit am Bankschalter war auch für den Bankangestellten sehr restriktiv. Der Bankangestellte musste sich beim Starten des Systems per Magnetkarte und per Tastatur-Schlüssel legitimieren. Zusätzlich musste bei kritischen Eingaben ein Operator hinzugezogen werden, der sich dann mit seiner Magnetkarte und seinem Tastaturschlüssel in das System einklinkte. Die Überprüfung der PIN erfolgte über das SIMO-Modul, ein im K8924 eingebauter Sub-Rechner, der außerdem die Zuordnung von Rechner und Disketten überprüfte. Das SIMO war durch einen externen Akkusatz gepuffert.


K8924-Arbeitsplätze in der der GOSBANK in Moskau

Um einen Datenverlust bei eventuellen Stromausfällen zu verhindern, war ein Teil des Arbeitsspeichers (4 KByte) durch interne Akkus gepuffert, die einen Datenerhalt von 24 Stunden garantierten.
War bis dahin der Strom wieder da, konnten durch ein spezielles Hochfahren des Rechners die Daten aus dem gepufferten Speicher wieder zurückgeholt werden.

Heute sind Arbeitsplätze mit Robotrontechnik vermutlich in keiner Bank mehr im Einsatz.
Anfang der 1990er Jahre wurden die Robotron-Geräte meist durch Rechner von Siemens-Nixdorf ersetzt.



Letzte Änderung dieser Seite: 29.11.2016Herkunft: www.robotrontechnik.de